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Kommentare zu:
"Gewaltproblem" in Neukölln: Queerbeauftragte soll helfen


#1 goddamn liberalAnonym
  • 14.04.2019, 08:42h
  • "Oder in Moscheegemeinden und in orthodoxe Kirchengemeinden, wo noch kulturelle Vorurteile herrschen und wo es Berührungsängste gibt."

    Oh, da passt aber auf, dass es keinen Aufschrei aus angeblich queeren Kreisen über den 'Rassismus' von 'homonationalistischen' schwulen weißen Cis-Männern gibt, der solche Aktionen in Neukölln erst veranlasst.

    In deren Fantasiewelt sind die heterosexuellen weißen Cis-Männer, die die Moscheen und orthodoxen Kirchengemeinden dominieren, nämlich irgendwie 'people of color'.

    Und da herrscht dann strengstes Kritikverbot.

    Ist natürlich alles weltfremder Mittelschichtquatsch, der z. B. lesbische und schwule Gastarbeiterenkel*innen aus Neukölln nicht von Selbstmordgedanken abhält.

    Aber der Quatsch verkauft sich gut.
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#2 NickAnonym
#3 FelixAnonym
  • 14.04.2019, 10:39h
  • Ich stimme absolut zu, dass dringend mehr Aufklärung und Bildung nötig ist.

    LGBTI-Aufklärung muss in allen Schulen (jeweils altersgerecht für die jeweilige Stufe) verpflichtend sein. Auch wenn irgendwelche Fanatiker was von angeblicher "Frühsexualisierung" faseln, so hat es nichts mit Sexualisierung zu tun, wenn bereits Grundschüler lernen, dass manche Kinder eben 2 Mamas oder 2 Papas haben.

    Und in den weiterführenden Schulen geht es dann auch um Themen wie gleichgeschlechtliche Sexualität (im Sexualkundeunterricht, wo ja auch Heterosexualität thematisiert wird). Oder um LGBTI-Verfolgung und -Diskriminierung im Geschichtsunterricht, in Erdkunde, Sozialkunde, Politik. Und man kann auch in den Sprachen auch mal eine Lektüre lesen, wo es um gleichgeschlechtliche Liebe geht.

    Das alles wäre schon viel wert. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
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#4 Still_Ith
  • 14.04.2019, 10:51h
  • Hm, als Nicht-Neuköllner* hatte ich aus Medienberichten eigentlich immer so den Eindruck, dass homophobe Gewalt und Ressentiments da in relevantem Ausmaß mit Migrationshintergründen zusammenhingen, und mit Affinität zu Kulturen, in denen es zum guten Recht und Anstand gehört, Homosexualität zu bestrafen, durch Haft, Folter oder auch mal Hinrichtung.

    Logischer hätte ich es, basierend auf diesem Eindruck, demnach gefunden, sofern man da denn was erreichen wollte, wenn die Person, die daran Verbesserungen vornehmen soll, idealerweise selbst einen entsprechenden Migrationshintergrund, aka themenrelevante Ahnung, mitbrächte, und/oder auf Erfahrungen in der Arbeit mit betreffenden kulturellen Hintergründen verweisen könnte, und in einem Interview zum Thema auch besprechen würde.

    Aber naja, ich wohn da ja nicht. Wenn mein oben angesprochener Eindruck zuträfe, hätte irgendetwas davon sich vermutlich in einer der Fragen widergespiegelt. Und als Beauftragte mit klarer Vorstellung davon, was ihr Job ist, wäre Frau Künning sicherlich auch selbst darauf zu sprechen gekommen, wenn das Thema bedeutsam wäre.
    Auch mal schön, auf diese Weise überraschend festzustellen, dass ein Eindruck aus der Ferne trügt.

    Wieso eigentlich insbesondere Neukölln und nicht auch der Rest der Stadt? Hat's in anderen Teilen von Berlin keine KiTas?
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#5 Svetlana LAnonym
#6 JanekAnonym
  • 14.04.2019, 11:11h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Zumal "kulturelle Vorurteile" und "Berührungsängste" sehr euphemistisch sind, wenn es oft um das blanke Predigen von purem Hass geht.

