Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=33423
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Charlize Theron steht hinter ihrer trans Tochter


#1 BravoAnonym
#2 MelVixenAnonym
  • 21.04.2019, 11:49h
  • Ok mit prominenten ist privatssphäre immer ein problem aber trotzdem finde ich das Charlize ihre Tochter nicht hätte outen sollen *seufz*

    Eine 7jährige braucht dieses Stigma (welches nur eines ist weils homo/transphobe idioten gibt) nicht vorallem in den USA.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 BravoAnonym
#4 widerspruchAnonym
  • 21.04.2019, 13:08h
  • Antwort auf #2 von MelVixen
  • "Ok mit prominenten ist privatssphäre immer ein problem aber trotzdem finde ich das Charlize ihre Tochter nicht hätte outen sollen *seufz*"

    Entschuldigung, muss ich das jetzt verstehen?

    Ein siebenjähriges Mädchen bewegt sich überall offen in der Welt. Wie soll das denn un-geoutet möglich sein? Indem Charlize es jedesmal, wenn sie mit ihr vor die Tür geht, als Junge verkleidet, mit falschem Namen anspricht und ansprechen lässt, wie einen Jungen behandelt und behandeln lässt? Und zuhause wird wieder geswitcht? Mehrmals täglich?

    Was wäre denn das für ein Missbrauch ihrer Tochter? Was für eine Ignoranz und Terror?

    Wie macht ihr das denn in Deutschland? Werden Transkinder bei euch versteckt und vor einer Öffentlichkeit verborgen? Wachsen bei euch Transkinder in Isolation auf - ohne soziale Kontakte, die jedes Kind im Alter von sieben Jahren hat? Verborgen vor der Welt? Leben sie bei euch nur in Blasen - isoliert mit anderen Transkindern? Ohne Ciskinder? Ein siebenjähriges Kind bewegt sich bereits alleine und weitgehend selbstständig in der Welt. Wie soll das un-geoutet gehen? DAS wäre Stigmatisierung - und zwar durch die Eltern.

    Geh bitte mal ins Internet und recherchiere. Bei uns sind Transkinder in diesem Alter out und online und vertreten sich und ihre Interessen bereits.

    Charlize hat gesagt, worum es geht. Es ist nicht ihre Entscheidung, wer ihre Kinder sind. Ihre Aufgabe sieht sie im support ihrer Kinder, ihre Aufgabe ist die Inspiration ihrer zwei Töchter. Beginnt Inspiration damit, dass man seinem Kind sagt, "Du darfst niemandem sagen, dass Du ein Mädchen bist"?

    Das Dümmste, was man tun könnte, wäre ein Kind zu verbergen (wie soll das denn überhaupt gehen?) und ihm damit zu signalisieren, dass etwas mit ihm "nicht stimmt". Genau darin bestünde Stigmatisierung. Es ist Aufgabe von Eltern, ihre Kinder zu unterstützen, in dem, was sie sind. Sie zu unterstützen, sie stark und stolz zu machen, sie in dem, was sie sind, zu inspirieren.

    Außerdem hast Du von den USA wohl ein falsches Bild. Bei uns sind Transkinder mittlerweile überwiegend out und erfahren auch öffentlich überwiegend support.

    Some kids are trans, some kids are cis. Get over it.

    Von deutschen Transkindern habe ich noch nichts gehört. Wo sind die alle?

    Werden die in Deutschland alle von ihren Eltern verleugnet?

    Ich finde diesen Aufruf zur Verleugnung der eigenen Kinder einigermaßen fragwürdig. Noch fragwürdiger finde ich es, dass im Subtext mitschwingt, dass Charlize ihrer Tochter Schaden zufügt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#5 MelVixenAnonym
  • 21.04.2019, 15:48h
  • Antwort auf #4 von widerspruch
  • Wie wärs wenn man die Tochter Tochter sein lässt und damit nicht an die Presse geht?

    Die ist sieben, da gibts sowas wie Bartschatten etc nicht und wenn Mama die klappe gehalten hätte, hätte auch niemand erfahren müssen das das Kind als junge geboren wurde.
    Wenn sie net grad nackt spielt wäre es keinem aufgefallen und sie wäre von jedem wie ein Mädchen behandelt worden.

    Meine Fresse - mein problem ist das die kleine jetzt mit dem ganzen antitrans bullshit konfrontiert ist ohne was dafür zu können.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#6 MelVixenAnonym
#7 JorisAnonym
  • 21.04.2019, 18:50h
  • Solche Eltern, die immer hinter ihren Kindern stehen und diese immer unterstützen, kann man nur allen Menschen wünschen - egal ob hetero, schwul, lesbisch, bi, trans, inter oder was auch immer...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Uwe MAnonym
  • 21.04.2019, 20:30h
  • Antwort auf #4 von widerspruch
  • Bravo, dem ist nichts hinzuzufügen!

    Charlize Theron hat einen Jungen und ein Mädchen adoptiert. Nun stellt sich heraus, dass es zwei Mädchen sind. Das ist kein Outing der Kleinen, sondern nur eine Feststellung.
    So eine Mutter, die hinter mir steht, hätte ich mir auch gewünscht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#9 BravoAnonym
  • 21.04.2019, 20:59h
  • Antwort auf #5 von MelVixen
  • Was für ein Blödsinn von dir.
    Es hat DURCH DIE PRESSE Spekulationen gegeben, weil die Presse die Info hatte, Charlize Theron hätte einen Jungen adoptiert. Als dann die Presse sah, dass ihr Kind mit einem Kleid zu sehen ist, wurden diese Bilder und Infos verbreitet.
    Wie die Presse funktioniert, das muss dir ja niemand erklären.

    Charlize Theron hat einfach darauf reagiert und weder was verleugnet noch was vorweggenommen.
    Dass sie auf diese Spekulationen der Presse so reagiert wie sie es tat, zeigt nur, dass sie keine Komplexe hat, darüber zu sprechen. Sie hat sich damit zu ihrem Kind gestellt.

    Stell dir vor, du wärst bekannt und dein Kind würde in der Presse auseinander genommen werden. Selbstverständlich stellt man sich da zu seinem Kind!
    Ihre Reaktion ist ein Zeichen für Akzeptanz.

