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US-Wahl 2020

"Mayor Pete" will Trump aus dem Weißen Haus jagen

Der Bürgermeister von South Bend, der schwule Demokrat Pete Buttigieg, hat seine Präsidentschafts-Kampagne offiziell eingeläutet. Nach seiner Rede umarmte er seinen Mann Chasten auf der Bühne.


Nach dem Schlussapplaus seiner Bewerbungsrede fielen sich Pete Buttigieg und sein Mann Chasten in die Arme (Bild: Matt McDermott / twitter)

Zum ersten Mal in der Geschichte der USA gibt es einen offen homosexuellen Präsidentschaftskandidaten bei den beiden großen Parteien: Der 37-jährige Demokrat Pete Buttigieg hat am Sonntag seine Präsidentschaftskampagne offiziell eingeläutet.

Der Bürgermeister von South Bend im Bundesstaat Indiana kündigte vor Anhängern in der Stadt an, im kommenden Jahr für die Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump antreten zu wollen. "Ich bin hier, um eine andere Geschichte als 'Macht Amerika wieder großartig' zu erzählen", sagte Buttigieg mit Blick auf Trumps Slogan.


Buttigieg am Sonntag in einer ehemaligen Autofabrikhalle

Auf Platz drei hinter Joe Bilder und Bernie Sanders

Zu Buttigiegs Ankündigung waren so viele Menschen nach South Bend gekommen, dass nicht alle in den Veranstaltungsort in einer ehemaligen Autofabrikhalle passten – viele verfolgten die Ankündigung bei Regen auf einer riesigen Leinwand vor der Halle. "Er steht für eine neue Generation demokratischer Führung. Wir lieben seine Vision", sagte die 35-jährige Jenn Watts, die ihre dreijährige Tochter auf den Schultern trug.

Der Absolvent der Eliteuniversität Harvard, der acht Sprachen spricht, steht der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend seit sieben Jahren vor. Von dem Amt nahm er eine siebenmonatige Auszeit, um als Soldat in Afghanistan zu dienen. Nach seiner Rede holte er seinen Mann Chasten Buttigieg auf die Bühne, mit dem er seit Dezember 2017 verheiratet ist. und umarmte ihn innig. In sozialen Netzwerken wurde der Moment als historisch gefeiert.

Twitter / JamesDukeMason

Als Bürgermeister hat sich Buttigieg einen guten Ruf erworben. Ihm wird ein Anteil daran zugeschrieben, dass es in South Bend wirtschaftlich wieder aufwärts ging. In das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten stieg Buttigieg vor einigen Wochen als Außenseiter ein – mittlerweile ist seine Bekannt- und Beliebtheit stark gestiegen. Ende März sprang er in einer Favoriten-Umfrage mit elf Prozent auf Platz drei hinter dem ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden und dem linken Senator Bernie Sanders (queer.de berichtete).

Direktlink | Die komplette Rede von Pete Buttigieg

Innerparteiliche Wahl im Frühjahr 2020

In den vergangenen Wochen hat bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung erklärt. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Kirsten Gillibrand und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro. Die Zahl der Bewerber um die Kandidatur gegen Trump dürfte in den kommenden Monaten weiter deutlich anwachsen.

Die US-Präsidentschaftsvorwahlen 2020 starten bereits jetzt, indem Kandidaten ihre innerparteiliche Bewerbung für das Amt ankündigen. Von Februar bis Juni 2020 werden dann in allen US-Bundesstaaten innerparteiliche Wahlen abgehalten, bevor im November die Präsidentschaftswahl stattfindet. Derzeit gilt es als sicher, dass Präsident Donald Trump Gegner für den siegreichen Demokraten oder die siegreiche Demokratin sein wird.

Aber auch Trump muss sich Vorwahlen seiner Partei stellen. Bislang hat mit dem 73-jährigen Bill Weld nur ein weiterer Republikaner seinen Hut in den Ring geworfen. Weld war von 1991 bis 1997 Gouverneur von Massachusetts und trat 2016 als Vizepräsidentschaftskandidat der kleinen Libertären Partei an, die damals USA-weit 3,3 Prozent der Stimmen erzielen konnte – und damit nach Hillary Clinton (48,2 Prozent) und Donald Trump (46,1 Prozent) die drittmeisten Stimmen. (cw/AFP)

Wöchentliche Umfrage

  • Würde Pete Buttigieg gegen Trump gewinnen?
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    Kann man jetzt noch nicht sagen
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#1 wäre-superAnonym
#2 Carsten ACAnonym
  • 15.04.2019, 11:32h
  • Ich bin zwar skeptisch, ob er gegen den Populismus des Amtsinhabers eine Chance hat, aber der erste offen schwule Präsident der USA wäre schon was tolles.

