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Polizeibericht

Homophobe Angriffe im Bremer Bürgerpark

Nach mehreren schwulenfeindlichen Angriffen am Samstagabend ermittelt die Kriminalpolizei gegen insgesamt 13 jugendliche und heranwachsende Tatverdächtige – es werden Zeugen gesucht.


Brücke im Bremer Bürgerpark (Bild: Dirk Duckhorn / flickr)

Bremer Bürger meldeten der Polizei am späten Samstagabend mehrere Jugendliche, die im Bürgerpark der Hansestadt auf aggressive Art und Weise Männer ansprachen und diese beschimpften. Das meldete die Polizei am Sonntag.

Laut Polizeibericht wurden die Männer gezielt aufgehalten und zu ihrer sexuellen Orientierung befragt. Entfernten sie sich daraufhin, wurden sie mit homosexuellenfeindlichen Worten beleidigt.

Schnell eintreffende Einsatzkräfte konnten noch im Bürgerpark 13 Tatverdächtige stellen. Nähere Angaben zu den Jugendlichen und Heranwachsenden wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Die Polizei bitte um Hinweise aus der Bevölkerung

Die Polizei Bremen bewertet diesen Vorfall als Hasskriminalität. Die Staatsschutzabteilung wird daher die Ermittlungen aufnehmen.

Zur weiteren Aufklärung der Straftaten werden Zeugen gesucht. Die Polizei fragt: Wer hat am Samstagabend im Bereich des Schwanenteichs im Bürgerpark verdächtige Beobachtungen gemacht? Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer (0421) 362-3888 entgegen.

Die Bremer Polizei hat mit Sven Rottenberg seit 2015 einen Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (queer.de berichtete). (cw/pm)



#1 FinnAnonym
  • 29.04.2019, 09:56h
  • Was muss eigentlich noch alles passieren, ehe die Politik endlich Handlungsbedarf sieht?
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#2 Carsten ACAnonym
  • 29.04.2019, 10:09h
  • Wir brauchen endlich mehr LGBTI-Aufklärung an allen Schulen. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Und volle rechtliche Gleichstellung, die nicht von heute auf morgen gesellschaftliche Akzeptanz bringt, die aber ein klares Signal an die Gesellschaft ist, dass nicht die LGBTI außerhalb der Gesellschaft stehen, sondern die LGBTI-Hasser. Es zeigt sich immer wieder, dass rechtliche Gleichstellung auch gesellschaftliche Prozesse (direkt und indirekt) in Gang setzt.
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#3 GerritAnonym
  • 29.04.2019, 11:39h
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Ja, vor allem muss die Politik sowohl auf Bundes- als auch Landesebene deutlich mehr tun und klarerer Zeichen setzen.

    Aber auch wir können zu mehr Akzeptanz und mehr Selbstverständlichkeit beitragen:
    durch mehr Sichtbarkeit.

    In den 90ern sah man viel öfter schwule und lesbische Paare Hand in Hand in der Öffentlichkeit als heute. Niemand verlangt, dass wir Märtyrer spielen und abends in einer dunklen Gasse händchenhaltend an Nazis oder religiösen Fundamentalisten vorbei gehen. Aber übertags in einer großen Stadt ist das möglich.

    Und es geht ja auch darum, z.B. vor Freunden und Kollegen ganz selbstverständlich vom Freund/der Freundin bzw. vom Mann/der Frau zu reden. Oder ein Foto von ihm/ihr auf dem Schreibtisch oder als Sperrbild auf dem Handy zu haben. Etc. etc. etc.

    Wenn die Gesellschaft sieht, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind, dann trägt das massiv zu mehr Akzeptanz bei.

    Und natürlich ist auch Sichtbarkeit in den Medien enorm wichtig. Sowohl im fiktionalen als auch im nicht-fiktionalen Bereich.
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#4 PeerAnonym
  • 29.04.2019, 11:53h
  • Wenn der Staat uns nicht schützen kann oder will, müssen wir uns eben selbst schützen.
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#5 GewaltmonopolAnonym
#6 AnonymAnonym
#7 GroßhansAnonym
  • 29.04.2019, 12:59h
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Unbenommen und dringend nötig. Allerdings bezweifle ich, dass dies geeignete Maßnahmen sind, um "männliche Jugendliche und Heranwachsende" zu erreichen, die "aggressiv homophob als Gruppe und aus der Gruppe heraus" agieren.
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#8 TheDadProfil
#9 TheDadProfil
  • 29.04.2019, 22:46hHannover
  • Antwort auf #7 von Großhans
  • ""Allerdings bezweifle ich, dass dies geeignete Maßnahmen sind, um "männliche Jugendliche und Heranwachsende" zu erreichen, die "aggressiv homophob als Gruppe und aus der Gruppe heraus" agieren.""..

    Ich arbeite in der Nachmittags-Betreuung von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren, und zusätzlich als AG-Leiter für mehrere AG's an einer IGS..
    Ich bekenne hier mal freimütig mit solchen Jugendlichen in ein sehr persönliches Gespräch zu gehen, sowohl einzeln, als auch in "Klein-Gruppen" und ihnen den Unfug aus dem Kopf zu treiben..

    Denn die wissen NICHTS über Sexualität..
    Und das ist nicht einmal ausschließlich ihre eigene Schuld, denn das Wissen der Lehrkörper hält sich stark in Grenzen, und was dann "vermittelt werden darf" unterliegt einem Lehrplan, der so schwammig formuliert ist, daß man als Lehrkörper ständig n der Gefahr steht sich mit den Eltern und deren "Auffassungen" konfrontiert zu sehen..

    Die Jugendlichen wissen einmal über "ihre eigene" Sexualität Bescheid, die sie dennoch so gerne zum "Non-Plus-Ultra" erklären, indem sie alles abwerten was nicht Hetero ist..
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#10 Homonklin44Profil
  • 30.04.2019, 12:31hTauroa Point
  • ""Laut Polizeibericht wurden die Männer gezielt aufgehalten und zu ihrer sexuellen Orientierung befragt. Entfernten sie sich daraufhin, wurden sie mit homosexuellenfeindlichen Worten beleidigt.""

    Im kleineren Stil gab es sowas auch schon in einem für Cruising bekannten Kieler Park. Da kamen auch schon Nazis, beleidigten und machten Leute blöd an.
    Bei den Jugendlichen sind das wohl so lose Banden, die sich damit mal stark fühlen und Sittenpolizei spielen oder das, was man als Vorstufe zum Schwulenklatschen bezeichnen könnte, sich Mut antrainieren.

    Die würde man aber wohl kaum mit Schulaufklärung ect. erreichen. Vielleicht mit sozialer Arbeit und Konfrontation mit Schicksalen, wer weiß. Und mit Beschäftigung, damit die auf so Ideen aus Langeweile nicht kämen.
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