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Aufklärung mit Kinderbuchgrafiken

Bundesregierung launcht Regenbogenportal

Infos u.a. auch in Englisch, Türkisch und Arabisch: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stellt "Wissensnetz zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt" vor.


Ein Beitrag über "aktuelle Herausforderungen für Regenbogenfamilien" illustriert das Regenbogenportal mit einem gezeichneten Einhorn-T-Shirt (Bild: Screenshot Regenbogenportal)

Mit dem Regenbogenportal hat die Bundesregierung ein neues "Wissensnetz zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt" gelauncht. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) stellt die Website, die bereits online ist, am Donnerstagmorgen im Berliner Jugendnetzwerk Lambda offiziell vor. Öffentlich angekündigt hatte sie den Launch bereits im vergangenen Juli beim CSD-Empfang in ihrem Ministerium (queer.de berichtete).

Die Besucher*innen des Regenbogenportals werden von Giffey persönlich begrüßt. "Hier finden Sie Informationen zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt. Besonders lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Personen sollen hier Unterstützung finden", erklärt die SPD-Politikerin in einer Videobotschaft. Ihr sei aber auch wichtig, Familien und Bekannte anzusprechen. "Vielleicht kommen Sie zum ersten Mal mit Themen wie Homosexualität, geschlechtlicher Identität oder Intergeschlechtlichkeit in Berührung. Hier finden Sie verständliche Informationen und den Austausch mit anderen Angehörigen."

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Infoquelle und Datenbank für alle Interessierten


Das Regenbogenportal ist auch für Smartphones optimiert

Darüber hinaus richte sich das Regenbogenportal, das mit zahlreichen Grafiken wie aus einem Kinderbuch illustriert ist, an Lehrer*innen, Arbeitgeber*innen, Beschäftigte in Beratungseinrichtungen sowie an alle anderen Interessierten. "Wir alle haben in Beruf oder Alltag mit Menschen zu tun, deren Geschlecht oder sexuelle Orientierung sich von der unsrigen unterscheidet", sagt Giffey in ihrer Videobotschaft. "Das ist ganz normal und in einer demokratischen Gesellschaft sollten wir uns dafür einsetzen, dass jeder Mensch selbstbestimmt leben und sich entwickeln und frei entfalten darf."

Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums biete das neue Portal erstmals einen bundesweiten und regionalen Überblick über Anlaufstellen zu Freizeit- und Beratungsangeboten. Die Inhalte, die laufend ergänzt werden sollen, gibt es auch in Englisch, Türkisch, Arabisch, Spanisch und leichter Sprache. (cw)



#1 FelixAnonym
  • 09.05.2019, 09:34h
  • Sorry, aber das ist reine Schaufenster-Politik kurz vor der Wahl.

    Glaubt denn wirklich irgendwer, homophobe Schläger, die LGBTI ihr Existenzrecht absprechen oder sie auch "nur" für minderwertig halten, würden auf diese Seite gehen, sich das alles ansehen und dann ihre Meinung ändern?

    So naiv kann doch echt niemand sein.

    Stattdessen brauchen wir endlich mehr verpflichtende Aufklärung an allen Schulen. Und volle rechtliche Gleichstellung als Signal, dass Homo- und Transphobie in diesem Staat nicht toleriert wird.
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#2 SPD-WatchAnonym
  • 09.05.2019, 10:02h
  • Antwort auf #1 von Felix
  • Ich habe das Portal allerdings eher als Anlaufstelle für LGBT*IQ verstanden, die die ersten Schritte wagen wollen und mehr über LGBT*IQ erfahren möchten.
    Schwulenhassende Religioten usw. erreicht man am besten mittels Geld- und Haftstrafen.
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#3 das_ist_gutAnonym
  • 09.05.2019, 10:47h
  • Antwort auf #1 von Felix
  • Dieses Portal ist der Mindeststandard, der gerade erfüllt wird. Und das sagt dann schon ne Menge über die CDU aus, die bereits den Mindeststandard blockieren(!)

    Selbstverständlich muss da noch mehr folgen, ist doch völlig klar. Im Regenbogenportal steht ja auch nirgends, dass es das Endstadium darstellen soll. Das weiß die SPD übrigens selbst.

