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Birgit Kelle, Demo für alle und Co.

Vortragsreihe mit Homo-Hassern gewinnt Auszeichnung

Die christdemokratischen Studierenden des RCDS Heidelberg wurden von ihrem Dachverband für die "beste politische Arbeit" geehrt. Die Ortsgruppe hatte mehrere LGBTI-Feinde eingeladen.


Birgit Kelle bei einer Rede auf der "Demo für alle". (Bild: Metropolico.org / flickr)

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) hat seine Ortsgruppe Heidelberg am Wochenende in Mainz für die beste politische Arbeit mit dem "Blauen Löwen 2019" ausgezeichnet. Qualifiziert hatte sich der Ortsverband mit der Vortragsreihe "Feministin & konservativ", bei der ab Oktober letzten Jahres LGBTI-Feinden und Antifeministen eine Bühne geboten wurde. "Wir freuen uns, dass unsere Arbeit so honoriert wurde und danken dem Bundesausschuss für die große Unterstützung", verkündete der Heidelberger RCDS auf seiner Facebookseite.

Gepostet von RCDS Heidelberg am Montag, 8. April 2019
Facebook / RCDS Heidelberg | Der Heidelberger RCDS bei der Preisverleihung.

Die Vortragsreihe habe zu einer intensiven Debatte beigetragen, heißt es vom RCDS. "Eine gute Diskussion lebt davon, sich nicht nur mit der eigenen, sondern auch mit anderen Meinungen offen und interessiert auseinanderzusetzen. Wer nicht diskutiert und nur schreit, der bezieht sich nicht aufeinander." Deswegen wolle die Gruppe auch in Zukunft über kritische und kontroverse Themen diskutieren, "denn davon lebt unsere Demokratie".

Empörung bei den Liberalen Schwulen und Lesben


Das Programm der Vortragsreihe. (Bild: Facebook / RCDS Heidelberg)

Zu der Podiumsreihe waren als Referent*innen unter anderem Ulrich Kutschera, Birgit Kelle, Mathias von Gersdorff und Alexander Tschugguel angekündigt. Alle vier hatten zuletzt mit homophoben Tiraden auf sich aufmerksam gemacht (queer.de berichtete). Kutschera, ein Evolutionsbiologe an der Universität Kassel, hatte 2017 gesagt, dass die Öffnung des Adoptionsrechts für Schwule und Lesben "staatlich geförderte Pädophilie" sei. Nach Kritik am RCDS Heidelberg sagte Kutschera seine Teilnahme wegen "terminlichen Verschiebungen" ab (queer.de berichtete).

Die Auszeichnung durch den RCDS-Bundesausschuss sorgt nun für Empörung bei den Liberalen Schwulen und Lesben Baden-Württemberg. "Die Tatsache, dass der Versuch des Heidelberger RCDS Homo- und Transphobie eine Bühne zu geben, auch noch eine Auszeichnung des RCDS-Bundesverbands erhält, ist in Schlag ins Gesicht queerer Studierender", sagte Pressesprecher Benjamin Brandstetter. "Es ist aber auch gesamtgesellschaftlich beängstigend, dass sich die Union mit Karnevalssprüchen, die Junge Union mit Bierzeltbewerbungsreden und nun auch der RCDS auf Kosten von Minderheiten profilieren will."

Der Bundesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen, Lukas Tiltmann, sagte: "Die Auszeichnung für die Heidelberger Gruppe des RCDS ist kaum zu fassen. Für die Liberalen Hochschulgruppen ist klar: Hass und Homophobie haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Vielfalt und Diversität hat in unserem Verband deshalb einen besonderen Stellenwert. Dafür werden wir uns auch in Zukunft einsetzen."

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg distanzieren sich ausnahmslos sowohl von der Veranstaltung des RCDS…

Gepostet von Liberale Hochschulgruppen Baden-Württemberg | lhg-bw.de am Montag, 8. April 2019
Facebook / Liberale Hochschulgruppen Baden-Württemberg | lhg-bw.de

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#1 schwulenaktivist
  • 09.04.2019, 13:39h
  • Die meisten HomopobInnEn und Antihomosexuellen stellen sie nie einer Auseinandersetzung..
    Aber verlangt jemals eineR eine Diskussion zwischen Nationalsozialisten/NSU und Juden? Eben nein! Amen
  • Antworten » | Direktlink »
#2 goddamn liberalAnonym
  • 09.04.2019, 15:06h
  • Antwort auf #1 von schwulenaktivist
  • Das ist klar.

