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Kommentare zu:
Brasiliens Präsident will keine schwulen Touristen


#1 Patrick SAnonym
  • 27.04.2019, 16:39h
  • Das ist ja längst nicht das Schlimmste. Der Mann ist ja auch Holocaustleugner und behauptet, in Brasilien gab es nie eine Militärdiktatur. Arbeitet außerdem an der Aufhebung des Schutzstatus Indigener Urwaldvölker und will große Teile des Amazonasregenwaldes plattmachen, für weitere Monokulturen.
    Und wenn jemand sagt, er würde seinen eigenen Sohn lieber tot statt schwul sehen, kann wohl kaum jemand Good News für LGBT+ erwarten.

    Die Krönung ist nur noch, dass das alles längst vor den Wahlen bekannt war und er dennoch Präsident wurde. Was entweder die Theorie der Schwarmintelligenz widerlegt oder zeigt, dass Demokratie manchmal auch ein Irrweg sein kann.
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#2 rechts-viewAnonym
  • 27.04.2019, 16:59h
  • Antwort auf #1 von Patrick S
  • Brasilien ist ein Paradebeispiel dafür, was geschieht, wenn man auf der falschen Seite steht. Das ist nicht die "böse" Demokratie gewesen, sondern es gab Mehrheiten auf der rechten Seite. Also lautet die Frage: weshalb drehen sich viele nach rechts?
    Brasilien hat viele kleine Parteien und das Problem ist dort: Korruption!

    Demokratie an sich ist nichts problematisches.

    ©BuntesUndSchönes
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#3 RopadAnonym
  • 27.04.2019, 17:01h
  • Dann soll man das Land boykottieren - mal schauen wie es Brasilien ohne Tourismus geht
    Wenn die Einkünfte aus dem Tourismus fehlen wird das Land dann schnell in noch mehr Schulden geraten - alle Schwulen und toleranten Menschen die Geld in das Land investiert haben sollen es per sofort zurückziehen
    Brasilien ist ab sofort ein schwarzer Fleck mehr auf meiner Weltkarte
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#4 Alexander_FAnonym
  • 27.04.2019, 17:07h
  • Nicht, dass ich es vorgehabt hätte, da hinzufliegen, aber so nimmt Herr Poposonaro mir diese Entscheidung endgültig ab.
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#5 WayneAnonym
#6 AnonymAnonym
  • 27.04.2019, 18:11h
  • Bitte sehr, die flüchten eh bald alle bzw. sind es schon! Seit wann kommt der Knochen zum Hund?
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#7 rechts-viewAnonym
  • 27.04.2019, 20:22h
  • Aha, also für Schwule soll Brasilien verschlossen bleiben, aber der Sex-Tourismus bzw. Ausbeutung von Frauen ist in Ordnung?
    Wieso sind viele Rechtsverdrehte eigentlich so sex-besessen?!?
    Wahrscheinlich nicht gut erzogen worden, oder was. Moral und Respekt gleich Null!

    Herr Balz-Szenario,
    Ich bin eine Lesbe und werde mich hüten, in Ihr Land zu reisen, solange Sie Präsident sind. Und Sie werden sich vor Frauen hüten müssen, sobald jemand versuchen sollte, eine Frau zum Sex zu zwingen(!!)

    ©BuntesUndSchönes
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#8 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 28.04.2019, 05:56h
  • Seine Weigerung, uns in seinem Land haben zu wollen, und somit die Realität anzuerkennen, dass es auch homosexuelle Touristen gibt, die Brasilien für ein tolles Land halten, schreit geradezu nach einem öffentlichen Kiss-in in Brasilien!
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#9 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 28.04.2019, 06:02h
  • Antwort auf #7 von rechts-view
  • Weil das für ihn in Ordnung ist, es entspricht ja seinem patriarchalischem faschistoiden Weltbild.
    Genauso, wie Homophobie, Transphobie und Misogynie seinem kruden Weltbild entspricht, so auch seine kapitalistische Fratze, die indigene Völker um des (seines?) Profits willen vertreiben will, und alle, die ihm nicht gefallen, durch seine "Spezialtruppen" ermorden lässt. Das ist ein, um Schröder frei zu zitieren, ein "lupenreiner Diktator". Und früher oder später erleiden alle Diktatoren dasselbe Schicksal. Für Brasilien hoffe ich, dass das Schicksal ihn sehr bald trifft.
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#10 saltgay_nlProfil
  • 28.04.2019, 08:43hZutphen
  • Es liegt auch an den Touristen, die eben in einem Nazi-Land Urlaub machen, weil es dort schön billig, die Frauen und die Männer so geil sind und den Touristen Politik scheißegal ist, solange sie ihre Vorteile an sich reißen können.