    Bei Fanatismus hilft auch kein Dialog - das ist das Wesen von Fanatismus, dass er sich in ein gefestigtes, isoliertes Weltbild zurückgezogen hat und keinen Widerspruch duldet und erst gar nicht mehr wahrnimmt.

    Wenn irgendwo Hass geschürt wird - egal wie die Einrichtung sich nennt und egal hinter welcher Religion sie sich versteckt - dann muss diese Einrichtung geschlossen werden und die Hassprediger müssen bestraft werden. Punkt. Solange dies nicht geschieht, fördert man Parallelgesellschaften (übrigens auch katholische, evangelikale Parallelgesellschaften) und solange wird es auch Diskriminierung, Mobbing und Gewalt gegen LGBTI geben.

    Wer diese Probleme nicht an der Wurzel bekämpft, braucht dann auch nicht scheinheilig von "Workshops" & Co zu phantasieren, womit man diese Zielgruppen garantiert nicht bekommt.
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#7 JanekAnonym
  • 14.04.2019, 11:16h
  • Antwort auf #2 von Nick
  • Ja, das frage ich mich auch. Wieso ist dort immer nur von einer Queerbeauftragten die Rede? Dieselben Leute, die gerne von "gendergerechter" Sprache reden, haben selbst kein Problem damit, nur gezielt ein Geschlecht zu nennen.

    Zumal das generische Maskulinum bereits gendergerecht ist, weil grammatisches Geschlecht eben nichts mit biologischem, psychischem oder sozialem Geschlecht zu tun hat. (Oder gibt es z.B. nur weibliche Geiseln (die Geisel) oder weibliche Personen (die Person)?) Grammatisch gesehen ist die männliche Form die unmarkierte Form, die nichts über das Geschlecht aussagt, während die weibliche Form die markierte Form ist, womit man sich nur auf Frauen bezieht.
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#8 JanekAnonym
  • 14.04.2019, 11:23h
  • Antwort auf #4 von Ith_
  • Homophobes Mobbing und homophobe Gewalt gibt es auch von Deutschen ohne Migrationshintergrund.

    Dennoch muss man auch gestehen, dass in Stadtteilen mit besonders hohem Migranten-Anteil auch die Gewaltbereitschaft (nicht nur gegen LGBTI, sondern z.B. auch gegen Juden) überdurchschnittlich hoch ist.

    Das ist die direkte Folge eines falsch verstandenen "Multikulti" und einer typisch deutschen Angst, bei Kritik an Migranten gleich als Rassist zu gelten.

    Dabei ist es doch so, dass die überwiegende Mehrzahl der Migranten keinerlei Probleme macht. Und wenn man die wenigen faulen Eier, die auch allen anderen Migranten schaden, offen benennt, dann nützt das gerade auch der friedlichen Mehrheit der Migranten.
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#9 GerritAnonym
  • 14.04.2019, 11:37h
  • Antwort auf #3 von Felix
  • Aufklärung und Förderung von Vielfalt ist bei Kindern und Jugendlichen sogar noch viel fruchtbarer als bei Erwachsenen.

    1. Da es bei Erwachsenen nicht so eine zentrale, verpflichtende Einrichtung wie Schule gibt, erreicht man sie viel schwerer und gerade die, die es am meisten betrifft oft überhaupt nicht.

    2. Erwachsene haben ab einem gewissen Alter oft ein gefestigstes Weltbild, wo man nur schwer Dinge ändern kann. Wie Du schon sagst: Was Hänschen nicht lernt...

    3. Wenn man bereits die Jugendlichen zu weltoffenen, toleranten Menschen erzieht, werden sie das in aller Regel auch als Erwachsene sein. Dann braucht man da keine Fehler mehr zu korrigieren.

    Natürlich ist es auch schön, wenn man auch Erwachsene irgendwie erreichen kann. Dies geschieht dann aber vor allem durch die Medien, denen der Staat glücklicherweise nichts vorschreiben darf. Da sind dann auch die Medien gefordert, sowohl im fiktionalen als auch im nicht-fiktionalen Bereich noch mehr LGBTI-Themen zu bringen und das ganz selbstverständlich (mal als Hauptthema, mal als Nebenthema) einzubauen.
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#10 Julian SAnonym
  • 14.04.2019, 12:03h
  • Ich möchte keineswegs die Bedeutung von Bildung verneinen. Das ist ohne Zweifel extrem wichtig.

