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Promi-Outing
Blogger: Sohn des Sultans von Brunei ist schwul
In Brunei droht für schwulen Sex seit letzter Woche die Todesstrafe durch Steinigung. Der Sohn des Sultans sei jedoch selbst schwul, behauptet nun ein Promi-Blogger.
- 9. April 2019, 13:47h 2 Min.
Der Sohn des Sultans von Brunei, Prinz Azim Bolkiah, soll schwul sein. Das behauptet der bekannte Promi-Blogger Perez Hilton in einem Youtube-Video. Hilton veröffentlichte das Video vergangene Woche Mittwoch, als das neue Scharia-Strafrecht in Brunei in Kraft trat, das die Todesstrafe durch Stenigung für schwulen Sex vorsieht.
"Ihr wisst, dass ich Leute nicht mehr oute", sagt Hilton darin. "Ich habe das früher gemacht, aber hier mache ich eine Ausnahme. Ich nehme an, der Sultan von Brunei weiß nicht, dass sein Sohn, Prinz Azim, ein guter alter Homo ist. Ich weiß das, weil ich mit Prinz Azim gemeinsam Zeit verbracht habe." Es sei scheinheilig, dass jetzt Gesetze eingeführt wurden, wonach schwule Männer gesteinigt werden sollen.
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Nach Kritik begründete Perez Hilton das Zwangsouting
Azim ist der zweitgeborene Prinz in der Sultansfamilie Bolkiah und der vierte in der Thronfolge. Laut Newsweek sei Prinz Azim bekannt für ausschweifende Partys, auf denen immer wieder offen queer lebende Promis gesichtet werden. So auch die Sängerin Maria Carey, die sich für die Rechte von LGBTI einsetzt. Sie habe 2012 auf der Geburtstagsparty des Prinzen mit ihm auf Fotos posiert.
Blogger Perez Hilton sagt in einem Video von Montag, er entschuldige sich nicht für das Zwangsouting des Prinzen. "Ich weiß, dass er nicht gesteinigt werden wird. Das neue Gesetz in Brunei sagt nicht, dass es illegal ist, schwul zu sein. Es ist illegal, schwulen Sex zu haben. Und die Beweislast muss schwer sein. Das heißt, um gesteinigt zu werden musst du verurteilt werden, und dafür braucht es vier Zeugen, die den Sex gesehen haben." Es handele sich daher um eine symbolische Geste, wenn auch eine schlimme. Sultan Hassanal Bolkiah wisse, dass sein Sohn schwul sei. Deswegen habe es das Zwangsouting durch ihn gebraucht, sagt Hilton. Denn dieses symbolische Gesetz sei ein schlimmes Signal an die schwule Community.
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Promi-Gerüchte aber nicht immer wahr
Die Enthüllungen des US-Bloggers Perez Hilton sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. In der Vergangenheit erwiesen sich manche Neuigkeit von ihm als Falschmeldung. So verkündete er 2007 fälschlicherweise den Tod des kubanischen Präsidenten Fidel Castro.
Die Einführung der Todesstrafe in Brunei hatte einen internationalen Aufschrei hervorgerufen. Prominente und Unternehmen wie die Deutsche Bank boykottieren nun die Hotels im Besitz des Sultans (queer.de berichtete). Das Auswärtige Amt hatte in der vergangenen Woche die Botschafterin einbestellt (queer.de berichtete). Die Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen hatte das neue Strafrecht als unmenschlich bezeichnet (queer.de berichtete). (cw)
















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