    Wie kann man das kritisieren?
    Wie würde das Kind reagieren, wenn es im erwachsenen Alter herausfände, ihre Mutter hätte sie in der Vergangenheit gar nicht verteidigt und hätte Spekulationen über ihre Privatsphäre einfach so zugelassen??
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#10 Patroklos
  • 21.04.2019, 21:06h
  • Es ist schon erstaunlich, wie sich Kinder im Alter von erst drei Jahren (!) als Transmenschen outen!
  • Antworten » | Direktlink »
#11 widerspruchAnonym
  • 21.04.2019, 21:59h
  • Antwort auf #8 von Uwe M
  • "Das ist kein Outing der Kleinen, sondern nur eine Feststellung."

    Großartig! Was für ein großartiger Satz!

    Was soll diese ewige Dramatisierung? Trans ist kein "Drama", auch keine "Tragödie" und am allerwenigsten "was ganz Schlimmes".

    Diese "Dramatisierung" muss ein Ende haben.

    Es gibt kein "outing". Hier wurden lediglich falsche Annahmen und Tatsachen geklärt. Diese Tatsache lautet: Es ist ein Mädchen! Alles, was noch fehlen würde, ist eine Party um diese Nachricht willkommen zu heißen und die Kleine zu feiern.

    Some are trans, some are cis. Get over it.

    Charlize hat es vorbildlich gemacht. Ihr Selbstbewusstsein und ihre Sicherheit wird sich unmittelbar und sofort auf ihr Mädchen übertragen.

    Das ist alles, worum es geht. Es ist ein Mädchen. Das wurde geklärt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#12 TheDadProfil
  • 21.04.2019, 22:44hHannover
  • Antwort auf #2 von MelVixen
  • ""Ok mit prominenten ist privatssphäre immer ein problem aber trotzdem finde ich das Charlize ihre Tochter nicht hätte outen sollen *seufz*""..

    Das stimmt..
    Dennoch ist mit dem Engagement von Prominenten gegen Homo-und Trans*-Phobie auch immer so eine Art "indirektes Outing" verbunden, was sich wohl nicht wirklich vermeiden läßt, denn die Öffentlichkeit, die Presse und auch die Follower auf den verschiedenen "Sozialen Netzwerken" wollen auch immer wissen, woher dieses Engagement begründet wird, oder es seine Auslöser hat..
    Nun könnte man noch denken
    "ist doch egal"..
    Aber so weit ist Gesellschaft eben noch nicht..

    Charlize Theron ist mit ihrem Engagement nicht allein, sie ist nur eine weitere Prominente die aus der eigenen Erfahrung ihrer eigenen Familie spricht und handelt..

    Auch Cher hat sich erst unlängst wieder sehr lautstark gegen die trans*phobe Entscheidung des US-Präsidenten positioniert..
    Und dazu muß ihr Sohn nicht einmal die Absicht haben Teil der Streitkräfte werden zu wollen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#13 TheDadProfil
  • 21.04.2019, 22:48hHannover
  • Antwort auf #5 von MelVixen
  • ""Die ist sieben, da gibts sowas wie Bartschatten etc nicht und wenn Mama die klappe gehalten hätte, hätte auch niemand erfahren müssen das das Kind als junge geboren wurde.""..

    Vor dem Hintergrund daß die Geschichte der "Adoption eines 3-Jährigen Jungen" durch die Weltpresse gegangen ist, war das einfach unmöglich..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#14 UnknownAnonym
  • 22.04.2019, 02:36h
  • Wollte übrigens nur anmerken das die Protagonistin, die sie in Atomic Blonde verkörpert hat bisexuell nicht lesbisch war. ^^
  • Antworten » | Direktlink »
#15 Johanna DiAnonym
  • 22.04.2019, 09:35h
  • Antwort auf #10 von Patroklos
  • Das ist nicjt verwunderlich, denn es ist das Alter in dem sich Menschen ihres Geschlechts bewusst werden. Deswegen passt das ganz gut. Früher gab es dafür dann halt oft ein paar Ohrfeigen und wenn es wiederholt wurde, noch eine Tracht Prügel. Heute hat sich das glücklicher Weise geändert und viele Eltern hören ihren Kindern zu und akzeptieren es ubd unterstützen es.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#16 DominikAnonym
  • 22.04.2019, 10:12h
  • Meine Meinung ist, dass man Kinder von Prominenten komplett aus der Öffentlichkeit heraushalten sollte. Ihre Privatsphäre ist besonders zu schützen, da sie die Folgen einer medialen Vermarktung mit Fotos, Storys, usw. für sich überhaupt noch nicht einschätzen können. Wer weiß, in welche Richtung sich das Kind von Charlize Theron später einmal entwickeln wird, d.h. was von den gegenwärtigen Ausdrucksformen eher Phase und was davon wirklich Identität sein wird. Kindern und Jugendlichen sollten man unbedingt diesen freien Entwicklungsraum geben, und frei bedeutet eben auch, sich unabhängig von jedwedem öffentlichen Erwartungsdruck entwickeln zu können. Charlize Theron reagiert als Mutter, die zugleich ein internationaler Filmstar ist, genau richtig und hat mit diesem souveränen Statement "Druck aus dem Kessel" genommen. Hoffentlich lassen die Paparazzi ihre Kinder nun in Ruhe.
  • Antworten » | Direktlink »
#17 Homonklin44Profil
  • 22.04.2019, 12:30hTauroa Point
  • Ich finde es erst mal schön, dass sie dem Kind die Möglichkeit lässt, sich frei zu entfalten.
    Das ist dfer in unserer Epoche größte Fortschritt gegenüber Erziehungsmethoden geworden, mit welchen man Kinder relativ häufig auch drangsaliert und dominiert, zurecht behauen hat.
    Manche Eltern haben halt das Zeug dazu, ihren Kindern als Helfer und Geleitschutz beim allmählichen Flüggewerden zu assistieren, und andere nicht.

    Scheint eine coole Frau zu sein.

    Und natürlich kann man sich als Kind früh bewusst werden, wie man empfindet, über sich, über seine Eigenschaften, über das, was um einen herum vorgeht, und wie man sich zu Dingen positioniert.
    Mir war etwa im Alter von 5-6 Jahren schon klar, würde ich im Erwachsenenleben jemals heiraten, müsste er ein Mann sein. Eine andere Frage stellte sich da gar nie erst. Dieses Selbstverständnis wurde erst im Vergleich mit der Umwelt in Frage gestellt, weil dort alle Kerle Frauen heirateten.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 AnonymaAnonym
  • 22.04.2019, 13:10h
  • Antwort auf #16 von Dominik
  • "Wer weiß, in welche Richtung sich das Kind von Charlize Theron später einmal entwickeln wird, d.h. was von den gegenwärtigen Ausdrucksformen eher Phase und was davon wirklich Identität sein wird."

