Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33434

Scharia-Gesetzgebung

Brunei fordert "Respekt" für Steinigung von Schwulen

In einem Brief an das EU-Parlament verteidigt das Sultanat die Einführung der Todesstrafe für männliche Homosexualität – und verlangt "Toleranz, Respekt und Verständnis" für die Bewahrung seiner "Familienlinie".


Alleinherscher von Brunei: Sultan Hassanal Bolkiah in Uniform

  • 23. April 2019, 03:02h 33 2 Min.

Das Sultanat Brunei hat die international heftig kritisierte Einführung der Todesstrafe gegen Schwule in einem Brief an das Europäische Parlament verteidigt. Der "Guardian" zitierte aus einem vierseitigen Brief des Sultanats an die Europaabgeordneten, in dem es hieß, Steinigungen als Strafe für gleichgeschlechtlichen Sex würden selten sein, da zwei Männer von "hohem moralischem Rang und Frömmigkeit" als Zeugen erforderlich seien. Im Hinblick auf den Wunsch des Landes, seine traditionellen Werte und seine "Familienlinie" zu bewahren, fordere man "Toleranz, Respekt und Verständnis".

Am 3. April waren im Sultanat härtere Strafgesetze in Kraft getreten (queer.de berichtete). Verschärft wurden auch die Strafen für Diebstahl: Künftig müssen Diebe damit rechnen, dass ihnen Hände und Beine amputiert werden. Grundlage dafür ist die Scharia, die im weiten Sinne die religiösen und rechtlichen Normen im Islam regelt.

EU-Parlament will Vermögen des Sultans einfrieren

In dem Brief hieß es weiter, die internationale Kritik sei auf ein Missverständnis zurückzuführen. "Die Kriminalisierung von Ehebruch und Unzucht soll die Unantastbarkeit der Familienlinie und der Ehe von verschiedenen Muslimen gewährleisten, insbesondere von Frauen." Das Europäische Parlament hatte vergangene Woche dazu aufgerufen, die Einfrierung von Vermögenswerten, Visa-Verbote und eine schwarze Liste von Hotels zu prüfen (queer.de berichtete). Unter anderem der Schauspieler George Clooney hatte gefordert, Hotels, die dem Sultan gehören, zu boykottieren (queer.de berichtete).

In dem Sultanat auf der Insel Borneo sind zwei Drittel der mehr als 420.000 Einwohner muslimischen Glaubens. Seit einiger Zeit sind dort extreme islamische Kräfte auf dem Vormarsch. Schwule und Lesben werden in der ehemaligen britischen Kolonie seit Langem unterdrückt. Bislang standen auf homosexuelle Beziehungen bis zu zehn Jahre Haft. Lesben drohen nun zusätzlich Stockhiebe. (cw/dpa)

-w-

#1 GronkelAnonym
  • 23.04.2019, 07:44h
  • Ja natürlich versuchen sie es über die Schiene: Respekt und Toleranz.
    Funktioniert hier doch auch, wenn übelste religiöse Riten als zu respektieren deklariert werden und hier alle schön dabei einstimmen.
    Sei es der Bruch des Grundgesetzes bei Beschneidungen oder dem Halsdurchschneiden bei Tieren und so vieles andere.
    Am Ende wird Brunei weiterhin Steinigen, die EU hat formal protestiert aber hatte nie vor etwas zu unternehmen und die Bürger sind beruhigt und dösen weiter.
  • Direktlink »
#2 goddamn liberalAnonym
  • 23.04.2019, 07:58h
  • Antwort auf #1 von Gronkel
  • Für manche 'queere' Journalistinnen, die es eigentlich aus der eigenen Familie besser wissen müssten, ist dieser gewaltverherrlichende Faschismus nur eine Kolonialismus-Folge:

    teariffic.de/2015/03/21/warum-ich-personen-judge-die-diese-d
    emo-feiern-2/


    Und Faschismus ist es, nicht einmal Fundamentalismus, weil im Koran von Steinigungen für Homosexualität gar nicht die Rede ist.

    Spannend ist ja die alberne Forderung nach 'Respekt' für reaktionäre Unmenschlichkeit.

    Und dass dieser Quatsch hierzulande auf fruchtbaren Boden fällt.

    Obwohl es schon zu Kaisers Zeiten Allianzen mit der islamischen Welt auf Augenhöhe gab, und keinen Kolonialismus wie bei Briten und Franzosen.

    Fazit: Schuldgefühle haben was mit Schulden zu tun.

    Deswegen:

    Besser Kriegsreparationen an Polen statt erneuter deutscher Verrat an der Zivilisation!
  • Direktlink »
#3 antosEhemaliges Profil