Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33476

Evangelische Kirche

Pfalz: Landessynode berät über Trauung für alle

Die Evangelische Kirche der Pfalz will die Diskriminierung von lesbischen und schwulen Paaren ein Stück weit beenden, beharrt jedoch auf dem "Gewissensvorbehalt" für homophobe Pfarrer.


Die Evangelische Kirche der Pfalz erlaubt bislang nur Segnungen von lesbischen und schwulen Ehepaaren, aber keine echten Trauungen (Bild: Rüdiger Stehn / flickr)

Zur nächsten Tagung der Landessynode erwartet die Evangelische Kirche der Pfalz ihre 70 Mitglieder vom 22. bis 25. Mai in Speyer. Als "kirchliche Volksvertretung" entscheidet das Gremium in geistlichen, rechtlichen und finanziellen Bereichen der Landeskirche. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. Synodalpräsident ist der Jurist Hermann Lorenz aus Kaiserslautern.

Einer der Punkte, die in Speyer besprochen werden sollen, wird der Gottesdienst bei der Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare sein. "Es geht um eine Anpassung an die staatliche Gesetzeslage", sagte ein Kirchensprecher. Wie heterosxuelle Paare auch, hätten Lesben und Schwule ein Anrecht auf eine kirchliche Trauung.

Sprachlicher Unterschied zwischen Homo- und Heteropaaren

Zwar hatte die Landessynode bereits Ende 2017 beschlossen, dass homosexuelle Paare, die eine Ehe nach staatlichem Recht geschlossen haben oder in einer eingetragenen Partnerschaft leben, Anspruch auf gottesdienstliche Begleitung haben. Allerdings existiert ein sprachlicher Unterschied. So werden Gottesdienste bei Lesben und Schwulen "Trauhandlungen" oder "Segnungen" genannt – nicht "Trauungen" (queer.de berichtete). Dies könnte sich nun ändern.

Über die Tagung hinaus wird wohl Bestand haben, dass Pfarrer einen "Gewissensvorbehalt" geltend machen können, wenn sie den Gottesdienst für gleichgeschlechtliche Paare in ihrer Gemeinde nicht selbst halten wollen. Der Dekan kann dann einen anderen Geistlichen benennen.

Der Evangelischen Kirche der Pfalz gehören rund 515.000 Mitglieder an. Sie erstreckt sich über das Gebiet Pfalz (im Bundesland Rheinland-Pfalz) und Saarpfalz (im Bundesland Saarland). (cw/dpa)



#1 Religioten-WatchAnonym
  • 29.04.2019, 09:40h
  • Auch wenn die üblichen Verdächtigen hier gleich wieder in Lobpreisungen und Hosiannas ausbrechen werden, gerührt davon, dass ihre "Kirche" sie zunmindest halbwegs als Mensch kategorisiert, ein Wort der Klarheit:

    Der "Gewissensvorbehalt" ist eindeutig fortgesetzte Diskriminierung. Anstatt homophobe Hassprediger*innen wor die weltliche Gerichtsbarkeit zu zerren, wo sie hingehören, wird ihnen auch noch ein Gewissen attestiert, das ihre Schafe zu respektieren haben.

    www.kirchenaustritt.de
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FinnAnonym
  • 29.04.2019, 09:51h
  • Ich übersetze mal:
    die beraten über Grundrechte.

    Das sagt auch schon wieder was aus, dass man überhaupt Diskussionsbedarf sieht, ob man Menschenrechte achtet oder nicht. Und wenn ja, inwiefern man die achtet.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Carsten ACAnonym
  • 29.04.2019, 10:06h
  • Wie glaubwürdig sind solche Prozesse, wenn sie erst dann in Gang kommen, wenn denen die Mitglieder in Scharen angewidert davonrennen und es für die existenzbedrohend wird.

    Das ist jedem klar, dass das nicht aus Überzeugung geschieht, sondern nur aus knallhartem ökonomischen Kalkül.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 GerritAnonym
#5 PeerAnonym
  • 29.04.2019, 12:01h
  • Sorry, aber als aufgeklärter, intelligenter und mündiger Bürger brauche ich nicht das OK irgendwelcher Leute, die meinen, in Gottes Namen zu sprechen und zu handeln.

    Und ich brauche auch nicht irgendwelche okkulten Riten, um meinen Freund lieben zu können und mit ihm glücklich zu sein.

    "Religion ist das Asyl der Dummen."
    (Spinoza)

    www.kirchenaustritt.de/

    www.giordano-bruno-stiftung.de/
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Religioten-WatchAnonym
#7 Bonifatius49Anonym
  • 29.04.2019, 14:42h
  • Antwort auf #6 von Religioten-Watch
  • Lobenswert wenn auch die EKD-Landeskirche Pfalz als 9 von 20 Landeskirchen der EKD kirchliche Trauungen befürworten sollte. Das wäre sehr schön.

    Daher Übertritt oder Eintritt in ein der 20 Landeskirchen der EKD, um kirchliche Trauungen als homosexuelles Ehepaar feiern zu können.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Bonifurtius49Anonym
  • 29.04.2019, 14:58h
  • Antwort auf #7 von Bonifatius49
  • "Daher Übertritt oder Eintritt in ein der 20 Landeskirchen der EKD, um kirchliche Trauungen als homosexuelles Ehepaar feiern zu können."

    Oder erwachsen werden und aus Vereinen, die sich Kobolden, Elfen oder Göttern verschrieben haben, austreten.

    www.kirchenaustritt.de
  • Antworten » | Direktlink »
#9 GebetsmühleAnonym
#10 cinnamonEhemaliges Profil
  • 29.04.2019, 17:29h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Hallo! Ein Grundrecht ist es zu heiraten und das haben wir ja nun endlich seit einem Jahr. Den Segen eines religiösen Vereins zu bekommen, gehört wohl nicht zu den Grundrechten. Ich kann da auch nur sagen: austreten, Achselzucken, Ende. Wer da unbedingt Wert drauf legt, Mitglied zu sein, muss selber mit der Diskrimierungen zurechtkommen.
  • Antworten » | Direktlink »