    Hmm, stimmt. Vielleicht ist das nur 'ne Phase. Genau so, wie homosexuelle Ausdrucksformen und homosexuelles Begehren ja auch oft nur 'ne Phase sind, die dann beim Erreichen einer gewissen psychosexuellen Reife einfach so wieder verschwindet, ohne wirklich Teil der Identität zu werden. Und vielleicht ist die Lage auch ganz "verrückt" und das Kind "wird" am Ende "einfach nur schwul", was in den Worten eines Kinder- und Jugendpsychiaters aus dem schönen München, der trans Kinder "behandelt" und sich gegenwärtig einer hohen medialen Aufmerksamkeit erfreut, dann so klingt: "Erfahrungen zeigen, dass sich in nicht wenigen Fällen das zuvor mit aller Entschiedenheit vorgetragene Umwandlungsbegehren deutlich neutralisiert und im Verlauf ein homosexuelles Coming-Out der Betroffenen erfolgt."

    Wer mag, kann diesen Kinder- und Jugendpsychiater gerne mal googlen, seine Vita studieren, seine Veröffentlichungen lesen, den dort verwendeten Zitaten folgen... Das Ende dieses kleinen Ausflugs in die "Wissenschaft" birgt eine spannende Überraschung, versprochen!

    Irgendwer sagte hier vor gar nicht allzu langer Zeit, es wäre schädlich, die Sprache der Gegner zu verwenden. Und wer weiß, vielleicht wird mir das jetzt auch für diesen Kommentar hier wieder vorgeworfen (ganz im Sinne von "Tötet den Boten!"). Eins aber ist so klar wie die berühmte Kloßbrühe: Wer hier von einer "Phase" spricht, läuft Gefahr, sich am Ende selbst in den Fuß zu schießen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#19 BravoAnonym
#20 widerspruchAnonym
  • 22.04.2019, 14:29h
  • Antwort auf #18 von Anonyma
  • "Das Ende dieses kleinen Ausflugs in die "Wissenschaft" birgt eine spannende Überraschung, versprochen!"

    Meine Schwester das Orakel. Und alles wie immer ganz ohne Glaskugel. :-)

    "Irgendwer sagte hier vor gar nicht allzu langer Zeit, es wäre schädlich, die Sprache der Gegner zu verwenden (...) Eins aber ist so klar wie die berühmte Kloßbrühe: Wer hier von einer "Phase" spricht, läuft Gefahr, sich am Ende selbst in den Fuß zu schießen."

    Sowas würde die community doch nie tun...

    Irgendjemand anderes sagte hier vor gar nicht kurzer Zeit:

    "Mit Verlaub..
    Das gehört Dir nicht..
    Du kannst Dir so viel Fakten als Wissen aneignen, es wird Dir niemals gehören, denn es ist kein "Eigentum"..
    Es ist eine Sache, und der Wert dieser Sache bemisst sich danach, was daraus entsteht.."

    www.queer.de/detail.php?article_id=33417&kommeinzel=5396
    05


    Agreed. Es ist nicht mein/Dein Eigentum. Es steht jedem zur Verfügung.

    Daher wird sich jetzt alles ändern - mit geballter Fach-Kompetenz der LGBTIQ-Vertreter*innen in der Spahn-Kommission zu Konversions-Therapien...

    Eine weitere Prophezeiung...auch ganz ohne Glaskugel.

    Have a nice day sis
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#21 GrüneAnonym
  • 22.04.2019, 16:08h
  • Antwort auf #18 von Anonyma
  • Danke - gut, dass du auf die Gefahren des "nur ein Phase"-Narrativs hinweist.

    Allerdings habe ich das Gefühl, dass du nun aus der vermeintlichen Gegenrichtung aber in ganz genau dieselbe Falle tappst. Ich denke, wir müssen dringend zwei verschiedene Bedeutungen unterscheiden, wenn der Begriff "Phase" ins Spiel kommt:
    - Homo- und Transphobe meinen mit "vielleich tist es ja nr eine Phase" ja gemeinhin "Oh Gott, trans/homo, wie schlimm wäre das denn, hoffentlich wächst sich das wieder aus".Diese Konnotation ist selbstverständlich mit Entschiedenheit abzulehnen.

    Ohne diese abwertenden Konnotationen jedoch macht es ja durchaus Sinn, bei geschlechtlicher und sexueller Identität von "Phasen" und "Selbstfindung" zu sprechen. Gerade Kinder und Jugendliche - aber nicht nur die - müssen sich halt erstmal ein wenig ausprobieren, gängige Begrifflichkeiten für Geschlecht und Sexualität kennen lernen, mit der Annahme und ABlehnung derselben experimentieren etc., bis man zu einem halbwegs gesettelten Selbst-Verständnis kommt.
    Ich kenne z.B. ungemein viele cis-Homosexuelle, die als Kinder in einem Heteronormativen Umfeld sozialisiert wurden, dies internalisiert haben, und sich daraufhin lange erstmal selbst als Hetero bzw. vorsichtig als Bi definiert haben, bis sie sich dann der Außenwelt gegenüber aber auch gegenüber sich selbst als homosexuell definiert haben. (Manche davon haben auch versuchsweise Beziehungen mit dem anderen Geschlecht geführt, anderen dagegen war von vorneherein instinktiv klar, dass das für sie niemals in Frage kommt - siehe die ganze "gold star"-Debatte.)
    Auch ist es ja durchaus ein "Klassiker" in der Coming Out- und Selbstfindungsgeschichte von Trans*Personen, zunächst mal mit Selbstdefinitionen wie "Butch-Lesbe" oder noch früher bei trans-Frauen auch "Transvestit" bzw. sogenannten "effeminierten" Rollen in der cis-Homosexuellenszene zu experimentieren, bevor man die Kategorie "trans*" für sich annimmt. (prominentes Beispiel für die Transition von cis-butch-Lesbe zu hetero-Trans_Mann: Chaz Bono.)

