Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=33534
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Polen: Polizei geht gegen queeres Marienbildnis vor


#1 FelixAnonym
  • 06.05.2019, 23:11h
  • Auch dieses Bild fällt unter Redefreiheit und Freiheit der Kunst.

    Es wird Zeit, dass die EU endlich mal Polen klar macht, dass auch dort EU-Recht und die Grundrechte-Charta der EU gelten.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 PreisfrageAnonym
  • 06.05.2019, 23:25h
  • Und um welches Land geht es wohl hier?

    "§ 166
    Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen

    (1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören."
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Alexander_FAnonym
  • 06.05.2019, 23:39h
  • Antwort auf #2 von Preisfrage
  • Um ein Land, dessen Präsident vor Kurzem einer der finstersten Theokratien der Welt zum 40-jährigen Bestehen gratuliert hat, dieses seither mit Waffen beliefert, das zwei (und vielleicht auch bald drei) Religionen eine eigene Paralleljustiz zugesteht, diese mit reichlich Pfründen bedenkt....Die Liste ist lang, der Abend kurz.
    Kennst du es wohl?
    Von dort, von dort, zog es mich fort.
    Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen.

    Das ändert natürlich nichts daran, dass die Verhältnisse jenseits der Oder auch sehr bedenklich sind. Mal wieder ein Beispiel dafür, wie die religiösen Mimöschen und HB-Männchen aller Couleur darauf reagieren, wenn man einmal ein harmloses Witzchen über sie macht.

    "Schlachtermeister, wahrt eure heiligsten Güter!", nicht nur in Weimar 1919, sondern auch in Warschau 2019.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#4 Ana NymAnonym
  • 07.05.2019, 01:34h
  • Antwort auf #2 von Preisfrage
  • [166](
    dejure.org/gesetze/StGB/166.html)

    Das Gesetz ist notwendig um Angehörige und deren Religion(en) zu schützen. Etwa auch damit so Sachen wie die, die die Nazis gemacht haben nicht straffrei bleiben.

    Ein Regenbogen als Heiligenschein ist jedoch keine "Beschimpfung", ganz im Gegenteil:
    Christliche Symbole:
    "Regenbogen
    Wie die Taube ist der Regenbogen ein Symbol des Friedens und der Verbundenheit.
    Nach der Sintflut schließt Gott mit Noah einen Bund und besiegelt ihn mit dem Zeichen des Regenbogens.
    Er verspricht Noah, dass Saat und Ernte, Frost und Hitze von nun an nicht mehr aufhören werden" (vgl. Genesis 8,22; 9, 13)."

    Wir hoffen, dass es für die "Ankläger" so richtig peinlich wird: Vor der eigenen Bevölkerung und der, der anderen EU-Staaten :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#5 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 07.05.2019, 02:03h
  • Interessant! Gefühle von Gläubigen dürfen nicht verletzt werden, sofern diese polnisch und heterosexuell sind. Auf den Gefühlen von LGBTIQ-Menschen darf man in Polen hingegen herumtrampeln, da diese, trotz EU-Mitgliedschaft Polens, kaum Rechte haben. Was wäre, wenn z.B. ein schwuler Pole, und ein schwuler Deutscher in Deutschland miteinander die Ehe eingehen würden, und nach Polen ziehen würden? Wäre ihre Ehe dort gemäß EU-Richtlinien anerkannt, oder verboten?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 PreisfrageAnonym
  • 07.05.2019, 02:45h
  • Antwort auf #4 von Ana Nym
  • "Das Gesetz ist notwendig um Angehörige und deren Religion(en) zu schützen."

    Nicht wirklich. Wenn es um die Gläubigen geht, greifen bereits andere Paragraphen wie Beleidigung oder Volksverhetzung. Ich sehe keinen Grund, religiöse "Bekenntnisse" und "Gebräuche" gesondert zu schützen, jedenfalls nicht mehr als nichtreligiöse.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#7 ChrisviennaAnonym
#8 FredinbkkProfil
#9 Ona NieAnonym
#10 PetterAnonym
#11 GerritAnonym
  • 07.05.2019, 13:15h
  • Die Kirche zeigt sich immer wieder extrem homophob. Aber wenn dann die andere Seite Kritik daran übt, schreit alles auf.

