Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33511

"Ich wäre wählerischer"

Jochen Schropp will keine Rolle als "Klischee-Schwuler"

Der Schauspieler und Moderator hat zwar in vielen TV-Filmen den heterosexuellen Klischee-Liebhaber gespielt. Nach seinem Coming-out möchte er aber für ein schwules Rollenangebot "mehr Tiefgang".


Jochen Schropp arbeitete unter anderem als Gameshow-Moderator (Bild: MDR)

Jochen Schropp will wieder mehr Rollen im Theater und Fernsehen spielen, allerdings keinen "Klischee-Schwulen". Das sagte der Moderator ("Sat.1-Frühstücksfernsehen") und Schauspieler am Rande des New Faces Awards am Donnerstagabend in Berlin.

"Ich habe gerade drei Monate Theater gespielt und gemerkt, dass mein Herz sehr stark an der Schauspielerei hängt. Ich würde definitiv auch einen schwulen Mann spielen, ich glaube allerdings, dass ich als schwuler Mann bei einer schwulen Rolle sehr viel wählerischer wäre als bei einer heterosexuellen", so der 40-Jährige.

"Ich habe zwar schon Klischee-Liebhaber gespielt, und das auch sehr gerne, aber einen Klischee-Schwulen würde ich nicht spielen wollen. Da muss dann schon mehr Tiefgang da sein." Eine Traumrolle wäre für den Schauspieler auch ein Dreh auf dem ZDF-"Traumschiff".

- Werbung - Video - BEAUTIFUL DESTINATION MALTA

Schauspielagentur riet Schropp von Coming-out ab


In leicht zu konsumierenden Filmen oder Fernsehserien spielte Jochen Schropp gerne den heterosexuellen Klischee-Liebhaber und Traum aller Schwiegermütter (das Bild stammt aus der ARD-Jugendserie "Sternenfänger")

Schropp hatte sich vor rund einem Jahr als schwul geoutet (queer.de berichtete). Er berichtete damals, dass ihm seine frühere Schauspielagentur davon abgeraten habe, öffentlich über seine sexuelle Orientierung zu sprechen. "Mir wurde gesagt: Mach das lieber nicht, es wird dir schaden", so Schropp damals. Schropp hatte zuvor in vielen Serien und TV-Filmen einen Frauenschwarm oder perfekten Schwiegersohn dargestellt.

Der in Gießen geborene Schauspieler wurde 2002 bekannt durch seine Hauptrolle in der 26-teiligen ARD-Vorabendserie "Sternenfänger". Später wirkte er im "Polizeiruf 110" sowie in mehreren Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen für das ZDF mit und moderierte unter anderem TV-Shows wie "Promi Big Brother" (Sat.1) und "X Factor" (RTL/Vox) oder "Schätzen Sie mal" (Das Erste). Seit Herbst letzten Jahres arbeitet er als Moderator im Sat.1-Frühstücksfernsehen (queer.de berichtete). (dpa/dk)



#1 LidercAnonym
  • 03.05.2019, 20:59h
  • Den Schauspieler finde ich nicht nur sympathisch, sondern auch intelligent. Es sollten mehr Leute, die in der Öffentlichkeit stehen, so denken wie er. Prominente wie Kerstin Ott, C. Wurst oder Hella v Sinnen wirken wie altbackene Zerrbilder dagegen, die nicht einmal früher wirklich unterhaltsam waren.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Patroklos
#3 IronikerAnonym
#4 MarthaAnonym
  • 04.05.2019, 11:09h
  • Bin nur noch peinlich berührt. Jahrelange Selbstverleugnung und herum lügen bis zum abwinken. Zudem völlige Selbstüberschätzung was seine Leistungen als 'Moderator' und 'Schauspieler' angeht. Sorry, ich kann ihn schon lange nicht mehr ernst nehmen...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 LotiAnonym
  • 06.05.2019, 13:49h
  • Wer ist das? Kenne ihn gar nicht. Habe nie auch nur eine mit ihm Sendung gesehen. Wenn ich den Namen Pilcher nur schon lese, schalte ich auf stur.
  • Antworten » | Direktlink »