    Ebenso kenne ich wahnsinnig viele cis-Homosexuelle - mich selbst eingeschlossen - die mit der Vorstellung aufwuchsen, dass echte Kerle auf Frauen zu stehen haben und Mädchen nach dem Prinz für's Leben suchen etc. .... Und die sich ihre eigene Homosexualität daraufhin nur so erklären konnten, dass sie sich als "innerlich männliche", "kerlige" Frauen definiert haben bzw. umgekehrt. Das Stereotyp von Lesben als "kerligen Frauen" und "verhinderten Männern" bzw. von Schwulen als "effeminierten Tucken" kommt ja nicht von ungefähr! Ohne damals jemals von "trans*" gehört zu haben, habe ich mich meine gesamte Kindheit und einen großen Teil meiner Teenagerjahre als "Junge in weiblichem Körper" gesehen, der klassische "Tomboy". ... und erst sehr, sehr viel später ist mir ganz bewusst klar geworden, dass diese Selbstdefinition bei mir herzlich wenig mit "trans-Sein" in einem irgendwie ontologisch gearteten Sinne zu tun hatte sondern vielmehr eine recht unbewusste Auflehnung gegen heteronormative Rollenmuster darstellte.

    Ich erinnere außerdem mal an die grüne bayrische Landtagsabgeordnete Frau Ganser, die die größte Zeit ihres Lebens als selbsterklärter Mann durch's Leben gegangen ist, daraufhin vor nicht allzu langer Zeit im Brustton der Überzeugung verkündet hat, "non-binary" zu sein und solche blöden Kategorien wie Mann oder Frau abzulehnen.... nur um jetzt aktuell in Frauenkleidchen und Makeup stolz zu verkünden "Ich war schon immer eine Frau und habe das ja auch schon immer gewusst, weil Männer ja so aggressiv sind und ich ja schon immer eher weich und soft war". (taz-Interview vor ein paar Wochen.) Die ekelhaft sexistischen Stereotype in solchen Selbstbekundungen mal beiseite lassend: We, bitteschön, sollen wir ihre vorigen Selbst-Definitionen als "ganz sicher Mann" und dann "ganz sicher non-binary" denn bitteschön sonst benennen außer als "Phase", bevor sie zu ihrer neuen Identität als trans-Frau gefunden hat?
    Ob letztere nun die "wirklich wahre" Identität auf einem langen Weg darstellt, oder nur einen weiteren Schritt auf dem persönlichen Weg, sollte dabei unerheblich sein. Der wichtige Punkt ist doch:

    Lasst den Menschen und insbesondere Kindern doch mal den Raum, sich auszuprobieren, bevor man sie gleich an irgendeine Kategorie ketten und in irgendwelchen Identitätsboxen einschließen muss! Die wichtige Unterscheidung DIESER Art des Redens von "Phasen" zum "nur eine Phase"-Gelaber von Homo- und Tansphoben besteht doch darin, dass es bei der Offenheit für Experimente eben wertungslos egal ist, was am Ende oder danach dabei herauskommt!!
    Dass trans ebenso gut ist wie cis, dass schwul, lesbisch oder bi ebenso ok ist wie hetero, DAS sollten wir unseren Kindern vermitteln! Und auch, dass es völlig ok ist, wenn sie mit sieben Jahren oder im Kleinkindalter (!!!) noch nicht den definitiven Durchblick über ihre eigene Selbstfindung und Identität haben müssen!

    Es tut mir leid, aber ich finde es völlig reaktionär, auf das abwertende "hoffentlich ist es nur eine Phase"-Gerede von Homo- und Transphoben stattdessen mit einer Haltung zu reagieren, die selbst Kleinkinder schon in Identitätsboxen wegschließt. Das widerlegt deren Haltung doch gar nicht, sondern tappt in genau dieselbe Falle.

    Wären ich heutzutage aufgewachsen, hätten mich vermeintlich progressive Aktivisten angesichts meines langjährigen "Ich möchte ein Junge sein"- Tomboytums übrigens höchstwahrscheinlich ziemlich vorschnell in die Kategorie "Trans" gepresst und mir ggf. sogar Hormonblocker oder irgendwelche geschlechtsangleichenden OPs aufgeschwatzt. Nein danke, das hat mit Progressivität wirklich nichts zu tun und ich bin wirklich gottfroh, als butchige cis-Lesbe nicht in heutigen Zeiten aufgewachsen zu sein. Ich wünsche mir wirklich inständig, dass die trans*-community mal endlich ihrer Kinderphase entwächst, in der sie unter dem Deckmantel von Progressivität übelst reaktionäre Kategorien als angeblichen Fortschritt verkauft.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#22 GrüneAnonym
  • 22.04.2019, 16:13h
  • Antwort auf #4 von widerspruch
  • Was das nicht-Verstecken (Können und Sollen) anbelangt, gebe ich dir vollständig recht.

    Aber muss es wirklich sein, dass du so ziemlich jede deiner Antworten an einzelne Foristen entlang dieses saublöden "ihr dummen Deutschen und wir tollen Amerikaner"-Binarismus aufbaust? Du tust deinen teilweise guten Argumenten mit solchem Quatsch wirklich üerhaupt keinen Gefallen, und das haben dir über die letzten Monate und Jahre glaube ich schon diverse intelligente Foristen versucht klarzumachen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#23 BravoAnonym
#24 AnonymaAnonym
  • 22.04.2019, 17:25h
  • Antwort auf #23 von Bravo
  • Ähm, Du, ich fürchte, Du hast da was falsch verstanden. Zumindest würde ich jedenfalls darum bitten, im Zuge Deiner selbstgewählten Nickname-Vielfalts-Selbstverstrickung nicht so weit zu gehen, dass bei anderen der Eindruck entsteht, meine Kommentare (hier konkret mein Kommentar Nr. 18) wären von Dir. Ein bisschen mehr Vorsicht wäre da durchaus angebracht, denn sonst schießt Du denjenigen, mit denen Du Dich hier solidarisch erklärst, ungewollt von hinten durch den Rücken in die Brust. Danke vorab für Dein Verständnis.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#25 DominikAnonym
  • 22.04.2019, 17:39h
  • Das Kind von Charlize Theron ist erst 7 Jahre alt. Es ist noch nicht einmal in der Pubertät. Es ist in meinen Augen völlig okay, bei Kindern von Phasen und Stadien ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu sprechen. Bezüglich Sexualität steht bei vor-pubertären Kindern wirklich noch gar nichts fest bzw. genauer gesagt: Genetisch mag zwar alles schon feststehen und codiert sein, aber die Dinge sind zu dem Zeitpunkt für einen selbst noch gar nicht so klar. Die eigene Sexualität und alles, was mit ihr zusammenhängt, muss erst noch entdeckt und näher bestimmt werden. Dieser Prozess vollzieht sich aber erst in der Pubertät, nicht schon im Alter von 7 Jahren. Aus diesem Grund brauchen Kinder und Jugendliche auch den von mir bereits erwähnten Schutzraum für ihre Entwicklung.