    Außer den Schlägern gibt es auch noch diejenigen, die mit Sprache und Handlung diskriminieren. Das ist also hauptsächlich für die Bevölkerung in Deutschland. Für alle, die das Wissen der Aufklärung noch nicht haben. Und für die LSBTTIQ.

    Wir brauchen eine neue Regierung aus SPD Grüne und LINKE, wenn sich was verbessern soll. Mit der CDU wird das niemals was.

    Das bedeutet für dich:
    wähle sinnvoll bei den kommenden Wahlen!

    ©BuntesUndSchönes
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#4 Puke-EinhornAnonym
  • 09.05.2019, 12:58h
  • Vielleicht ist ja gerade der Server überlastet, doch mit einem aktuellen Chrome kann ich die Seite schon mal nicht abrufen bzw. hängt sich irgendwas bei den "Filtern" auf.

    Immerhin konnte ich einen kurzen Blick auf die Farbgebung erhaschen: trister als mit den dunklen Herbstfarben gings wohl nimmer, wenn sich die Seite schon "Regenbogenportal" nennt...

    Verzweifelte Jugendliche auf Infosuche werden mit so was unnötig verprellt oder in ihrer Depression fixiert.

    Und vor allem muss das Ding halt laufen!
    Haben sich da die gleichen genialen Designer ausgetobt, die schon die Seite der Arbeitsagentur für horrende Summen verbrochen haben?
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#5 Anonyma
  • 09.05.2019, 13:36h
  • Hmmm, funktioniert ja prima das Regenbogenportal von Frau Giffey... Wenn ich irgendwas anklicke (Chrome und Safari), dann wird einfach nur alles unscharf. Oder ist das vielleicht symbolisch für "keinen Durchblick"? Würde ja irgendwie passen - sowohl zur Person als auch zu den Themen LGBTIQ und "Digitalisierung", die man wohl beide nicht unbedingt zu den Kernkompetenzen der Bundesregierung zählen kann. Aber hey, sie hat's ja bestimmt gut gemeint, nicht wahr?
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#6 FelixAnonym
  • 09.05.2019, 13:46h
  • Antwort auf #2 von SPD-Watch
  • Egal an wen es sich richtet: wir brauchen endlich nicht nur Infoportale, Broschüren, etc. sondern Maßnahmen, die wirklich etwas ändern.

    Ersteres ist auch wichtig und richtig. Aber es darf nicht alleine stehen, sondern muss immer mit anderen Maßnahmen kombiniert werden. Und das fehlt halt.

    Wenn z.B. die Merkmale "geschlechtliche Identität" und "sexuelle Orientierung" explizit in Art. 3 GG verschwiegen werden, dann ist das ein Unding. Wie will man erwarten, dass die Gesellschaft uns vollkommen akzeptiert, wenn das nicht mal der Staat tut.
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#7 PetterAnonym
  • 09.05.2019, 13:49h
  • Antwort auf #3 von das_ist_gut
  • Wir haben aber genug von Mindeststandards, Minimal-Konsens, etc.

    Jeden Tag werden irgendwo in Deutschland Schüler wegen ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität gemobbt oder gar in den Tod getrieben. Jeder von uns hat schon mal homo- oder transphobe Beleidigungen gehört und auch Gewalt ist auf dem Vormarsch. Von nach wie vor bestehenden rechtlichen Diskriminierungen mal ganz abgesehen.

    Da muss endlich mit ganzer Macht gegengesteuert werden. Und nicht irgendein Minimalkonsens, der am Ende wieder gar nichts ändert.

    Wenn die Union meint, einen Teil ihrer Bürger nicht schützen zu müssen und sie sogar zu diskriminieren, ist das deren Entscheidung.

    Aber dann muss die SPD sich überlegen, ob sie so einer Partei weiterhin die Mehrheiten für ihre menschenverachtende Politik sichert oder ob sie diesem Spuk endlich ein Ende bereitet.
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#8 DeanaAnonym
#9 PetterAnonym
  • 09.05.2019, 14:06h
  • Antwort auf #8 von Deana
  • Ja, dieselbe Regierung, die uns rechtlich weiter diskriminiert, macht dann irgendwelche bunten "Info-Portale", um von den Fakten abzulenken.

    Nein, so leicht kommen Frau Giffey und die sPD uns nicht davon.
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#10 MonomiloAnonym