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Testosteron-Limit

Caster Semenya lehnt Hormon-Reduzierung ab: "Zur Hölle, nein"

Klare Ansage nach dem CAS-Urteil: Die Mittelstreckenläuferin mit intersexuellen Anlagen will keine Medikamente nehmen, um in ihrer bisherigen Disziplin weiter bei Wettbewerben antreten zu können.


Caster Semenya bei einem Wettbewerb im Jahr 2011 (Bild: Chell Hill / wikipedia)

Leichtathletik-Olympiasiegerin Caster Semenya will keine Medikamente nehmen, um ihre Hormonwerte zu reduzieren und weiter über 800 Meter auf Titel- und Medaillenjagd gehen zu dürfen. "Zur Hölle, nein", antwortete die 28-jährige Südafrikanerin nach dem Sieg beim Diamond-League-Meeting am Freitagabend in Doha auf eine entsprechende Frage. Semenya war zwei Tage nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs zum Startrecht für intergeschlechtliche Athletinnen im Wüstenstaat die zwei Runden in 1:54,98 Minuten gelaufen.

Nach der CAS-Entscheidung wird ab 8. Mai eine Regel des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF gelten (queer.de berichtete). Sie verpflichtet intergeschlechtliche Läuferinnen, einen Testosterongehalt von 5 Nanomol pro Liter Blut nicht zu überschreiten. Damit soll ein Wettbewerbsvorteil verhindert werden.

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Wechselt Semenya auf längere Distanzen?

"Das ist eine illegale Methode", sagte Semenya. "Gott hat über meine Karriere entschieden, Gott wird sie beenden. Kein Mann oder ein anderes menschliches Wesen kann mich am Laufen hindern." Möglich ist, dass die dreimalige 800-Meter-Weltmeisterin auf längere Distanzen wie 3.000 oder 5.000 Meter wechselt, für die die IAAF-Regel nicht gilt. Semenya: "Warum soll ich mit 28 Jahren aufhören? Ich fühle mich jung und voller Energie."

Twitter / caster800m | So reagiert Caster Semenya auf Interfeindlichkeit

Unterdessen hat IOC-Präsident Thoma Bach "eine Menge Sympathie" für Caster Semenya bekundet. "Der Fall ist extrem komplex", sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees am Samstag in Sydney, "extrem delikat und extrem schwierig darüber zu richten." Das IOC respektiere die CAS-Entscheidung, aber es gebe auch eine menschliche Sicht: "Ja, ich habe Sympathie für sie." (cw/dpa)



#1 PeerAnonym
  • 04.05.2019, 14:08h
  • Die verlangen also gesundheitsschädliche Maßnahmen, die nahe an Menschenversuchen stehen, von ihr.

    Merken die nicht, wie sehr sie nicht nur den Sport, sondern auch die Menschenwürde pervertieren?!
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#2 GustavAnonym
#3 AmandaAnonym
  • 04.05.2019, 15:12h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Warum gibt es bei Sportwettwewerben die Klassen Männer und Frauen. Warum laufen nicht alle in einer Klasse ?

    Die Frauen haben wegen dem fehlenden Testosteron ca. 10% weniger Leistung im Sport. Frauen würden IMMER HINTER HER LAUFEN.

    Deshlab gibt es die Männer und Frauen Klasse im Sport. Wenn jetzt im Sport Intersexuelle Frauen mit Testosteron Werten wie ein Mann antreten. Mach der Wettkampf für CIS Frauen keinen Sinn mehr.

    Vielleicht braucht es im Sport eine 3. Klasse um einen FAIREN Wettkampf für alle möglich zu machen.

    CIS Frauen haben auch Biologische Unterschiede was z.B Größe und Kraft betrifft, das ist aber nicht vergleichbar mit dem Testosteron zwischen Männern und Frauen. Semenya könnte bei den Männern gewinnen.
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#4 Homonklin44Profil
  • 04.05.2019, 15:54hTauroa Point
  • sie hat ja Recht, was soll sie sich dazu Vorschriften machen lassen, wie oder wie nicht sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzen soll, um ihrten Sport auszuüben.

