Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33352

Im Stadion

Homophobe Sprechchöre gegen früheren Mainzer Fußballspieler

In Kopenhagen ist Viktor Fischer von den gegnerischen Fans homophob beleidigt worden. Doch er reagierte mit einer überraschenden Geste.


Fußballprofi Viktor Fischer spielt nun für den FC Kopenhagen. (Bild: Myrte Hesselberth - wikiportret.nl/wikipedia)

Der Fußballspieler Viktor Fischer ist erneut im Stadion von Fans homophob beleidigt worden. Der Däne spielt als Nationalspieler für den FC Kopenhagen. Am Sonntag traf seine Mannschaft im Finalrundenspiel auf den Odense BK. Kopenhagen gewann mit 1:0. Doch die gegnerischen Fans begleidigten Fischer während des Spiels homophob. Nach Spielschluss revanchierte sich Fischer. Er warf den Pöblern Kusshändchen zu. Das berichtet der Sport-Informations-Dienst.

"Schon beim letzten Spiel in Odense gab es homophobe Rufe der OB-Fans, und das hat sich heute mehrfach wiederholt", sagte Fischer anschließend dem "Sender TV3", "da war es schön, am Ende als Sieger dazustehen. Homophobie ist inakzeptabel und gleichzusetzen mit Rassismus. Ich hoffe, dass die Liga oder OB reagiert." Mit seiner Geste habe er auf die Beleidigungen hinweisen wollen.

Fußballklub distanzierte sich von homophoben Sprechchören

Fischers Verein stellte sich hinter den 24-Jährigen. Dieser hatte für Dänemark an der Weltmeisterschaft 2018 teilgenommen. Der offizielle OB-Fanklub "De Stribede" (Die Gestreiften) distanzierte sich ebenso wie der Klub von den betroffenen Anhängern. Odense geht von 20 bis 30 Übeltätern aus und kündigte Konsequenzen an. "Wir wollen und werden das nicht akzeptieren", sagte ein Klubvertreter.

Im Juni 2017 ging Fischer zum 1. FSV Mainz 05. Dort ansolvierte er zehn Spiele in der Bundesliga und zwei Spiele im DFB-Pokal. Nach wenigen Monaten schloss er sich dem FC Kopenhagen an und kehrte so in seine Heimat Dänemark zurück. Dort läuft sein Vertrag bis 2022. (cw)



#1 JarJarProfil
#2 ManvondemmansprichtAnonym
#3 LotiAnonym
#4 StrottiAnonym
  • 09.04.2019, 10:35h
  • Antwort auf #1 von JarJar
  • Spielt das eine Rolle? Die antihomosexuelle Aggression entwickelt sich völlig unabhängig davon, ob der Angegriffene homosexuell ist oder nicht. Wenn er nicht homosexuell ist, haben ihn die Angreifer nach ihrer eigenen Einschätzung erfolgreich beleidigt, weil für einen "richtigen" Mann allein die Tatsache, für homosexuell gehalten zu werden, eine Beleidigung sein muss. Ist er homosexuell, dann trifft es ja ohnehin den Richtigen. Von daher war die Reaktion perfekt: Denn die Kusshändchen zeigen, dass die Aggressoren keinen Erfolg hatten. Der Angegriffene lässt die Aggression nämlich einfach abprallen, ob er selbst nun schwul ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Ith_Anonym
  • 09.04.2019, 10:48h
  • Da sieht man's mal wieder: Immer wird auf den weißen Cis-Männern rumgehackt.
    Einfach nur dafür, dass sie sich so benehmen, wie es die männliche Sozialisation vorschreibt.

    Und was wird dagegen unternommen?
    Schreibt man da mal einen solidarischen Artikel?

    Nein.
    Man liefert die fußballfreundliche Männlichkeit einfach so den Aasgeiern der Political Correctness aus. Der Queergida, wie man sie nennen könnte (wow, ist eigentlich irgendjemand da schonmal drauf gekommen - über den Faschismus-Charakter dieser Akzentanzforderer müsste unbedingt mal ein Artikel geschrieben werden!). Und verurteilt unschuldige Leute dafür, dass sie ihr Fan-Brauchtum ernst nehmen. Als sei man gleich ein schlechter Mensch. Als habe man was gegen irgendwelche komischen Minderheiten. Wegen sowas!

    Ein bisschen mehr Mitgefühl bitte für diese bedauernswerten Opfer!
    Man muss auch mal einsehen, dass nicht jederzeit und überall auf alle möglichen Befindlichkeiten Rücksicht genommen werden kann.

    Oder, wie es andernorts kürzlich erst unter Beifall ausgedrückt wurde:
    "Den gleichen moralischen Furor entwickelt sich die Queergida, die selbsternannte Klugscheisser*innensekte der «Queers»: Wer den Lebensstilvorgaben nicht folgt, ist ein Gegner, muss ausgegrenzt und eigentlich ins mindestens moralische Fegefeuer."