    Nichts anderes habe ich geschrieben. Bei einem 7jährigen Jungen, der sich als Mädchen fühlt, kann man noch nicht abschließend von Transsexualität ausgehen. Das anzunehmen wäre in meinen Augen abenteuerlich und verantwortungslos. Geben wir diesem Kind wenigstens noch 7 weitere Jahre ungestörten Aufwachsens. Dann befindet es sich auch genau in der Phase, wo sich auch sein Körper, sein Körperbewusstsein und seine sexuelle Empfindung entscheidend verändert haben wird und sich wesentlich mehr sagen lässt, als zum jetzigen Zeitpunkt. Ein 7jähriger Junge aber sollte nach Herzenslust Cowboy & Indianer spielen, oder eben Prinzessin, wenn ihm danach ist. Alles andere wird sich zeigen und so kommen, wie es kommen muss.
  • Antworten » | Direktlink »
#26 Anonyma
  • 22.04.2019, 18:28h
  • Antwort auf #21 von Grüne
  • "Allerdings habe ich das Gefühl, dass du nun aus der vermeintlichen Gegenrichtung aber in ganz genau dieselbe Falle tappst."

    Ist das so? Oder liest Du das vielleicht nur in meinen Kommentar hinein? Ich kann mich nicht erinnern, in meinem Kommentar jemanden in einer Identitätsbox weggeschlossen zu haben... *kopfkratz* :-) Ich kann aber gut verstehen, woher Dein Gefühl kommt: In aufgeheizten Diskussionen wie jener um das Thema trans Kinder bleiben die Extreme gerne als Haupteindruck stehen, pflanzen sich von Diskussion zu Diskussion fort und sind irgendwann so sehr chronifiziert, dass man gar nichts anderes mehr erkennen kann als diese Extreme. Und das betrifft so manche Diskussion in der sogenannten Community...

    Mir geht es hier jedenfalls nicht darum, irgendwen in irgendwelche Identitätsboxen zu stopfen. Es geht mir aber auch nicht nur darum, vor den Gefahren dieses "Phasen-Narrativs" in der von Dir beschriebenen Form der Nutzung durch offen agierende Trans- und Homophobe zu warnen. Die tatsächliche Gefahr ist deutlich größer - deshalb auch meine Empfehlung eines Ausflugs in die "Wissenschaft". Es lohnt sich. Wirklich. (Und bitte nimm es mir nicht übel, dass ich das hier jetzt nicht lang und breit ausführe. Meine Zeit ist begrenzt und ich habe oft genug erlebt, dass solche Mühe dann mit totalem Desinteresse und Ignoranz oder auch offenem Derailing belohnt wird. Und das muss ich mir nicht mehr geben. Aber falls das bei Dir anders sein sollte, dann wird sich das sicher im Laufe der weiteren Diskussion zeigen. Und dann werde ich mir auch mehr Zeit nehmen.)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#27 Anonyma
  • 22.04.2019, 18:34h
  • Antwort auf #20 von widerspruch
  • "Sowas würde die community doch nie tun..."

    Nein. Natürlich nicht. Niemals. *räusper* *hust* :-/

    "Daher wird sich jetzt alles ändern - mit geballter Fach-Kompetenz der LGBTIQ-Vertreter*innen in der Spahn-Kommission zu Konversions-Therapien..."

    Mist. Jetzt hab' ich 'ne halbe Tasse Kaffee auf meine Glaskugel geprustet. Wo ist denn jetzt bloß schon wieder dieser verdammte Glasreiniger geblieben... :-)

    :-*
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#28 GrüneAnonym
  • 22.04.2019, 19:09h
  • Antwort auf #26 von Anonyma
  • Nun, das mit dem nicht-Hineinlesen solltest du vielleicht auch an dich selbst richten - denn mein Beitrag bezog sich ja auf deine Antwort an eine/n andere/n Foristen bzw. Foristin, wo du das mit der Phase umgehend nur negativ interpretiert hast. Daher ja meine Anregung, doch bitte zu differenzieren zwischen Phasen-Narrativen, die Menschen etwas als angeblich schlecht Bewertetes ausreden bzw. absprechen wollen und solchen, die Siebenjährigen bitte etwas Raum für Selbstfindung ohne vorgefertigte und definitive Boxen zugestehen.

    Was soll die Einladung, sich doch vielleicht mal wissenschaftlich zu interessieren? Ich bin mit den unterschiedlichen natur- wie auch kultur- bzw. geisteswissenschaftlichen Positionen zum Thema recht gut vertraut, danke. Weißt du, wir alle aus den verschiedenen Teilen der LGBTQI+ Communities treffen sicher immer wieder auf Menschen, deren Wissensstand eher negativ proportional zu ihrer lautstarken Meinungsquantität zu bewerten ist. Deshalb aber einfach mal allen außer dir selbst mangelndes Wissen einfach zu unterstellen, ist ziemlich unredlich. Und andeutungsvolles Geraune trägt auch nicht wirklich zu guten Diskussionen bei.
    Bist du eigentlich ein weiteres Nick von HantewiSarahWiderspruch, oder habt ihr nur dieselbe alle-doof-außer-mir-Attitüde?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#29 widerspruchAnonym
  • 22.04.2019, 19:09h
  • Antwort auf #22 von Grüne
  • "Aber muss es wirklich sein, dass du so ziemlich jede deiner Antworten...Amerikaner..."

    Das lässt sich nicht trennen. Die "teilweise guten Argumente" sind ja nicht vom Himmel gefallen. Da wurde gearbeitet. Die kommen ja schließlich wo her - nicht wahr?

    "Du tust deinen teilweise guten Argumenten mit solchem Quatsch wirklich üerhaupt keinen Gefallen, und das haben dir über die letzten Monate und Jahre glaube ich schon diverse intelligente Foristen versucht klarzumachen."

    Ich habe mir vor 48 Stunden einen "Gefallen" getan und eine Entscheidung getroffen.