    Aber bitte nicht vergessen, dass es auch andere wichtige Punkte gibt.

    Wir brauchen z.B. auch endlich volle rechtliche Gleichstellung ohne Wenn und Aber in allen Bereichen.

    Das geht ganz zentral bei Art. 3 GG los und geht von Korrektur des Abstammungsrechts und des AGG bis hin zu Reformen der rechtlichen Lage Trans- und Intersexueller.

    Auch das ist elementar wichtig. Natürlich ist es nicht so, dass ein homophober Schläger sagen würde "Oh, die sind in Art. 3 GG erwähnt, die lasse ich jetzt in Ruhe."

    Aber auch wenn die gesellschaftlichen Folgen nicht so direkt und unmittelbar sind, so sind sie indirekt dafür umso stärker.

    Wenn der Staat signalisiert, dass LGBTI vollkommen und zu 100% gleichberechtigt sind, dann ist das ein Signal, das langfristig Auswirkungen auf die gesellschaftliche Stimmung hat, die solche Taten erst begünstigen. Das sieht man immer wieder in zahlreichen Ländern.

    Oder mal ganz platt formuliert:
    wie will man erwarten, dass eine Gesellschaft LGBTI vollkommen akzeptiert, wenn es nicht mal der Staat tut?!

    Deshalb ist neben mehr Bildung auch die volle rechtliche Gleichstellung (Inkl. Art. 3 GG) unverzichtbar.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 goddamn liberalAnonym
  • 14.04.2019, 12:06h
  • Antwort auf #4 von Ith_
  • "idealerweise selbst einen entsprechenden Migrationshintergrund, aka themenrelevante Ahnung, mitbrächte"

    Das funktioniert nur, wenn traditionslose Hipster*innen gemeinsam Bücher wie 'Eure Heimat ist unser Alptraum' auf den Markt bringen.

    Ansonsten wird es haarig, weil es DEN Migrationshintergrund eben nicht gibt.

    Was kann z. B. ein/e Beauftragte mit türkischem Hintergrund Araber*innen vermitteln, die antitürkische Ressentiments wg. des Osmanischen Reiches pflegen?

    Hören in Russland gebürtige Menschen eher auf Muslime als auf christliche oder atheistische Deutsche?

    etc. etc.

    Ein weites Feld...
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#12 seb1983
#13 jochenProfil
  • 14.04.2019, 13:37hmünchen
  • Gewaltproblem in Neukölln..
    Warum in Neukölln und nicht in Mitte oder Prenzlauer Berg ?

    Das habe ich in dem Artikel vermisst.

    Und wen meint man von den homophoben Tätern beeindrucken zu können mit einer Queerbeaurftagten? - bei allem Respekt?
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#14 FinnAnonym
  • 14.04.2019, 19:45h
  • Antwort auf #12 von seb1983
  • Weshalb Frauen ja auch nicht die Ehe verwehrt wurde, etc.

    Und?

    Die Tatsache, dass es auch bei in Art. 3 GG genannten Gruppen immer noch gesellschaftliche Diskriminierung gibt (zumindest vor rechtlicher schützt es ja), ist ja kein Grund, auf die Aufnahme weiterer Gruppen zu verzichten, sondern eher dem GG noch mehr Geltung zu verschaffen.

    Denn wenn zusätzlich auch noch eine bestimmte Gruppe in Art. 3 GG explizit nicht genannt wird, ist das ja nochmal zusätzlich ein falsches Signal.
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#15 seb1983
  • 14.04.2019, 20:00h
  • Antwort auf #14 von Finn
  • Der Drops mit der Ehe ist Gott sei Dank endlich gelutscht. Dafür durften Schwule schon immer wählen und eigene Konten führen....
    Und unter uns: 2019 jeden Monat mehr Geld auf dem Konto zu haben nur wegen meinem Schnippi ist doch auch was.

