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New York im Filmfieber

Tribeca Filmfestival feiert LGBTI-Rechte

In New York startet die 18. Ausgabe des renommierten Tribeca Filmfestivals. Erstmals gibt es einen queeren Schwerpunkt, die Hälfte der Hauptfilme stammt von Frauen. Auch deutsche Beiträge gehen ins Rennen.


Auf dem Tribeca Filmfestival feiert am 4. Mai die "Wigstock"-Doku "Wig" ihre Weltpremiere
  • 24. April 2019, 10:41h, noch kein Kommentar

Die Gleichberechtigung von Frauen in der Filmwelt, der wachsende Einfluss von Serien und LGBTI-Rechte stehen beim diesjährigen Tribeca Filmfestival im Fokus. Die 18. Ausgabe des New Yorker Festivals beginnt am Mittwoch mit der Weltpremiere der Dokumentation "The Apollo" von Regisseur Roger Ross Williams über das legendäre Apollo Theater in New York. Die Beatles-Komödie "Yesterday" schließt die Veranstaltung am Samstag kommender Woche ab.

Beim Tribeca Filmfestival geht es nicht nur um traditionelle Leinwand-Filme. "Geschichten werden auf Bildschirmen aller Größen und Formen erzählt", sagte Programmdirektorin Cara Cusumano. "Dieses Jahr haben uns besonders die Bandbreite, Neuheiten und das Potenzial der kleinen Leinwand inspiriert." Deutschland geht ins Rennen um den Preis für den besten internationalen Spielfilm mit "A Regular Woman" (deutscher Titel "Nur eine Frau") von Regisseurin Sherry Hormann und "Roads" von Sebastian Schipper.

Film über Mord an Deutsch-Türkin Hatun Sürücü

"Nur eine Frau" feiert auf dem Festival Weltpremiere. Der Film handelt vom Mord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü (Almila Bagriacik), die im Februar 2005 in Berlin erschossen wurde. Bei Regisseurin Hormann weckt es "Freude, Ehre und Aufregung", ihren Film beim Tribeca Filmfestival zu präsentieren, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Ihr zufolge läuft der Film "in Zeiten fragiler Demokratien und steigender Gewalt an Frauen" und "vermehrtem, krassen Festhalten an Werten, die nichts mit einer Religion zu tun haben". Der Film kommt am 9. Mai in die deutschen Kinos.

"Roads" von Regisseur Schipper begleitet zwei Teenager aus England und dem Kongo auf ihrer Reise in einem gestohlenen Wohnmobil. Der Film mit Moritz Bleibtreu, der am 30. Mai in Deutschland startet, widmet sich der Flüchtlingskrise in Europa. Weitere deutsche Co-Produktionen im Programm sind etwa der israelisch-deutsche Film "Flawless", das deutsch-türkisch-amerikanische Drama "Noah Land", die Dokumentationen "Picture Character" über Emojis und "Martha: A Picture Story" über die Fotografin Martha Cooper. Christoph Waltz' Regiedebüt "Georgetown" feiert ebenfalls Premiere.

Pride-Event mit Neil Patrick Harris

Zum ersten Mal feiert Tribeca am 4. Mai das große LGBTI-Event "Tribeca Celebrates Pride" mit prominenten Gästen wie Neil Patrick Harris, John Cameron Mitchell, Larry Kramer und Asia Kate Dillonm, mehreren Podiumsdiskussionen, Showacts sowie der Weltpremiere des Dokumentarfilms "Wig" von Chris Moukarbel über das New Yorker Drag-Festival "Wigstock". Insgesamt werden mehr als 100 Produktionen gezeigt, davon feiern 81 ihre Weltpremiere. Frauen führten in der Hälfte der Beiträge in den Wettbewerbskategorien Regie – ein neuer Rekord für Tribeca -, 29 Prozent der Filmemacher sind Minderheiten und 13 Prozent von Filmemachern aus der LGBTI-Community.

Tribeca gilt als eines der weltweit wichtigsten Filmfestivals. Der Schauspieler Robert De Niro gründete es im Jahr 2002 mit Kollegen. Sie wollten damit das Stadtviertel Tribeca in Manhattan nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wiederbeleben. (cw/dpa)