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Kommentare zu:
Bundesrat berät über Verbot von Homo-"Heilung"


#1 FinnAnonym
  • 12.04.2019, 13:12h
  • Es ist in zahlreichen Studien wissenschaftlich belegt (!), dass sich die sexuelle Orientierung nicht ändern lässt und dass entsprechende Versuche gefährliche psychische Schäden verursachen und bis zum Tod führen können. Auch die Weltgesundheitsorganisation warnt eindringlich und eindeutig vor den Folgen dieser Gehirnwäsche.

    Da gibt es nichts mehr zu überlegen, zu debattieren oder abzuwägen. Hier geht es nicht um Gleichstellungsfragen o.ä., sondern hier geht es um MENSCHENLEBEN.

    Die Politik muss endlich handeln und sollte keinen Tag mehr vergeuden...
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#2 TimonAnonym
  • 12.04.2019, 15:11h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Ja, selbst wenn man gegen Eheöffnung oder ähnliche Gleichstellung ist, so muss man dennoch gegen diese menschenverachtende und brandgefährliche Scharlatanerie sein.

    Denn Körperverletzung gehört verboten. Egal gegen wen sie sich richtet.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 12.04.2019, 16:25h
  • Wichtig ist auch, dass das Verbot für alle Altersstufen gilt und nicht nur für Minderjährige, wie das manche wollen.

    Denn die Gefährlichkeit ist für alle Altersstufen gegeben!!

    Auch das Argument, Erwachsene könnten ja selbständig entscheiden, zieht nicht:

    1. Auch bei Erwachsenen steckt da immer irgendein Zwang dahinter. Selbst wenn sie es selbst nicht merken, ist es eine Folge des gesellschaftlichen Umfelds o.ä.

    2. Der Kritikpunkt ist nicht, ob man mündig genug zu dieser Entscheidung ist oder nicht. Sondern der Kritikpunkt ist die Gefährlichkeit dieser Maßnahmen.
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#4 Patroklos
  • 12.04.2019, 19:58h
  • "Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen könnten zustimmen."

    Jetzt auf einmal? Woher der Sinneswandel?
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#5 TheDadProfil
  • 12.04.2019, 20:31hHannover
  • Antwort auf #2 von Timon
  • ""Denn Körperverletzung gehört verboten.""..

    Äh ?
    Überraschung..
    Das ist sie bereits :
    ""§ 223 Körperverletzung
    (1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.""..
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#6 pro-VerbotAnonym
  • 12.04.2019, 21:05h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • Homo-Heilung ist eine verschleierte Form von körperlicher- und seelischer Gewalt, die noch nicht verboten ist.
    Wir haben auch das AGG und auch da ist das Gesetz nicht erweitert oder konkret genug.

    Was nutzt das Gesetz gegen Körperverletzung, wenn Homo-Heilung erlaubt ist?? Es gibt trotzdem Betroffene der Homo-Heilung.

    Ich denke, beides zusammen: Gesetz gegen Körperverletzung und gegen Homo-Heilung ist wirksam.

    Wenn dann auch mal gegen Diskriminierung so konkret ein Gesetz erarbeitet würde, hätte das entlastende Auswirkungen.
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#7 TheDadProfil
  • 12.04.2019, 21:36hHannover
  • Antwort auf #6 von pro-Verbot
  • ""Homo-Heilung ist eine verschleierte Form von körperlicher- und seelischer Gewalt, die noch nicht verboten ist.""..

    Hier könnten sich selbst versierte Juristen ausführlich streiten, und wie immer gälte dann :
    2 Juristen, 3 Meinungen..

    Ausgehend von der Tatsache das beinahe jede Therapie von Ärzten oder Therapeuten eine Körperverletzung darstellen kann, und exakt deshalb zu jeder Therapie die Einwilligung des Patienten eingeholt werden muß, steht die Strafbarkeit damit außer Frage..

    Das Problem an der Sache ist hier das solche "Therapien" überwiegend an Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden, wozu die Eltern und Erziehenden dann die Einwilligung gegeben haben..

    Rechtlich gesehen der "Normal-Fall"..
    Denn bevor das Kind nicht 14, und damit Jugendlicher ist, muß es gar nicht weiter aufgeklärt werden, und seine Einwilligung dazu wird weiter gar nicht beachtet oder abgefragt..