    Wenn dieses Bolzenschussgerät es geschickter anstellen würde, genügend deutschtümelnde Einwohner hat er ja, siehe Blumenau, dann würde er eine neue "Colonia dignidad" ins Leben rufen. Dann gäben sich CDU/CSU/AfD-Politiker dort die Klinke in die Hand um Kolonie-Kinder zu knattern, wie es früher im chilenischen Original der Fall war.

    Aber dieser Nazi wird auch ohne Touristen fest im Sattel sitzen, denn auch die deutsche Wirtschaft kennt weder Moral noch Gesetz. Immerhin sind die brasilianischen Eisenerze Grundlage der modernen Roheisengewinnung.

    Also hoffen wir auf ein Attentat, was angesichts der kriminellen Verstrickungen dieses Diktators nicht ungewöhnlich ist. Nicht etwas aus politischen Gründen, denn dazu ist dieses Volk viel zu lange erfolgreich dumm gehalten worden. Wer als Schulbesuch nur eine Samba-Schule vorweisen kann, lässt sich von evangelikalen Wunderheilern den Himmel über den Favelas schön reden und fällt auf solche Mafiosi brasilianischer Machart wie Bolzenschneider herein.

    Der Welthandel ist die einzige Waffe, die Regierungen wanken lässt, wovon die USA ja auch schrankenlos Gebrauch machen. Europa könnte es auch - aber hier regiert eben auch das Kapital und das profitiert von Unterdrückung und Gewalt. Die Wurzeln müssen ausgerissen werden.
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#11 YannickAnonym
  • 28.04.2019, 10:07h
  • Da sieht man was passiert, wenn solche Leute an die Macht kommen.

    Was kommt wohl als nächstes?

    Dass Schwule abends nicht mehr die Wohnung verlassen dürfen? Oder Aufrufe "Kauft nicht bei Schwulen"?

    Wie sich immer wieder dieselben Muster der Geschichte wiederholen... Die Menschheit lernt echt nichts dazu...
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#12 WayneAnonym
  • 28.04.2019, 10:43h
  • Ich möchte nochmal anmerken, dass die Kanaren und Neuseeland sehr schöne Orte sind, um dort Urlaub zu machen. Nehmt euch da z.B. ein Motorrad und fahrt von Norden nach Süden durch. Das bringt es irgendwie mehr, als in Brasilien von jemandem abgeknallt zu werden, weil man aus versehen am falschen Ort war.
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#13 la_passanteAnonym
#14 rechts-viewAnonym
#15 WayneAnonym
#16 rechts-viewAnonym
#17 yan diet-richAnonym
  • 28.04.2019, 21:59h
  • Wenn wir nicht so selbstgefällig wären würden wir gerade jetzt zu tausenden Brasilien fluten und unsere queer friends und die Opposition aktiv stärken, anstatt halbherzige Beileidskommentare zu verfassen, was nur dazu dient, das eigene Gewissen zu erleichtern. Brasilien hilft das wenig.
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#18 Homonklin44Profil
  • 29.04.2019, 02:41hTauroa Point
  • Antwort auf #17 von yan diet-rich
  • Um mit ungewisser Zukunft in irgend einem Knast zu landen?

    Warum der eine Politiker wohl geflohen sein mag, wenn diese Heldentat wohl angemessen wäre? Weil aus Brasilien ja so viele kommen, um uns gegen die AfD beizustehen ... oder von hier ganz viele nach Russland gingen, nach Tschetschenien, nach Brunei, um.... da würden etliche Reisen ins Ungewisse nötig. Freiwillige vor.

    Wir haben unser eigenes Braslien unweit Kiel an der Ostsee. Sonnenbaden geht auch dort.
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#19 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 29.04.2019, 07:52h
  • Wenn der Typ keine schwulen Touris will, vielleicht will er dann auch keine schwulen Geschäftsleute aus dem Ausland, die in seinem kaputten Land investieren? Oder schwule Diplomaten anderer Länder? Oder...?
    Wer ausgrenzt, schadet sich selbst am meisten.
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#20 zundermxeAnonym
  • 29.04.2019, 17:28h
  • Antwort auf #10 von saltgay_nl
  • ...die Wurzeln müssen ausgerissen werden...