    So etwas wie Gewichtsklassen oder Stärke-Klassen würden in dem Sport für ebenwerte Chancenverteilung sogern.

    Beim Boxen etwa kämpfen die Männer im Fliegengewicht auch nicht gegen Schwergewichtler, und diese natürlichen Stärkegrade gibt es in fast jedem Leistungssport.

    Gibt es nicht genügend Läufer*Innen für eine Inter-Klasse, könnte man evtl. auch mal welche für den Sport begeistern, anstatt immer nur gegen sie anzumeckern. Sind auch nur Menschen,. mit Ambitionen, Träumen und Zielen.
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#5 Anonyma
  • 04.05.2019, 16:34h
  • Antwort auf #3 von Amanda
  • "Wenn jetzt im Sport Intersexuelle Frauen mit Testosteron Werten wie ein Mann antreten. Mach der Wettkampf für CIS Frauen keinen Sinn mehr. Vielleicht braucht es im Sport eine 3. Klasse um einen FAIREN Wettkampf für alle möglich zu machen."

    Ich frage mich bei solchen Äußerungen ja immer, ob denjenigen, die sie tätigen, überhaupt klar ist, wie perfide diese Forderung nach einer "3. Klasse" im Sport ist, wenn sie von denen kommt, die sich hier benachteiligt fühlen. Jahrzehntelang wurden inter Menschen genitalverstümmelt und zwangsbehandelt und über ihre tatsächliche Geschlechtlichkeit bewusst belogen, um sie für die binären Kategorien "Männlein" und "Weiblein" passend zu machen. Und jetzt, wo nun ausnahmsweise mal jemand wie Caster Semenya, die nicht "passend gemacht" wurde, erfolgreich ist, ist das Geheule und Gejammere groß und es werden lauthals Forderungen nach einer "3. Klasse" gestellt - und das ausgerechnet auch noch unter dem Etikett der "Fairness". Tut mir leid, aber in meinen Augen ist sowas einfach nur erbärmlich.
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#6 herselfAnonym
#7 herselfAnonym
#8 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 04.05.2019, 20:58h
  • Das Problem ist, dass die sie nicht mehr starten lassen werden, weil die diese Regeln bestimmen. Und Alternativen gibt es nicht!
    Ich halte das ganze Urteil für Sch***! Warum? Weil die sich einen Dreck drum kümmern, ob ein Basketballspieler gegenüber anderen Spielern bevorzugt ist, wenn der extrem groß ist. Oder ein Ringer schlanker als seine Kollegen ist, was ihm Vorteile bringt. Da sehen die Herren und Damen des Sportgerichts und der Dachorganisation weg. Nur hier schauen sie genau hin. Weiß nicht, ob das eher Sexismus oder Rassismus ist, aber mindestens eines von beiden ist es in meinen Augen.
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#9 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#10 TheDadProfil
  • 05.05.2019, 10:43hHannover
  • Antwort auf #8 von Gerlinde24
  • ""Das Problem ist, dass die sie nicht mehr starten lassen werden, weil die diese Regeln bestimmen. Und Alternativen gibt es nicht!""..

    Natürlich gibt es "Alternativen"..

    Exakt deshalb hat sie beim Diamond-League-Meeting am Freitagabend in Doha angekündigt sich diesem Vorgaben nicht zu beugen, denn sie könne
    "in jeder anderen Lauf-Disziplin zwischen 100 und 5.000 Metern antreten"
    und verzichtet damit zukünftig einfach nur auf die 800 Meter..

    Und damit setzt sie die Verantwortlichen gewaltig unter Druck, denn die Entscheidung der CAS gilt NUR für die 800-Meter..

    Will man sie aus den anderen Wettbewerben herausdrängen muß man sich noch einmal damit befassen, andere Verbände mit einschalten, und auch dort versuchen die Regeln zu beugen..

    Ob sich das vor der internationalen Aufmerksamkeit die der Fall inzwischen genießt wird durchsetzen lassen ist sehr fraglich..
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