    Was soll der Fußballfan sich hineinquatschen lassen in sein Brauchtum? Muss sich jetzt jeder von Leuten etwas vorschreiben lassen, bloß weil die darauf pochen, in der gesellschaftlichen Unterzahl zu sein? Ist es wirklich so schlimm, muss man sich auf jedes Bisschen männlicher Normalität gleich einschießen als großes Verbrechen der angeblichen Ausgrenzung? Ist doch nicht so, dass irgendwer das böse meinen würde.

    Wäre es nicht angebracht - denn was man selbst fordert, gestehe man auch dem Gegenüber zu - es einfach mal bei einem simplen Grundsatz zu belassen:
    "Ich möchte mir in mein Leben durch keine Queergida hineinquatschen lassen, das entscheide ich immer noch allein."

    Recht hat er. Seit Jahrzehnten wird die männliche Selbstbestimmung unterwandert. Erst das Recht weg, eine Frau zu vergewaltigen, wenn sie per Ehe doch praktisch in den eigenen Besitz übergegangen ist, und jetzt kommen da nach und nach einfach noch irgendwelche anderen Leute an, die irgendwas wollen und Forderungen stellen. Was du nicht willst, das man dir tu, gestehe auch den and'ren zu! Stattdessen wird auf weißen Cis-Männern heutzutage aus jeder Ecke einfach nur undifferenziert herumgehackt. Als ob jahrzehntelang gepflegte Traditionen irgendjemandem wehtun würden.

    Nicht zu fassen, worüber Leute sich heutzutage all beschweren. Unter Adenauer hätte es sowas nicht gegeben.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AndiAnonym
  • 09.04.2019, 11:17h
  • Antwort auf #5 von Ith_
  • Was für ein gequirlter Bullshit. Geh mal zum Arzt, wenn du das wirklich glaubst, was du hier ablässt. Niemand hat das Recht andere zu beleidigen. Moralisch nicht. Zivilrechtlich nicht. Man kann Fußballfan sein, seine eigene Mannschaft leidenschaftlich anfeuern, ohne den Gegner zu beleidigen. Millionen Fans leben das tagtäglich. Aber ein paar Idioten, denen einer abgeht, wenn sie andere nieder machen, bringen ihre Vereine, ja den ganzen Sport in Misskredit. Richtig so, wenn gegen diese vorgegangen wird. Stadionausschluss ist noch das mindestes. Eigentlich sollten sie rechtlich belangt werden. Niemand hackt auf irgendjemand rum. es wird nur erwartet, dass sich jeder Mensch sich zivilisiert benimmt und alle anderen so respektiert, wie sie sind. Zu deinem Frauenbild sag ich lieber nichts, sonst vergesse ich auch noch meine guten Manieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Ith_Anonym
  • 09.04.2019, 11:48h
  • Antwort auf #6 von Andi
  • Ich weiß ja nicht, ob und wieviel Werbung hier erlaubt ist, aber wenn du das ernst meinst, kannste ja mal einen Blick auf meinen Blog werfen.

    reflexzwischenwelt.wordpress.com/2019/04/09/immer-diese-mind
    erheiten/


    Da hab ich dann auch verlinkt, von wem ich diese Zitate habe, auf die einige Leute hier doch mit freundlicher Zustimmung reagiert haben.

    Wenn du tatsächlich bereit bist, dich mit Menschen dieser Mentalität anzulegen: Der betreffende Artikel steht auf der Queer-Hauptseite momentan noch ganz oben. Und auf Platz 1 der am meisten kommentierten Artikel ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#8 JosephMartinProfil
  • 09.04.2019, 11:49hBraunschweig
  • Antwort auf #5 von Ith_
  • Wozu Protestbriefe zum Schutz der armen Cis-Männer? Die würde ich getrost der AfD überlassen.

    Viktor Fischer hat es doch vorgemacht, wie man ganz lieb und diskriminierungsfrei mit homophob sozialisierten Cis-Männern umgeht: Kusshändchen und gut ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Martin331Anonym
  • 09.04.2019, 11:51h
  • Antwort auf #6 von Andi
  • Ich bin mir recht sicher, dass der ganze kommentar von #5 nur triefender Sarkasmus ist. "Erst ist das Recht weg eine Frau zu vergewaltigen ..." kann niemand ernst meinen. (Vielleicht hoffe ich das aber auch nur)
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TheDadProfil
  • 09.04.2019, 11:56hHannover
  • Antwort auf #5 von Ith_
  • ""Da sieht man's mal wieder: Immer wird auf den weißen Cis-Männern rumgehackt.
    Einfach nur dafür, dass sie sich so benehmen, wie es die männliche Sozialisation vorschreibt.""..

    Immer wieder findet ein Begriff Anwendung OHNE erkennen zu WOLLEN wie rassistisch er ist !

    "Weiße Cis- Männer" können ebenso wenig etwas für ihr Äußeres, wie für ihr "Cis-Sein"..

    Wenn die originären Eigenschaften von Menschen zu einer "vorwerfbaren" Unterscheidung stilisiert werden IST ES Rassismus !

    Warum nun diese absurde Diskussion auch noch in einen anderen Thread getragen werden muß, erschließt sich nicht, es sei denn man will hier auch weiterhin ungeniert provozieren ?
  • Antworten » | Direktlink »