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Beugehaft

Chelsea Manning bleibt in Haft

Ein Berufungsgericht hält an der Beugehaft gegen die transsexuelle Whistleblowerin fest, die nicht vor einem Geschworenengremium zu Wikileaks aussagen will.


Manning im Jahr 2017

  • 22. April 2019, 19:28h 15 2 Min.

Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning bleibt in Beugehaft. Ein US-Bundesgericht wies am Montag die Berufung der 31-Jährigen gegen ihre Beugehaft zurück. Mit der Maßnahme soll sie zu einer Aussage im Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange gezwungen werden. Das Bundesberufungsgericht im Bundesstaat Virginia erklärte, es habe "keinen Fehler" in der Beugehaft-Anordnung der untergeordneten Instanz gefunden.

Die transsexuelle Whistleblowerin befindet sich seit dem 8. März im Gefängnis. Sie weigert sich, vor einem Geschworenengremium über Assange auszusagen. Manning hatte schon vor der Verhaftung bekannt gegeben, dass sie gegen eine nicht-öffentliche Befragung durch eine sogenannte Grand Jury sei, die auch ihre Rolle als Zeugin in einem möglichen späteren Verfahren beeinflussen könnte. Außerdem hatte sie auf frühere öffentliche Aussagen verwiesen.

Manning hatte während des Dienstes in der Armee, damals als Obergefreiter mit dem Namen Bradley, Assange für seine Enthüllungsplattform hunderttausende geheime Regierungsdokumente und -videos unter anderem zu den US-Militäreinsätzen in Afghanistan und im Irak zugespielt und so unter anderem auf Einsätze von Folter hingewiesen.

2010 wurde sie festgenommen und im August 2013 wegen Spionage zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach ihrer Verurteilung outete sie sich als Transsexuelle und begann im Militär-Männergefängnis eine Geschlechtsanpassung. Durch einen Gnadenerlass des früheren US-Präsidenten Barack Obama kam Manning dann 2017 vorzeitig frei, bevor sie im vergangenen Monat erneut festgenommen wurde.

Assange wurde am vergangenen 11. April nach siebenjährigem Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen. Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der Wikileaks-Gründer ankämpfen will. Die Entscheidung über den Auslieferungsantrag könnte sich jahrelang hinziehen. (afp/cw)

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-w-

#1 undeutlichAnonym
  • 22.04.2019, 23:34h
  • Vielleicht ist es doch besser, wenn sie aussagt, so wie @Gerlinde24 es riet.

    ©BuntesUndSchönes
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#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 23.04.2019, 03:56h
  • Die USA will Anssange, und zwar um jeden Preis, auch den der Rechtsbeugung!
    Schweden klagt ihn an, er flieht nach UK, versteckt sich in einer Botschaft. Schweden will ihn nicht anklagen, UK klagt ihn an, und wird ihn ausliefern. Aber ohne ihn (was man auch sonst immer von ihm halten mag), und Manning wüssten wir nichts über die Schweinereien der Armee und Regierung, die vertuscht worden. Statt Knast verdienen beide den Friedensnobelpreis (oder was Ähnliches).
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#3 Gerlinde24Ehemaliges Profil