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Seltener Protest

Trotz Verbots: LGBTI demonstrieren in Kuba

Nach der Absage der traditionellen Parade gegen Homophobie gingen in Havanna trotzdem rund 100 Menschen auf die Straße – mindestens drei Personen wurden festgenommen.


Die Teilnehmenden zogen rund 500 Meter vom Stadtzentrum zur Uferpromenade Malecón (Bild: Hatzel Vela / twitter)

Trotz Verbots haben am Samstag rund 100 Menschen in der kubanischen Hauptstadt Havanna für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen demonstriert. Die Gruppe zog unter Rufen wie "Diverses Kuba" und mit wehenden Regenbogenfahnen vom Stadtzentrum rund 500 Meter bis zur Uferpromenade Malecón, wo die Polizei den Zug stoppte. Mindestens drei Demonstranten, die den Kordon mit Gewalt durchbrechen wollten, wurden vorübergehend festgenommen.

"Wir wollen, dass unsere Rechte respektiert werden. Wir sind auch Kubaner", sagte der Demonstrationsteilnehmer Yander Remón gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Der 31-jährige Laydel Alfonso kritisierte die Polizei für ihr Vorgehen. "Ich glaube nicht, dass das richtig ist, denn wir tun hier nichts Verbotenes", sagte er AFP.

Proteste zivilgesellschaftlicher Gruppen sind in Kuba äußerst selten. Die Kommunistische Partei kontrolliert das öffentliche Leben auf der sozialistischen Karibikinsel weitgehend. Unabhängige Parteien, Gewerkschaften oder Initiativen sind nicht zugelassen.

Twitter / bitacoranova

Die traditionelle Parade gegen Homophobie, die seit zehn Jahren mit offizieller Genehmigung stattfindet, war für dieses Jahr überraschend abgesagt worden. Ihr Ausrichter ist das Nationale Zentrum für Sexuelle Erziehung (Cenesex), das zum kubanischen Gesundheitsministerium gehört und von der Tochter von Parteichef Raúl Castro, Mariela Castro, geführt wird. Das Zentrum hatte die Absage mit "den neuen Spannungen im internationalen und regionalen Rahmen" begründet. (dpa/AFP/cw)



#1 Rechtslnks-WatchAnonym
  • 12.05.2019, 16:38h
  • Deutlicher kann die kubanische Regierung gar nicht zugeben, dass alles von ihr zuvor vollmundig verkündete nichts weiter als Pinkwashing war.

    Erst sind die Kommunisten den Katholiban in den Arsch gekrochen, nun schlagen sie noch mal zu.

    Boykott!
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#2 divers_HavannaAnonym
#3 MutigMutigAnonym
  • 24.05.2019, 14:49h
  • Antwort auf #2 von divers_Havanna
  • Weder Havanna noch Kuba "go for diversity", Havana und Kuba VERBIETEN sichtbare Diversity.

    Unseren Beifall und Unterstützung brauchen die Mutigen, die trotz des Verbots der Kommunisten tapfer auf die Straße gehen.
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