    Vielleicht würde er dann auch wieder einiges ändern, auch wenn vieles, was in den letzten Jahren zerdeppert wurde, Jahrzehnte zum Heilen brauchen wird.
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#3 Gerlinde24Profil
  • 16.04.2019, 03:28hBerlin
  • So sehr ich es mir auch wünschen würde, aber er hat keine Chance, gegen Trump auch nur anzutreten. Erst muss er die Vorwahlen der Demokraten schaffen und da stehen ihm mit Biden und Sanders zwei Schwergewichte entgegen. Zudem will die Parteiführung die Wahlen gewinnen und die wissen, dass ein schwuler Kandidat es noch schwerer bei gemäßigten Republikanern haben wird, als es die Frau Hillary Clinton hatte.
    Aber nehmen wir einmal an, er setzt sich gegen Biden und Sanders durch, und auch die Parteiführung nominiert ihn. Was glaubt Ihr, wird Trump und sein Team machen? Sie werden seine Homosexualität gegen ihn verwenden, werden Lügen und Unterstellungen verbreiten, und so wird Arschloch Trump eine weitere Amtszeit bekommen.
    Schon lange geht es in den USA bei der Wahl des Präsidenten nicht mehr um Fakten, sondern um den Unterhaltungswert und Lügen. Lügen, die bedenkenlos geglaubt werden, weil sie Vorurteile und Ängste bedienen!
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#4 Ketzer
  • 16.04.2019, 08:17h
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • So, wie Du argumentierst, dürfte dann folgerichtig nie ein_e Homosexuelle_r für die US-Präsidentschaft kandidieren.

    Wem soll bitte damit geholfen sein, schon im Vorfeld zu kuschen?

    Ich stehe da eher auf der Seite des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, der schon 2015 schlagfertige Worte für eine (zumindest männlich-weiblich-) gender-paritätische Gleichstellung in seinem damals neuen Parlament fand:

    www.youtube.com/watch?v=LLk2aSBrR6U

    Sollen wir noch bis 2120 warten? Oder gleich bis 2525?
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#5 Gerlinde24Profil
  • 16.04.2019, 15:15hBerlin
  • Antwort auf #4 von Ketzer
  • Ich habe lange dort gelebt, kenne die Einstellung der meisten Menschen aus dem Mittelwesten und dem Süden.
    Als Hillary als Kandidatin gewählt wurde, wusste ich, dass sie es gerade im Süden und Mittelwesten schwer haben wird, weil dort etwas anderes als ein weißer heterosexueller Mann als Präsident kaum vorstellbar dort ist. Und ich hatte recht, denn A*loch Trump gewann dort alle Wahlmännerstimmen (in vielen Bezirken und Staaten der USA heißt es bei Wahlen ; "The winner takes it all"). Auch, wenn Pete mir mehr als sypatisch ist, bin ich genug Realistin, um seine Chancen bei den Vorwahlen einzuschätzen.
    Übrigens, es gibt nicht nur linke Demokraten und rechte Republikaner. Es gibt auch viel dazwischen.
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#6 Ketzer
  • 16.04.2019, 18:55h
  • Antwort auf #5 von Gerlinde24
  • Das geht nicht wirklich auf das ein, was ich schrieb. Ich zitiere gern nochmal, worauf Du NICHT eingegangen bist:

    So, wie Du argumentierst, dürfte dann folgerichtig nie ein_e Homosexuelle_r für die US-Präsidentschaft kandidieren.
    Wem soll bitte damit geholfen sein, schon im Vorfeld zu kuschen?
    Sollen wir noch bis 2120 warten? Oder gleich bis 2525?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Gerlinde24Profil
  • 16.04.2019, 19:46hBerlin
  • Antwort auf #6 von Ketzer
  • Ketzer, ich habe Dir die Situation in den USA erklährt. Das hat nichts mit "kuschen" oder Ähnlichem zu tun, sondern das die USA in vielen Staaten noch nicht bereit für einen homosexuellen oder weiblichen Präsidenten ist.
    Es ist bedauerlich, aber so ist es halt.
    Übrigens, niemand kuscht, und es gibt viele, die sich bei den Dems um die Kandidatur bewerben. Nur, eine wirkliche Chance haben hier nur Biden, Sanders und vielleicht noch Warren. Nicht, weil sie besser als Mayor Pete wären, sondern, weil sie mehr Rückhalt in Partei und Bevölkerung haben.
    Darum mein Rat an alle LGBTI-Dems: Kämpft weiter, hört nicht auf, den Führern und dem amerikanischen Volk begreiflich zu machen, dass nicht unsere sexuelle Identität oder geschlechtliche Identität zählt, sondern das, was Menschen in Herz und Hirn (Verstand) haben.
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#8 wäre-superAnonym
  • 16.04.2019, 20:20h
  • Antwort auf #6 von Ketzer
  • Was ist dir denn über die Leber gegangen?
    @Gerlinde hat dir geantwortet. Wo juckt es dir denn jetzt noch?
    Ist es verboten, eine Einschätzung zu schreiben und zudem von einer Person, die in den USA geboren und aufgewachsen ist?
    Das wäre mir aber neu.
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#9 Ketzer
  • 16.04.2019, 22:16h
  • Antwort auf #8 von wäre-super
  • Gerlinde darf einschätzen, was sie will. Sie ist hier allerdings für oft sehr konservative Einschätzungen bekannt, und ich setze dem entgegen und wiederhole das auch gern, dass es LGBTIQ-emanzipationspolitisch sicher nicht der richtige Weg ist, noch ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte zu warten, bis man es überhaupt einmal wagt, eine_n entsprechende_n Kandidat_in aufzustellen. Natürlich wird es Widerstände geben. Es wird aber auch gegen jede_n andere_n Demokrat_in Widerstände von Troll Trump und seinen Konsorten geben. Es wird auf jeden Fall irgendwelche "Schmutzwäsche" ausgegraben werden - wobei hier noch dringend zu klären wäre, weshalb Homosexualität Schmutzwäsche sein sollte.

