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Kommentare zu:
Prokop zum Fall Semenya: Sport steckt im Dilemma


#21 TheDadProfil
  • 12.05.2019, 16:04hHannover
  • Antwort auf #9 von Marianne
  • ""Ich akzeptiere, dass Semenya sich als Frau sieht und als Frau lebt.

    Aber Fakt ist, dass sie XY-Chromosomen hat""..

    Und so ganz nebenbei wirft man die Forderung von Trans*-Menschen UND auch Intergeschlechtlichen Menschen über Bord, daß nur sie selbst das Recht haben sich als diejenigen zu beschreiben, die sie sind..

    FREMDBESTIMMUNG über die Schiene
    "die hat aber die und die Chromosomen"
    sind schlichtweg unterirdisch !

    SIE IST EINE FRAU !

    PUNKT !

    ""Damit ist sie nun einmal keine eindeutige biologische Frau und Frauensport ist dafür da, dass Bio-Frauen auch eine Chance auf Erfolge haben.""..

    Wunderbar..
    Kampf-getöse Cis versus, Äh ?
    Was ist denn hier dann das Gegenteil von "Bio-Frauen" ?
    (an dieser Stelle spar ich mir den Begriff)

    Merkst Du eigentlich was Du dort schreibst ?

    ""Semenya mit unveränderten Testosteronwerten weiter bei den Frauen mitlaufen zu lassen ist aus meiner Sicht frauenfeindlich.""..

    Ist ja auch viel "schädlicher" so Frauenfeindlich zu sein, als einfach nur Trans*phob !

    Vor allem wenn man vorher mühsam die "Bio-Frauen" von "dem ganzem anderem rest" getrennt hat..

    Facepalm..
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#22 HyenadykeProfil
  • 13.05.2019, 16:17hKöln
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • Hust - Also, auch wenn ich jetzt ungern klugscheiße; wenn Du diese Beiträge beantwortest, solltest Du nicht unbedingt Argumente vorbringen, die so nicht haltbar sind.

    Der Testosteronspiegel der gebärenden Person hat nichts mit dem Geschlecht des Kindes zu tun. Ein hoher Testo-Wert führt nicht zur Geburt eines Jungen - wobei bei einer Schwangerschaft generell des Estradiol in die Höhe schießt.

    Es gibt bei "innenliegenden Hoden" keine "doppelte Menge" an Hormone produzierenden Drüsen vor. Denn, jetzt müssen die Biologist*innen mit ihrem 5.-Klasse-Schulbuchwissen ganz tapfer sein - "Hoden" und "Eierstöcke" sind im Grunde ein und die selben Organe. Die Zelltypen und Stukturen im Inneren sind nur unterschiedlich ausgeprägt. Und können - zumindest bei Mäusen und Ratten - durch "Gen-Schalter" dazu gebracht werden, sich vom einen ins andere umzuwandeln. Auch bei bereits ausgewachsenen Tieren.

    Letztendlich gibt es bei allen Reproduktionsorganen nur zwei Richtungen, in die sich das entsprechende Organ mal mehr oder weniger stark entwickelt. Meistens zwar mehrheitlich in die Eine oder Andere, aber nie so "100 Prozent" und manchmal das eine in die, das andere dorthin.
    Eine Grenze, ab der von "weiblich" oder "männlich" unterschieden werden könnte, kann nicht klar definiert werden.

    Aber Leute, die alles in "Ja" und "Nein" und "Schublade" einteilen müssen, wollen so was gar nicht hören ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#23 TheDadProfil
  • 13.05.2019, 20:21hHannover
  • Antwort auf #22 von Hyenadyke
  • ""Es gibt bei "innenliegenden Hoden" keine "doppelte Menge" an Hormone produzierenden Drüsen vor. Denn, jetzt müssen die Biologist*innen mit ihrem 5.-Klasse-Schulbuchwissen ganz tapfer sein - "Hoden" und "Eierstöcke" sind im Grunde ein und die selben Organe.""..

