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Polizeibericht

Homophobe Angriffe im Bremer Bürgerpark

Nach mehreren schwulenfeindlichen Angriffen am Samstagabend ermittelt die Kriminalpolizei gegen insgesamt 13 jugendliche und heranwachsende Tatverdächtige – es werden Zeugen gesucht.


Brücke im Bremer Bürgerpark (Bild: Dirk Duckhorn / flickr)

  • 28. April 2019, 16:31h 11 1 Min.

Bremer Bürger meldeten der Polizei am späten Samstagabend mehrere Jugendliche, die im Bürgerpark der Hansestadt auf aggressive Art und Weise Männer ansprachen und diese beschimpften. Das meldete die Polizei am Sonntag.

Laut Polizeibericht wurden die Männer gezielt aufgehalten und zu ihrer sexuellen Orientierung befragt. Entfernten sie sich daraufhin, wurden sie mit homosexuellenfeindlichen Worten beleidigt.

Schnell eintreffende Einsatzkräfte konnten noch im Bürgerpark 13 Tatverdächtige stellen. Nähere Angaben zu den Jugendlichen und Heranwachsenden wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Die Polizei bitte um Hinweise aus der Bevölkerung

Die Polizei Bremen bewertet diesen Vorfall als Hasskriminalität. Die Staatsschutzabteilung wird daher die Ermittlungen aufnehmen.

Zur weiteren Aufklärung der Straftaten werden Zeugen gesucht. Die Polizei fragt: Wer hat am Samstagabend im Bereich des Schwanenteichs im Bürgerpark verdächtige Beobachtungen gemacht? Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer (0421) 362-3888 entgegen.

Die Bremer Polizei hat mit Sven Rottenberg seit 2015 einen Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (queer.de berichtete). (cw/pm)

-w-

#1 FinnAnonym
  • 29.04.2019, 09:56h
  • Was muss eigentlich noch alles passieren, ehe die Politik endlich Handlungsbedarf sieht?
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#2 Carsten ACAnonym
  • 29.04.2019, 10:09h
  • Wir brauchen endlich mehr LGBTI-Aufklärung an allen Schulen. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Und volle rechtliche Gleichstellung, die nicht von heute auf morgen gesellschaftliche Akzeptanz bringt, die aber ein klares Signal an die Gesellschaft ist, dass nicht die LGBTI außerhalb der Gesellschaft stehen, sondern die LGBTI-Hasser. Es zeigt sich immer wieder, dass rechtliche Gleichstellung auch gesellschaftliche Prozesse (direkt und indirekt) in Gang setzt.
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#3 GerritAnonym
  • 29.04.2019, 11:39h
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Ja, vor allem muss die Politik sowohl auf Bundes- als auch Landesebene deutlich mehr tun und klarerer Zeichen setzen.

    Aber auch wir können zu mehr Akzeptanz und mehr Selbstverständlichkeit beitragen:
    durch mehr Sichtbarkeit.

    In den 90ern sah man viel öfter schwule und lesbische Paare Hand in Hand in der Öffentlichkeit als heute. Niemand verlangt, dass wir Märtyrer spielen und abends in einer dunklen Gasse händchenhaltend an Nazis oder religiösen Fundamentalisten vorbei gehen. Aber übertags in einer großen Stadt ist das möglich.

    Und es geht ja auch darum, z.B. vor Freunden und Kollegen ganz selbstverständlich vom Freund/der Freundin bzw. vom Mann/der Frau zu reden. Oder ein Foto von ihm/ihr auf dem Schreibtisch oder als Sperrbild auf dem Handy zu haben. Etc. etc. etc.

    Wenn die Gesellschaft sieht, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind, dann trägt das massiv zu mehr Akzeptanz bei.

    Und natürlich ist auch Sichtbarkeit in den Medien enorm wichtig. Sowohl im fiktionalen als auch im nicht-fiktionalen Bereich.
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