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Neu im Carlsen Verlag

Not-Coming-out in Japan

Im neuen Manga "Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit" erzählt Kabi Nagata ihre persönliche Geschichte.


"Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit" ist bei Carlsen Manga erschienen

Kabi Nagata ist eine junge Japanerin Ende Zwanzig, der der Start ins eigene Leben nicht gelingen will. Sie gibt sich sehr große Mühe, den Erwartungen ihrer Eltern und der Gesellschaft zu entsprechen – und scheitert immer wieder. Sie versucht so sehr, den Anforderungen anderer gerecht zu werden, dass sie gar nicht mehr weiß, was sie selbst eigentlich will. Nur einsam will sie nicht sein, und wird es doch immer mehr. Ihr Leben erschöpft sie abgrundtief, sie entwickelt eine Esstörung, wird depressiv.

Und doch – in Nagata schlummert ein starker Lebenswille und so macht sie sich auf den Weg, herauszufinden, warum es ihr so schlecht geht und was das Leben lebenswert macht. Schicht für Schicht gelingt es ihr, zu ihrem eigentlichen Wesen durchzudringen, zu ihren eigenen Wünschen, zu einem glücklicheren Sein. Mit beeindruckender Ausdauer kämpft sie für sich und entdeckt, auch mit der Hilfe anderer, was sie eigentlich will. Im Leben, und dann, mit der Zeit, auch in der Liebe.

Es ist kein einfacher Weg. Die Entdeckung ihrer lesbischen Sexualität kann Nagata nur über den Weg der gekauften Liebe beginnen. Sich zu öffnen fällt ihr schwer, und so kann sie sich auf ihre erste sexuelle Erfahrung nicht wirklich einlassen, kann sich nicht fallen lassen und genießen. Aber sie kämpft weiter, sie weiß, dass sie auf dem richtigen Weg ist.

Glück und Zufriedenheit auf dem eigenen Weg


Unter dem Pseudonym Kabi Nagata veröffentlichte die Zeichnerin ihre Lebensgeschichte und erhielt dafür den Harvey Award für den besten Manga 2018

Die Lebensgeschichte von Nagata berührt. In "Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit" erzählt sie ihre eigene Geschichte von ihrem Not-Coming-out in Japan. In ihrer ehrlichen und offenen autobiografischen Erzählung beschreibt Nagata, wie ein junger Mensch sich selbst verlieren und wiederfinden kann, jenseits der gesellschaftlichen Normen, aber dem eigenen Glück näher als je zuvor.

Sie erzählt von ihrer Erkenntnis, dass sich ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit erst einstellen kann, wenn man seinen eigenen Weg geht, seine eigenen Wünsche an erste Stelle setzt, auch wenn man damit das Risiko eingeht, andere zu verletzen.

Doch lange bleibt Kabi Nagata einsam mit ihrer lesbischen Erfahrung und Entwicklung und teilt diese nur anonym in Mangaform im Internet mit. Und findet dabei Leser, die mit ihr Lachen und Weinen und mit denen sie ihre Erfahrungen teilen kann. Ein besonderer Band über das Leben einer besonderen Frau, die immer noch unerkannt und anonym Episoden mit uns teilt.

Die unter dem Pseudonym Kabi Nagata aktive Mangazeichnerin wurde 1987 in Japan geboren. Sie erlangte viel Anerkennung für ihre bisherige autobiografische Arbeit, vor allem für den Titel "Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit". Nagata veröffentlichte ihre Arbeit zunächst auf der Kunst Website Pixiv, 2016 wurde sie zum ersten Mal in einer Printausgabe von East Press in Japan veröffentlicht. 2017 brachte Seven Seas Entertainment eine englische Version heraus. Neben anderen Preisen und Listungen, gewann Nagata mit "Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit" den Harvey Award für den besten Manga 2018. (cw/pm)

Infos zum Buch

Kabi Nagata: Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit. Übersetzt von Nadja Gravert-Stutterheim. Hardcover. 144 Seiten. Format: 14,5 x 21 cm. Carlsen Verlag. Hamburg 2019. 15,00 €. ISBN 978-3-551-76277-1


#1 taiyoAnonym
  • 05.04.2019, 18:12h
  • Das ist sehr schade.
    Von einer Brieffreundin lese ich allerdings ähnliches. Die soziale Isolation macht sich in Japan breit. Als LSBTTIQ-Zugehörige ist das natürlich doppelt schwierig :-/

    Appell an die Regierung:
    Please, stop silence and stop banning the LGBT. Let them live free and without pressure living in isolation.

    All the best to the writer of the book.
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