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Revierderby

Dortmund: Homophobes Banner gegen Schalke

Beim Derby am Samstag zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 im Signal Iduna Park beleidigten BVB-Fans die gegnerischen Spieler und Anhänger als "Schwuchteln".


Das homofeindliche Transparent am Samstag im Dortmunder Stadion (Bild: 1904online / twitter)

Homophober Eklat in der Bundesliga: Beim Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am Samstag im Dortmunder Signal Iduna Park beleidigten BVB-Fans die gegnerischen Spieler und Anhänger auf einem Banner als "Schwuchteln". Wörtlich hieß es auf zwei großen Transparenten in der Südtribüne: "Rock'n Roll Schalke? Ihr Schwuchteln singt zu Kay One."

In sozialen Netzwerken sorgte die homofeindliche Beleidigung für heftige Diskussionen.

Twitter / engtanzen

Parallel zeigten beim Spiel in Dortmund allerdings auch Schalke-Fans ein unterirdisches Banner: Mit dem Spruch "Immer noch 'ne Bombenidee, Freiheit für Sergej W." feierten sie das Bombenattentat auf den BVB-Mannschaftsbus vor zwei Jahren.

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BVB-Fans fielen mehrfach mit homophoben Tiraden auf

Immer wieder kommt es bei Spielen in den europäischen Profiligen zu homophoben Ausbrüchen. Fans von Borussia Dortmund fielen dabei bereits mehrfach negativ auf. Im vergangenen Jahr sollen Schwarz-Gelb-Anhänger in Leipzig "Schwule an die Wand" gegrölt haben (queer.de berichtete).

2012 waren BVB-Fans bereits bei einem Liga-Heimspiel mit einem homophoben Transparent aufgefallen, auf dem es hieß: "Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick" (queer.de berichtete). Das Team musste daraufhin 20.000 Euro Strafe wegen "unsportlichen Verhaltens" zahlen. Gegen die Verantwortlichen des Transparents verhängte der Verein daraufhin ein dreijähriges Stadionverbot. (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Wie sollte der DFB auf homophobe Fanbanner reagieren?
    Ergebnis der Umfrage vom 29.04.2019 bis 06.05.2019


#1 hannoAnonym
  • 28.04.2019, 09:37h
  • Eine einzige Katastrophe und einfach nur unfair in jeder Beziehung: gegenüber den Gästen, gegenüber den Fans, gegenüber dem Fußball, gegenüber Randgruppen. Zum Fremdschämen. Und wieder mal Dortmund BvB.
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#2 YannickAnonym
  • 28.04.2019, 09:38h
  • Warum hat sowas keine Konsequenzen?

    Die andauernde faschistische, rassistische und homo- und transphobe Hetze im Fußball muss endlich aufhören.

    Wenn es mit Vernunft nicht geht, müssen eben andere Maßnahmen getroffen werden.

    Sobald so etwas passiert, sollte das Spiel abgebrochen werden und die gegnerische Mannschaft zum Sieger erklärt werden. Wenn man das ein paar mal durchzieht, wird es das nie wieder geben.

    Oder man lässt entsprechende Vereine in Zukunft ohne Publikum vor leeren Rängen spielen.
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#3 Ralph
  • 28.04.2019, 10:06h
  • Es sollte im Interesse eines jeden Vereins und der Liga insgesamt sein, den Eindruck zu vermeiden, Fußballfans seien unterster Pöbel.
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#4 YannickAnonym
  • 28.04.2019, 10:20h
  • Antwort auf #3 von Ralph
  • Offenbar ist das nicht nur ein Eindruck oder ein Klischee, sondern Realität, die sich eben nicht verleugnen lässt...

    Einen anderen Schluss kann man langsam nicht mehr ziehen, wenn sich nach so langer Zeit immer noch nichts ändert und die Verantwortlichen immer noch keine Konsequenzen ziehen, weil sie ihre eigenen Fans fürchten...