    Es ist auch klar, dass der RCDS im Schwabenland und anderswo so tickt, wie er tickt, und eine großes Herz für Klerikalfaschisten hat, die politisch rechts von einem Gutteil des katholischen Klerus in Deutschland stehen (von der EKD ganz zu schweigen).

    Unklar ist, weshalb die allerheiligen Grünen mit diesem amoralischen schwarzen Loch koalieren und weshalb das von den Medien ohne Ende bejubelt wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Simon HAnonym
  • 09.04.2019, 16:09h
  • Was will man schon von der Jugendorganisation der CDU/CSU erwarten.

    Das zeigt nur wieder mal, dass auch die kommenden Generationen der CDU/CSU nicht moderner sind als die aktuellen Köpfe der Union.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AnaNymAnonym
  • 09.04.2019, 18:43h
  • RCDS : Ring Christlich-Demokratischer Studenten
    und nicht
    "Ring Christlich-Demokratischer Student*innen"

    Was erwartet LGBTIQ+ von den RCDS(en).
    Er hält sich auf Position der CDU/CSU.

    Man muss nur mal die einzelnen Programme/Blogs/Kampagnen lesen oder wenn man es immer noch nicht nachempfinden kann hilft auch der Versuch einer Diskussion über RCDS-fremde Weltvorstellungen.

    Doch hier ein Beispiel aus den jüngsten Aktivitäten

    rcds.de/der-rcds-stellt-sich-hinter-weiterfuehrende-kritik-z
    ur-geschlechtergerechtigkeit-in-der-deutschen-sprache/


    Wer nicht nachschlagen will:
    "Berlin, 12.03.2019 Zahlreiche prominente Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur unterzeichneten jüngst den Aufruf zur Abschaffung des übertriebenen Eifers hin zur Geschlechtergerechtigkeit in der deutschen Sprache. Hierbei kam es zur Unterschriftenaktion Schluss mit dem Gender-Unfug, in der Sprachkonstellationen wie die Radfahrenden oder Luftpiratinnen als Beispiele der Auswüchse dieses Genderwahns kritisiert wurden. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) schließt sich dieser Kritik in aller Form an und ruft dazu auf, Themen wie diese mit keinerlei Ideologie anzugehen, sondern mit deutlicher Sachlichkeit und Effizienz."

    Da haben wir sie wieder "keinerlei Ideologie" und dann wimmelt es von Begriffen wie:
    * "übertriebener Eifer" (noch vorsichtig, man läuft sich warm)
    * "Gender-Unfug" (aha, deutlich aber doch nicht ideologisch gelle?)
    * "Auswüchse" (soso)
    * "Genderwahn" (na willkommen im rechten Spektrum der Wortfindungen)
    * "deutliche Sachlichkeit" (hm das ist deutlich! Der Starke Mann fehlt nun noch um die Sache abzurunden)

    Und hernach werden Begriffe als üble Beispiele mit Kopfschütteln benannt, die völlig okay sind
    * Student*innen (wo kommen wir denn da hin)
    * Christ*innen / Christ*innentum (jetzt wird es aber zu bunt!)
    * usf.

    Hier der ist auch gut:
    "...Teile unserer Gesellschaft zwanghaft versuchen, Geschlechtergerechtigkeit in allen Bereichen zu erlangen..."
    Also wirklich Gerechtigkeit für Alle???
    Gut, dass da jemand christlich-demokratisch (mit Bindestrich!!) ist, denn demokratisch wäre doch sehr frech.
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#5 unterschriebenAnonym
#6 heuchlerAnonym
  • 09.04.2019, 20:24h
  • Preise sind wie Hämorrhoiden - irgendwann bekommt jedes A****loch welche. Frei nach Hemingway.
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#7 easykeyProfil
  • 09.04.2019, 22:22hLudwigsburg
  • Staatlich geförderte Faschisten.
    Wer hat die tiefbraunen Paradepferde der AfD eingeladen? Die Studenten oder die Uni?
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#8 swimniAnonym
#9 lindener1966Profil
  • 10.04.2019, 18:32hHannover
  • Und wenn die es ernst meinen mit Diskussionen und Meinungsvielfalt, wo wären die Gegenpositionen? Die haben doch einen an der Waffel!
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#10 Rechts-WatchAnonym
  • 11.04.2019, 13:11h
  • Aus dem RCDS in Heidelberg werden traditionell etliche Führungspersonen für die deutsche Politik und Wirtschaft rekrutiert. Die dortige Ideologie von heute wird das gesellschaftliche Leben von morgen entscheidend prägen. Das ist das wirklich Bedrohliche an diesem Vorfall.

    Für "Wehret den Anfängen" ist es längst zu spät.
  • Antworten » | Direktlink »