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Kommentare zu:
Queer muss wieder für Emanzipation und Offenheit stehen


#11 TheDadProfil
  • 19.04.2019, 15:26hHannover
  • Antwort auf #2 von Ith_
  • ""Wow, in allen, wirklich ALLEM, inhaltlich voll auf Patsys und Feddersens Linie. Die einzige Kritik dementsprechend die, dass des Letzteren Wortwahl ein ganz kleines Bisschen übertrieben gewesen sein könnte.""..

    Ich würde da noch einmal von vorne lesen..
    Und dann noch einmal, und noch einmal..
    Das hilft beim Verstehen..

    ""Emanzipation ist das Ankämpfen gegen übermächtige Strukturen.""..

    Wow..
    Ein mächtiger Satz..
    Doch auch DEIN GEGNER heißt immer noch GESELLSCHAFT !
    Und eben nicht "queere community"..
    Von dieser Erkenntnis bist Du ob Deiner Hass-Kappe gegen die bösen, bösen "weißen Cis-Männer" noch Meilenweit entfernt..

    ""Rein zufällig ist diese Unterstellung von sektenartigem Verhalten und selbstgewählter Ausgrenzung ein wesentlicher Teil dessen, was eine Hetero-Cis-Welt auch der schwulen Cis-Szene vorwirft, und vor allem in der Vergangenheit lange Zeit vorgeworfen hat, als Schwulsein außerhalb explizter Klubs noch gesellschaftlichen Selbstmord bedeutete.""..

    An dieser Stelle dann (noch) einmal der Versuch Dir klar zu machen daß der Begriff "Cis", vor allem in der abwertenden Konnotation wie er hier verwendet wird, nur deshalb existiert, weil sich Menschen wie Du das Label "Non-Cis" anheften..
    Denn ohne "Non-Cis" sind auch "Cis" einfach inexistent..
    Du beschreibst Dich ausschließlich über die Eigenschaften die NICHT vorhanden sind, um damit eine gesellschaftliche Rolle zu erfüllen, die Du unbedingt erfüllen willst..
    Beispiel :
    ""Nicht-Schwanzgeborene""..

    Wann genau fängst Du mal damit an Dich über das zu beschreiben, was DU BIST, und nicht darüber, was Du nicht bist ?
    Das hilft Dir dann vielleicht aus Deinem "Don Quijote-Modus" heraus, und beendet damit auch diese permanenten Angriffs-Modus..

    Es gibt übrigens schon sehr lange einen Begriff der als Beschreibung für ein Individuum, egal welchen Geschlechtes, und egal welcher Sexuellen Identität, immer paßt :
    Mensch..
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#12 Still_IthProfil
  • 19.04.2019, 15:28hHessen
  • lol

    "Solidarität ist keine Einbahnstraße."

    Ausschneiden und Rahmen.
    Wenn's nicht gerade von dem Typ käme, der überzeugt ist, Arier, aka weiß zu sein, sei unter Hitler ein entscheidendes Kriterium gewesen, das das Leben enorm erschwerte.

    Ich hab mir erlaubt, das Ganze auf meinem Blog etwas weiter auszuführen:
    reflexzwischenwelt.wordpress.com/2019/04/19/emannzipation-au
    snahmsweise-modern/


    Obwohl ich echt sagen muss, dass ich seit der Pädophilie-Debatte auf einige Leute hier schlicht und ergreifend keine Lust mehr habe.
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#13 einseitigAnonym
#14 feli491Anonym
  • 19.04.2019, 15:41h
  • Die Kommentare unter solchen Artikeln entwickeln sich so vorhersehbar, dass es langweilig wird. Wieso nicht mal ein schwuler cis Mann, der auf die Erfahrungen einer trans Person mal antwortet, "hmm, mit manchen Sachen hast du sicher Recht, da hast du mir ein paar Denkanstöße gegeben, wie ich ein besserer Mensch werden könnte."

    Stattdessen jedes Mal dieselbe Tragikomödie...
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#15 goddamn liberalAnonym
  • 19.04.2019, 15:45h
  • Antwort auf #12 von Ith_
  • "Wenn's nicht gerade von dem Typ käme, der überzeugt ist, Arier, aka weiß zu sein, sei unter Hitler ein entscheidendes Kriterium gewesen, das das Leben enorm erschwerte."

    Nehmen wir das doch mal auseinander.

    Das Konstrukt des 'Ariers' ist nicht identisch mit heller Hautpigmentierung.

    Als 'weiß' gelten für Jasbir Puar u. Co. (und um die geht es in obigem Kommentar) nämlich auch Jüd*innen.

    Das entspricht auch der phänotypischen Realität, denn sonst hätten die Nazis die zu Vernichtenden nicht durch Sterne und Binden kennzeichnen müssen.

    Das Leben unter den Nazis wurde darüber hinaus mindestens 23 Millionen 'Weißen' ist Ostmitteleuropa so "erschwert", dass sie im 2. Weltkrieg jämmerlich sterben mussten!

    Die Ausgehungerten in Leningrad und die massakrierten Polen, Russen und Ukrainer*innen unterschieden sich äußerlich nicht von ihren Mördern!

    Die indische Legion der Waffen-SS gehörte dagegen eher zu den 'People of Color' (im Sinne von Puar u. Co.).

    Merke: Wer krampfhaft faktisch richtige US-amerikanische Modelle auf den europäischen Faschismus überträgt, scheitert HIER an den OFFENSICHTLICHEN Fakten.
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#16 PiepmatzAnonym
  • 19.04.2019, 15:47h
  • Mir fehlt in dieser Kritik vor allem die notwendige Differenzierung. Das rutscht mir allzu nahtlos von "Queer-Theorie" zu "Sektierer*innen", als seien mit den zugegebenermaßen teils ungerechten und gelegentlich sogar wirklich irren Aussagen von selbsternannten Vertreter_innen dieser Theorie gleich die gesamte Theorie AN SICH und ALLE ihre Vertreter_innen von Grund auf diskreditiert.