    Nun will der geplante Gesetzentwurf wahrscheinlich gar nicht deutlich machen daß die Sache bereits verboten ist, weil das einfach sinnlos ist, denn sie ist bereits verboten, dieses Verbot wird aber durch die Einwilligung des "Patienten" respektive seines gesetzlichen Vertreters umgangen, sondern klar stellen das weder der "Patient" selbst NOCH seine gesetzlichen Vertreter eine Einwilligung dazu geben KÖNNEN..

    Die rechtlich schwierige Situation ergibt sich dann hier übrigens aus der Frage was bei Zuwiderhandlung passiert, sprich wer sich eigentlich strafbar macht, wenn dagegen verstoßen wird ?

    Der Arzt/Therapeut der die Therapie trotzdem anwendet allein ?
    Oder sogar zusätzlich noch der "Patient", respektive der gesetzliche Vertreter, also die Eltern/Erziehenden zusätzlich ?

    Ich vermute auch hier ein künftige "Regelungslücke" auf uns zukommen, der die Eltern/Erziehenden nicht mit einbezieht, und die Strafbarkeit ausschließlich auf die Ärzte/Therapeuten abwälzen wird..
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#8 FinnAnonym
  • 12.04.2019, 23:26h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • Ja, aber es gehört jede Art von Körperverletzung verboten - auch diese.

    Es kann doch nicht sein, dass Körperverletzung an Schwulen und Lesben plötzlich legal ist, weil die Täter es "Heilung" nennen.

    Es gibt nichts zu heilen, weil Homosexualität genauso normal, natürlich, gesund und selbstverständlich ist, wie Heterosexualität. Außerdem hinterlassen diese "Therapien" Schäden an ihren Opfern. Also gehören sie genauso verboten, wie jede andere Art von Körperverletzung auch.
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#9 YannickAnonym
  • 13.04.2019, 08:48h
  • Ob die Politik endlich unschuldige Menschen vor Übergriffen irgendwelcher Fanatiker schützt, ist von essentieller Bedeutung.

    Daran wird die Bundesregierung sich messen lassen müssen.
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#10 Ralph
  • 13.04.2019, 11:41h
  • Jede Operation durch einen Chirurgen ist eine verbotene Körperverletzung. Sie wird nur dadurch straffrei, dass der Kranke zustimmt. Genau das gleiche wird bei einer solchen "Heilungstherapie" unterstellt. Daher genügt das bloße Vorhandensein einer Strafbestimmung gegen Körperverletzung nicht.

    Zu Bayern: Dass eine Regierung die politische Entwicklung beobachtet und bei ihren eigenen Entscheidungen wie auch immer berücksichtigt, ist so simple Selbstverständlichkeit, dass ich es als lächerlich empfinde, wie ein Beschluss dieses Inhalts laut gefeiert wird.
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#11 pro-VerbotAnonym
  • 13.04.2019, 17:41h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • "Ich vermute auch hier ein künftige
    "Regelungslücke" auf uns zukommen, der die Eltern/Erziehenden nicht mit einbezieht, und die Strafbarkeit ausschließlich auf die Ärzte/ Therapeuten abwälzen wird.. "[sic]

    Hm, das ist auch wieder mit 2 Meinungen von zwei Juristen zu bezeichnen. Da könnte man folgendes fragen: wenn es keine Homo-Heilung mehr gibt, also dies verboten ist und auch nicht wieder ins Leben gerufen werden kann, welche Eltern oder Erziehungsberechtigte würden dann ihr Kind zu sowas zwingen?

    Die Eltern/Erziehungsberechtigte sind sozusagen nur ein Symptom gewesen. Die Ursache war die Legitimität der Homo-Heilung. Insbesondere war die evangelikale Bewegung an der Förderung der Homo-Heilung beteiligt. Zusätzlich Wüstenstrom und das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft. Und dann die Verantwortlichen, die damals die Erlaubnis für diese Homo-Heilung durch ihr Schweigen gaben (kein Gesetz dagegen erließen). Da liegt also der Kasus Knaxus.

