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Nordirland

Partnerin erinnert an erschossene Journalistin

Die 29-jährige Lyra McKee, die auch als LGBTI-Aktivistin arbeitete, war in der Nacht zum Karfreitag am Rande von schweren Ausschreitungen in Derry erschossen worden.


Lyra McKee (Bild: privat)

"Lyras Tod darf nicht umsonst gewesen sein" – mit diesen Worten ermahnte am Freitag Sara Canning, die Partnerin der in der Nacht im nordirischen Derry erschossenen Journalistin Lyra McKee, zu Frieden in der Region.

Die 29-jährige McKee war am Rande von schweren Ausschreitungen in der Nacht zum Karfreitag angeschossen worden und im Krankenhaus gestorben. Die Polizei stufte den Tod der 29-jährigen Lyra McKee als "terroristischen Vorfall" ein und nahm Ermittlungen wegen Mordes auf.

Direktlink | Nachruf des Guardian

McKee sei getroffen worden, als ein Mann im Wohnviertel Creggan auf Polizisten geschossen habe, sagte der Vize-Chef der nordirischen Polizei, Mark Hamilton. Man ermittle gegen mehrere Verdächtige aus den Reihen der "New IRA". Die Sicherheitskräfte seien im Einsatz gewesen, weil rund 50 Brandsätze gegen die Polizei geschleudert worden seien. Zwei Fahrzeuge seien in Brand gesetzt worden.

Journalistin und Aktivistin

McKee ist die erste in Großbritannien seit 2001 im Dienst getötete Journalistin: damals wurde Martin O'Hagan als erster Journalist in Nordirland erschossen. Die 29-Jährige hat viel über den Nordirland-Konflikt und seine Folgen geschrieben und war unter anderem für das Magazin "The Atlantic" und Buzzfeed News tätig. Sie hatte noch am Donnerstagabend ein Foto bei Twitter veröffentlicht, das die Unruhen in Creggan zeigte. "Derry heute Abend. Völlig verrückt", schrieb sie dazu.

Die in Belfast geborene Journalistin, die vor wenigen Monaten zu ihrer Partnerin nach Derry gezogen war, bezeichnete Nordirland einst als "wunderschöne Tragödie". Abseits der "Troubles" beschäftigte sie sich auch mit dem Umgang mit Homosexualität in der Region: Ihr 2014 verfasster Brief an mein 14-jähriges Selbst wurde später zu einem Kurzfilm verarbeitet.

Direktlink | Ein Kurzfilm mit den Worten McKees

Der Mord habe sie nicht nur der "Liebe meines Lebens", mit der sie alt werden wollte, beraubt, sagte McKees Partnerin Sara Canning bei einer Andacht am Freitag an der Stelle des Mordes, sondern auch der queeren Community Nordirlands eine "unermüdliche Streiterin und Aktivistin" genommen. "Unsere Hoffnungen und Träume, ihr erstaunliches Potenzial wurden durch eine einzige barbarische Handlung ausgelöscht", so die Krankenschwester bei der Andacht, die von tausenden Menschen besucht wurde. Das dürfe nicht das letzte Wort und Lyras Tod nicht umsonst gewesen sein.

Twitter / rtenews

Breites Entsetzen über die Tat

In Kürze sollte McKees erstes Buch erscheinen, eine investigative Annäherung an den 1981 von der IRA verübten Mord an dem Priester und Abgeordneten Robert Bradford. Sie sei eine "Journalistin voller Courage, Stil und Integrität" gewesen, lobte sie Michelle Stanistree von der Journalistenvereinigung NUJ.

In einer seltenen gemeinsamen Stellungnahme verurteilten alle großen Parteien Nordirlands die Tat. "Lyras Mord war ein Angriff auf alle Menschen dieser Community, ein Angriff auf den Frieden und den demokratischen Prozess." Man stehe gemeinsam in der Zurückweisung derjenigen, die für das "abscheuliche Verbechen" verantwortlich seien.

Die Ausschreitungen trugen sich vor dem Osterwochenende zu – 21 Jahre nach dem Karfreitagsabkommen und zu einem Zeitpunkt, zu dem irisch-katholische Nationalisten an den Aufstand gegen die Briten in Dublin im Jahr 1916 erinnern. Auch durch den Brexit hatte sich die Lage in Nordirland zuletzt angespannt.

Die britische Premierministerin Theresa May nannte den Mord "schockierend und wahrlich sinnlos" und lobte die Journalistin für ihre couragierte Arbeit. Der irische Premier Leo Varadkar sagte, McKee habe Leben verändert und werde das auch im Tod weiter tun. (nb/afp)



#1 traurigAnonym
#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 20.04.2019, 06:45h
  • Die Ausschreitungen und der Tod dieser jungen Journalistin sind die direkte Folge des verantwortungslosen Handelns der DUP und Teile der Torries, die eine Grenze und einen No-Deal-Brexit wollen.
    Leidtragende dieses verantwortungslosen Handelns sind wie immer Zivilpersonen, und die Wahrheit.
    Mit Lügen lassen sich halt heute Wahlen gewinnen. Die verbrannte Erde, die sie hinterlassen, kümmert diese Menschen einen Scheißdreck!
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#3 marcocharlottenburgAnonym
  • 20.04.2019, 16:56h
  • Ich muss es leider wieder schreiben: Menschen sind Schwachköpfe!

    Was muss eigentlich im Kopf für eine Windung falsch gepolt sein, um morgens aufzustehen, eine scharfe Waffe zu nehmen und diese auf Menschen anzulegen. Für mic/ ist das einfach unbegreiflich...
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#4 traurigAnonym
  • 22.04.2019, 22:14h
  • Wie ich lesen konnte, hat sich (seit 1997 bis aktuell) eine New IRA gebildet, die verantwortlich für die Schüsse in Derry sind.

    ©BuntesUndSchönes
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