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Kommentare zu:
"Friends"-Produzentin bedauert Transphobie in Kultserie


#1 Ken AdamsAnonym
  • 03.05.2019, 19:22h
  • Oh mein Gott (Chandler Bing) ...

    Man kann auch in allem etwas Negatives finden, wenn man lang genug sucht. In diesem Fall ist es fast ein ViertelJahrhundert nach Erstausstrahlung, dass man meint, Friends sei 'omniphob'.

    Natürlich sind einige der Sketche nicht der übertriebenen political correctness der vergangen Jahre entsprechend. Die Serie ist aber nun auch nicht in dieser Zeit produziert worden.

    Die Aussage Kauffmans, dass sie HEUTE einiges anders inszeniert hätte, finde ich vernünftig. Dennoch bleibt es eine Serie aus einem anderen zeitlichen und gesellschaftlichen Rahmen. Das kann und darf man dann einfach nicht mit den Ansprüchen von 2019 werten. Sonst müsste man so ziemlich alles aus den 50er Jahren wegen all der chauvinistischen Darstellungen zensieren. Oder beliebte Klassiker, die einen literarischen Stellenwert haben, wie die Werke von Ottfried Preußler, zensieren und umschreiben. Oh, stimmt, das passiert ja grad ...

    Ich hab Friends so oft gesehen, dass ich die meisten Szenen sicherlich mitsprechen kann - und ich lache immer noch über sie. Mir ist dieses ganze "Friends ist voll trans- und homophob"-Gequarke ein Rätsel. Wer sich so sehr über eine verstaubte Fernsehserie aufregen muss, hat aus meiner Sicht eindeutig andere Probleme ...
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#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 03.05.2019, 19:48h
  • Menschen entwickeln sich hoffentlich, sehen heute Dinge anders, als sie diese früher sahen. Ich würde heute auch einige meiner Drehbücher anders schreiben, weil ich mich entwickelt habe. Darum stimme ich ihr zu.
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#3 antosProfil
  • 03.05.2019, 19:51hBonn
  • Antwort auf #1 von Ken Adams
  • - Dennoch bleibt es eine Serie aus einem anderen zeitlichen und gesellschaftlichen Rahmen. -

    Merkwürdig, ich hab diese Serie geliebt [Phoebe!], fand die im Artikel erwähnte Sorte Gags aber schon damals scheiße. Erklär mir das mal mit deinen Rahmungen!
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#4 Ken AdamsAnonym
  • 03.05.2019, 20:39h
  • Antwort auf #3 von antos
  • Ich kann dir das jetzt nicht für jeden einzelnen Witz erläutern, dafür sind es zu viele. Auch nicht alle davon fand ich witzig. Zwei Beispiele:

    Der Hausjunge, der Chandler an Thanksgiving den Truthahn anbietet. Natürlich ist das aus heutiger Sicht anstößig. Ich persönlich fand das"More turkey, Mr. Chandler?" herrlich, weil es so übertrieben war. Außerdem denke ich schon, dass es für ein Kind schon ein traumatisches Erlebnis sein kann, wenn die Eltern ihre Trennung bekannt geben, weil der Vater Männer mag. Und traumatisch meine sicherlich nicht aus transphoben Gründen, sondern weil die Trennung der Eltern aus jedwedem Grund bekanntlich Auswirkungen auf die Psyche eines so jungen Kindes haben kann.

    Die hier angeführte Szene bei der Hochzeit von Monica und Chandler, bei der sich Chandlers Eltern gegenseitig anzicken, ob die Kleiderwahl nicht vielleicht zu unpassend sei, habe ich ebenso wenig jemals transphob interpretiert, sondern fand den Schlagabtausch einfach gelungen und gut gespielt.
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#5 RyluriAnonym
#6 Sound67Anonym
  • 04.05.2019, 08:58h
  • Die übertriebene Political Correctness von heute ist zum grossen Teil für das Ausschwenken des Pendels in die andere Richtung verantwortlich: Den Rechtspopulismus. Man muss viel souveräner reagieren. Kunst und Kultur sind ihrer Zeit verhaftet. Was gestern opportun war ist morgen plötzlich anstößig. Die Comics von Tim und Struppi strotzen vor rassistischen Klischées, Onkel Toms Hütte, früher als bahnbrechendes Werk gegen den Rassismus gefeiert, gilt jetzt selbst als rassistisch. Man kann Anachronismen zur Kenntnis nehmen und Werke trotzdem schätzen. So ist es auch bei Friends. Die Szenen sind witzig und gut gespielt, und völlig harmlos. Komödien und Satiren dürfen nicht übertriebene Rücksicht nehmen, sonst funktionieren sie nicht. Diese Episoden funktionieren. Nichts anderes ist wichtig.
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#7 JarJarProfil
  • 04.05.2019, 09:45hKiel
  • Ich mag Friends noch immer gerne und sehe es auch nicht kritisch, die Serie ist halt schon älter und wenn man es auseinandernehmen will: Chandler und dessen Mutter sind halt von ihrem Vater/Mann enttäuscht, er hat die Familie wegen seiner Sexualität verlassen und lieber in einer gleichgeschlechtlichen Liebe weiter gelebt. Chandler hatte keinen Vater mehr und seine Frau fühlt sich betrogen. Natürlich lassen sie dann kein gutes Haar an ihm und es ist dann am einfachsten auf dem Grund herum zu hacken weswegen er die Familie verlassen hat.
    Wären Chandler homophob würde er wohl auch etwas gegen Ross Ex was haben, hat er nicht, von daher ist es etwas persönliches zwischen ihm und seinem Vater.
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#8 HyenadykeProfil
#9 HyenadykeProfil
  • 04.05.2019, 10:16hKöln
  • Antwort auf #7 von JarJar
  • Ist es eigentlich Absicht, dass Du andauernd eine Transfrau als Mann misgenderst?

