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Fußball

Erneut homophobe Sprechchöre gegen Viktor Fischer

Der dänische Fußballverband DBU hat erstmals wegen schwulenfeindlicher Beleidigungen Geldstrafen verhängt. Betroffen sind die Erstligisten Bröndby IF und Odense BK.


Fußballprofi Viktor Fischer spielt für den FC Kopenhagen, bis 2017 stand er beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag (Bild: FCK)

Die homophoben Sprechchöre gegen den dänischen Fußballspieler Viktor Fischer reißen nicht ab. Am vergangenen Sonntag wurde der Linksaußen des FC Kopenhagen beim Finalrunden-Derby in Bröndby erneut von Heimfans beleidigt. Das berichtet der Sport-Informations-Dienst.

Schon bei früheren Aufeinandertreffen hatte es homophobe Sprechchöre gegen den 24-Jährigen gegeben, zuletzt auch im Spiel bei Odense BK am 7. April. Fischer reagierte damals cool: Nach Spielschluss warf er den Pöblern Kusshändchen zu (queer.de berichtete).

Geldstrafen gegen Bröndby und Odense

Bröndby und Odense waren wegen des Vorfalls in der vergangenen Woche vom dänischen Fußballverband DBU mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Kronen (rund 3.350 Euro) belegt worden. Es war das erste Mal, dass derartige Vorfälle im Nachbarland abgeurteilt wurden. Für den Wiederholungsfall hatte die DBU bereits mit einer härteren Strafe gedroht. "Homophobie ist inakzeptabel und gleichzusetzen mit Rassismus", hatte Fischer nach dem Vorfall in Odense gesagt. Bröndby-Boss Jan Bech Andersen nannte den erneuten Vorfall "absolut inakzeptabel".

Viktor Fischer stand von 2012 bis 2016 bei Ajax Amsterdam und von 2016 bis 2017 beim FC Middlesbrough unter Vertrag. Im Juni 2017 ging er zum 1. FSV Mainz 05. Dort absolvierte er zehn Spiele in der Bundesliga und zwei Spiele im DFB-Pokal. Nach wenigen Monaten schloss er sich dem FC Kopenhagen an und kehrte so in seine Heimat Dänemark zurück. Dort läuft sein Vertrag bis 2022. (cw)



#1 FinnAnonym
  • 19.04.2019, 11:24h
  • Wenn man solche faschistoiden Ausfälle nicht in den Griff bekommt, muss man eben die Spiele solcher Vereine ohne Zuschauer austragen.

    Es kann doch nicht sein, dass Zuschauer einen fairen sportlichen Wettkampf stören und die Spieler an ihrem Job hindern.
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#2 stultuspuerProfil
  • 21.04.2019, 12:38hSchwarzenbruck
  • Absolut geschmacklos. Aber ist der Spieler eigentlich schwul oder spinnen sich die Fans da was zusammen?
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#3 MichaelTh
#4 zundermxeAnonym
  • 22.04.2019, 11:23h
  • Jo, völlig egal ob er schwul, bi, hetero oder sonst wie ist.

    Vereine, Verbände UND die organisierten Fanclubs müssen dagegen vorgehen.

    Einen Verein, die komplette Mannschaft oder auch alle Zuschauer*innen für das Fehlverhalten weniger zu bestrafen, bsp. die Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen, ist schlecht und kontraproduktiv.
    Maßnahmen und Bestrafungen sollten sich immer gegen die richten, die den Unfug und die Hetze betreiben. Die schreien zwar oft am lautesten, sind aber immer eine kleine Minderheit.
    Strafverfahren, Stadionverbote oder Vereinsausschlüsse sind da wesentlich zielgerichteter und effektiver.
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