    An diesem Punkt meine Zustimmung.

    Nur glaube ich kaum, dass es hierfür in absehbarer Zeit Mehrheiten gibt. Auch unter uns Queeren nicht. Als Konsument*innen sind wir völlig gleichberechtigter Teil der Marktwirtschaft. Auch wir konsumieren doch so gerne ungehemmt und halten dies für ein natürliches Menschenrecht. Ist doch nicht unserer Problem wer die Zeche zahlt. Unangenehme Worte wie bewusster Verzicht wird als Gewalt gegen das eigene Leben empfunden.
    Dabei geht die Gewalt ursächlich vom eigenen ungehemmten Konsum aus.
    Rettet den Hambi und dann mal schauen wo unser dritter Urlaubsflug in diesem Jahr hinfliegen soll. Oder vielleicht doch mal mit dem Traumschiff zu den Eisbären solange es sie noch gibt?

    Die Symptome unserer Zeit sind weltweiter (Rechts-) Populismus und das Erstarken von religiös-fanatischen Gruppen über den Terror hinaus in die Lebensbereiche der ganz normalen Bevölkerung. Beides vermischt sich auch gerne (bsp USA, Russland, Polen oder Türkei).

    Doch wo liegt die Ursache?
    In letzter Konsequenz immer in der Angst.
    Die Ursache für Ängste ist die moderne Marktwirtschaft, die mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen in allen Branchen global für das Recht des wirtschaftlich Stärkeren steht. Damit gehen dann ganz logisch und ursächlich fast alle Probleme und am Ende auch die persönlichen Ängste der einzelnen Menschen einher.
    Selbst in den vergleichsweise wirtschaftlich stärkeren Ländern dieser Welt toben die Ängste der Verteilungskämpfe zumindest gefühlt für zu viele Menschen.
    Deutschland ist da keine Ausnahme. Obwohl es im internationalen Vergleich nach Statistik eigentlich als reich bezeichnet werden kann. Doch ist das Gefühl reich zu sein oder nicht sehr subjektiv und orientiert sich meist ausschließlich an der persönlichen Umgebung und Zeit. Eine Statistik macht niemanden satt.

    Wie schaut es aus mit bezahlbarem Wohnraum in Arbeits- oder Uninähe?
    Wieso sind unsere Schulen noch im selben Zustand wie wir sie vor Jahrzehnten verlassen haben?
    Wieso werden wir mittlerweile seit Jahren durch die Null-Zinspolitik kalt enteignet?
    Wieso frisst am Lebensabend oder im Pflegefall das System den meist ein Leben lang erarbeiteten Wohlstand ohne idR eine menschenwürdige Pflege ermöglichen zu können?
    Wieso hängt es vom Geldbeutel ab ob wer medizinische Hilfe unverzüglich erhält oder im Zweifelsfall beim und durch warten in der Notaufnahme verreckt?
    Wieso haben wir so viele Jobs wo der Staat - also wir - die Kosten tragen und die Wirtschaft die Gewinne einstreicht (Thema Aufstocker und Rentenfalle für so genannte Geringverdiener)?
    Wieso gibt es immer mehr Firmen ohne Tarifbindung?
    Wieso haben immer mehr Menschen psychische Erkrankungen und wieso wird u.a. Demenz immer mehr zum normalen Lebensende?
    Warum sind immer mehr Gebiete und werden immer Gebiete ohne ausreichende ärztliche Grundversorgung sein?
    Warum sind viele ländliche Regionen mit Infrastruktur (bsp ÖPNV oder Internet) unterversorgt?
    Warum gibt es viele Jobs nicht mehr in Deutschland und wurden für die ehemalig Beschäftigen - wenn überhaupt - durch wesentlich schlechter bezahlte ersetzt?
    Wieso ist es mittlerweile für viele zur Normalität geworden seine Heimat (ohje, dass ich so ein böses Wort benutze) für einen einigermaßen bezahlten Job zu verlassen (hier könnte auch zugespitzt von inländischer oder besser von innerstaatlicher Wirtschaftsmigration gesprochen werden)?
    Wieso gibt es statt den kleinen Bauern fast nur noch Agrarindustrie?
    Wieso gibt es kein Recht auf gesunde Nahrung - oder zumindest als erster Schritt eine verpflichtende Kennzeichnung aller Lebensmittel?
    Wieso nimmt Extremwetter zu?
    Wieso steigen die Energiekosten immer rasanter?
    Wird meine Rentenzeit Verzicht und Armut bedeuten?
    Was wollen mir die Diversen wegnehmen und wer sind die überhaupt?
    ...

