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Düsseldorf

Hakenkreuze auf queeren Antiterrorklötzen

Unbekannte haben in der Düsseldorfer Altstadt die neuen Betonblöcke in den Farben der Regenbogen- und Trans*fahne beschmiert – der Staatsschutz ermittelt wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole.


Die Pride-Poller auf der Düsseldorfer Rheinuferpromenade am Sonntag nach Übermalung der Hakenkreuze (Bild: Norbert Blech)

Nur wenige Tage nach ihrem Anstrich wurden die neuen queeren Antiterrorklötze in Düsseldorf von einem oder mehreren Unbekannten mit vier schwarzen Hakenkreuzen beschmiert. Dies berichtete am Samstag die "Rheinische Post". Die Polizei habe eine Strafanzeige wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole aufgenommen und den Staatsschutz informiert.

Die zuvor hässlichen Betonquader auf der Rheinuferpromenade am Alten Hafen waren erst am 15. April von Mitgliedern des LGBTI-Jugendzentrums Puls bemalt worden (queer.de berichtete). "Ich freue mich, dass wir mit diesen Block Sichtbarkeit in der Stadt Düsseldorf zeigen und unsere Vielfalt zum Ausdruck bringen", erklärte Puls-Leiter Jonas Wahl damals gegenüber der "NRZ". Die Aktion war vom Jugendrat beantragt und vom Rathaus genehmigt worden.

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Künstler übermalten die Hakenkreuze

Die Hakenkreuz-Schmierereien wurden bereits wieder entfernt. Nach Angaben der Düsseldorfer Polizei haben sich Künstler, die in der Nähe andere Poller legal bemalten, dazu spontan bereit erklärt.

Die Betonblöcke, die es mittlerweile in vielen Städten gibt, sind eine Reaktion auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche vom 19. Dezember 2016. Sie sollen verhindern, dass Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit in eine Fußgängerzone fahren und Menschen bedrohen.

Im vergangenen Jahr war der Stromkasten vor dem Puls mit "Gays are Fags" besprüht worden. Das Jugendzentrum an der Corneliusstraße, das lose zur Aids-Hilfe gehört, war aus den Jugendgruppen Kuckucksei und JuLe hervorgegangen und bietet Gruppentreffen für LGBT-Jugendliche und junge Erwachsene sowie Beratung für sie und ihre Eltern. (cw)

-w-

#1 TimonAnonym
  • 21.04.2019, 11:58h
  • Das zeigt, dass die Neonazis sich immer mehr raus nehmen und immer offener ihre menschenverachtende Gesinnung zeigen.

    Daran ist auch die Politik mitschuldig, die oft auf dem rechten Auge blind ist, die volle Gleichstellung und mehr Aufklärung verzögert oder gar verhindert, etc.
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#2 AnonymAnonym
  • 21.04.2019, 17:44h
  • Hat ja nicht lange gedauert. Dafür kennt man NRW dann doch zu gut.
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#3 seb1983
  • 21.04.2019, 20:50h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Feige nächtliche Hakenkreuz Schmierereien auf Beton Klötzen würde ich jetzt mal genau als das Gegenteil von "sich was herausnehmen" bezeichnen...
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