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Bahnbrechende Jugendserie

Disney setzt "Story of Andi" nach drei Staffeln ab

Die erste Disney-Jugendserie mit einer offen schwulen Figur wird nicht fortgesetzt. Der Micky-Maus-Konzern arbeitet aber bereits an einer neuen queeren Serie.


Kinderstar Joshua Rush stellt Cyrus Goodman dar, der in der zweiten Staffel von "Story of Andi" sein Coming-out feiert (Bild: Instagram / joshuarush)

Der Disney Channel hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass die amerikanische Jugendserie "Andi Mack" (deutscher Titel: "Story of Andi") nach der gerade laufenden dritten Staffel beendet wird. Die letzte Folge soll in den USA im Juli ausgestrahlt werden – die Reihe umfasst dann 59 Episoden à 18 bis 25 Minuten.

"Story of Andi" handelt von befreundeten Schülern und hatte Geschichte geschrieben, weil darin erstmals eine schwule Hauptfigur in einer Disney-Serie vorkam. In Staffel zwei wurde gezeigt, wie Cyrus (Joshua Rush), der beste Freund der weiblichen Hauptfigur Andi (Peyton Elizabeth Lee), seine Homosexualität entdeckt und sich mit den Worten "I'm gay" outet (queer.de berichtete).

Die Darstellung des Coming-outs wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. So erhielt "Story of Andi" vergangenes Jahr den GLAAD Media Award in der Kategorie "Außergewöhnliche Kinder- oder Familiensendung".

"Wir hatten die Ehre, neue Wege im Disney Channel zu beschreiten", erklärte Serienschöpferin und Produzentin Terri Minski nach Bekanntgabe der Absetzung. So habe es dort nicht nur die erste LGBTI-Figur im US-Jugendkanal gegeben, sondern auch die erste Serie, die sich um eine asiatisch-amerikanische Familie dreht.

Bei Disney soll es weitere LGBTI-Storylines in Jugendserien geben: Der Konzern kündigte bereits vor zwei Wochen an, dass man für das neue Streamingportal Disney+ an einer Spin-off-Serie des erfolgreichen Coming-out-Films "Love, Simon" arbeite. Die Serie soll von Leah, Simons bester Freundin aus der Kindheit, handeln, die im College ein Coming-out als Bisexuelle hat. Im Film war Leah von Schauspielerin Katherine Langford dargestellt worden, die Serie soll aber in völlig neuer Besetzung gedreht werden. "Love, Simon" hatte auf dem Roman "Nur drei Worte" von Becky Albertalli basiert, die Serie soll sich nun an der Fortsetzung "Ein Happy End ist erst der Anfang" orientieren. (dk)



#1 Ralph
  • 26.04.2019, 16:16h
  • Coming-out im Fernsehen ist offenbar für Drehbuchautoren und Regisseure hochproblematisch. Ein deutscher Fernsehfilm namens "Aus der Haut", der inzwischen schon zwei Male gezeigt wurde -das zweite Mal erst vor kurzer Zeit-, stellt den jungen Schwulen als rasenden Irren dar. Ein echter Negativbeitrag zum Thema.
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#2 Patroklos