    Das ist nur ein Auszug an Ängsten, die viele Menschen auch in Deutschland haben. Berechtig oder nicht ist da erstmal nachrangig.
    Angst erzeugt Neid und Hass.
    Angst geht mit Gefühlen wie Unsicherheit und Bedeutungslosigkeit einher.
    Angst ist praktisch der natürliche Feind von Respekt und Toleranz.

    Was kann Angst entgegen gesetzt werden? Insbesondere wenn die Ursachen kaum schnell zu bekämpfen sind?

    Solidarität und Fairness.
    Anteilnahme und Gerechtigkeit.
    Respekt und Toleranz.
    Verzicht auf Verallgemeinerung.
    Wahrnehmung des Individuellen.
    Eben nicht konform zum System der Marktwirtschaft in letzter Konsequenz immer den eigenen Vorteil suchen.
    Nicht einfach machen weil man es kann (gibt kaum einen dümmlicheren Spruch der zugleich unsere Zeit so treffend beschreibt).
    Leben. Lachen. Lieben.

    Wer frei, offen und in Selbstbestimmung leben will, muss über die Grenzen der eigenen sozialen Gruppe hinaus bestrebt sein, dass es den Nächsten auch so geht.
    Nur wer Armut und Ungleichheit anderer bekämpft, bekämpft auch die Problemfelder der eigenen sozialen Gruppe.
    Es ist notwendig und richtig für die eigenen Rechte einzutreten!
    Aber es wird niemals nachhaltig sein wenn WIR uns nur darauf konzentrieren. UNSER Fokus muss auch immer auf die gesamte Gesellschaft gerichtet sein. Im eigenen Interesse aber nicht nur für eigene Interessen.

    Sonst werden wir Brasilien noch in anderen Ländern erleben müssen.
    Das Gesellschaftssystem der Demokratie allein ist heutzutage anhand zu vieler Beispiele wie Brasilien nicht das alleinige Mittel um Unfreiheit und Autokraten zu verhindern. Die Weimarer Republik und 33-45 hatten dies eigentlich schon bewiesen. Nur mochte diese Lehre kaum wer ziehen und die deutsche Geschichte wurde mit jedem anderen Kontext versucht zu deuten und zu erklären als mit dem Zusammenhang vom Gesellschaftssystem Demokratie und dem Wirtschaftssystem der global abhängigen Marktwirtschaft. Auch die NSDAP war politisch schon so gut wie erledigt bis es zum Crash 29 kam und diese Auswirkungen auch Deutschland hart trafen.
    Nun ist 2019 und ein demokratisches Land nach dem anderen wird von Populisten mittels demokratischer Wahlen regiert. In den meisten anderen Demokratien bekommen Populisten immer mehr Mandate und die Gesellschaften tendieren zumindest immer mehr zum Rollback.

    Ist eine wirklich soziale Marktwirtschaft national noch zu gewährleisten?
    In Europa?
    Global?
    Oder müsste nicht alles auf eine Art Hauswirtschaft umgestellt werden als eine intelligente Mischform aus Markt- und Planwirtschaft?
    Schöner Traum vielleicht.

    Gegenwärtig ist der einzige realistische Weg den Rollback zumindest in Europa zu stoppen, MEHR Europa.
    Ein Land alleine - auch das vergleichbar wirtschaftlich starke Deutschland - wird es nicht schaffen sich mit eigenen Werten und Vorstellungen zu behaupten.
    Daher braucht Europa Reformen.
    Wir müssen eine gemeinsame Sozialgesetzgebung, gemeinsame Wirtschafts- und Verteidigungspolitik entwickeln sonst wird Europa bald Vergangenheit sein.
    Dabei geht es erstmal weniger um Wünsche oder Ideale. Es ist schlicht die einzige Möglichkeit nicht wieder in eine Zeit von Einzelstaaten und unüberschaubaren bilateralen Abkommen zurück zu fallen.
    Ein Scheitern Europas wünschen sich Putin und Trump.
    Warum wohl?!
    Die einzelnen europäischen Staaten würden für unabsehbare Zeit das Lied dieser Herren singen müssen.

    Wer also Brasilien in Europa verhindern will, nimmt an der Europawahl teil und wählt pro-europäisch und das bitte queer!

    Wer also Brasilien verhindern will, achtet die Bedürfnisse anderer wie die eigenen. Mensch bleiben!
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