    Im übrigen:
    der Regenbogen steht für Vielfalt, Freiheit und Liebe. Was soll daran Gotteslästerung o.ä. sein?
  • Antworten » | Direktlink »
#12 gatopardo
  • 07.05.2019, 14:57h
  • Antwort auf #2 von Preisfrage
  • Kann mir vorstellen, dass "Blasphemie" und "Störung des öffentlichen Friedens" in fast allen EU-Staaten Strafbestand sein könnte. Aber ich denke, dass man westeuropäische Länder wohl nicht mit diesem polnischen Gottesstaat vergleichen kann und auch die Bevölkerung in anderen ehemaligen Ostblockländern ist bekanntlich mehrheitlich sehr homophob eingestellt. Bei lächerlichen Anklagen wie in diesem Fall in Polen würde sich eine gewaltige Mehrheit der Bürger in unseren Breiten auf die Seite der "Gotteslästerer" stellen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#13 PreisfrageAnonym
  • 07.05.2019, 16:28h
  • Antwort auf #12 von gatopardo
  • Vielleicht war das missverständlich. Ich wollte nicht behaupten, dass es zwischen Polen und Deutschland gar keinen Unterschied gäbe. Ich wollte nur verhindern, dass die Diskussion in die Richtung läuft "Die rückständigen Pol*innen haben Probleme - WIR sind über solchen Unfug gottseidank (!) weg." Das sind wir halt nicht. Und an den Missständen in Deutschland können wir auch leichter was verändern als an denen in Polen. Aber natürlich ist auch die Diskussion über Polen total berechtigt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#14 gatopardo
  • 07.05.2019, 16:44h
  • Antwort auf #13 von Preisfrage
  • Hab´ Dich schon von Anfang an verstanden. Auch mir liegt es vollkommen fern, über die "rückständigen Polen" herzuziehen, wie es oft in westlichen Netzwerken geschieht. Im Juni 2017 war ich in von der Opposition regierten Hauptstadt Warschau auf einer riesigen Gay Parade, wo wir Gelegenheit hatten, mit Anwesenden zu sprechen, die alles andere als glücklich über die religiöse PiS-Regierung und Parteivorsitzenden Kaczynski waren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#15 Timothy BAnonym
  • 07.05.2019, 18:42h
  • Ein Heiligenschein in Regenbogenfarben kann gar keine (christlichen) religiösen GEfühle verletzen. Der Regenbogen ist ein christliches Symbol für den Noachbund, also für Gottes Liebe zu den Menschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 Carsten ACAnonym
  • 07.05.2019, 20:07h
  • Antwort auf #12 von gatopardo
  • --------------------------
    Kann mir vorstellen, dass "Blasphemie" und "Störung des öffentlichen Friedens" in fast allen EU-Staaten Strafbestand sein könnte.
    --------------------------

    Und genau das ist ein Problem.

    Wieso muss es für Religion immer Sondergesetze geben? Es gibt Regeln, was als freie Rede erlaubt ist und was üble Nachrede, Verleumdung, o.ä. wäre. Und diese Regeln sollten für alle Themen gleichermaßen gelten.

    Wenn es für bestimmte Themen Sonderregeln gibt, verletzt dies das demokratische Gleichheitsprinzip.

    Und hier in dem Fall gilt:
    etwas (egal was) vor einem Regenbogen darzustellen kann definitiv nichts Illegales sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#17 alter schwedeAnonym
  • 08.05.2019, 10:33h
  • Ich hab mich grade an meine Kinderzeit erinnert. Manche Sachen aus der Kinderkirche sind bei mir hängen geblieben. Deshalb hab ich gesucht und in einer zeitgenössisch übersetzten Bibela im Netz folgende Übersetzung aus dem AT gefunden:

    Als die Sintflut vorüber war, und Noah mit seinen Verwandten und den Tieren die Arche wieder verlassen hatte, hörten Sie die Stimme Gottes. "Ich will Frieden mit euch, euren Nachkommen und allen Tieren schließen", sagte er. "Ich werde euch nicht mehr bedrohen, sondern euer Schutz sein. Als Zeichen für diesen neuen Bund zwischen euch und mir setzte ich meinen Bogen in die Wolken. Jedes mal, wenn der Regenbogen am Himmel erscheint erinnere ich mich an das Versprechen, dass ich euch gab. So sollt auch Ihr euch immer wieder erinnern."

