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Beugehaft

Chelsea Manning bleibt in Haft

Ein Berufungsgericht hält an der Beugehaft gegen die transsexuelle Whistleblowerin fest, die nicht vor einem Geschworenengremium zu Wikileaks aussagen will.


Manning im Jahr 2017

Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning bleibt in Beugehaft. Ein US-Bundesgericht wies am Montag die Berufung der 31-Jährigen gegen ihre Beugehaft zurück. Mit der Maßnahme soll sie zu einer Aussage im Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange gezwungen werden. Das Bundesberufungsgericht im Bundesstaat Virginia erklärte, es habe "keinen Fehler" in der Beugehaft-Anordnung der untergeordneten Instanz gefunden.

Die transsexuelle Whistleblowerin befindet sich seit dem 8. März im Gefängnis. Sie weigert sich, vor einem Geschworenengremium über Assange auszusagen. Manning hatte schon vor der Verhaftung bekannt gegeben, dass sie gegen eine nicht-öffentliche Befragung durch eine sogenannte Grand Jury sei, die auch ihre Rolle als Zeugin in einem möglichen späteren Verfahren beeinflussen könnte. Außerdem hatte sie auf frühere öffentliche Aussagen verwiesen.

Manning hatte während des Dienstes in der Armee, damals als Obergefreiter mit dem Namen Bradley, Assange für seine Enthüllungsplattform hunderttausende geheime Regierungsdokumente und -videos unter anderem zu den US-Militäreinsätzen in Afghanistan und im Irak zugespielt und so unter anderem auf Einsätze von Folter hingewiesen.

2010 wurde sie festgenommen und im August 2013 wegen Spionage zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach ihrer Verurteilung outete sie sich als Transsexuelle und begann im Militär-Männergefängnis eine Geschlechtsanpassung. Durch einen Gnadenerlass des früheren US-Präsidenten Barack Obama kam Manning dann 2017 vorzeitig frei, bevor sie im vergangenen Monat erneut festgenommen wurde.

Assange wurde am vergangenen 11. April nach siebenjährigem Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen. Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der Wikileaks-Gründer ankämpfen will. Die Entscheidung über den Auslieferungsantrag könnte sich jahrelang hinziehen. (afp/cw)



#1 undeutlichAnonym
  • 22.04.2019, 23:34h
  • Vielleicht ist es doch besser, wenn sie aussagt, so wie @Gerlinde24 es riet.

    ©BuntesUndSchönes
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#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 23.04.2019, 03:56h
  • Die USA will Anssange, und zwar um jeden Preis, auch den der Rechtsbeugung!
    Schweden klagt ihn an, er flieht nach UK, versteckt sich in einer Botschaft. Schweden will ihn nicht anklagen, UK klagt ihn an, und wird ihn ausliefern. Aber ohne ihn (was man auch sonst immer von ihm halten mag), und Manning wüssten wir nichts über die Schweinereien der Armee und Regierung, die vertuscht worden. Statt Knast verdienen beide den Friedensnobelpreis (oder was Ähnliches).
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#3 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#4 Homonklin44Profil
  • 23.04.2019, 08:59hTauroa Point
  • sie könnte natürlich irgendwas aussagen, das nicht zum Thema passt. Zum Beispiel, dass auf einem südafrikanischen Hochplateau unter Umständen auch süße Erdbeeren gedeihen können. Aber sie weiß wohl, warum es nicht ratsam ist, in einer nicht öffentlichen Sitzung was Konkretes auszusagen, das dann hinterher zurecht gedeutet wird, wie mans haben will.
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#5 undeutlichAnonym
  • 23.04.2019, 10:05h
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • Ich frage mich nur, was danach passiert. Darf sie sich nen Anwalt nehmen und auf eine öffentliche Aussage/Aussage mit Anwalt bestehen?
    Was würde sein, wenn sie weiterhin ihre Aussage verweigert?

    Oh, da fällt mir was ein: vielleicht wartet sie bewusst ab, bis der/die neue Präsident/in gewählt ist, mit der Hoffnung, dass Trump nicht mehr im Amt sein wird?

    ©BuntesUndSchönes
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#6 AllieAnonym
  • 23.04.2019, 11:50h
  • Großen Respekt vor Chelsea Manning!

