Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33555

Katholische Kirche

Erzbistum Köln: Leiter der Priesterausbildung bezeichnet Schwule und Lesben als krank

Die "Süddeutsche Zeitung" zitiert aus einem Vortrag vor Priesteramtskandidaten, bei dem auch zur "Heilung" von Homosexuellen geraten wurde.


In der katholischen Kirche werden Homosexuelle oft nicht als gleichwertige Menschen angesehen (Bild: Mario Micklisch / flickr)

Der Leiter der Priesterausbildung in der größten deutschen Diözese, dem Erzbistum Köln, hat Homosexuelle in einem Vortrag als krank bezeichnet. Homosexualität sei nicht angeboren, sondern "die Folge einer psychologischen (Fehl-)Entwicklung", die in der Kindheit oder Jugend stattfinde und zu einem "Geschlechtsminderwertigkeitskomplex" führe, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag aus dem Manuskript eines Vortrags von Pater Romano Christen vor Theologiestudenten im Januar in Bonn.

Demnach steht in dem Manuskript des Direktors des Collegium Albertinum weiter, homosexuelle Liebe sei weniger "die reale Begegnung mit einem Du", sondern vielmehr "eine narzisstische Suche". Die "Fixierung auf die Lust" solle "die eigene innere Wunde heilen und das Selbstmitleid stillen".

Pater wirbt für Homo-"Heilung"

Der unter Verantwortung des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki tätige Bonner Pater sprach sich dem Bericht zufolge auch für die These aus, Homosexualität sei therapierbar. "Auch wenn sie von der Schwulenlobby regelrecht dämonisiert werden, gibt es Therapien und Männer, die sie erfolgreich bestanden haben."

Auf AFP-Anfrage bestritt der Pater die Äußerungen nicht. Das Erzbistum verbreitete eine Erklärung von Pater Romano, nach der der Vortrag in einem größeren Gesprächszusammenhang gestanden habe. In diesem habe er auch seine Überzeugung ausgedrückt, dass Homosexuelle Respekt verdienten "und auf keinen Fall herabgewürdigt werden dürfen".

Weiter erklärte Romano Christen: "Es ging mir nicht darum, das Phänomen erschöpfend zu behandeln, sondern Ziel dieses Gesprächs war es, die Priesterkandidaten darüber zu informieren, was in der Rahmenordnung für die Priesterausbildung steht, die für die katholische Kirche weltweit bindend ist."

Die katholische Kirche lehnt Homosexualität als Sünde grundsätzlich ab. Im erzkatholischen Milieu und in der evangelischen Kirche unter Evangelikalen gibt es bis heute Forderungen, die Homosexualität zu "therapieren". Auf der anderen Seite ging gerade in Deutschland die katholische Kirche in jüngerer Zeit stärker auf Homosexuelle zu. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sagte etwa, "dass die Kirche auch diesen Menschen zugewandt ist".

In der "Süddeutschen" kritisierten Theologen die Äußerungen des Kölner Priesterausbilders als gefährlich. Der Mainzer Moraltheologe Stephan Goertz sagte dem Blatt, die Äußerungen entsprächen dem wissenschaftlichen und moraltheologischen Stand der Fünfziger- und Sechzigerjahren. Die Aussagen seien "durchzogen von Vorurteilen, die für Betroffene kaum zu ertragen sind".

Der Freiburger Theologe Magnus Striet sieht zudem mit Blick auf den Skandal um sexuellen Missbrauch durch Priester in solchen Äußerungen eine Gefahr. Es sei davon auszugehen, dass eine ganze Reihe von Priesteramtskandidaten homosexuell sei. "Ihnen wird vermittelt, dass ihre Sexualität ein Defekt ist, dass sie ihre Gefühle zu verdrängen haben". In zehn, 15 Jahren seien diese Männer Priester und einsam, alle Probleme kämen hoch. "Das ist eines der Einfallstore für sexuelle Gewalt in der katholischen Kirche." (AFP/cw)



#1 PetterAnonym
  • 09.05.2019, 13:39h
  • Die Kirche wird sich niemals ändern...

    Hass, Unterdrückung und Bevormundung sind deren Geschäftsmodell...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 lollipopAnonym
#3 PetterAnonym
  • 09.05.2019, 13:41h
  • ---------------------------------------
    Pater wirbt für Homo-"Heilung"
    ---------------------------------------

    Und diese Organisation ist Teil des runden Tischs, der über ein Verbot dieser Gehirnwäsche debattieren soll.