    Ich bin ja nicht dagegen, halte eine Aufnahme aber für reine Symbolpolitik ohne Folgen, ebenso wie "dem GG mehr Geltung verschaffen" klingt supi, praktische Auswirkungen aber gleich 0.
    Im Vergleich zu Frauen haben Schwule in 50 statt 100 Jahren deutlich mehr erreicht.

    Dann doch besser wie hier zumindest versuchen die Gewalt auf der Strasse in den Griff zu bekommen.
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#16 TheDadProfil
  • 14.04.2019, 22:13hHannover
  • ""Die oder der Queerbeauftragte""..

    Das ganze Interview über wird durchgängig von "die Beauftragte" geschrieben..
    Erst bei der vorletzten Frage kommt "diversität" auf..

    Wieso eigentlich nur EIN*E Beauftragte* ?

    Warum kein Kompetenz-Team verschiedener Menschen die sich mit den entsprechenden Gruppen die angesprochen werden sollen und müssen dann auch divers auseinandersetzen können, und damit auch in der eigenen Arbeit nach außen hin darstellen worum es überhaupt geht ?

    Weil wieder mal nur die Kohle für eine Stelle da wäre, die man dann auch noch aus einem Fonds eingeworben werden muß ?

    Also eine Dauer-Finanzierung von vorne herein nicht einmal ins Auge gefasst wird ?

    Es braucht in jedem Bezirks-Rathaus Ansprechpartner* für Queere Belange nicht nur für die Bevölkerung, in jeder Behörde Ansprechpersonen auch für die Beschäftigten*, egal ob Polizei oder Feuerwehr, Berufsschule oder Universität, Stadtamt oder ÖPNV..

    Für "Eine Ansprechpartnerin" für einen Bezirk mit nahezu 150.000 Bewohnern, da ist die Überlastung schon von Anfang an definitiv Teil der Stellenbeschreibung..
  • Antworten » | Direktlink »
#17 TheDadProfil
  • 14.04.2019, 22:23hHannover
  • Antwort auf #6 von Janek
  • ""Wenn irgendwo Hass geschürt wird - egal wie die Einrichtung sich nennt und egal hinter welcher Religion sie sich versteckt - dann muss diese Einrichtung geschlossen werden und die Hassprediger müssen bestraft werden. Punkt.""..

    Da Simmer Dabei, Dat wird Prima!..

    Ich freu mich schon auf den von der Berliner Zeitung ausgelösten Shit-Storm, der ganz sicher aufbranden wird wenn die Forderung nach dem Schließen einer Evangelikalen Einrichtung in Neu-Kölln erhoben wird..

    Aber was mache wir dann mit den Stadien, wo an jedem Fußball-Wochenende Hass-Parolen Verbreitung finden ?

    Planieren ?
    Und dann Parkplätze oder doch lieber Wohnungsbau ?
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#18 TheDadProfil
  • 14.04.2019, 22:36hHannover
  • Antwort auf #8 von Janek
  • ""Homophobes Mobbing und homophobe Gewalt gibt es auch von Deutschen ohne Migrationshintergrund.""..

    Ich stell mir bisweilen die Frage ob es solche "Deutschen ohne Migrationshintergrund" überhaupt gibt ?

    Es darf einfach bezweifelt werden..
    Was dann dazu führen muß Menschen "mit Migrationshintergrund" nicht immer nur und ausschließlich auf diesen zu reduzieren..

    Aber der Fakt der Gewalt-Anhäufung bleibt bestehen, wenn dieser sich auch nicht nur in "Homophobem Mobbing und homophober Gewalt" äußert, sondern in einem allgemein höherem Gewalt-Niveau gegenüber anderen Stadtteilen..
    Vermeintlich..
    Denn dort ist das Gewalt-Niveau nur nicht auf der Straße so offensichtlich..

    ""Dabei ist es doch so, dass die überwiegende Mehrzahl der Migranten keinerlei Probleme macht. Und wenn man die wenigen faulen Eier, die auch allen anderen Migranten schaden, offen benennt, dann nützt das gerade auch der friedlichen Mehrheit der Migranten.""..

    Naja..
    ""keinerlei Probleme macht""..
    Die "machen" keine Probleme, die haben eines, nämlich das des sich asozial Verhaltens..

