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Einspruch erwogen

Südafrikas Leichtathletik-Verband "völlig geschockt" über CAS-Urteil

Südafrika will das Urteil gegen seine intersexuelle Star-Leichathtletin Caster Semenya nicht kampflos hinnehmen.


Weitere Gerichte werden wohl über die sportliche Zukunft von Caster Semenya entscheiden müssen (Bild: Yann Caradec / flickr)

  • 2. Mai 2019, 12:09h, noch kein Kommentar

Der Südafrikanische Leichtathletik-Verband (ASA) prüft einen Einspruch gegen das CAS-Urteil im Fall von 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya. Man sei "völlig geschockt darüber, wie eine Institution mit so hohem Ansehen wie der CAS eine Diskriminierung gutheißen kann, ohne mit der Wimper zu zucken", teilte "Athletics South Africa" zur Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs in Lausanne im Streit um Testosteron-Grenzwerte für Frauen in einem Statement mit.

Man werde "in Kürze" entscheiden, ob das Urteil angefochten wird oder nicht. Ein Einspruch gegen CAS-Urteile ist innerhalb von 30 Tagen vor dem Schweizer Bundesgericht möglich. Auch die Anrufung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg ist möglich.

Der CAS hatte am Mittwoch den Einspruch der 28 Jahre alten Südafrikanerin Semenya und der ASA abgelehnt (queer.de berichtete). Damit tritt am 8. Mai eine Regel des Leichtathletik-Weltverbandes in Kraft, mit der Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen festgesetzt werden. Die Regelung gilt für Strecken zwischen 400 Metern und einer Meile (1.609 Meter). Semenyas Spezialdisziplin sind die 800 Meter. (dpa/cw)