    Wenn ich aber bei deiner Erklärung bleibe, müsste jede deutsche Regierung in der Vergangenheit verantwortlich gemacht werden, weil sie ebenfalls nicht dafür sorgten, dass die Homo-Heilung beendet wird. Denn bedeutet Duldung von Homo-Heilung nicht auch mitschuldig sein?
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#12 TheDadProfil
  • 13.04.2019, 23:50hHannover
  • Antwort auf #8 von Finn
  • ""Ja, aber es gehört jede Art von Körperverletzung verboten - auch diese.""..

    Das ist durchaus komplizierter als man zunächst denken will, denn wie gesagt ist beinahe JEDE Therapie eine Körperverletzung..

    Auch die Einwilligung in eine Krebs-Therapie per Chemo oder Strahlenbehandlung, der gezogene Zahn, der gerichtete Knochenbruch per Schrauben und Platten nach der Steilabfahrt, der Bänderriss nach dem vermurkstem Fußballspiel, oder der einfach entzündete Bilnddarm, der entfernt wird..

    "Einfach alle" Körperverletzungen sind nicht zu verbieten, so lange der vermeintlich Geschädigte durch diese Körperverletzung "körperliches Wohlbefinden" erlangt..

    Die Krux :
    Exakt dieses ominöse "körperliche Wohlbefinden" wird auch von Scharlatanen versprochen wenn sie derlei Unfug wie "Homo-Heilung" oder "Krebs-Behandlung durch Handauflegen" betreiben..
    Und wer würde schon durch Handauflegen wirklich geschädigt ?
    (So die Argumentations-Strategie der Scharlatane)..

    ""Es gibt nichts zu heilen, weil Homosexualität genauso normal, natürlich, gesund und selbstverständlich ist, wie Heterosexualität.""..

    Exakt so lautet die Gegen-Strategie, und es ist ein Treppenwitz der Geschichte daß das überhaupt noch erwähnt werden muß, und man sich damit überhaupt befassen muß..
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#13 TheDadProfil
  • 14.04.2019, 00:06hHannover
  • Antwort auf #11 von pro-Verbot
  • ""Hm, das ist auch wieder mit 2 Meinungen von zwei Juristen zu bezeichnen. Da könnte man folgendes fragen: wenn es keine Homo-Heilung mehr gibt, also dies verboten ist und auch nicht wieder ins Leben gerufen werden kann, welche Eltern oder Erziehungsberechtigte würden dann ihr Kind zu sowas zwingen?""..

    Was dann unterstellt, was verboten sei fände nicht mehr statt..

    Demnach müßte Morde, Einbrüche oder Überfälle auf Tankstellen auch nicht mehr stattfinden ?

    Ich bin sehr dringend dafür realistisch zu diskutieren, und neben den "Therapeuten" als Täter*innen auch die "Auftrags-Mörder", und damit dann die Eltern/Erziehenden auf die Anklagebank zu zitieren, und sie gegebenenfalls sogar mit noch höheren Strafen zu bedrohen, als die ausführenden Täter*innen..
    Denn das Verbot muß von Anfang an abschreckend genug wirksam sein..

    ""Die Eltern/Erziehungsberechtigte sind sozusagen nur ein Symptom gewesen. Die Ursache war die Legitimität der Homo-Heilung. Insbesondere war die evangelikale Bewegung an der Förderung der Homo-Heilung beteiligt.""..

    Äh ?
    Ich verweise da mal auf die bis Heute von der RKK betriebenen "Exzorzismen"..

    "Konversions-Therapien" sind keine "Erfindung" der nach-reformatorischen Zeit, und sie sind bis Heute auch sicher kein "Alleinstellungsmerkmal" Evangelikaler Eiferer..

    Eltern/Erziehende sind damit auch kein "Markt" der durch ein "Angebot" "bedient" wurde und wird, diese Form der "absoluten Durchsetzung" der Heteronormativität ist Teil der Verdummbibelung, und exakt hier liegt dann auch das Problem begraben, denn immer dann wenn sich Staat anschickt eine "Kernkompetenz" des "Glaubens" und damit eine "Aufgabe der Kirchen" als "Angriff auf die Menschenwürde" und damit Verstoß gegen Artikel 1 GG zu bezeichnen, und gegebenenfalls sogar verbieten zu wollen, bringen die "Religionen" die "Religionsfreiheit" ins Spiel..

