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Aktion von Marks & Spencer

Supermarktkette sorgt mit LGBT-Sandwich für Kontroverse

In Großbritannien und Irland kann man anlässlich der CSD-Saison ein belegtes queeres Brot kaufen – nicht alle sind begeistert.


Eine mexikanische Dipsoße macht das gemeine BLT-Sandwich zur queeren Stulle (Bild: Twitter / @Hedonist1982)

Die britische Einzelhandelskette Marks & Spencer, die in ihren Läden auch hochpreisige Supermärkte betreibt, hat mit einer vorverpackten CSD-Klappstulle für Aufregung gesorgt. Das "LGBT Sandwich" wird in britischen und irischen Läden in bunter Verpackung für Preise zwischen 4 und 4,50 Euro verkauft. LGBT steht dabei für Lettuce (grüner Salat), Guacamole, Bacon und Tomato. Der Name des belegten Brots ist eine Abwandlung des in englischsprachigen Ländern beliebten BLT-Sandwiches (Bacon, Lettuce, Tomato) – die Abkürzung wurde lediglich um den mexikanischen Avocado-Dip erweitert.

"M&S Food feiert die CSD-Saison dieses Jahr mit einem speziellen Sandwich", erklärte ein Sprecher von Marks & Spencer gegenüber "The Standard". Gleichzeitig spende das Unternehmen 10.000 Pfund an eine britische und 1.000 Euro an eine irisiche LGBTI-Organisation.

In sozialen Netzwerken hat das belegte Brot für Aufregung gesorgt. Manche schwule und lesbische Nutzer kritisierten etwa, dass Marks & Spencer den Kampf um gleiche Rechte von LGBTI für eine billige Marketingkampagne missbrauche. Andere zeigten sich empört, dass dieses Sandwich wegen des Bacons zu viele Menschen aus der LGBTI-Community ausschließe – nämlich Vegetarier, Veganer, Muslime und Juden. Manche Nutzer verteidigten dagegen das Sandwich und erklärten, dass jede Sichtbarkeit gut für die Community sei. Unterstützung erhielt Marks & Spencer durch Peter Tatchell, den bekanntesten britischen LGBTI-Aktivisten.

Twitter / PeterTatchell

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"Gibt es bald auch eine weiße, männliche und heterosexuelle Sandwich-Option?"

Auch manche Promis mischten sich in den Streit ein – am bekanntesten ist der Journalist Piers Morgan, ein umstrittener Moderator des britischen Frühstückfernsehens. Der enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump, der in den letzten Jahren insbesondere für transphobe Aussagen immer wieder von LGBTI-Aktivisten kritisiert wurde, empörte sich am Wochenende in mehreren Tweets über die "schwulen Sandwiches". Er warf dem Konzern vor, das Thema LGBT nur für Profit zu missbrauchen. "Das ist wirklich armselig", so der Moderator. In einem wieteren Tweet schrieb er: "Gibt es bald auch eine weiße, männliche und heterosexuelle Sandwich-Option oder würde das als beleidigend aufgefasst werden?"

Twitter / piersmorgan

Twitter / piersmorgan

Die Kommentare von Morgan wurden insbesondere von Rechtspopulisten geteilt, etwa von Politikern der europafeindlichen UKIP. (dk)



#1 myysteryAnonym
  • 06.05.2019, 14:27h
  • "Andere zeigten sich empört, dass dieses Sandwich wegen des Bacons zu viele Menschen aus der LGBTI-Community ausschließe nämlich Vegetarier, Veganer, Muslime und Juden."

    Lächerlicher geht es ja nicht mehr. Das Sandwich schließt niemanden aus, sondern besagten Personengruppen schließen sich selbst vom Konsum des Produkts aus.

    Man kann echt alles zerreden. Ist doch eine witzige und gelungene Aktion.
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#2 AllieAnonym
  • 06.05.2019, 14:28h
  • Ich finde ja, Männer wie Piers Morgan werden durch so ziemlich alle fertig abgepackten Sandwiches schon sehr gut repräsentiert: völlig geschmacks- und nährstoffbefreite, langweilige Einheitspampe die - in größeren Mengen konsumiert - zu Brechreiz und/oder Durchfall führt.

    Im Prinzip halte ich es für eine gute Idee mit oder für Vielfalt zu werben, aber das Produkt selber ist ja nun eher das genaue Gegenteil davon. Was verkauft diese Firma denn sonst so? BDSM-Vanilleeis?
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#3 JarJarProfil
  • 06.05.2019, 15:17hKiel
  • Diese aktuelle Überkorrektheit ist lächerlich und nervig die es derzeit überall gibt. Hier werden nun also Menschen ausgeschlossen weil sie kein Sandwich kaufen können auf denen LGBT steht, weil sie ja Vegetarier oder so sind und die böse Firma will damit auch noch Geld verdienen!
    Ich finde es total gut wenn eine Firma Flagge zeigt und für Offenheit steht.
    Es nervt echt, hier war ja auch gerade der Artikel dass sich irgendwer von der Sitcom Friends entschuldigt für irgendwas was zich Jahre her ist. Das Rednerpult soll umbenannt werden in Redepult um ja nicht Frauen auf die Füsse zu treten. Es muss uns so gut gehen wenn wir uns über so ein Schwachsinn Sorgen machen können.
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#4 GähnAnonym
  • 06.05.2019, 16:20h
  • Antwort auf #1 von myystery
  • ...sooo langweilig, weil so erwartbar, das Veggie-Bashing. Immer wenn's ums Essen geht, schadet ja ein Seitenhieb gegen diejenigen nicht, die aus guten Gründen kein totes Tier in ihrem Sandwich haben wollen.

