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Waleri Gergijew

Protest gegen homophoben Dirigenten bei den Bayreuther Festspielen

Stardirigent Waleri Gergijew ist ein begeisterter Anhänger des russischen Gesetzes gegen Homo-"Propangada" – und wird in Bayreuth hofiert.


Dirigent Waleri Gergijew ist die Stimme von Wladimir Putin in der Musikwelt (Bild: David Shankbone / flickr)

  • 8. Mai 2019, 10:18h 25 2 Min.

In Bayreuth regt sich Widerstand gegen den geplanten Auftritt des russischen Dirigenten Waleri Gergijew bei den Bayreuther Festspielen im Sommer. Ein Aktionsbündnis der Linkspartei und der Regionalpartei MUT hat eine Protestaktion für den 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie, gegen den Auftritt des Künstlers geplant. Das Motto lautet: "Keine Bühne für Homophobie ̶ auch nicht im Orchestergraben!" Die Protestaktion soll ab 16 Uhr am La-Spezia-Platz in Bayreuth stattfinden.

Gergijew ist als Dirigent von zwei neuen "Tannhäuser"-Produktionen in Bayreuth vorgesehen. Wegen seiner politischen Äußerungen ist der als Musikgenie gepriesene Dirigent allerdings umstritten; Kritik löst insbesondere seine demonstrative Nähe zum russischen Autokraten Wladimir Putin aus: "Er setzt seinen internationalen Ruf und seine künstlerische Arbeit bereitwillig in Putins Dienste und kann als Dirigent dessen Ideologie und besonders Homosexuellenfeindlichkeit weltweit verbreiten", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Linkspartei Bayreuth und von MUT Oberfranken. "Immer wieder wird menschenverachtende, homophobe Gesinnung durch künstlerischen Genius aufgewogen. Doch wie anerkannt ein*e Künstler*in auch sein mag, nichts rechtfertigt diese politische Entgleisung."

Die Aktivisten fordern "die Bayreuther Festspiele und die deutsche Musik- und Kulturlandschaft" auf, Gregijew nicht zu engagieren. "Es darf nicht zugelassen werden, dass homophober und menschenverachtender Propaganda eine Bühne gegeben wird."

Unterstützung für russische Kriegspolitik und Homo-"Propaganda"-Gesetz


Die Demo findet am 17. Mai statt, dem Tag gegen Homophobie

In den letzten Jahren hatte Gergijew immer wieder Werbung für die Politik Wladimir Putins gemacht. So unterstützte er etwa 2008 den Krieg Russlands gegen Georgien und 2014 die Annexion der Krim durch das Putin-Regime. Insbesondere durch seine Begeisterung für das Homo-"Propangada"-Gesetz brachte er LGBTI-Aktivisiten gegen sich auf.

Bereits seit knapp fünf Jahren ist Gergijew Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Bei seiner Nominierung hatte es wegen seiner homophoben Haltung Proteste gegen die Ernennung gegeben, die aber im Sande verlaufen sind (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 08.05.2019, 12:49h
  • Die Verantwortlichen wollten ihm wegen seines Namens, seines Könnens, und der damit verbundenen Hoffnung auf viel Kohle. Seine faschistische und homophobe Einstellung war ihnen, sofern sie davon wussten, scheißegal!
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#2 BlaBla-WatchAnonym
  • 08.05.2019, 13:01h
  • Antwort auf #1 von Gerlinde24
  • Wer im Jahre 2019 noch immer nichts von Gergievs putinhöriger profaschistischer Homophobie weiß, will es schlichtweg nicht wissen oder geht damit konform.
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#3 Patrick SAnonym
  • 08.05.2019, 13:42h
  • Liebe Leute, in Bayreuth muss man ganz wo anders anfangen.
    Nämlich bei Herrn Wagner, wo die gesamte Politik- und Kulturprominenz der BRD anreißt, um bei den Festspielen die Musik eines bekennenden Antisemiten zu feiern, der sogar eigene Schriften publiziert hat und in Briefen an Franz Liszt oder Ludwig II. dieses z.B. zum Besten gegeben hat:

    "..., dass ich die jüdische Rasse für den geborenen Feind der reinen Menschheit und alles Edlen in ihr halte: dass namentlich wir Deutschen an ihnen zu Grunde gehen werden, ist gewiss, und vielleicht bin ich der letzte Deutsche, der sich gegen den bereits alles beherrschenden Judaismus als künstlerischer Mensch aufrecht zu erhalten wusste"

    Weis gar nicht, wie Merkel und Konsorten in Bayreuth einen Menschenfeind abfeiern können, um zurück in Berlin, über den steigenden Antisemtismus zu schwadronieren.

    Ich schlage vor, wir fangen erst mal bei uns an und dann bei den Ausländern.
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