Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33463

Blockbuster

Das Film-Universum von Marvel erhält seine erste offen schwule Figur

Bislang war die LGBTI-Community in Marvel-Filmen unsichtbar. Mit dem neuen Superheldenfilm "Avengers – Endgame" ändert sich das.


Ein Superheld ist nicht genug: Die Avengers kämpfen im vierten Aufguss mal wieder für das große Ganze (Bild: Marvel)

Im gerade weltweit angelaufenen Science-Fiction-Actionfilm "Avengers: Endgame" kommt eine schwule Figur vor. Bislang war nicht nur in dieser Superhelden-Franchise, sondern in allen Disney-Marvel-Filmen noch keine einzige Figur aufgetaucht, die ausdrücklich als Mitglied der LGBTI-Community zu erkennen war.

Die Nebenfigur erscheint gleich zu Anfang des Filmes und wird von Co-Regisseur Joe Russo gespielt. In der hochemotionalen Szene wird gezeigt, wie Überlebende nach den Ereignisen im Vorgängerfilm "Avengers: Infinity War" damit zurecht kommen, dass die Hälfte der Bevölkerung ausgelöscht wurde. Russos Figur spricht in dieser Szene darüber, dass sie nach dem Tod des Ehemanns zum ersten Mal wieder ein Rendezvous mit einem Mann haben wird.

Russo: Das Marvel-Universum steht für Vielfalt

Gegenüber dem Branchenmagazin "Deadline" begründete Joe Russo, warum diese Figur in dem Actionfilm gezeigt wird: "Es war uns wichtig, da schon vier Filme gedreht haben, dass irgendwo eine schwule Figur auftaucht", so Russo. Es sei auch wichtig gewesen, dass er oder sein Bruder Anthony, mit dem er gemeinsam Regie führte, diese Figur darstellt, um die Bedeutung dieser Szene herauszuheben. "Es war die perfekte Zeit, weil Vielfalt eines der Schwerpunkte im Marvel-Universum sind." Die Marvel-Filme sind die derzeit erfolgreichste Kinoserie der Welt.

Eigentlich sollte eine LGBTI-Figur bereits im Marvel-Film "Thor: Tag der Entscheidung" aus dem Jahr 2017 auftauchen. Die Figur Valkarye, die von der bisexuellen Schauspielerin Tessa Thompson dargestellt wurde, sollte laut Drehbuch als ausdrücklich queer dargestellt werden. Allerdings wurde dies aus der Endversion des Films herausgeschnitten. Thompson kritisierte Marvel damals für diese Entscheidung scharf.

"Avengers: Endgame" gehört mit einem geschätzten Budget von knapp 400 Millionen Dollar zu den teuersten Filmen der Welt. Die Produktion ist mit vielen Hollywood-Stars gespickt – so spielen Robert Downey Jr., Chris Evans, Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Don Cheadle, Paul Rudd, Brie Larson, Karen Gillan, Danai Gurira, Bradley Cooper und Josh Brolin mit. Kritiker sind vom vierten Avengers-Film hoch beeindruckt: Laut dem Kritikerportal "Rotten Tomatoes" sind 97 Prozent der Rezensionen positiv. (dk)



#1 SandmaennchenAnonym
  • 27.04.2019, 00:06h
  • Hey, wir sind durch eine Nebenfigur vertreten...., Super!
    ....und ich dachte schon Captain America outet sich....
  • Antworten » | Direktlink »
#2 MarcAnonym
  • 27.04.2019, 09:24h
  • Ein Alibi-Placebo, um dieser hochkonventionellen Mainstream-Kacke den Anstrich von Progressivität zu geben.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LotiAnonym
#4 TheDadProfil
  • 27.04.2019, 11:45hHannover
  • Antwort auf #2 von Marc
  • ""Ein Alibi-Placebo, um dieser hochkonventionellen Mainstream-Kacke den Anstrich von Progressivität zu geben.""..

    Vor allem :
    Fantasy..

    Bleibt auch dann noch Fantasy wenn die versammelten "Super-Held*innen" ein kleines bisschen LGBTTIQ* sind..

    Diese Tendenz zur "diversifikation" solcher "Universen" dient vor allem nur einem :
    Der Erschließung "neuer Käufer-Kreise", die Ausweitung von "Zielgruppen", und damit dann auch der Verbreiterung der Gewinn-Basis..
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MarcAnonym
  • 27.04.2019, 12:36h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Und wie praktisch, dass der Ehemann schon tot ist und sich die vom Co-Regisseur dargestellte Figur für ein Rendezvous rüstet: Das erspart den Machern die Darstellung einer tatsächlichen Beziehung/Begegnung/Interaktion. Es gibt also keine "schwulen" Bilder, die das Mainstream-Publikum irritieren könnten, nur eine Figur, die 30 Sekunden irgendwas erzählt (gespielt freilich eben von keinem der sogenannten Stars, sondern von irgendeinem Leinwand-Nobody) und danach auf Nimmerwiedersehen im Orkus der filmischen Überlänge versendet und vergessen wird. Zu erwarten, dass man dafür gefeiert wird, ist schon mehr als unverschämt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 MiloMoinAnonym
  • 27.04.2019, 14:57h
  • Der Snap hat 50% allen Lebens ausgelöscht, die Szene dient dazu den "ist" Zustand der Welt zu zeigen und hat mit der Sexualität des Charakters gar nichts zu tun sondern soll einfach den Verlust zu verdeutlichen den alle überlebenden hatten, in keinster Weise wurde mit einer queeren Figur geworben oder diese im Vorfeld überhaupt erwähnt (les auch hier zum ersten Mal von der szene)....

    Und was soll russo sonst groß sagen wenn er direkt darauf angesprochen wird....

    Klar will ich auch mal n queeren Held, aber groß Romanze, sex und Charakterstudie brauchts bei marvel Filmen jetzt auch wirklich nicht
  • Antworten » | Direktlink »