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Sachbuch

Familie ist mehr als Blutsbande

In ihrem neuen Grundlagenwerk "Blutsbande" zeigt die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun eindrucksvoll, wie sich unsere Vorstellungen von Verwandtschaft verändert haben.


Schwule Väter mit Kind: Familie ist da, wo Liebe ist (Bild: Instagram / gays_with_kids)

Patchwork, Ehe für alle, In-vitro-Fertilisation – was für die einen dem Untergang des Abendlandes gleichkommt, ist für andere eine Öffnung unserer Konzepte von Liebe, Beziehung und Familie. In ihrem neuen Buch "Blutsbande" blickt die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun weit in die Geschichte zurück, um zu erklären, wie sich unsere Vorstellungen von Verwandtschaft entwickelten.


Christina von Brauns Buch "Blutsbande" ist im Aufbau Verlag erschienen

"Blut ist ein ganz besonderer Saft", sagt Mephisto zu Faust, den er den Pakt mit seinem Blut unterschreiben lässt. Für die Kultur des Westens sind "Blutsbande" auch die Basis von Verwandtschaft. Das gilt nicht für alle Kulturen. Christina von Braun zeigt in ihrem neuen Standardwerk, auf welchen Vorstellungen die Idee der Blutsverwandtschaft beruht und wie sich diese Vorstellungen im Zeitalter von Genetik und Reproduktionsmedizin verändern.

Einerseits verfestigt sich die Idee einer langen Kette von Blutsverwandten. Auf der anderen Seite treten aber auch soziale und kulturelle Definitionen von Verwandtschaft in den Vordergrund: Vertrauen in und Verantwortung für einander ersetzen die Blutsbande.

Christina von Brauns Kulturgeschichte der Verwandtschaft ist so materialreich wie erhellend. Ihr neues Grundlagenwerk kann den Blick auf die Gegenwart verändern. (cw/pm)

Infos zum Buch

Christina von Braun: Blutsbande. Verwandtschaft als Kulturgeschichte. Sachbuch. 560 Seiten. Aufbau Verlag. Berlin 2019. Gebundenes Buch: 30 € (ISBN 978-3-351-03679-9). Ebook: 19,99 €


#1 schwulenaktivist
  • 20.04.2019, 15:03h
  • Ich habe dieses spannende Buch gelesen und kann es empfehlen. Wer nicht von Adam an alles lesen will, kann auch nur das letzte Kapitel über "Reproduktionstechniken und Geschlechterrollen" lesen, das eine Übersicht über die neusten Entwicklungen gibt und für die aktuelle Diskussion hilft. (Das Buch ist auch in Bibliotheken ausleihbar)
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#2 gebranntesKindAnonym
  • 20.04.2019, 15:06h
  • "Familie ist da, wo Liebe ist":
    Leider ist Liebe nicht immer da, wo Familie ist. :-(
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