    "Teilweise gute Argumente" zu finden betrachte ich seither...

    www.queer.de/detail.php?article_id=33417&kommeinzel=5395
    85


    ...als nationale Aufgabe der deutschen community. Das Wissen liegt schließlich auf der Strasse.

    Was glaubst Du, was passieren würde, wenn ich hier mit "teilweise guten Argumenten" einsteigen würde...? Genau - man würde mich zum Scheiterhaufen zerren.

    Ich empfehle einfach die "Wissenschaft" zu konsultieren.

    Wie ich an anderer Stelle bereits sagte, liegt das offen aufgeschlagene Buch vor jedem auf dem Tisch. Man muß nur noch lesen.

    Irritierenderweise sind aber auch in diesem thread die Inhalte dieses großen Buchs weiterhin immer noch kein Thema.

    #20:
    "Mit Verlaub..
    Das gehört Dir nicht..
    Du kannst Dir so viel Fakten als Wissen aneignen, es wird Dir niemals gehören, denn es ist kein "Eigentum"..
    Es ist eine Sache, und der Wert dieser Sache bemisst sich danach, was daraus entsteht.."

    www.queer.de/detail.php?article_id=33417&kommeinzel=5396
    05


    Agreed. Es ist nicht mein/Dein Eigentum. Es steht jedem zur Verfügung."

    I don't need the drama.

    Your turn.

    Have a nice day too
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#30 widerspruchAnonym
  • 22.04.2019, 20:13h
  • Antwort auf #29 von widerspruch
  • Sorry, ich meinte natürlich diesen post, der mich dazu veranlasst hat, mir vor 48 Stunden einen "Gefallen" zu tun:

    www.queer.de/detail.php?article_id=33417&kommeinzel=5395
    85


    Wissen ist eine Ressource. In den USA wird man dafür sogar bezahlt. Warum? Weil es mit ARBEIT verbunden ist. Das ermöglicht mir wiederum eine relative Unabhängigkeit. Wem ich diese Ressource zur Verfügung stelle - noch dazu un-entgeldlich - entscheidet eine einzige Person. Respekt und Anglo-Amerikanische Höflichkeit öffnen dabei mitunter Türen - st aber noch lange keine Garantie.

    Bye
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 GrüneAnonym
  • 22.04.2019, 22:52h
  • Antwort auf #30 von widerspruch
  • Also wer das Land der trans bans von höchster Regierungsebene als Hort des höflichen und aufgeklärten Diskurses zum Thena hochleben lässt, muss schon mit gnadenlos naiver Blindheit geschlagen sein.
    Im übrigen scheint dir entgangen zu sein, dass auch aus durchaus trans-aufgeklärter Perspektive es mit guten Gründen nicht nur als positiv wahrgenommen wird, wenn Kleinkinder egal wie enthusiastisch mit Labeln und Boxen versehen werden.

    Da du dich ja nun schon öfters mit einigem Huffing und Puffing sowie Hinweisen auf deine superiore Weisheit & Sachkenntnis aus diesem Forum verabschiedet hast, nur um beständig mit derselben Platte aber neuem Nick wiederzukehren: Vielleicht kannst du ja beim nächsten Mal einen Link zu deinen vielfältigen wissenschaftlichen Publikationen, Podien- und Konferenzauftritten etc. einstellen. So ersparst du dir dann die Mühe weiterer Versuche, dem dummen deutschen alle-doof-außer-dir Pöbel deine Weisheit nachtragen zu müssen (können wir dann ja alle dort nachlesen).
    Würde mich auch mal interessieren - denn auf den diversen wissenschaftlichen Veranstaltungen zum Thema , die ich in USA schon besuchen durfte, hat leider noch nie jemand unter irgendeinen deiner diversen Namen von dir gehört.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 TheDadProfil
  • 22.04.2019, 23:01hHannover
  • Antwort auf #30 von widerspruch
  • ""Wissen ist eine Ressource. In den USA wird man dafür sogar bezahlt.""..

    Exakt einer der Gründe weshalb Gesellschaften heute so sind, wie sie sind, weshalb Minderheiten geformt, und dann ausgegrenzt werden können..

    "Deren wissen über uns gehört in unsere Hände"
    Joachim Gauck als damaliger Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde..

    Denn nicht umsonst heißt es schon seit Jahrhunderten
    "Wissen ist Macht"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 Anonyma
  • 22.04.2019, 23:54h
  • Antwort auf #28 von Grüne
  • "[...], wo du das mit der Phase umgehend nur negativ interpretiert hast."

    Ich habe lediglich dargestellt, was sich mit diesem Phasen-Konstrukt noch so alles anstellen lässt, wenn man es darauf anlegt. Inwiefern ist das jetzt eine negative Interpretation? Und warum ist das wichtig?

    "Was soll die Einladung, sich doch vielleicht mal wissenschaftlich zu interessieren?"

    Das war, wie Du in meinem ursprünglichen Kommentar nachlesen kannst, eine Anregung, sich mit der Tätigkeit, den Hintergründen und den Verbindungen bestimmter, hier in Deutschland unbehelligt tätiger Personen mit nicht unerheblichem Einfluss zu beschäftigen. Mehr nicht.

    "Bist du eigentlich ein weiteres Nick von HantewiSarahWiderspruch, oder habt ihr nur dieselbe alle-doof-außer-mir-Attitüde?"

    An der Stelle bin ich dann jetzt raus, denn wie gesagt: sowas muss ich mir nicht mehr geben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#34 widerspruchAnonym
  • 23.04.2019, 01:23h
  • Antwort auf #32 von TheDad
  • """Wissen ist eine Ressource. In den USA wird man dafür sogar bezahlt.""..

    Exakt einer der Gründe weshalb Gesellschaften heute so sind, wie sie sind, weshalb Minderheiten geformt, und dann ausgegrenzt werden können.."

    Weil "Wissen" und die ARBEIT, die damit verbunden ist, Hochachtung und Wertschätzung erfährt-? Deshalb können "Minderheiten" !sic! - (wie war das noch mit der Verwendung der Termini der Feinde-?) - ausgegrenzt und geformt werden-?
    Was für ein abstruser Un-Sinn.

    Manche Menschengruppen können "geformt" und "ausgegrenzt" werden, weil sie nicht über umfassendes WISSEN ÜBER SICH SELBST verfügen. Warum wissen manche Menschengruppen nichts über SICH SELBST-?
    Wie war das noch mal mit der "Definitions-Hoheit"?