    Lächerlich. Da weiß man schon, welchen Wert diese Initiative hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 MonomiloAnonym
  • 09.05.2019, 13:43h
  • Die (katholische) Kirche taugt nicht mal mehr um sich drüber aufzuregen ey... Was n ermüdendes Opferfest....
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MonomiloAnonym
  • 09.05.2019, 13:54h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Ist das nicht der Sinn von Kirchen und Sekten? Also, die eigene Gesinnung zu überhöhen und alles was davon abweicht zu denunzieren und als falsch abzukanzeln?

    Ohne Rassismus, Homophobie, Patriarchat uä wären Kirchen ja nur Gemeinschafträume um.... Puh, ich weiß egtl gar nicht was man so in Kirchen macht... Man tunkt Babys ins Wasser und sich selbst in Messdiener....? Schätzungsweise!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KetzerEhemaliges Profil
  • 09.05.2019, 14:17h
  • Antwort auf #3 von Petter
  • Wenn es nur wenigstens ein "runder Tisch" wäre.
    Das Ganze nennt sich ja "Fachkommission".

    Herr Spahn und Herr Litwinschuh haben sechs Kirchenvertreter in die 49köpfige Kommission gesetzt. Ich habe bisher noch von keinem der beiden eine glaubhafte Erklärung gehört, inwieweit die Kirchenvertreter hier als "Fachleute" gelten können.

    Wie auch? Sie sind es schlicht nicht und haben in einer solchen Kommission NICHTS, aber auch gar nichts verloren.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 stromboliProfil
#8 Patrick SAnonym
  • 09.05.2019, 14:28h
  • Die katholische und evangelische Kirche ist eine verfassungsfeindliche Organisation, die ein verfassungsfeindliches Buch zur Grundlage ihrer Theologie und Weltanschauung nimmt.
    Wer von euch hat die Bibel von vorne bis hinten durchgelesen?
    Das Buch ist eine einzige Aneinanderreihung von gottgewolltem Hass, Mord, Vergewaltigung und Ausgrenzung von Andersdenkenden und Kranken. Auch Völkermord (Mose) und Sklaverei wird ausdrücklich von Gott befohlen und erlaubt!
    Vom selben Gott, der die zehn Gebote vrrkündet hat, um sie tausendfach zu brechen.
    Nach der Jahrtausendwende gab es übrigens eine Vereinigung von Eltern, die mit Hilfe ihres Anwaltes ein Verbot des Buches für Kinder erwirken wollten, waa die damalige Bildungsministerin ablehnte, da das Buch der Wissenschaft dient.
    Und da ich Hitlers Mein Kampf besitze, kann ich sagen, dass es im Vergleich zur Bibel ein Witz ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 BaerchenProfil
  • 09.05.2019, 14:36hzuhause
  • Es wird sich niemals etwas ändern solange Kirchen Narrenfreiheit haben andere Menschen zu beleidigen und zu diffamieren, so etwas nennt man glaube ich auch Rufschädigung, Volksverhetzung und üble Nachrede und dies ist strafbar ich meine...nix gegen Religion, das muß jeder für sich selbst entscheiden, was aber diese sogenannten "Menschenfreunde" mittlerweile von sich geben ist unter aller Würde, diesen Menschen die nur Hass verbreiten muß man langsam zeigen daß es so nicht geht, wir leben im 21. Jahrhundert und nicht mehr im Mittelalter!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Homonklin44Profil
  • 09.05.2019, 16:24hTauroa Point
  • Antwort auf #8 von Patrick S
  • Unterschiedliche Versionen aus diversen Jahrhunderten.
    wenn man das Buch liest, kennt man die Menschen und ihren Hang zu Häme, Sadismus und Herrschaft, welche sier in Essenz gefasst gern in diese Fantasmen (Gott, Jesus, Mickey Mouse ) gießen.
    Das Buch illustriert die Begrenztheit der Menschen auf sich selbst, und damit die Begrenztheit ihrer Gottesfigur, die sie, die Menschen jener Zeiten, als ihr Ebenbild schufen.
    ...
    Okay, Mickey Mouse kann nix dafür, stimmt.
  • Antworten » | Direktlink »