    Ansonsten kann man den Satz aber so unterschreiben..
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#19 TheDadProfil
#20 TheDadProfil
  • 14.04.2019, 22:46hHannover
  • Antwort auf #12 von seb1983
  • ""Frauen sind ja schon immer laut Art. 3 gleichberechtigt.""..

    Da bleibt Realität WEIT hinter dem Anspruch hinterher !
    Das ist auch Dir nicht unbekannt, deshalb muß man das Faß mit gleicher Bezahlung oder auch gleichen Rechten für alleinerziehende Männer und Frauen hier gar nicht erst weiter ausführen..

    ""Geht es nur mir so dass ich mich als schwuler Mann gleichberechtigter fühle als meine heterosexuellen Kolleginnen??""..

    Führ das doch mal aus..
    Wie soll das gemeint sein ?

    Man wird also irgendwie "besser behandelt" wenn man nur wegen des Schwul-Seins und damit wegen der Sexuellen Identität, und nicht wegen der männlichen Geschlechts-Identität unterdrückt wird ?
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#21 TheDadProfil
  • 14.04.2019, 22:55hHannover
  • Antwort auf #15 von seb1983
  • ""Der Drops mit der Ehe ist Gott sei Dank endlich gelutscht.""..

    Hört man sich die dazugehörenden Reden vor dem Bundestag an, an dem selbst noch am Tag der Abstimmung immer wieder dieses "Geist-Wesen" angeführt wurde um zu verhindern, was nicht mehr zu verhindern war, dann war dieser "Gott" daran nicht beteiligt, und "ihm" gebührt dafür folglich auch überhaupt kein "Dank"..

    ""Und unter uns: 2019 jeden Monat mehr Geld auf dem Konto zu haben nur wegen meinem Schnippi ist doch auch was.""..

    Das ist nicht einmal als Satire oder Sarkasmus irgendwie "gut"..
    Sich die Diskriminierung anderer Menschen mit der Idee
    "wieso ? mir geht es doch dabei gut"
    schönreden zu wollen ist exakt der Grund, weshalb diese Diskriminierungen überhaupt noch bestehen !

    ""Dann doch besser wie hier zumindest versuchen die Gewalt auf der Strasse in den Griff zu bekommen.""..

    ""Im Vergleich zu Frauen haben Schwule in 50 statt 100 Jahren deutlich mehr erreicht.""..

    Äh ?
    In Bezug auf die im Artikel unterschwellig angedeutete Besetzung der Stelle mit einer Frau..
    Ist das nun Real-Satire, oder einfach nur Unfug ?
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#22 Religiotenfascho-WatchAnonym
  • 15.04.2019, 09:11h
  • Aufklärung und Bildung sind ohne Zweifel vonnöten. Allerdings ist es wirklich nicht so, dass dies nicht bereits seit Jahrzehnten versucht worden wäre, allerdings mit null Erfolg, wie wir endlich anerkennen müssen, weil die Zielgruppe lernresistent und wissensfeindlich ist.

    Viel nötiger und zielführender, und vor allem kurzfristig realisierbar, scheint es nunmehr, sog. "Geistliche" und ihre "gläubigen" Follower, die Hassreden schwingen und die homophobe Übergriffe anzetteln, mit der ganzen möglichen Härte des Gesetzes zu treffen, anstatt ihren Hass als "kulturell" zu verharmlosen.

    Aber solange Religioten in Deutschland generell unter Artenschutz stehen, bleibt dies offenbar eine Utopie.
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#23 FinnAnonym
  • 15.04.2019, 09:39h
  • Antwort auf #15 von seb1983
  • "Dafür durften Schwule schon immer wählen und eigene Konten führen...."

    Aber auch nur, wenn sie sich nicht als Schwule zu erkennen gaben. Sonst kamen sie in den Knast oder ins KZ - und dort durften sie nicht wählen.

    Es geht aber auch gar nicht um ein Aufrechnen von Rechten und Pflichten. Sondern es geht darum, dass es diskriminierend ist, in Art. 3 GG LGBTI explizit als nicht-gleich auszuklammern. Und solange der Staat uns sogar im Grundgesetz ausklammert, so lange sind wir auch nicht zu 100% gleichgestellt.
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#24 Still_Ith
  • 15.04.2019, 09:48h
  • Antwort auf #5 von Svetlana L
  • Hmja, wenn das so ist, und sie dann jemanden dafür auswählen, der mit dem Thema in seiner ganzen Komplexität umzugehen versteht, stimme ich dir zu, ist das sehr wohl zu begrüßen.