    Und wers gerne Klassisch mag: Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen bei euch hinfort ewiglich: 13 Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 14 Und wenn es kommt, daß ich Wolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. 15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, daß nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe. 16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist. 17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.

    Ist vermutlich in den neueren polnischen Bibeln geschwärzt.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 CcccAnonym
#19 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#20 TheDadProfil
  • 08.05.2019, 22:20hHannover
  • Antwort auf #19 von Gerlinde24
  • ""Damit wären die Polen wieder einmal in Konfrontation zu EU-Recht, wonach eine Ehe, die in einem Land geschlossen wurde, in JEDEM Land der EU anerkannt werden muss. Siehe das Beispiel aus Rumänien.""..

    Urteile des EMGR betreffen nicht nur die EU-Staaten, sondern alle Staaten des Europarates..
    So sie denn solche Urteile überhaupt anerkennen..

    Die EU-Staaten haben dann auch jeweils eigene Gesetze, zum Teil bilaterale Abschlüße zu Anerkenntnissen von im Ausland geschlossenen Ehen..
    Deshalb hat die BRD dann auch in den Niederlanden oder Dänemark geschlossene Ehen gleichgeschlechtlicher Personen mit verschiedenen Staatsangehörigkeiten vor der Ehe-Öffnung nicht als Ehe, sondern nur als ELP anerkannt..

    Und so lange Staaten wie Polen und andere das Ehe-Verbot über die Landesverfassung begründen ist es immer noch sehr schwer hier etwas anderes zu erreichen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#21 FredinbkkProfil
  • 09.05.2019, 09:53hBangkok
  • Antwort auf #17 von alter schwede
  • "Ich werde euch nicht mehr bedrohen, sondern euer Schutz sein. Als Zeichen für diesen neuen Bund zwischen euch und mir setzte ich meinen Bogen in die Wolken. Jedes mal, wenn der Regenbogen am Himmel erscheint erinnere ich mich an das Versprechen, dass ich euch gab. So sollt auch Ihr euch immer wieder erinnern."

    da lachste dich kaputt ,der "Beschuetzer-Gott" ..der allmaechtige ....nach dem Versprechen begann seine DEMENZ ,wo war er bei den ganzen Katastrophen,Kriegen,Erbeben,Tsunamis
    bei Hitler,Mao, Polpot, und auf die "Jetztzeit" bezogen, bei Storch, Gauland und Mustafa Bjoern Hoecke ?
    Die haette er doch alle einfach "platzen " lassen koennen.
    Ich glaube ,echter Gottesglaube setzt ein fettes Mass von Dummheit oder Realitaetsverleugnung voraus.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#22 HumanistinAnonym
  • 09.05.2019, 10:52h
  • Antwort auf #17 von alter schwede
  • "daß nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe"

    Ich weiß jetzt gar nicht, was ich an dieser Geschichte gruseliger finden soll: Dass diese Wüstengottheit in einem cholerischen Haschmich fast die ganze Menschheit ersäuft, oder diese verkaterte "Nichts-für-ungut-und-Schwamm-drüber"-Haltung nach dem Massenmord, für die die paar Überlebenden offenbar auch noch dankbar sein sollen.

    Wenn uns der Regenbogen aus dieser Horrorgeschichte auch noch als positives Symbol verkauft werden soll, dann dankeschön. Solche zynische Scheiße braucht kein humanistisch eingestellter Mensch. Verstehe wer will, was die Leute an diesem Terrorgott finden.

    In Verbindung mit den Vorgängen in Polen ist das alles aber eh Kokolores. Die Regebogen-Symbolik des Bildes wurde von den Aktivist_innen eindeutig erklärt und die polnischen Gerichte werden sich nicht von nachträglichen biblischen Umdeutungen verarschen lassen. Mit solchen Späßchen ist dem Ernst der Lage dort nicht beizukommen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »

» zurück zum Artikel