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Demokratischer Sozialismus

SPDqueer stellt sich hinter Kevin Kühnert

Der Juso-Chef habe mit seinem Gedankenspiel zu einer Kollektivierung von BMW eine "wichtige Debatte angestoßen", erklärten die queeren Sozialdemokraten nach einer Vorstandssitzung.


Kevin Kühnert, Jahrgang 1989, ist seit November 2017 Bundesvorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos (Bild: Raimond Spekking / wikipedia)

  • 5. Mai 2019, 14:04h 81 2 Min.

Die Arbeitsgemeinschaft SPDqueer hat sich beim Juso-Bundesvorsitzenden für das Interview "Was heißt Sozialismus für Sie, Kevin Kühnert?" in der Wochenzeitung "Die Zeit" bedankt. Kühnert formuliere "den Anspruch an Politik, dass eine bessere Welt nicht nur denkbar ist, sondern auch realisiert werden kann", erklärten die queeren Sozialdemokraten am Sonntag nach ihrer Vorstandssitzung in Erfurt.

Kühnert war in dem Interview für eine Kollektivierung großer Unternehmen wie BMW "auf demokratischem Wege" eingetreten. Zudem sei es im Grunde nicht legitim, über die eigene Wohnung hinaus Wohneigentum zu besitzen. Die Aussagen zogen eine heftige Diskussion und scharfe Kritik am Juso-Chef nach sich, auch aus der eigenen Partei. ""Was für ein grober Unfug. Was hat der geraucht? Legal kann es nicht gewesen sein", twitterte etwa der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Sprecher für die Belange von Lesben und Schwulen Johannes Kahrs.

"Diese Debatte muss geführt werden"

Kühnert habe "eine wichtige Debatte angestoßen", urteilte dagegen die SPDqueer in ihrer Erklärung. "Diese Debatte muss geführt werden, denn die soziale Frage ist aktueller denn je. Zwar haben sich die Arbeitswelt und der Alltag der Menschen in den zurückliegenden 150 Jahren stetig verändert. Unverändert bleibt die Frage, wie Wirtschaft und Gesellschaft zu organisieren sind." Die SPD wolle "gerechte, faire Bedingungen und Chancen für alle sicherstellen und eine menschliche Welt schaffen, die ein selbstbestimmtes und freies Leben für alle ermöglicht".

Neben der weiter auseinander gehende Schere zwischen Arm und Reich sei auch der Umgang mit Minderheiten eine "zentrale Herausforderung", ergänzte die SPDqueer. "Förderung der Akzeptanz von LSBTIQ* ist eine wichtige Aufgabe der Politik. Auch für LSBTIQ* ist eine bessere Welt nicht nur denkbar, sondern auch realisierbar."

Kevin Kühnert lebt selbst offen schwul. In einem Interview mit dem Berliner Stadtmagazin "Siegessäule" hatte der Juso-Bundesvorsitzende im März 2018 erstmals über seine Homosexualität gesprochen (queer.de berichtete). Darin hatte er das Coming-out von Klaus Wowereit als einen "Meilenstein" auch für ihn persönlich genannt. (cw)

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-w-

#1 PeerAnonym
  • 05.05.2019, 17:14h
  • Auch Herr Kühnert ist doch letztlich so ein Blender wie der Rest der SPD:

    Noch vor wenigen Monaten hat er erklärt, warum er Nahles (die den Wortbruch einer erneuten Groko entgegen der Wahlversprechen und so manches andere zu verantworten hat) weiterhin für eine gute Vorsitzende hält.

    Jetzt, wo die EU-Wahl naht und zu einer erneuten Katastrophe zu werden scheint, schickt die SPD wieder mal ihr Enfant terrible vor, ein wenig Sturm im Wasserglas zu machen.

    Was meint ihr wohl, was nach der Wahl von seinen Vorschlägen übrig bleibt oder wie sehr er nach der Wahl noch dafür kämpfen wird?
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#2 cinnamonEhemaliges Profil
  • 05.05.2019, 17:42h
  • Die Zehn-Prozent-Marke will geknackt sein.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 05.05.2019, 17:46h
  • Kennen wir alles:
    Vor jeder Wahl kommen immer zig Ideen, Vorschläge und Versprechen von der SPD. Und nach den Wahlen ist es dann immer ganz still.

    Da macht auch Kevin Kühnert keine Ausnahme:
    was hat der nicht vor der Bundestagswahl rumgezetert. Danach wurde es ganz still um ihn. Und jetzt kommt wieder eine Wahl und schon tingelt er auch wieder durch die Medien.

    Ich habe manchmal sogar das Gefühl, sein Verhalten ist sehr genau mit der Parteiführung abgestimmt: seine Aufgabe ist es, ein paar zur Linkspartei Abgewanderte wieder zur SPD zu bringen. Dann kommen andere, die den Mainstream wieder beruhigen. Und jede dieser Gruppen hofft dann auf diejenigen Wähler, die sich sagen "Das will ich mit meiner Stimme unterstützen."

    Und am Ende bekommt man dann aus allen Ecken ein paar Stimmen, hat sich nicht richtig festgelegt und kann die Nicht-Umsetzung immer auf die anderen schieben und auf das Prinzip Hoffnung setzen.
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