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Köln

Fensterfront von queerem Beratungszentrum zerstört

Das LGBTI-Zentrum Rubicon wurde an den Osterfeiertagen Opfer von Vandalismus. Die Polizei ermittelt.


Die Scheibe wurde inzwischen notdürftig gesichert (Bild: Rubicon)

In den frühen Morgenstunden des Ostersonntags schlugen Unbekannte die Scheibe der Kölner Beratungseinrichtung Rubicon ein. An der großformatigen Scheibe zur Straßenseite, die auch den Schriftzug des eingetragenen Vereins trägt, waren der Slogan "lesbisch schwul, queer" angebracht sowie ein Anti-Rassismus-Plakat von Amnesty International mit der Aufschrift: "Wir nehmen Rassismus persönlich".

Die Aktivistinnen und Aktivisten des im Stadtbezirk Innenstadt angesiedelten Zentrums schließen eine homophobe und/oder rassistische Motivation für die Tat nicht aus, wie Geschäftsführerin Dr. Beate Blatz am Montag erklärte. Nach einer Anzeige ermittelt die Kölner Polizei gegen Unbekannt.


(Bild: Rubicon)

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Das Rubicon ist in der Domstadt bereits eine alt eingesessene Einrichtung: 1975 als "glf Sozialwerk" gegründet, bietet das Zentrum heute schwulen, bisexuellen, transidenten und queeren Menschen jedes Alters sowie deren Angehörigen zu unterschiedlichen Anliegen Beratung an.

Außerdem ist die Einrichtung in der Rubensstraße in Rudolfplatznähe an vielen weiteren Projekten beteiligt. Im Haus ist etwa auch die Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben, Schwule und Trans in Nordrhein-Westfalen beheimatet, die erst vor wenigen Wochen die Anti-Gewalt-Kampagne "Ich zeige das an!" gestartet hat (queer.de berichtete). (dk)

Beratungsangebote des Rubicon

Telefonische Beratung gibt es montags, mittwochs und donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr unter der Rufnummer (0221) 19446. Auch eine Onlineberatung steht zur Verfügung. Zu den Beratungsthemen gehören Liebe, Paarkonflikte, Sexualität, Coming-Out, Probleme mit Eltern, Job- und Schulprobleme, Kinderwunsch, Adoptiv- und Pflegekinder, Regenbogenfamilien, Erziehungsthemen und -probleme, Transidentität bzw. Transsexualität, Diskriminierung, Gewalt, Mobbing, psychische Probleme, Depressionen, Ängste, Verlust, Lebenskrise, Einsamkeit, HIV und Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten, Essstörungen, Sucht
Therapiesuche und Ärztinnen- und Ärztesuche (alle Infos hier).


#1 FinnAnonym
  • 24.04.2019, 08:50h
  • So hat es damals auch angefangen...

    Es beginnt mit zerstörten Fenstern, aber dann geht es weiter...

    Wehret den Anfängen...
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#2 zundermxeAnonym
  • 24.04.2019, 10:25h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • So ist es!

    Unsere Aufgabe ist es so gut wie individuell möglich sich für Meinungsfreiheit, für Respekt und Toleranz gegenüber Menschen, gegen Gewalt und Hass und für das Leben einzusetzen.

    Als einfache Erdenbürger*innen sind wir da vor allem im Alltag gefragt.
    Mitten in der Konsum- und Leistungsgesellschaft treffen wir fast täglich Entscheidungen, die ihren Einfluss auf Stärkung oder Schwächung der Gesellschaft haben. Gewalt fängt vielfach, aber nicht nur mit Worten an. Sondern oft auch mit dem alltäglichen als selbstverständlich empfundenen Handeln.
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#3 Simon HAnonym
  • 24.04.2019, 10:49h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Ja, und nicht nur wir alle müssen durch mehr Sichtbarkeit für mehr Selbstverständlichkeit sorgen, sondern auch die Politik und die Medien sind gefragt, endlich Vielfalt zu fördern und ein klares Bekenntnis zu Vielfalt abzugeben. Das wäre ein Signal, das das gesellschaftliche Klima positiv beeinflussen würde.
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#4 HyenadykeProfil
  • 24.04.2019, 14:14hKöln
  • "Nach einer Anzeige ermittelt die Kölner Polizei gegen Unbekannt."

    Ich kann nur hoffen, dass ich mit meiner Befürchtung falsch liege und die kölner Polizei nicht wieder mal nur "in alle Richtungen" und "im Homosexuellen-Milleu" ermittelt.

    By the way den Angriff nehme ich persönlich!
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