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"Nicht männlich genug"

Seit Trump: FBI soll queere Mitarbeiter diskriminieren

LGBTI-Beamte des Justizministeriums beklagen, diskriminiert zu werden, seit Donald Trump Präsident ist. Der Justizminister ermittelt, weist aber die Anschuldigungen zurück.


FBI-Agent (Symbolfoto: wikipedia)

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) soll schwule und trans Mitarbeiter*innen diskriminieren. Das geht aus einem Bericht der "New York Times" hervor. Das FBI, die zentrale Sicherheitsbehörde der Vereinigten Staaten, soll demnach schwule Männer in der hauseigenen Akademie nicht zu Agenten ausbilden wollen. Es hieße, Schwule seien "nicht männlich genug" für den Job. Für Transgender werde es schwieriger, im Bureau of Prisons, der Gefängnisverwaltung, zu arbeiten.

Deswegen hat der Justizminister William P. Barr jetzt Ermittlungen im Justizministerium eingeleitet. Auslöser war ein Brief der Gruppe DOJ Pride, einem Kreis von LGBTI-Mitarbeiter*innen im Justizministerium, der seit 1994 besteht. Die Gruppe habe eine Umfrage unter queeren Kolleg*innen gemacht. Demnach erlebe nur weniger als die Hälfte der Beschäftigen keine Diskriminerung. Über die Hälfte der Befragten sagten, sie hätten sich vom Ministerium entfremdet, seitdem die Trump-Regierung das Ministerium leite.

Brief an alle Mitarbeitenden: Keine Diskriminierung

"Da das Ministerium so eine wichtige Rolle für die Gesellschaft spielt, indem es die nationalen Gesetze durchsetzt und die Justiz leitet, sind wir besorgt, dass so viele Mitarbeiter*innen merken, dass ihre Arbeit im Ministerium nicht wertgeschätzt wird", heißt es in dem Brief der queeren Beschäftigten.


Justizminister William P. Barr (Bild: The United States Department of Justice)

Barr sagte daraufhin, dass Mitarbeiter*innen im Justizministerium nicht aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der geschlechtlichen Identität oder anderer, nicht leistungsbasierter Merkmale diskriminiert würden. "Ob jemand im Ministerium angestellt wird, wird allein aufgrund der Leistung und frei von Diskriminerung entschieden", schrieb Barr in einem Antwortbrief. Dieser wurde am Donnerstag an die 115.000 Beschäftigen des Justizministeriums geschickt. "Alle Mitarbeiter*innen sollten wissen, dass ich zu diesem Prinzip stehe."

Schutz von Transgender unter Trump-Regierung zurückgegangen

In einer Stellungnahme des FBI heißt es, man brauche Menschen "aus ganz verschiedenen Bereichen, mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven", um die Amerikaner effektiv zu schützen. Daher dulde man keine Diskriminierung.


US-Präsident Donald Trump (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Unter Präsident Barack Obama hatte sich das Justizministerium für Bürgerrechte stark gemacht. Das änderte sich mit der Trump-Präsidentschaft. Unter Justizminister Jeff Sessions setzte sich das Ministerium vor allem für den Schutz von religiösen Gruppen und Polizeibeamten und gegen die Rechte von LGBTI ein (queer.de berichtete). So vertrat es die Auffassung, dass die Diskriminierung von transsexuellen Menschen im Arbeitsleben nicht gegen ein Antidiskriminierungsgesetz verstößt (queer.de berichtete). Seit Dezember leitet eine LGBTI-feindliche Aktivistin den Kommunikationsstab des Ministriums (queer.de berichtete). William Barr ist seit Februar Justizminister. (cw)



#1 Patrick SAnonym
  • 07.04.2019, 13:22h
  • Wen wundert das?! Da wird die religiös motivierte Diskriminierung sexueller Minderheiten staatlich abgesichert, Transpersonen der Militärdienst verweigert und Trump plaudert aus dem Nähkästchen, dass sein Vize Pence die Homos am liebsten tot sehen würde. Und das Schlimme ist, die Leute denken, das wär ein Scherz.
    Von der Verharmlosung rechter Gewalt, Trump "Reinblutlehre zur Erschaffung einer überlegenen Rasse" und der geplanten Bewaffnung von Lehrkörpern fang ich am besten gar nicht an.
    Schlimm, was im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gerade passiert. Andererseits kommt der Titel ja nicht von ungefähr.
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#2 swimniAnonym
#3 Gerlinde24Profil
  • 07.04.2019, 18:40hBerlin
  • Für die rechten bigotten Reps ist alles klar. Queere Mitarbeiter werden nicht diskriminiert und überhaupt sollen sich diese Schwuchteln nicht so anstellen. Die sollten froh sein, dass sie nicht unter alttestamentarischer Strafe fallen. So oder so ähnlich denken diese Idioten!
    Idioten und Religioten, war nie ne coole Mischung!
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#4 ScheinheiligAnonym
  • 07.04.2019, 18:57h
  • "Nicht männlich genug."

    Komisch, wo doch auch Frauen angestellt sind. Sind Hetero Frauen dann auch nicht männlich genug, oder wäre das was anderes?

    Hier stinkt es gewaltig nach Doppelmoral!
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