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US-Wahl 2020

"Mayor Pete" will Trump aus dem Weißen Haus jagen

Der Bürgermeister von South Bend, der schwule Demokrat Pete Buttigieg, hat seine Präsidentschafts-Kampagne offiziell eingeläutet. Nach seiner Rede umarmte er seinen Mann Chasten auf der Bühne.


Nach dem Schlussapplaus seiner Bewerbungsrede fielen sich Pete Buttigieg und sein Mann Chasten in die Arme (Bild: Matt McDermott / twitter)
  • 15. April 2019, 05:32h 24 3 Min.

Zum ersten Mal in der Geschichte der USA gibt es einen offen homosexuellen Präsidentschaftskandidaten bei den beiden großen Parteien: Der 37-jährige Demokrat Pete Buttigieg hat am Sonntag seine Präsidentschaftskampagne offiziell eingeläutet.

Der Bürgermeister von South Bend im Bundesstaat Indiana kündigte vor Anhängern in der Stadt an, im kommenden Jahr für die Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump antreten zu wollen. "Ich bin hier, um eine andere Geschichte als 'Macht Amerika wieder großartig' zu erzählen", sagte Buttigieg mit Blick auf Trumps Slogan.


Buttigieg am Sonntag in einer ehemaligen Autofabrikhalle

Auf Platz drei hinter Joe Bilder und Bernie Sanders

Zu Buttigiegs Ankündigung waren so viele Menschen nach South Bend gekommen, dass nicht alle in den Veranstaltungsort in einer ehemaligen Autofabrikhalle passten – viele verfolgten die Ankündigung bei Regen auf einer riesigen Leinwand vor der Halle. "Er steht für eine neue Generation demokratischer Führung. Wir lieben seine Vision", sagte die 35-jährige Jenn Watts, die ihre dreijährige Tochter auf den Schultern trug.

Der Absolvent der Eliteuniversität Harvard, der acht Sprachen spricht, steht der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend seit sieben Jahren vor. Von dem Amt nahm er eine siebenmonatige Auszeit, um als Soldat in Afghanistan zu dienen. Nach seiner Rede holte er seinen Mann Chasten Buttigieg auf die Bühne, mit dem er seit Dezember 2017 verheiratet ist. und umarmte ihn innig. In sozialen Netzwerken wurde der Moment als historisch gefeiert.

/ JamesDukeMason
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Als Bürgermeister hat sich Buttigieg einen guten Ruf erworben. Ihm wird ein Anteil daran zugeschrieben, dass es in South Bend wirtschaftlich wieder aufwärts ging. In das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten stieg Buttigieg vor einigen Wochen als Außenseiter ein – mittlerweile ist seine Bekannt- und Beliebtheit stark gestiegen. Ende März sprang er in einer Favoriten-Umfrage mit elf Prozent auf Platz drei hinter dem ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden und dem linken Senator Bernie Sanders (queer.de berichtete).

Direktlink | Die komplette Rede von Pete Buttigieg
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Innerparteiliche Wahl im Frühjahr 2020

In den vergangenen Wochen hat bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung erklärt. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Kirsten Gillibrand und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro. Die Zahl der Bewerber um die Kandidatur gegen Trump dürfte in den kommenden Monaten weiter deutlich anwachsen.

Die US-Präsidentschaftsvorwahlen 2020 starten bereits jetzt, indem Kandidaten ihre innerparteiliche Bewerbung für das Amt ankündigen. Von Februar bis Juni 2020 werden dann in allen US-Bundesstaaten innerparteiliche Wahlen abgehalten, bevor im November die Präsidentschaftswahl stattfindet. Derzeit gilt es als sicher, dass Präsident Donald Trump Gegner für den siegreichen Demokraten oder die siegreiche Demokratin sein wird.

Aber auch Trump muss sich Vorwahlen seiner Partei stellen. Bislang hat mit dem 73-jährigen Bill Weld nur ein weiterer Republikaner seinen Hut in den Ring geworfen. Weld war von 1991 bis 1997 Gouverneur von Massachusetts und trat 2016 als Vizepräsidentschaftskandidat der kleinen Libertären Partei an, die damals USA-weit 3,3 Prozent der Stimmen erzielen konnte – und damit nach Hillary Clinton (48,2 Prozent) und Donald Trump (46,1 Prozent) die drittmeisten Stimmen. (cw/AFP)

Wöchentliche Umfrage

» Würde Pete Buttigieg gegen Trump gewinnen?
    Ergebnis der Umfrage vom 15.04.2019 bis 22.04.2019
-w-

#1 wäre-superAnonym
  • 15.04.2019, 08:47h
  • Wenn er gewinnen würde, wäre das bahnbrechend :-)
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#2 Carsten ACAnonym
  • 15.04.2019, 11:32h
  • Ich bin zwar skeptisch, ob er gegen den Populismus des Amtsinhabers eine Chance hat, aber der erste offen schwule Präsident der USA wäre schon was tolles.

    Vielleicht würde er dann auch wieder einiges ändern, auch wenn vieles, was in den letzten Jahren zerdeppert wurde, Jahrzehnte zum Heilen brauchen wird.
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#3 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 16.04.2019, 03:28h
  • So sehr ich es mir auch wünschen würde, aber er hat keine Chance, gegen Trump auch nur anzutreten. Erst muss er die Vorwahlen der Demokraten schaffen und da stehen ihm mit Biden und Sanders zwei Schwergewichte entgegen. Zudem will die Parteiführung die Wahlen gewinnen und die wissen, dass ein schwuler Kandidat es noch schwerer bei gemäßigten Republikanern haben wird, als es die Frau Hillary Clinton hatte.
    Aber nehmen wir einmal an, er setzt sich gegen Biden und Sanders durch, und auch die Parteiführung nominiert ihn. Was glaubt Ihr, wird Trump und sein Team machen? Sie werden seine Homosexualität gegen ihn verwenden, werden Lügen und Unterstellungen verbreiten, und so wird Arschloch Trump eine weitere Amtszeit bekommen.
    Schon lange geht es in den USA bei der Wahl des Präsidenten nicht mehr um Fakten, sondern um den Unterhaltungswert und Lügen. Lügen, die bedenkenlos geglaubt werden, weil sie Vorurteile und Ängste bedienen!
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