    ""Wenn ich aber bei deiner Erklärung bleibe, müsste jede deutsche Regierung in der Vergangenheit verantwortlich gemacht werden, weil sie ebenfalls nicht dafür sorgten, dass die Homo-Heilung beendet wird. Denn bedeutet Duldung von Homo-Heilung nicht auch mitschuldig sein?""..

    Ja, natürlich..
    aber es wurde noch niemals eine Vorgänger-Regierung für den Murks den sie verpatzt hat wirklich zur Verantwortung gezogen..
    Nicht bei der Aufhebung der Unrechts-Urteile nach § 175 zwischen 1933 und 1945, und schon gar nicht nach der Aufhebung der Urteile zwischen 1949 und 1994..

    Auch bei der Rehabilitation von Fahnenflüchtigen der Wehrmacht im Jahr 1992 wurde da niemand angeprangert..
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#14 Homonklin44Profil
  • 14.04.2019, 02:11hTauroa Point
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • Warum sind dann Beschneidungen gestattet? Die Vorhaut ist keine durch Erkrankung oder Fehlbildung entwickelte, oder unnatürliche Eigenschaft bei den meisten Penissen.
    ( Phimose ect. mal ausgenommen)

    Trotzdem können männliche Kinder so körperverletzt werden, weil Religiöse irgendwelches mythologisches Zeugs darüber glauben, wie unreinlich Vorhaut sein soll.

    vergleichbar ist das aufgrund des religiösen Hintergrunds mit dem bei Konversionsversuchen ja dann auch ein Stück weit. Weil Religiöse bestimmen wollen, Natur dürfe nicht so sein.
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#15 MazekosProfil
  • 14.04.2019, 02:22hDresden
  • Antwort auf #11 von pro-Verbot
  • "wenn es keine Homo-Heilung mehr gibt, also dies verboten ist und auch nicht wieder ins Leben gerufen werden kann, welche Eltern oder Erziehungsberechtigte würden dann ihr Kind zu sowas zwingen? "

    War es erlaubt Linkshänder umzuerziehen? Und wenn nein, hätte es die Leute davon abgehalten? Ich denke eher nicht. Es ist fast immer so, dass ab einem gewissen Punkt der Faktenignoranz und Verblendung (ob religiös oder nicht ist da erstmal egal) auch das Gesetz nicht wirklich eine effektive Barriere darstellt. Wahrscheinlich würde es dann ähnlich wie bei vielen Vergewaltigungen sein, dass die Betroffenen aus Angst oder Scham die Erlebnisse der frühen Pubertät verdrängen und sich nicht trauen die Verantwortlichen zur Haftung zu ziehen.

    "Wenn ich aber bei deiner Erklärung bleibe, müsste jede deutsche Regierung in der Vergangenheit verantwortlich gemacht werden, weil sie ebenfalls nicht dafür sorgten, dass die Homo-Heilung beendet wird. Denn bedeutet Duldung von Homo-Heilung nicht auch mitschuldig sein?"

    Theoretisch ja, aber was hätte man davon? Ein schlechtes Gewissen weil man die "Heilung" von Homosexuellen (und auch anderen Minderheiten, von denen einige glauben man könne sie "umerziehen") toleriert oder auch einfach kein ausreichendes Bewusstsein dafür hatte ? Wer soll denn zur Rechenschaft gezogen werden und wie? Die gesamte CDU und AfD Fraktion, die immer herumgedruckst haben und sich damals (und teilweise heute noch) nie wirklich dagegen ausgesprochen haben? Jeder in den Bundes- und Landtagen die bei solchen Anträgen abgelehnt haben? Oder, wenn man es komplett ausweitet, auch die "normalen" Leute, also die Nicht-Politiker, die sich nicht dagegen oder vielleicht sogar direkt für solche Therapien ausgesprochen haben? Das wird wohl kaum möglich sein. Als einzige eventuelle Möglichkeit, auch im Nachhinein wenigstens ein bisschen Entschädigung für die Opfer solcher Therapien zu gewährleisten sehe ich wahrscheinlich in einem Vorgehen, ähnlich von dem bei der Sache mit §175 StGb. Das ist aber auch schwierig, weil:
    1. Es auch schon bei den Opfern des oben genannten Paragraphen für viele keine angemessene Entschädigung gab, obwohl die Verfahren wahrscheinlich deutlich besser dokumentiert sein dürften und
    2. Durch das bereits genannte "Einverständnis" der Behandelten solche Ansprüche auf Entschädigung wohl noch schwieriger umzusetzen sind. Dazu kann ich aber nichts genaues sagen, dafür kenne ich mich mit den entsprechenden Gesetzesmäßigkeiten nicht genügend aus.

