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Entscheidung angekündigt

CAS gibt Urteil im Fall Semenya am Mittwoch bekannt

Am 1. Mai will der Sportgerichtshof die Entscheidung verkünden, ob die Mittelstreckenläuferin mit intergeschlechtlichen Anlagen weiter an Sporveranstaltungen teilnehmen darf.


Caster Semenya holte für zehn Jahren ihren ersten WM-Titel – und steht seither unter besonderer Beobachtung (Bild: Chell Hill / wikipedia)

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird am Maifeiertag um 12 Uhr sein Urteil im Fall der zweimaligen 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya bekanntgeben. Dies teilte die im schweizerischen Lausanne ansässige höchste Sportrechtsinstanz am Montag mit.

Die Südafrikanerin steht seit langem im Mittelpunkt einer Debatte über Hyperandrogenismus und Intersexualität. Unterstützung erhielt die 28-Jährige auch von ihrer Regierung (queer.de berichtete).

Die dreimalige 800-Meter-Weltmeisterin wehrte sich vor dem CAS gegen eine IAAF-Regel, die Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen vorsieht. Demzufolge sollen Frauen das Startrecht für bestimmte Rennen nur erhalten, wenn ein spezifischer Testosterongehalt im Blut (fünf Nanomol pro Liter) nicht überschritten wird. Läuferinnen müssten künftig innerhalb einer durchgehenden Periode von mindestens sechs Monaten – zum Beispiel durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel – ihren erhöhten Wert dauerhaft reduzieren.

Eigentlich wollte der CAS seine Entscheidung im Fall Semenya schon am 26. März bekanntgeben. Weil die Verfahrensbeteiligten nach der Anhörung in Lausanne vom 18. bis 22. Februar noch weitere Unterlagen einreichten, hatte der Sportgerichtshof aber mehr Zeit benötigt und das Urteil bis Ende April angekündigt (queer.de berichtete).

"Es ist klar, dass sie eine Frau ist, aber vielleicht nicht zu 100 Prozent"

Der Fall Semenya beschäftigt die Sportwelt bereits seit zehn Jahren: Nach ihrer ersten Goldmedaille im 800-Meter-Lauf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 in Berlin musste sich Semenya umstrittenen Geschlechtstests unterziehen, deren Ergebnisse jedoch nicht veröffentlicht wurden. Der Generalsekretär des Leichtathletikverbands IAAF Pierre Weiss teilte damals lediglich der Presse mit: "Es ist klar, dass sie eine Frau ist, aber vielleicht nicht zu 100 Prozent." Die Mittelstreckenläuferin durfte damit ihre Medaillen behalten und nach einer mehrmonatigen Pause auch wieder bei den Frauen starten.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro holte Semenya mit persönlicher Bestleistung und nationalem Rekord von 1:55,28 Minuten erneut eine Goldmedaille im 800-Meter-Lauf (queer.de berichtete). Im Januar 2017 heiratete sie ihre Freundin Violet Raseboya (queer.de berichtete). (dpa/cw)



#1 Bitte_BitteAnonym
  • 29.04.2019, 16:18h
  • Puh, jetzt heißt es Nerven bewahren.
    Ich wünsche ihr, dass das Urteil positiv für sie ausfällt. Ich gönne es ihr und es gibt nichts, was dem widersprechen würde, sobald man Vielfalt ernst nimmt.

    Stay strong Semenya, you deserve to continue your career :-)

    ©BuntesUndSchönes
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