Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33506

Hassrede

Milo Yiannopoulos bei Facebook und Instagram gelöscht

Reaktion auf Gewalt und Hass im Netz: Zusammen mit einer Reihe anderer ultrarechter Agitatoren wurde der schwule Rassist am Donnerstag von beiden sozialen Netzwerken dauerhaft gesperrt.


Milo Yiannopoulos bei einer Wahlveranstaltung der "Gays for Trump"

Facebook hat eine Reihe von ultrakonservativen Kommentatoren aus den USA und Großbritannien von seinen Seiten verbannt. Unter ihnen ist auch der schwule britische Provokateur und Rechtspopulist Milo Yiannopoulos, wie der Internetkonzern am Donnerstag mitteilte. Die Sperre gilt auch für das Tochterunternehmen Instagram.

Der in Athen geborene Yiannopoulos hatte in Großbritannien eine Karriere in katholischen Medien gemacht und war etwa vor wenigen Jahren, damals noch recht brav und bieder, in Talkshows aufgetreten, um sich gegen eine Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare auszusprechen. Inzwischen ist er, nach einer Verwandlung zu einer andauernd mit krassen, hetzerischen Aussagen die öffentliche Aufmerksamkeit suchende, sich extrem schrill inszenierende "Schwuchtel" (so die Eigenbezeichnung "Faggot") zu einem Shooting-Star der Neurechten weltweit geworden, wo er vor allem antifeministische, islamophobe und rassistische Stimmungsmache betreibt. Auch über Lesben und trans Menschen zieht er in einem vermeintlichen Kampf gegen "politische Korrektheit" immer wieder her.

2016 trat Yiannopoulos auf einer Wahlkampfveranstaltung für Donald Trump auf; bei den "Gays for Trump" kritisierte er vor ultrarechten Besuchern die Linke als "Verräter an den Schwulen", da sie "den Islam" unterstütze (queer.de berichtete). Er trug dazu ein T-Shirt mit einer Pistole in Regenbogenfarben und dem Spruch "Wir schießen zurück". Im selben Jahr war Yiannopoulos bereits von Twitter verbannt worden.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Auch Louis Farrakhan und Alex Jones gesperrt

Ausgesperrt bei Facebook und Instagram wurde am Donnerstag auch der umstrittene US-Schwarzenführer Louis Farrakhan, Chef der Organisation Nation des Islam. Ihm wird unter anderem angelastet, antisemitische Ansichten zu propagieren. Ferner von dem Bann betroffen ist der einflussreiche US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der eine Radio-Talkshow hat und die Website "Infowars" betreibt,

Facebook habe schon immer Individuen oder Organisationen verbannt, die "Gewalt und Hass" beförderten, erklärte das Unternehmen. Den Betroffenen werden ihre Seiten im Facebook-Netzwerk wie auch bei auch der Konzerntochter Instagram gelöscht. Jones war zwar schon im vergangenen Jahr von Facebook wegen "Verherrlichung von Gewalt" und "entmenschlichender" Sprache gegenüber Muslimen, Migranten und trans Menschen ausgesperrt worden, damals aber nur vorläufig und nicht in vollem Umfang.

Facebook und andere Onlinenetzwerke sehen sich seit dem US-Wahlkampf von 2016 und dem Brexit-Votum starkem Druck ausgesetzt, energischer gegen die Verbreitung falscher und manipulativer Inhalte auf ihren Seiten vorzugehen. Die Betreiber der großen Plattformen haben auch diverse entsprechende Schritte ergriffen. Vielen Kritikern gehen die Maßnahmen aber nicht weit genug. (cw/AFP)



#1 alter schwedeAnonym
  • 03.05.2019, 10:56h
  • Ich schätze mal, daß er auf Breitbart News herzlich willkommen ist. Im übrigen sagt seine Unterstützung für Gays for Trump alles. Ein reaktionärer, rechtsradikaler schwuler Rassist.