    Wahrscheinlich wird es darauf hinaus laufen, dass man sich schon über das Gesetz allein freuen muss. (Und ich hoffe ernsthaft das sie es duchbringen und sich in (hoffentlich) nicht allzu ferner Zukunft auch noch weitere, vielleicht sogar alle Bundesländer dem Entwurf anschließen)
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#16 TheDadProfil
  • 14.04.2019, 14:14hHannover
  • Antwort auf #14 von Homonklin44
  • ""Warum sind dann Beschneidungen gestattet? Die Vorhaut ist keine durch Erkrankung oder Fehlbildung entwickelte, oder unnatürliche Eigenschaft bei den meisten Penissen.
    ( Phimose ect. mal ausgenommen)""..

    Sind sie nicht..
    Der Gesetzgeber hat sich dazu entschlossen die "Gewalt" über die Gesundheit des Kindes den Eltern/Erziehenden zu überlassen..
    Die entscheiden "an Stelle" des Kindes, und nehmen damit die so genannte "Personen-Sorge" wahr..

    Beschneidung ist damit nur aus "medizinischen Gründen" zulässig..

    Was davon zu halten ist kann man u.a. auch hier erfahren

    www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fuer-jungen/alles-
    fit-im-schritt/beschneidung-heilbehandlung-oder-koerperverle
    tzung.html?L=16


    Als Ausnahme hat der Gesetzgeber dann noch den Umweg erlaubt, daß die Eltern/Erziehenden auch entscheiden können "was das kind will", und so die Möglichkeit geschaffen über den "gedachten Umweg", das Kind wolle "Christ", "Jüdisch" oder "Muslim" sein, die "religiösen Regeln" in die Willensbildung einzubinden..
    Aus der Idee das Kind wolle wird dann aber eben ein "das Kind ist", und deshalb sei die Beschneidung dann ja auch "unumgänglich"..

    Das bleibt aber eben Unfug, denn es wird einerseits mit der "Religionsfreiheit" argumentiert ohne dem Kind selbst diese Entscheidung über die Zugehörigkeit zu einer Religion dann selbst zuzugestehen..

    Was eigentlich dazu führen müßte das jeder Junge der sich im späterem Leben dazu entschließt nicht mehr jüdisch oder muslimisch zu sein für das erlittene Leid der Beschneidung entschädigt werden zu müssen..
    Doch wer soll das dann leisten ?
    Der Staat ?
    Die Eltern/Erziehenden ?
    Der Operateur ?

    ""Trotzdem können männliche Kinder so körperverletzt werden, weil Religiöse irgendwelches mythologisches Zeugs darüber glauben, wie unreinlich Vorhaut sein soll.""..

    Dieser Mythos ist ein "Mythos", denn mit Hygiene hat das nichts zu tun..
    Die Vorhaut ist ein "Pfand" für das "Bündnis mit Gott"..

    Diese Pfand muß man also hingeben, weil diesem "Gott" das Wort des Mannes nichts wert ist..

    Die "Religion" wiederum gibt damit dem Mann zu verstehen :
    "ich bin so mächtig, ich kann dich sogar dazu bringen dich verstümmeln zu lassen, und das nur weil ich es so will"..
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#17 pro-VerbotAnonym
  • 14.04.2019, 22:47h
  • Antwort auf #13 von TheDad
  • Es ist juristisch ein Unterschied ob etwas getan wird solange es nicht verboten ist, oder wenn es bereits ein Gesetz als Verbot gibt.
    Die Eltern/Erziehungsberechtigte, die das getan haben während es noch geduldet war, werden höchstwahrscheinlich nicht angeklagt werden können, leider. Es sei denn, es lässt sich nachweisen.