    Die viel zitierten Parallelgesellschaften und rechtsfreien Räume sind offenbar im Fußball längst Realität.
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#5 JasperAnonym
  • 28.04.2019, 10:57h
  • Der Fußball zeigt immer wieder, dass er ein Proleten-Sport ist und das offenbar auch nicht ändern will...

    Wieso bietet man sowas überhaupt noch ein so großes Forum im Fernsehen?
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#6 efefefefAnonym
  • 28.04.2019, 11:27h
  • Das, was das Schimpfwort Neger gegenüber Menschen mit dunkler Hautfarbe ist, ist das Schimpfwort Schwuchtel gegenüber schwulen Männern.

    Absolut widerlich. Die Verantwortlichen sollten eine hohe Strafe und lebenslanges Stadionverbot bekommen.
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#7 AllieAnonym
  • 28.04.2019, 11:30h
  • Antwort auf #2 von Yannick
  • Sehr gute Idee!

    Außerdem sollte Hassrede gegenüber diskriminierten Gruppen endlich zur Straftat erklärt werden, so dass in so einem Fall nicht nur die Idioten mit dem Banner, sondern auch die Druckerei und der Sportkonzern selber belangt werden können (Die Sicherheitskräfte haben dieses riesengroße Banner am Einlass immerhin durchgelassen, also trifft den Konzern hier eindeutig eine Mitschuld). Der Staat müsste einfach nur den Volksverhetzungsparagraphen entsprechend erweitern.
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#8 KetzerEhemaliges Profil
  • 28.04.2019, 12:25h
  • Antwort auf #6 von efefefef
  • Nicht nur gegenüber schwulen Männern, sondern auch gegenüber Hetero-Männern. "Schwuchtel" ist eine generelle Herabwürdigung. Im Kern steckt dahinter nach wie vor der Grundgedanke, schwule Männer, Männer mit größeren weiblichen Anteilen etc. seien weniger wert, da "der richtige Mann" knallhart zu sein habe und keinerlei landläufig als weiblich konnotierte Verhaltens- oder Seinsweise aufzuzeigen habe.

    Grundlage von allem ist also die Abwertung von Weiblichkeit. Und zwar in diesem Fall gegenüber Männern mit ihren "weiblichen" Anteilen, aber auch gegenüber ALLEN Frauen. ("Schöner" Spruch in diesem Zusammenhang z.B. auch: "Sei doch nicht so'n Mädchen"... soll heißen, verhalte dich gefälligst wie ein "echter Kerl", ruppig, gewaltbereit, keine Rücksicht auf irgendwelche Verluste kennend.)

    Wir leben in einer zutiefst patriarchalen und misogynen Gesellschaft - immer noch. Und solange sich diese Grundeinstellung nicht ändert - "weiblich ist weniger wert als männlich" - wird es auch möglich bleiben, den Begriff "schwul" als Beleidigung zu nutzen.

    Wären wir WIRKLICH gleich viel wert, WÄRE das nämlich keine Beleidigung und würde auch nicht mehr entsprechend genutzt bzw. missbraucht werden.

    So einfach (bzw. so schwierig) ist das.
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#9 easykeyProfil
#10 Patrick SAnonym
  • 28.04.2019, 15:41h
  • Da fällt mir gleich wieder Hitzelsperger ein, der ja behauptet, alles hat sich so sehr verändert und duftet nach Rosenholz.
    Desweiteren würde mich mal interessieren, wie man so ein rießiges Plakat an der Sicherheitskontrolle vorbei bekommt??? Das fühlt sich der Terrorist mit seinem Klappmesser ja geradezu herausgefordert.
    Wieso höre ich dazu weder von Watzke, noch von den Spielern einen Kommentar???

    Lösung: Die Helden ausfindig machen und Stadionsperre verhängen! Und dem Club, der das Problem ja ganz offensichtlich nicht in den Griff bekommt oder bekommen will, mit mehreren Geisterspielen bestrafen. Geldentzug hilft immer.
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