    Ist mir als Krankenpfleger bekannt..
    Nun weiß ich ja nicht welche Form der Intergeschlechtlichkeit GENAU bei Caster Semenya vorliegt, und so habe ich dann auch nicht behauptet daß dies so sei, sondern die Möglichkeit angeführt :

    ""Ob diese nun eine Überproduktion haben, oder Caster Semenya zusätzlich noch über "innenliegende Hoden" und damit über die "doppelte menge" an Produktions-Standorten für das Hormon verfügt, hat Dich und mich nicht zu interesseren""..

    Und nun muß ich dich ein bisschen "enttäuschen", denn die Möglichkeit einer "Organ-Verdoppelung" ist gar nicht so selten wie man meinen will..
    Am häufigsten ist hier die Form einer "dritten oder vierten Niere" bekannt, aber es gibt eben auch Menschen die SOWOHL Hoden als auch Eierstöcke besitzen :

    ""Laut medizinischer Definition von Hugh H. Young ist für Zwitter der mikroskopische Nachweis von sowohl Eierstockgewebe als auch Hodengewebe im selben Körper erforderlich.[39] Bis 1959 wurden aber nur 90 solcher Fälle in der wissenschaftlichen Literatur gezählt""..

    Das ist zugegebenermaßen sehr selten, aber eben nicht unmöglich..

    de.wikipedia.org/wiki/Intersexualit%C3%A4t

    ""Der Testosteronspiegel der gebärenden Person hat nichts mit dem Geschlecht des Kindes zu tun. Ein hoher Testo-Wert führt nicht zur Geburt eines Jungen - wobei bei einer Schwangerschaft generell des Estradiol in die Höhe schießt.""..

    Inzwischen beeinflußt einer Studie nach sogar der Blutdruck der Mutter das Geschlecht des Kindes..
    Dazu gibt es auch immer noch viele Mythen wie den "Zeugungszeitpunkt" relativ zum Eisprung, oder gar die Lage beim Geschlechtsverkehr..
    Oder auch Stress..

    ""Eine Grenze, ab der von "weiblich" oder "männlich" unterschieden werden könnte, kann nicht klar definiert werden.""..

    Zunächst :
    ""Der Mann hingegen produziert zwei Arten von Spermien: Die eine Hälfte enthält ein X-Chromosom, die andere Hälfte ein Y-Chromosom. Deshalb wird das Geschlecht eines Menschen im Moment der Befruchtung bestimmt.""..

    www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/vererbung/p
    wievererbungdesgeschlechts100.html


    Diese Grenze wird in der 9.Schwangerschaftswoche vermutet und einem entsprechendem Hormonspiegel der werdenden Mutter angelastet..
    Eine Störung dieses "geregelt eindeutigen Hormonspiegels" führt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Ausbildung einer der über 400 bekannten Varianten der Intergeschlechtlichkeit..

    In der 5.Klasse gibt es leider keinen Aufklärungsunterricht der derlei spezifisch erklären würde..
    Nicht einmal in der Wiederholung der Materie in der 8.Klasse..
    Deshalb wissen die meisten ja auch so wenig darüber..
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#24 HyenadykeProfil
  • 14.05.2019, 10:32hKöln
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • Na ja, eine tatsächliche Verdopplung der Gonaden liegt selbst bei Ovotestes kaum vor. Bei "echten Zwittern" liegt meist ein Eierstock und ein Hoden vor.
    Dabei liegen die Fallzahlen ja sehr niedrig. Wobei da (und generell bei Intersexualität) auch nicht bekannt ist, wie viele Fälle aufgrund unauffälligem Erscheinungsbild übersehen werden. Viele der "seltenen" Befunde werden rein zufällig entdeckt.

    Mit der Grenze zwischen "weiblich" und "männlich" meinte ich die Zuordnung eines einzelnen Geschlechtsmerkmals. Natürlich kann ein Zentimetermaß an die Klitoris angelegt werden und ab einem Zentimeter ist es halt ein Mikropenis. (Was tatsächlich so passiert und zur Verstümmlung von Kleinkindern führt), aber diese Kriterien sind rein willkürlich und medizinisch nicht zu begründen.

    Wie auch immer, was mit Semenya los ist, geht uns und auch die Schreihälse nichts an.
    Es darf halt nur nicht sein, dass hier eine Pflicht zur Körperverletzung eingeführt wird.
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