    Diejenigen, die man erwischt, wenn es das Verbot gibt, können entsprechend bestraft werden, vorausgesetzt, dass das Gesetz besser formuliert wird als das AGG.
    Ich bin dafür, dass da Juristen dazugenommen werden müssen, um das Verbot konkret auszuformulieren, ohne diesem "Irrgarten" wie beim AGG. Da darf dann also gerne drin stehen, dass bereits die Motivation der Eltern, ihr Kind heteronormativ zu erziehen, eine Straftat darstellt. Das wäre effektiv und wirkungsvoll.

    Ich finde, das Verbot sollte sowohl für Kinder und Jugendliche gelten, als auch für andere Altersstufen. In jedem Alter ist Homo-Heilung falsch. Ein alter Mann im Heim möchte nicht von seiner Homosexualität "geheilt" werden. Und eine alleinerziehende Frau möchte nicht von ihrem Umfeld heterogenormt werden.

    Zusätzlich gehört dann auch ein konkretes Verbot der Diskriminierung und Stigmatisierung dazu. Aber die Regierung löst die Probleme wieder wie beim Lotto, wenn die Gewinnzahlen bekannt gegeben werden: "Und hier das heutige Problem, das wir angehen wollen. Bitte die Glaskugel zum Drehen bringen. So, hier haben wir es. Das heutige Thema lautet: ....... . Bitte haben Sie Geduld, die Glaskugel dreht sich wieder in ca. einem Jahr. Das Drehen der Kugel kostet viel Geld und wir müssen das Geld dort ausgeben, wo es am wichtigsten ist. Wir bitten um Verständnis."
    (*augenroll*)
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#18 pro-VerbotAnonym
#19 TheDadProfil
  • 15.04.2019, 09:52hHannover
  • Antwort auf #17 von pro-Verbot
  • ""Es ist juristisch ein Unterschied ob etwas getan wird solange es nicht verboten ist, oder wenn es bereits ein Gesetz als Verbot gibt.""..

    Exakt..
    Deshalb hat der Gesetzgeber für allerlei Behandlungen die in sich eine Körperverletzung darstellen, die Einwilligung des Patienten als Voraussetzung gestellt..

    ""Die Eltern/Erziehungsberechtigte, die das getan haben während es noch geduldet war, werden höchstwahrscheinlich nicht angeklagt werden können, leider. Es sei denn, es lässt sich nachweisen.""..

    Das kommt wieder auf den Einzelfall an..
    Wenn sich nachweisen läßt daß eine Schädigung des Kindes "billigend In Kauf genommen" wurde, obwohl bereits bekannt war welche Schäden entstehen können, und sich das Kind/der jugendliche schon vor Behandlungsbeginn dagegen zur Wehr gesetzt hat, dann könnten wahrscheinlich auch solche Eltern/Erziehenden zur Rechenschaft gezogen werden..

    Hier kommt dann auch wieder das Problem zum Tragen daß es keine explizit formulierten Kinder-Rechte gibt, und sich Kinder in diesem Staat nicht wirklich gegen den Willen der Eltern/Erziehenden zur Wehr setzen können..
    Es braucht dafür eine kostenlose juristische Vertretung der Kinder/Jugendlichen, die dann in Zusammenarbeit mit dem Vormundschaftsgerichten die Entscheidungen der Eltern/Erziehenden aushebeln, und im Sinne des Willen des Kindes/des Jugendlichen entscheidet, für diesen Fall das "Erziehungs- und Entscheidungsrecht" der Eltern/Erziehenden außer Kraft zu setzen..
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#20 pro-VerbotAnonym
  • 15.04.2019, 10:19h
  • Antwort auf #19 von TheDad
  • Das mit den expliziten Gesetzen für die Kinder, die fehlen, stimmt.
    Das Jugendschutzgesetz selbst ist unausgegoren. Was es aber gibt, ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das wird mit dem Recht auf Leben und mit dem Recht auf Freiheit der Person in Artikel 2 Absatz 2 GG garantiert.
    Ist aber auch zu wenig.
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