    Ich würde mir allerdings wünschen, dass Artikel über sie endlich ohne die Erwähnung des Geburtsnamens auskommen. Es spielt hier imo auch keine Rolle, dass es sich hier um eine öffentlich bekannte Person handelt, deren Geburtsname vielen Menschen bekannt ist. Trans*Menschen haben so schon ständig darunter zu leiden, dass sie mit Geburtsnamen bezeichnet und misgendered werden. Dieses Verhalten muss dann nicht auch noch dadurch legitimiert werden, dass in den Medien grundsätzlich der Geburtsname erwähnt wird. Wenn von verheirateten Menschen die Rede ist, funktioniert das ja auch bestens ohne die Erwähnung des ursprünglichen Nachnamens.
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#7 TheDadProfil
#8 AllieAnonym
  • 23.04.2019, 13:47h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Ich verstehe jetzt nicht, warum die Erwähnung des Geburtsnamens hier (Mensch wird inhaftiert) oder im Bezug auf Vergangene Ereignisse (Mensch gibt Beweise für begangene Straftaten an die Medien weiter) irgendwie von Bedeutung ist. Es sendet eben das Signal, dass es okay wäre den Geburtsnamen einer Trans*Person immer mitzuerwähnen. Es wird ein Unterschied gemacht wo keiner ist. Siehe die schon erwähnte Berichterstattung über verheiratete Menschen. Bei Künstlernamen hat auch niemand ein Problem damit, ausschließlich den Künstlernamen zu verwenden und den Geburstnamen unerwähnt zu lassen. Wieso sollte das bei Trans*Menschen auf einmal anders sein? Bei den erwähnten Gruppen funktioniert es komischerweise sogar ohne Aufforderung und seltsamerweise fordert auch niemand "Vollständigkeit", wenn z.B. über Alice Cooper, Willy Brandt, Lady Gaga, Angela Merkel oder andere Menschen berichtet wird wird, die in der Öffentlichkeit nicht unter ihren Geburtsnamen bekannt sind.
    Überlasst den Leuten doch einfach die Entscheidung selber. Normalität herstellen ist kein Verschweigen von Tatsachen sondern einfach nur Verzicht auf Diskriminierung.
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#9 stromboliProfil
  • 23.04.2019, 16:22hberlin
  • Antwort auf #8 von Allie
  • hier teile ich uneingeschränkt deine darstellung, gebe auch zu bedenken, dass das von dad verlinke meinungsbild bezüglich der "historischen zuweisung der person, ein durchaus zweischneidiges schwert in der hand von journalisten wie populisten sein kann.
    Sieh dein beispiel Willy Brandt, den die presse und reaktion mit der spitzfindigkeit des ideologisch nachtretenden, seinen geburtsnamen Frahm zeitens das stigma des "vaterlandslosen gesellen" anzuhängen versuchten.

    Was die sichtweise verändern kann wäre dann der hergestellte zusammenhang, in dem versucht wird , die gesamtheit der person zu würdigen.

    Da ist die transistion ein bedeutender gesellschaftlicher schritt wie auch die entscheidung, die verbrechen der militärs aufzudecken. Auch unter der last, selbst noch teil dieses mörderischen apparates zu sein . Damit die zugehörigkeit zu einer sich auf gegenseitige "treue=schweigepflicht" berufende gemeinschaft aufgibt.
    Hier wäre sie statt obama oder nun womöglich greta, eine würdige kandidatin für den friedensnobelpreis gewesen!

    Beiden lebensbildern gebührt höchster respekt und dauernde erinnerung!
    Auch zeigt es nachkommenden auf, wie gravierend entscheidungen in das eigene leben aber auch in die gesellschaft hinein wirken...
    So heute Chelsea für die sichtbarkeit , als auch vormals als Bradley, für die ethische verantwortung steht..
    Nehmen wir sie kollektiv da in schutz, wo man die erinnerung an Bradley als «Deadnaming» zu missbrauchen sucht!
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#10 TheDadProfil
  • 23.04.2019, 23:27hHannover
  • Antwort auf #8 von Allie
  • ""Ich verstehe jetzt nicht, warum die Erwähnung des Geburtsnamens hier (Mensch wird inhaftiert) oder im Bezug auf Vergangene Ereignisse (Mensch gibt Beweise für begangene Straftaten an die Medien weiter) irgendwie von Bedeutung ist.""..

    Steht dort :
    ""historische Tatsachen im damaligen Kontext korrekt wiederzugeben""..

    Chelsea als Person gab es noch nicht..
    Sie kannte keiner, es konnte Niemand mit ihr reden oder sonstwie kommunizieren, denn aufgetreten ist sie als Mann unter dem Namen Bradley..

    Nun schreiben zu wollen, es hätte eine Chelsea Manning geheime Akten weiter gegeben ist eine Fake-News, denn es entspricht nicht den Tatsachen !

    ""Siehe die schon erwähnte Berichterstattung über verheiratete Menschen.""..

    Inwiefern ein "Vergleich" mit den Namen verheirateter Menschen überhaupt zulässig ist, kann man einfach klären :

    Niemand wechselt mit der Hochzeit den VORNAMEN, führt dann einen anderen VORNAMEN der einem anderem Geschlecht zugeordnet wird, und verleugnet dann auch noch sein bisheriges Leben..

    Vergleich gescheitert, und damit irrelevant und vor allem untauglich..

    ""Bei Künstlernamen hat auch niemand ein Problem damit, ausschließlich den Künstlernamen zu verwenden und den Geburstnamen unerwähnt zu lassen.""..

    Joo..
    The Artist formally known as Prince..

    Künstlernamen dienen dazu einer Bühnen-Figur oder einer Rolle einen Namen zu geben..

    Vergleich gescheitert, und damit irrelevant und vor allem untauglich..

    ""z.B. über Alice Cooper, Willy Brandt, Lady Gaga, Angela Merkel oder andere Menschen berichtet wird wird""..

    Willy Brandt ist kein "Künstlername"..
    Sondern eine andere Identität für den Kampf aus dem Exil gegen ein Terror-Regime..
    Die Artikel in denen darauf verwiesen wurde wie Willy Brandt mit wahrem Namen hieß, und die Reden im Bundestag und auch dem Berliner Senat darauf verwiesen wurde, sind ungezählt !

    ""Überlasst den Leuten doch einfach die Entscheidung selber. Normalität herstellen ist kein Verschweigen von Tatsachen sondern einfach nur Verzicht auf Diskriminierung.""..

    In dem Moment in dem Historische Ereignisse berührt werden ist es KEINE Diskriminierung die wahren Tatsachen zu berichten !
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