    Reminder:

    quote @Sarah:
    "Eine Gesellschaft muss sich fragen, was es bedeutet, wenn die Definition von Geschlecht der Medizin überlassen wird."

    "Deren wissen über uns gehört in unsere Hände"
    Joachim Gauck als damaliger Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde.."

    Was ist das für eine absurde Forderung im Zusammenhang mit dem Thema hier-? Da muss man nichts von irgendwem fordern. Das bedeutet nur, sich in neue Abhängigkeiten zu begeben. Wer erbittet von seinen Feinden Informationen-?

    Das Wissen liegt auf der Strasse (bzw. offen aufgeschlagen auf dem Tisch vor eurer Nase). Ihr müsst es nur aufsammeln.

    "Denn nicht umsonst heißt es schon seit Jahrhunderten
    "Wissen ist Macht".."

    Absolutely! Worauf wartet ihr also seit Jahrzehnten-?
    Go. For. It.

    Reminder:

    Get informed first - then speak up.
    Get informed first - then take action.

    Your.Turn.

    Good luck!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#35 Homonklin44Profil
  • 23.04.2019, 09:59hTauroa Point
  • Antwort auf #18 von Anonyma
  • Die Idee mit der "Phase" existiert nun auch schon seit langer Zeit und wurde ja früher gern herangezogen, um homosexuelles Begehren bei Jugendlichen zu erklären, bzw. Bisexuelles.

    Es kann zwar schon Kinder geben, die mal eine gewisse Zeitlang irgendwas ausprobieren oder fantastisch nachspielen, aber wenn es ein Teil ihrer Identität ist, zeigt sich das doch früh genug persistent und deutlich, dass man das nicht mit einer Phase verwechseln kann. Wenn dieses Kind jetzt 7 ist und mit 3 schon transidente Züge offenbarte, wird das wohl nicht urplötzlich nach schwul oder hetero "wechseln", obwohl die Orientierung natürlich auch beio Transidentität das, oder auch bisexuell sein kann.
    Viele "Kinderpsychologen" vergessen anscheinend, dass auch transidente Menschen eine sexuelle Orientierung haben. Bei dem Erwähnten frage ich mich, ob er sexuelle Orientierung und sexuelle Identität bzw. Gender überhaupt unterscheiden kann.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#36 TheDadProfil
  • 23.04.2019, 10:48hHannover
  • Antwort auf #34 von widerspruch
  • ""Weil "Wissen" und die ARBEIT, die damit verbunden ist, Hochachtung und Wertschätzung erfährt-?""..

    Provokante Frage..
    Es geht hier aber nicht um "Wissen" welches über die Arbeit eines ProfeX an einer Uni dazu dient Menschen in ihren Berufen auszubilden, es geht um Information als "Allgemeingut" welches der Gesellschaft vorenthalten wird, was dazu führt das Gesellschaften "un-gebildet" bleiben, was den Transport von Narrativen und Vorurteilen in entsprechende Gruppen erleichtert..
    Damit verbunden dann auch die "falsche Bildung" der Bevölkerung über z.B. die "Sexualkunde" in Schulen und Universitäten..

    Da kann man dann auch von selbst drauf kommen, wenn man nur bereit ist einem entgegengebrachtes bis in die Tiefe "durchzudenken"..

    ""WISSEN ÜBER SICH SELBST""..

    Deine "ich-bezogenheit" ist echt grandios..
    Wenn der Transport des Wissens durch welche Gründe auch immer an den Adressaten GESELLSCHAFT verhindert wird, hat das nichts mit dem Wissen innerhalb einer Gruppe zu tun, sondern höchstens noch mit der Verweigerungshaltung dieser Gruppe entsprechendes Wissen an ALLE weiter zu tragen..

    Kern-These der Schwulen Community der Siebziger Jahre war und ist auch noch Heute die Aussage an die "Rest-Gesellschaft" :
    Wir Minderheiten sind nicht die bösen !

    ""Reminder:
    quote @Sarah:
    "Eine Gesellschaft muss sich fragen, was es bedeutet, wenn die Definition von Geschlecht der Medizin überlassen wird." ""..

    Typische Ablenkung durch "Spezifikation"..
    Mal davon abgesehen das hier immer wieder Aussagen aus Kommentaren von "Sarah", "CanadianSarah" und auch "hantewi" bis zum Erbrechen wiederholt werden, was nichts mit "verbreitung von wissen" zu tun hat, sondern der Verifikation von Aktivistinnen dient..

    Gesellschaft fragt sich nichts..
    Gesellschaft "hängt an den Lippen" von Fachleuten, und so lange Mediziner als eine solche Gruppe von Fachleuten wahrgenommen werden, ist deren Urteil über Vorgänge als Information nicht hinterfragbar, bis sich Betroffene oder andere Expert*innen offen und laut dagegen positionieren..
    Denn so funktioniert dann auch "wissenschaftlicher Streit"..
    Einer aufgestellten These der Medizin muß eine andere These gegenübergestellt werden, um zu einer Synthese zu kommen, oder wenigstens die medizinische These zu widerlegen..

    ""Was ist das für eine absurde Forderung im Zusammenhang mit dem Thema hier-? Da muss man nichts von irgendwem fordern. Das bedeutet nur, sich in neue Abhängigkeiten zu begeben. Wer erbittet von seinen Feinden Informationen-?""..

    Wie schon in einem anderem Thread beschrieben..
    Forderungen sind KEINE "Bitten"..

    Es misslingt hier offensichtlich nicht nur Dir Erkenntnisse aus einem Bereich in andere Bereiche als richtig zu übernehmen ?

    Wenn in einer Region die Elektromobilität die richtige Lösung ist, dann ist in einer anderen Region nicht der Diesel-Bus die richtige Lösung..

    "Information" ist der Grundbegriff, und der "Besitz in unseren Händen" ist gleichbedeutend mit der schon angesprochenen Deutungs-Hoheit, die nicht in die Hände der Unterdrücker gehört, sondern in die Hände der Betroffenen..

    Warum dann ein "einfach nur einsammeln" von Informationen die vermeintlich auf der Straße liegen oder in aufgeschlagenen Büchern selbst erarbeitbar seien nicht funktioniert, ist Dir offensichtlich nicht zu erklären ?