    Soll es ja ab und an geben. Grennell, Weidel, Berger usw. sind leuchtende Beispiele dafür.
    (Wollte grade ein leuchtendes Bild von Ernst Röhm mit der Bildunterschrift So kanns gehen anfügen, aber leider kann man bei queer.de keine Pics posten Schade)

    Ansonsten fürchte ich eher, daß es bei Facebook und Instagramm massive Speicherprobleme gibt und die Admins begonnen haben unnötig belegten Speicherplatz frei zu geben.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 RyluriAnonym
  • 03.05.2019, 11:56h
  • Ich verstehe Menschen nicht. Will nicht mal jemand diesen Planeten in die Luft sprengen?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 la_passanteAnonym
  • 03.05.2019, 21:19h
  • Jetzt noch bitte Putins Fakefabriken und Trollarmeen rausschmeißen, dann ist wieder Platz in den Timelines und den Hirnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
#5 berliner_bärchenAnonym
  • 03.05.2019, 23:40h
  • Antwort auf #2 von Ryluri
  • "Ich verstehe Menschen nicht. Will nicht mal jemand diesen Planeten in die Luft sprengen?"

    Aber ist gibt aber doch auch Menschen, für die es sich lohnt den Planeten zu retten... Schwierig daran ist nur, dass die faschistoiden Ars...öcher oft Provokationsprofis sind und somit eine viel größere Aufmerksamkeits-Reichweite haben als die integren, humorvollen, konstruktiven, vielleicht auch stilleren Mitmenschen. Vielleicht springt der vernünftige Teil der Menschheit irgendwann nicht mehr über jedes Stöckchen dieser unangenehmen, extremistischen Provokateure - denn nichts würde die mehr zur Weißglut bringen als Desinteresse (ich bin mir bewusst, dass ich gerade über ein solches Stöckchen springe).
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Homonklin44Profil
  • 04.05.2019, 08:33hTauroa Point
  • Wenn man selber weich wäre, könnte einem der Typ bald dafür leidtun, dass er sich als Hure für diesen ganzen Rassistenschiet das Hirn zerschießen lässt.
    Ist immer wieder mindboggling, dass sich Schwule für die eigene Unterdrückung und Rechte-Vorenthaltung hergeben. Ist das eigentlich Gesinnungsmasochismus oder was läuft da fehl? Wie bei Weidel und dem Kleinen ohne Hals, Mirko Dingsda. Na ja, von dem hört man nichts mehr.

    Finde ich gut, dass das Zuckerberg-Franchaise da wenigstens manche dieser Extremismus-Schleudern sperrt. Das Problem ist nur, dass FB & Co nicht alles deckt, und diese Schleimpilze sich andere Schleuderplattformen suchen.

    Es müssten aber auch die Staaten dafür Sorge tragen, dass so ein Hate-Mist nicht in weitreichenden Umlauf gerät.
    Oder wie hier, München, den Höcke & Konsorten nicht in öffentliche Gaststätten lässt (Bravo@Munich!), denen keine Bühne zu bieten
  • Antworten » | Direktlink »
#7 HyenadykeProfil
  • 04.05.2019, 09:56hKöln
  • Antwort auf #2 von Ryluri
  • Nun ja, es gibt tatsächlich diese Leute, die den Planeten brennen sehen wollen:
    Allerdings sind es genau diese Faschist*innen, Menschenhasser*innen und Rechtsaußen, die das wollen. Mensch schau sich nur mal an, was die so alles absondern:
    Apokalypse hier, Endkampf da; ein Bürgerkrieg wird regelrecht herbeigesehnt ...

    Einige wie die Evangelikalen begründen dies dann religiös. Und in den USA oder Brasilien sind sie Präsident oder Vizepräsident.
    Das erklärt dann auch deren Politik:
    Provozieren, wo es geht. Auf dass sich alle mit allen in die Haare kriegen und am Ende tatsächlich Blut fließt.

    Eine einfache Lösung fällt mir aber auch nicht ein. Denn werden sie ignoriert, fühlen sie sich bestätigt, dass sie dem "Endziel" schon näher gekommen sind und gehen einen Schritt weiter. Am Ende fangen sie an, Menschen zu töten.
    Dieses Muster zieht sich vom NSU bis zu den Attentätern von Utoya und Christchurch.
    :(
  • Antworten » | Direktlink »
#8 alter schwedeAnonym
  • 04.05.2019, 10:07h
  • Antwort auf #5 von berliner_bärchen
  • Und es ist gut so, daß du über diese Stöckchen springst.