    "Sie werden seine Homosexualität gegen ihn verwenden" - und, wenn wir weitere 50 Jahre warten, bis das erste Mal eine_r von uns antritt, wird eben DANN deren Homosexualität "gegen die Person verwendet werden".

    Das politische Klima wird sich sicher nicht dadurch positiv verändern, dass man prophylaktisch kuscht und sich gar nicht erst traut, anzutreten. Vielmehr z.B. dadurch, dass es in der drittgrößten Stadt der USA eine lesbische Person of Colour geschafft hat, Bürgermeisterin zu werden.

    www.queer.de/detail.php?article_id=33320

    Hätte Lori Lightfoot auch lieber auf ihre Kandidatur verzichten sollen? "Weil die Amerikaner_innen halt so sind, wie sie sind"? Hätte Pete Buttigieg darauf verzichten sollen, in SEINER Stadt für das Bürgermeister_innen-Amt zu kandidieren, weil "man seine Homosexualität gegen ihn verwenden" hätte können?

    Fortschritt wird nur gemacht (und hat überhaupt nur eine Chance), wenn Leute auch diese Schritte GEHEN. Und nicht vor lauter Angst stehenbleiben oder sogar rückwärts laufen, nur weil irgendjemand sie politisch angreifen könnte.

    Ob er ausreichende Chancen haben wird, werden wir sehen, wenn es so weit ist. Bis kurz vor dem Endergebnis hatten auch viele Deutsche geglaubt, dass die letzte US-Präsident_innenwahl doch noch zu Gunsten Clintons hätte ausgehen können, weil die Amerikaner_innen ja wohl nicht so unvernünftig (vorsichtig ausgedrückt) sein würden, einen Verrückten wie Trump tatsächlich zu wählen. Und sie haben es doch getan.

    Natürlich kein gutes Zeichen für die US-Politik, aber daraus zu schließen, dass die Menschen dort nicht fähig sein könnten, aus ihren Fehlern zu lernen, halte ich für reichlich vermessen.

    Und ich wiederhole noch ein letztes Mal, bevor mich wieder eine_r fragt, "wo's mich noch juckt": Wenn es gar nicht erst jemand versucht, einen Neo-Nero wie Trump vom Thron zu stoßen, werden die Chancen für LGBTIQ-Personen, dieses Amt zu erreichen und auszuüben, aus purer Feigheit auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.

    Wer Freund_innen wie Gerlinde hat, braucht keine Feind_innen mehr. Pete Buttigieg gebührt alle Unterstützung, gerade auch aus der Community. "Kluge" Außerungen à la "Der hat ja sowieso keine Chance" töten jedes politische Engagement.
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#10 TheDadProfil
  • 16.04.2019, 23:04hHannover
  • Antwort auf #7 von Gerlinde24
  • ""sondern das die USA in vielen Staaten noch nicht bereit für einen homosexuellen oder weiblichen Präsidenten ist.""..

    Was dann immer noch so rein gar nichts damit zu tun hat ob die Demokratische Partei ihn als Kandidaten nominiert, oder nicht !

    Zur Erinnerung :
    ""So sehr ich es mir auch wünschen würde, aber er hat keine Chance, gegen Trump auch nur anzutreten. Erst muss er die Vorwahlen der Demokraten schaffen und da stehen ihm mit Biden und Sanders zwei Schwergewichte entgegen. Zudem will die Parteiführung die Wahlen gewinnen und die wissen, dass ein schwuler Kandidat es noch schwerer bei gemäßigten Republikanern haben wird, als es die Frau Hillary Clinton hatte.""..

    Es ging hier gar nicht um die USA, es ging hier ausschließlich um die Demokratische Partei..

    Warum das dann nicht klappen soll, "begründest" Du aber mit den USA, und den "vielen problematischen bundesstaaten" dort..

    Das bleibt einfacher Unfug..
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