    Vielleicht schreib ich mal einen Blogartikel dazu, meine Perspektive zu einem fairer Umgang damit passt nicht auf weniger als eine DinA4-Seite.
    Nur soviel vielleicht an der Stelle: Der Teil, bei dem ich darauf hinwies, da selbst nicht zu wohnen, und mir entsprechend ein Urteil nicht zu erlauben, war vollkommen unironisch gemeint. Ich bin selbst in einem relativ komplexen Umfeld aufgewachsen, und kenne das Problem, dass Leute "von außen" meistens nicht wirklich verstehen, was eigentlich abläuft. So jemand wird bzw. würde da nicht viel erreichen.
    Wenn's eben speziell jemand* für einen Stadtteil sein soll, sollte so eine Person sich nicht "nur" in der Szene auskennen, sondern eben auch außerhalb der Szene fähig sein, Kontakte herzustellen.

    Ja, sicher, zu befürworten ist es, so eine Stelle einzurichten. Ich denke nur, wenn dabei wirklich etwas herumkommen soll, wird das eine verdammt schwierige Aufgabe. Und eine Person allein, gerade noch, wenn deren Befugnisse vergleichsweise beschränkt ausfallen sollten, gegenüber Polizei o.ä., wird dafür letztlich kaum reichen. Wenn dann noch der Eindruck entsteht, dass ein Eiertanz um Kernprobleme aufgeführt wird - und so kommt Künnings ausweichendes, verallgemeinerndes Politikergewäsch in den Antworten mir zum Teil halt vor - gibt das nicht gerade Anlass dazu, viel zu erwarten.

    Aber gut - wenn sie bloß die Arbeitgeberin ist, und der Posten selbst an jemanden* geht, der*die in der Lage ist, konkreter zu werden, stimme ich dir zu: Dann kann da vielleicht was draus werden.
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#25 Still_Ith
  • 15.04.2019, 10:33h
  • Antwort auf #8 von Janek
  • Glaub mir, dass deutsch zu sein nicht automatisch einen Vielfalts-Heiligenschein bedeutet, ist mir einigermaßen bewusst. Dass ich schwul bin, ist in meiner sehr deutschen Familie bloß deswegen kein Thema, weil schon mein trans*-Sein nicht akzeptiert wird, und ich stattdessen als "durcheinander" gelte - bzw., wie ich es auch in der queeren (ebenfalls deutschen) Szene erlebt habe, einfach als heterosexuelle Frau mit Dachschaden. "Die" dementsprechend mit diesen ganzen komischen Leuten eigentlich ja gar nichts zu tun hat, und sich sowieso bloß lächerlich macht mit der Idee, dazuzugehören/dazugehören zu wollen.

    Getuschel, Mobbing habe ich als so wahrgenommene "Transfrau" (dank Testo wirke ich nicht "mehr" unbedingt rein feminin) in einem gemischt-nationalen, großenteils aber tatsächlich ebenfalls deutschen Umfeld erlebt.
    Soziale Gewalt gegen alles "andere" können Deutsche extrem gut, und wo die Nazis auf der Straße Patrouille laufen, darf man auch mit körperlicher Gewalt auf der Straße rechnen, von Deutschen.

    Als gebürtiger Pottler ist mir außerdem ziemlich klar, dass es inzwischen wenigstens eine ganze Generation von Menschen mit Migrationshintergrund gibt, die vielen "Erb-"Deutschen in Sachen Akzeptanz und Wertschätzung von Freiheit ein gutes Stück voraus sind.

    Es ist schwer, mit dem Thema Diskriminierung(en) fair umzugehen, wenn verschiedene Arten von Ausgrenzung und Benachteiligung aufeinandertreffen. Stichwort "Intersektionalität". Besonders, wenn ein Druck vorherrscht, die Dinge immer schön in schwarz und weiß zu malen. Oder eben, wie im Interview praktiziert: Einfach nicht drüber zu reden, weil das eventuell von den "falschen Leuten" politisch ausgeschlachtet werden könnte.