    Was in aller Welt wäre dabei gewesen, zwei Varianten anzubieten? Die jetzt vorhandene, und dann noch eine vegane, die gleichzeitig auch vegetarisch, halal und koscher gewesen wäre?

    Aber unsere Gesellschaft bleibt lieber auf dem Stand der grauen Vorzeit stehen. Jeder Standup-Comedian hat im Programm garantiert einen oder mehrere Veganerwitze (hach! wie schreiend komisch, darauf rumzureiten, dass die manches nicht essen!), und überall werden Vegetarier und Veganer von Fleischessern angegangen, alleine schon wenn die merken, dass jemand was ohne Fleisch bestellt.

    Die queere Community nimmt sich da nicht aus, sondern grenzt auch liebend gern Leute aus, die "anders" sind. Eben ANDERS anders. Fasst Euch mal an die eigene Nase und fragt Euch, ob Veggies nicht auch mal das Recht haben, in Ruhe gelassen zu werden, genau wie Ihr auch.
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#5 myysteryAnonym
  • 06.05.2019, 18:12h
  • Antwort auf #4 von Gähn
  • Das einzige, das langweilig - weil völlig unnötig - ist, ist deine Reaktion. Meine Aussage war eine simple Tatsachenbeschreibung, kein "Bashing". Wenn du dich davon schon "gebasht" fühlst, dann ist dein Selbstwert entweder erschreckend gering oder dein Satzverständnis extrem schlecht.

    "B" steht in diesem Fall eben traditionell für Bacon. Du isst es nicht, also iss es nicht. Aber schwing dich deswegen nicht zum Opfer auf. Du bist keines.

    Du wirst kaum ein Produkt, das jedem zusagt.
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#6 GähnAnonym
#7 Patrick SAnonym
  • 06.05.2019, 18:19h
  • Antwort auf #4 von Gähn
  • Du regst dich professionell auf oder? Also hauptberuflich meine ich?
    Ich denke erstens, dass du gar nicht erfasst hast, was er gemeint hat und zweitens kann ich auch nicht nachvollziehen, weshalb man sich von einem Sandwhich diskrimiert fühlt. Finde diese gesellschaftliche Streitsucht nach dem nächsten Aufreger einfach ungesund.
    Wenn egal welcher Hersteller zum CSD in Buxtehude einen vegetarischen Sandwhich auf den Markt bringt, fühl ich mich als Fleisch essender, schwuler CIS Mann weder ausgeschlossen noch benachteiligt. Ich kaufe und esse das Sandwhich einfach nicht.
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#8 Patrick SAnonym
#9 GähnAnonym
  • 06.05.2019, 18:26h
  • Antwort auf #7 von Patrick S
  • "Wenn egal welcher Hersteller zum CSD in Buxtehude einen vegetarischen Sandwhich auf den Markt bringt, fühl ich mich als Fleisch essender, schwuler CIS Mann weder ausgeschlossen noch benachteiligt. Ich kaufe und esse das Sandwhich einfach nicht."

    Da kennst Du Deine Pappenheimer aber schlecht. Angriffe von Fleischessern erfolgen oft genug bereits, weil sie mitbekommen, dass jemand KEIN Fleisch isst. Denn der ist dann ja ANDERS. Und dagegen muss man ja angehen.

    Dass ich mich "professionell" aufregen soll, ist natürlich bullshit. Ich bin aber seit 30 Jahren Vegetarier und kenne zur Genüge die Reaktionen von Fleischessern. Sie glauben ständig, man habe sich vor ihnen dafür zu rechtfertigen, warum man kein Fleisch isst. Nur weil das "die Norm" ist. Ich habe mich aber vor niemandem dafür zu rechtfertigen. Es ist meine ethische Entscheidung, keine toten Tiere zu essen, und basta. Ich wüsste nicht, was das irgendjemand anderen anginge.
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#10 royolAnonym
  • 06.05.2019, 18:42h
  • Antwort auf #9 von Gähn
  • Dann hat doch aber der Hersteller dieses Sandwiches genauso das 'Recht' nur dieses eine besagte Sandwich auf dem Markt zu bringen. Hierfür muss er sich auch nicht rechtfertigen.
    Du rechtfertigst hier Deinen Vegetarismus ohne das dieser in Frage gestellt wurde - weder vom Hersteller des Sandwiches noch sonst wem hier...
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