    Ein Blick in deine Kommentar-Historie zeigt zumindest, dass Du mit Trans* tatsächlich ein Problem zu haben scheinst ...
    Aber jetzt bin ich doch glatt darauf angesprungen!
    Hier, Deine Belohnung:
    <')-(-(-(--
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#10 Ken AdamsAnonym
#11 feli491Anonym
  • 04.05.2019, 10:37h
  • Antwort auf #6 von Sound67
  • Und deswegen dürfen die Produzent*innen nicht im Nachhinein sagen, "Sorry, damals dachten wir, dass das in Ordnung ist. Wir haben uns geirrt und das tut uns leid"?

    Dann brauchen sich die Politiker*innen ja auch nicht dafür entschuldigen, dass Schwule jahrelang gesetzlich verfolgt wurden, das war halt damals der Zeitgeist...
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#12 feli491Anonym
  • 04.05.2019, 10:53h
  • An alle Menschen, die solche Darstellungen von trans Menschen verharmlosen: das ist die Art von Repräsentation, die immer noch für gesellschaftliche Nachteile von trans Menschen führt. Man outet sich als trans und das Gegenüber hat - sofern noch keine real life Begegnung mit trans Menschen passiert ist - erstmal die Bilder im Kopf, die er*sie aus Medien kennt, im Zweifel auch aus Serien. Damit wird man dann sofort in eine Schublade gesteckt, und man geht davon aus, dass es ok ist, sich darüber ständig lustig zu machen - "machen die in der Serie ja auch".

    Außerdem macht es das für trans Menschen, die vielleicht gerade versuchen, sich über sich selbst im klaren zu werden, wahnsinnig schwierig. Da Darstellungen von trans Menschen in populären Medien eben so selten ist, muss man mit dem zurecht kommen, was da ist, und wenn dann so eine Darstellung präsentiert wird, in der trans Frauen in diesem Fall einfach mit Drag Queens dargestellt werden und eben gezeigt wird, dass man sich über trans Menschen 24/7 lustig machen kann, dann führt das oft genug dazu, dass trans Menschen sich denken, "ok, das ist nicht das, was ich fühle und was ich sein will, dann bin ich offenbar nicht trans". Gefolgt oftmals von jahrelanger Selbstverleugnung, durch die man sich irgendwie quält.

    Zum Glück gibt es heute einige, aber immer noch wenige, halbwegs realistische Darstellungen von trans Menschen, und durch das Internet ist man vielleicht auch nicht mehr so sehr auf Fernsehen angewiesen, aber wenn man vielleicht zehn, zwanzig Jahre zurück denkt, dann hatten solche Darstellung sehr stark den beschriebenen Effekt - und da spreche ich aus Erfahrung
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#13 SpidermanSBAnonym
  • 04.05.2019, 17:20h
  • Über Ross werden in der Serie such ständig Witze gemacht, die damit zusammenhängen, dass er Palaeonthologe ist. Ist das jetzt palaeoohob? Über Monica und ihren Ordnungswahn werden ständig Witze gemacht. Ist das jetzt Ordunungsfeindlichkeit? Joey ist nicht hellste und ziemlich verfressen. Das ist total essensfeindlich! Wann entschuldigt sich Frau Kaufmann endlich bei diesen Leuten!? Echt, geht zum Lachen in den Keller! Friends ist großartig und darf darüber lachen! Es ist eine COMEDY-Serie Herrgott noch mal!! (Das sollte nicht christenfreindlicj sein!)....
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#14 feli491Anonym
  • 04.05.2019, 17:37h
  • Antwort auf #13 von SpidermanSB
  • Mit dem kleinen, fast schon unbedeutenden Unterschied, dass Paleontholog*innen gesellschaftlich nicht wirklich benachteiligt sind...

    Und es geht mir auch nicht darum, dass jetzt alle Menschen Friends blöd finden sollen - ich mag auch manche Serien, in denen es kaum Frauen, kaum People of Colour, noch weniger Schwule, noch weniger Lesben, und gar keine trans* Menschen gibt. Was mich aber nicht davon abhält, mir dieser Problematiken auch bewusst zu sein.
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#15 JarJarProfil
  • 06.05.2019, 15:22hKiel
  • Antwort auf #9 von Hyenadyke
  • Ja genau meine Kommentare strotzen nur so von diskriminierenden Begriffen. LOL
    Man kann es echt übertreiben, es ist eine alte Fernsehserie, als nächstes zieht man Bonanza oder Dallas aus dem Keller weil damals ja keine oder kaum (zumindest im Fall von Dallas) schwule Figuren auftauchen, dafür sollten sich die Macher aber entschuldigen und warum war beim A-Team Face nicht schwul und Murdock im falschen Körper gefangen?!? Ein Unding!
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