    Das Stöckchen kann nämlich auch dazu benutzt werden um die Anhänger des Stöckchenhalters zu provozieren. (Ich verstehe Provokation sicherlich nicht als die Standpunkte des Stöckchenhalters aufzugreifen und eigene Standpunkte zu rechtfertigen. Ich verstehe Provokation immer als Verunsicherung und Verärgerung der Gegenseite durch Selbstbewußtsein, Gegenrede und evtl satirische Verzerrung).

    Zum Zweiten: Du kannst dem Stöckchenhalter und seinen Anhängern deutlich zeigen, daß seine Positionen auf Widerstand treffen.
    Dies wird so gut wie nie Standpunkte der Gegenseite verändern, aber du zeigst ihr, daß ein einfacher Durchmarsch zur Erreichung ihrer Ziele nicht möglich ist.

    Deshalb weiter posten. Schweigen heißt bereits kapituliert zu haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 berliner_bärchenAnonym
  • 04.05.2019, 12:44h
  • Antwort auf #8 von alter schwede
  • Du sprichst Punkte an, die sicherlich richtig sind aber dennoch bin ich unsicher, welche Strategie im Umgang mit den rechten Provokateuren Erfolg versprechender ist. Kommt bei einer Provokation kein Widerspruch oder reagieren lediglich die Unterstützer/innen der Provokateure, entsteht der Eindruck, dass die Aussagen von einem Großteil der Leser/innen unterstützt wird. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass die meisten, sehr grob gestrickten und plakativen "Meinungen" weitere Verbreitung finden und somit von manchen als normal bzw. richtig empfunden werden - sozusagen eine Desensibilisierung gegenüber den sich ständig wiederholenden Aussagen stattfindet. Auch z.B. das Erlernen von Sprachen findet durch kontinuierliche Wiederholung statt bis sie verinnerlicht sind.

    Andererseits könnte bei Desinteresse oder aktiver Nichtbeachtung der Vorwurf der Unterdrückung von "mutigen aber unliebsamen Meinungen" durch die "Systemmedien" entstehen. Das wiederum könnte zu Stärkung von Verschwörungstheorien bis hin zu Gewalt führen, wie Hyenadyke schon erwähnt hat.

    Auf manchen Foren (wie leider auch auf ARD.de), hat der rechte Meinungsmob bereits die Oberhand gewonnen. Die wenigen Foristen/Foristinnen die Gegenrede wagen, müssen sich dort einen unglaublichen Mist reinziehen und werden dazu noch heftig angefeindet. Ich kann mir die "Meinungen" dort kaum noch durchlesen, weil sich mein Menschenbild akut verschlechtert und ich aggressiv oder deprimiert werde.

    Aber ein paar Medien verstehe ich als Schutzraum bzw. als mein Revier und da fühle ich mich geradezu in der Pflicht, dem rechten Zeitgeist Paroli zu bieten.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HyenadykeProfil
  • 05.05.2019, 09:59hKöln
  • Antwort auf #9 von berliner_bärchen
  • Ja, mir geht das beim Forum-Durchlesen von Tagesschau bis Spiegel-Online genauso.

    Doch eine Sache möchte ich dennoch klarstellen:
    Sicher ist der Vorwurf "die Medien unterdrücken uns! Mimimi!" eine gern genommene Legitimation für Gewalt. Doch in meinen Augen ist das nur vorgeschoben.
    Es geht ihnen (den rechtsextremen Menschenhasser*innen) nur um die Provokation. Und wenn alle Medien die neuste Unmöglichkeit groß und breit verkündet haben und der Widerspruch ausbleibt, dann ist das ein Zeichen, dass wir (die sogenannte "Zivilgesellschaft") uns an den Scheiß langsam aber sicher gewöhnt haben. Also dass es jetzt zum "normalen Umgangston" gehört, sich zu beleidigen, zu bedrohen und herumzupöbeln. Und wenn die geplante Provokation keine mehr ist, muss eben noch eine Schippe drauf gelegt werden.
    Bis hin zur "finalen Provokation". Etwas, das nicht mehr ohne Reaktion bleiben kann.

    Diese Menschen WOLLEN die Welt brennen sehen. Das macht sie ja gerade so gefährlich!

    Eine einfache Lösung dafür hätte ich auch gern. Mir fällt bloß keine ein.
  • Antworten » | Direktlink »