    Queer theory ist nicht nur das, was manche besonders polarisierenden Vertreter_innen daraus machen und was sich leicht zum Feindbild stilisieren lässt.

    Ich gebe sogar zu, dass es sich bei den geschilderten Problemen nicht nur um Einzelfälle handelt, sondern mindestens um eine Vielzahl von Einzelfällen. Allerdings sind hier, wie in vielen anderen Bewegungen auch, eben die trollähnlichsten Vertreter_innen diejenigen, die die meiste Aufmerksamkeit erhalten. Diese deshalb als TYPISCHE Vertreter_innen der queer theory und ihre Aussagen als repräsentativ für die ganze queere / queer-feministische Theorie hinzustellen, ist mir zu billig. Und das ist meiner Meinung nach auch keine produktive Art, mit den teils eben doch gerechtfertigten Kritikpunkten zumzugehen, die aus der queeren / queer-feministischen Ecke kommen.

    Ich selbst würde zum Beispiel von mir sagen, dass ich sehr vieles an der queer theory für richtig und extrem inspirierend halte und dass ich z.B. einige queertheoretische Kritiken an den assimilatorischeren Teilen unserer Bewegung/en teile. Diese Kritiken halte ich sogar für ganz wesentlich, wenn wir tatsächlich emanzipatorisch weiterkommen wollen.

    Ich käme aber nicht im Traum darauf, Penisträger_innen das Penistragen vorzuwerfen oder Terror zu relativieren. Ich fühle mich hier in einen Topf geworfen, in den ich mit Sicherheit nicht gehöre.

    Wenn es zu den auch von diesem Autoren gewünschten produktiven und solidarischen Begegnungen kommen soll, dann gehört dazu für mich auch, anzuerkennen, welche positiven Beiträge die queer theory und ihre Akteur_innen zu unseren (vielfältigen) Emanzipationsbewegungen geleistet haben und immer noch leisten und welche Kritiken an Teilen des vor allem bürgerrechtlich orientierten Arm dieser Bewegungen sinnvoll und fundiert sind und nicht einfach als blinde Hetze gegen "Penisträger" abgewimmelt werden können.

    Mein Eindruck ist, dass in diesem Artikel leider genau die Spaltung in ein gutes "Wir" und in ein durchgedrehtes "Die" vorgenommen wird, die der Autor der (in meinen Augen mindestens teilweise selbstkonstruierten) "Gegenseite" vorwirft.

    So kommen wir nicht miteinander ins Gespräch. Schade.
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#17 TheDadProfil
  • 19.04.2019, 15:48hHannover
  • Antwort auf #14 von feli491
  • ""Wieso nicht mal ein schwuler cis Mann, der auf die Erfahrungen einer trans Person mal antwortet, "hmm, mit manchen Sachen hast du sicher Recht, da hast du mir ein paar Denkanstöße gegeben, wie ich ein besserer Mensch werden könnte."""..

    Zu diesem Punkt wird man nie vorstoßen, wenn man immer nur vorgeworfen bekommt ein "Cis-Schwuler" zu sein..

    Daran ist ja nichts Wertschätzendes, und auch nichts, was einem dabei helfen würde
    "ein besserer mensch zu werden"..

    Was in sich implizierend den Vorwurf enthält, es gäbe grundsätzlich an allen Menschen noch "Verbesserungs-Würdiges"..

    Du merkst selbst, wie schwierig es sein kann ?
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#18 goddamn liberalAnonym
#19 goddamn liberalAnonym
  • 19.04.2019, 16:00h
  • Antwort auf #14 von feli491
  • "hmm, mit manchen Sachen hast du sicher Recht, da hast du mir ein paar Denkanstöße gegeben, wie ich ein besserer Mensch werden könnte."

    Klar bin ich solidarisch mit anderen Marginalisierten. Und natürlich auch mit Trans-Menschen.

    Aber es ist kein Denkanstoss anderen kontrafaktisch irgendwelche Privilegien zu unterstellen. Letzlich sitzen wir alle im selben Boot, das im Zweifel in die Auslöschung schippert.

    Wenn dann noch das absurde und schwammige Attribut 'weiß' hinzukommt, dann ist das eher eine anachronistische Ablenkung von der Realität des Jahres 2019, in dem China und die Golfstaaten auf Einkaufstour in Europa gehen.

    Zumal dann, wenn die postkoloniale Rechnung nicht aus Namibia, sondern aus dem Iran zugestellt wird.

    Tja: Es gibt sowas wie Tatsachen da draußen.
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#20 goddamn liberalAnonym
  • 19.04.2019, 16:08h
  • Antwort auf #16 von Piepmatz
  • "Queer theory ist nicht nur das, was manche besonders polarisierenden Vertreter_innen daraus machen und was sich leicht zum Feindbild stilisieren lässt."

    Ich frage mich ohnehin, ob Jasbir Puar oder Hengameh Y. überhaupt als 'queer' akzeptiert werden sollten, wenn sie letztlich Ideologien Vorschub leisten, die queeren Menschen das Leben kosten.

    Das Beunruhigende ist ja weniger ihre 'theory', die keine ist, sondern die Resonanz, die z. B. Puar in Form von Preisen erhält.

    Das Erschreckende und Verletzende ist dabei, dass Homophobie in immer neuen Masken immer wieder auftaucht.

    Aber: Weshalb soll es mir besser gehen als Jüd*innen in meiner Umgebung?
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