    Denn Informationen müssen leicht verständlich und auch individuell aufbereitet für JEDE*N verständlich vermittelbar sein..
    Was sich Dir ob Deiner eigenen Vita leicht erschließt, wird für Andere immer ein Buch mit 7 Siegeln bleiben, denn ein von Dir erhofftes
    "irgendwann muß es doch mal bei allen 'klick' machen"
    wird nicht eintreten, denn Menschen sind dazu einfach zu unterschiedlich..

    Daher vermittelt sich Wissen auch nicht "von allein" oder wird "allein erarbeitet"..
    Es WIRD vermittelt, und das ist immer noch EUER Job..
    Worauf wartet ihr also seit Jahrzehnten ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#37 TheDadProfil
  • 23.04.2019, 11:07hHannover
  • Antwort auf #35 von Homonklin44
  • ""Die Idee mit der "Phase" existiert nun auch schon seit langer Zeit und wurde ja früher gern herangezogen, um homosexuelles Begehren bei Jugendlichen zu erklären, bzw. Bisexuelles.""..

    Aus der Äußerung eines 3-Jährigen Kindes die Idee einer Trans*Persönlichkeit zu konstruieren halte ich schon für sehr gewagt, denn was wir alle nicht wissen ist, in welchem Kontext das geäußert wurde..

    3-Jährigen Kindern werden entgegengebrachte gesellschaftliche Rollen-Klischees bewußt, und sie fangen dann auch an sich dort einzuordnen, oder diese für sich abzulehnen..
    Das kann eine solche Phase sein, ist aber vor allem davon abhängig über welche grundlegenden Informationen dazu verfügt werden, denn wenn ein Junge auf ein solches entgegengebrachtes Klischee beispielsweise in einem Märchen mit der Aussage "ich bin kein junge" reagiert, weil es lieber Prinzessin als Prinz sein will, dann hat das einen völlig anderen Kontext, als das Rollen-Klischee über den erlebten Vater, später mal als Kerl arbeiten zu müssen, und die klassische Familie bilden zu sollen..

    Das Zusammenspiel zwischen Geschlechter-Rolle und Sexueller Identität als "jetzt schon gefestigt" zu bezeichnen, halte ich bei 3-Jährigen Kindern für eine Art "Wunschvorstellung" von Eltern/Erziehenden, die sich anschicken bloß nichts falsch machen zu wollen..

    Die Möglichkeit die hier dem Kind über die Mutter eingeräumt wird ist weder zu kritisieren, noch abzulehnen, denn sie ist genau das, was man von Eltern/Erziehenden erwartet, wenn es eine Gesellschaft geben soll, die sich als freie und gleichberechtigte Gesellschaft erweist..

    Es wird sich zeigen wie sich das Kind im Verlauf seiner Entwicklung noch verändert, welche Rollen es ausprobiert, oder ob es überhaupt noch anderes ausprobiert, und welche Aussagen es in der Zukunft über sich selbst treffen wird..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#38 AllieAnonym
  • 23.04.2019, 11:28h
  • Mal eine Bitte an das queer.de-Team: Bitte verzichtet darauf, den Geburtsnamen einer Trans*Person zu erwähnen. Wir Trans*Menschen empfinden es in den allermeisten Fällen als Belastung, wenn nicht sogar als Beleidigung, mit diesem fremden Namen bezeichnet zu werden - der nichts mit unserer Identität zu tun hat und uns ein falsches Geschlecht zuweist. Zumal es auch automatisch ein Zwangsouting mit sich zieht. Im Sinne der Selbstbestimmung solltet Ihr den betreffenden Personen daher selber überlassen, ob sie Ihren Geburtsnamen teilen möchten oder nicht.

    Genau so sollte es übrigens nicht nur mit dem Wunschnamen, sondern auch mit der selbstgewählten Bezeichnung der (trans*-)Identität gehandhabt werden. Selbst wenn sich so eine Bezeichnung mal ändert, weiß niemand außer der betreffenden Person was dahinter steckt, also hat sich auch niemand ein Urteil darüber zu erlauben.

    Das hat auch nichts mit irgendwelchen Phasen zu tun. Stellt euch doch mal vor, dass euch von Geburt an eingetrichtert wurde, dass Ihr ein Geschlecht seid und euch evtl. den entsprechenden Rollenklischees nach zu kleiden und zu verhalten habt... natürlich fällt es da unter Umständen schwer, erstmal zu sich selbst zu finden, und dann auch noch von Anfang an die passende Selbstbezeichnung parat zu haben. Nehmt es einfach hin und nennt uns so, wie wir genannt werden wollen. Keine Sorge: Die Welt geht dadurch nicht unter :)
  • Antworten » | Direktlink »
#39 lotosblüteAnonym
#40 Anonyma
  • 23.04.2019, 17:32h
  • Antwort auf #35 von Homonklin44
  • "Wenn dieses Kind jetzt 7 ist und mit 3 schon transidente Züge offenbarte, wird das wohl nicht urplötzlich nach schwul oder hetero "wechseln", [...]"

    Genau das behauptet der besagte Kinder- und Jugendpsychiater aber für - ich zitiere - "nicht wenige Fälle". Und das klingt in Anbetracht der Tatsache, dass die "Fachwelt" die sogenannte "Geschlechtsidentitätsstörung im Kindes- und Jugendalter" als gemeinsame Basis für sowohl Trans- als auch Homosexualität betrachtet, sogar plausibel. Plausibel genug jedenfalls, um diesen Mann als Experten seines Fachs zu betrachten, über ihn in großen Tageszeitungen zu berichten und ihn im Fernsehen zu Wort kommen zu lassen (3sat "Kulturzeit" April 2019).

    "Bei dem Erwähnten frage ich mich, ob er sexuelle Orientierung und sexuelle Identität bzw. Gender überhaupt unterscheiden kann."

    Das muss er nach der in der "Fachwelt" noch immer dominierenden Ansicht bei Kindern und Jugendlichen auch gar nicht, denn dort wird gerne postuliert, dass sich die geschlechtliche Identität und die sexuelle Orientierung im Rahmen der sogenannten "psychosexuellen Entwicklung" ja überhaupt erst entwickeln und dass diese Entwicklung auch nach der Volljährigkeit oft noch nicht abgeschlossen ist. So muss man sich bei Kindern und Jugendlichen dann auch gar keine Gedanken darüber machen, was man da denn nun genau "therapiert" und kann im Grunde jedes Kind "behandeln", das irgendeine Art von "geschlechtsatypischem Verhalten" aufweist und von seinen "besorgten" Eltern zum Onkel Doktor geschleppt wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »

» zurück zum Artikel