    Auf der einen Seite die Angst, als Nazi beschimpft zu werden. Auf der anderen die, dass die Nazis sich genau das für ihren Opfermythos dann zunutze machen.

    Ja, schwierig, alles. Aber wenn eine Situation sich ändern soll, hilft Totschweigen nicht weiter.
    Dass die deutschen Traditionen bei einer ehrlichen Betrachtung allzu gut wegkommen würden, wage ich für meinen Teil übrigens zu bezweifeln. Einiges müsste nicht so sein, auch im Migrationskontext, wenn es tatsächlich selbstverständlich wäre, Homo- oder Transfeindlichkeit abzulehnen. Die klare Kante gegen Homophobie setzen auch deutsch-traditionelle Politiker mit entsprechender Agenda für gewöhnlich ja nur dann, wenn es dazu taugt, andere Menschen auszugrenzen. Nicht, wenn es darum geht, ihre eigene Intoleranz zu kritisieren.
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#26 YannickAnonym
  • 15.04.2019, 11:21h
  • Antwort auf #15 von seb1983
  • "Ich bin ja nicht dagegen, halte eine Aufnahme aber für reine Symbolpolitik ohne Folgen"

    Da das GG das höchste deutsche Gesetz ist, das alle anderen Gesetze bricht, ist das keineswegs "Symbolpolitik ohne Folgen".

    Wir haben zwar jetzt die Eheöffnung, aber wenn Merkel sich nicht verplappert hätte, würden Union und SPD noch heute brav der "Koalitionsdisziplin" folgen. Aber mit einem entsprechenden Art. 3 GG hätte man die Eheöffnung auch ohne parlamentarische Mehrheit einklagen können.

    Und auch heute noch gibt es ja diskriminierende Gesetze, z.B. die expliziten Ausnahmen für Religionen und andere Wertegemeinschaften im AGG, die denen explizit die Diskriminierung von LGBTI erlauben. Momentan müssen wir in jedem einzelnen Gesetz lange für eine politische Änderung kämpfen. Mit einem entsprechenden Art. 3 GG könnte man das alles einklagen und viel schneller erreichen.

    Aber selbst die Symbolik, die davon ausginge, wäre nicht "ohne Folgen". Wenn in den Medien die Nachricht käme, dass die Gleichheit von LGBTI im Grundgesetz verankert ist, würde das eine ähnliche Aufmerksamkeit erzielen wie die Eheöffnung und nochmal deutlich zeigen, dass dieser Staat keine Diskriminierung duldet und dass die homo- und transphoben Fanatiker diejenigen sind, die außerhalb der Gesellschaft stehen. Das wird vielleicht nicht diese Fanatiker ändern, aber es wird den Menschen, die das bisher als Meinung geduldet haben, zeigen, dass es eben keine Meinung, sondern blanker Hass ist.
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#27 QuelleAnonym
#28 TheDadProfil
#29 Ralph
  • 16.04.2019, 15:57h
  • Es ist absolut gerechtfertigt, wenn neben Antisemitismusbeauftragte auch Queerbeauftragte (oder wie immer sie tituliert werden) treten. Antisemitismus und Heterosexismus gehen Hand in Hand.
  • Antworten » | Direktlink »
#30 TheDadProfil
  • 16.04.2019, 22:43hHannover
  • Antwort auf #29 von Ralph
  • ""Es ist absolut gerechtfertigt, wenn neben Antisemitismusbeauftragte auch Queerbeauftragte (oder wie immer sie tituliert werden) treten. Antisemitismus und Heterosexismus gehen Hand in Hand.""..

    Exakt..
    Aber EIN Bundesbeauftragter* für den Bereich Antisemitismus und Ein Beauftragter* in Berlin für Queere Belange ist definitiv zu wenig um der Problemlage zu begegnen..

    Da muß wenigstens je eine dieser Stellen für jede Gemeinde über 50.000 Einwohner* geschaffen werden, was für Berlin bedeutete je 70 Stellen schaffen zu müssen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »

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