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Dating-App wird wohl wieder amerikanisch

Chinesen müssen Grindr auf Druck der USA bis 2020 verkaufen

Grindr gehört seit gut drei Jahren einer chinesischen Firma. Auf Druck der US-Regierung müssen die Investoren aus der Volksrepublik ihre Anteile bis Mitte 2020 aber wieder verkaufen.


Die beliebteste schwule Dating-App der Welt wird im kommenden Jahr wieder den Besitzer wechseln

Der chinesische Konzern Beijing Kunlun Tech Co. muss die schwule Dating-App Grindr auf Druck des amerikanischen Regierungsausschusses zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen (CFIUS) bis Mitte 2020 verkaufen. Beijing Kunlun Tech teilte am Montag mit, man habe eine Vereinbarung mit US-Behörden erreicht, nach der die Firma keine Nutzerdaten einsehen oder nach China übertragen dürfe. Die Firmenzentrale werde in den USA belassen, mindestens zwei der drei Mitglieder im Verwaltungsrat würden zudem die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen. Außerdem versprach der Konzern der US-Regierung, die Dating-App bis spätestens 30. Juni 2020 zu verkaufen.

Beijing Kunlun Tech hatte Anfang 2016 für 93 Millionen Dollar 60 Prozent der Grindr-Anteile gekauft (queer.de berichtete). Letztes Jahr erwarben die Chinesen den Rest der Anteile. Die Investoren hatten eigentlich vor, die App an die Börse zu bringen. Ende März gab es aber erstmals Berichte, dass CFIUS Grindr als "nationales Sicherheitsrisiko" einstufe (queer.de berichtete). Am Montag gab Beijing Kunlun Tech Co. erstmals zu, dass man eine Investmentbank beauftragt habe, den Verkauf zu organisieren.

Ein nachträglicher US-Einspruch gegen die Übernahme eines nationalen Unternehmens durch eine Firma aus einem anderen Land ist selten – zuletzt zog die Trump-Regierung aber die Daumenschrauben gegenüber China an: So wurde die Übernahme eines Finanzunternehmens und einer Marketingplattform durch chinesische Firmen verhindert. Die USA befinden sich derzeit in einem Handelskrieg mit der Volksrepublik.

USA will China-Zugriff auf sensible Daten verhindern

Offizielle Angaben zu den Gründen des amerikanischen Vorgehens gibt es derzeit nicht. Die amerikanische Regierung befürchtet Medienberichten zufolge aber offenbar, dass Chinesen mit der Übernahme der Dating-App Zugriff auf sensible Daten erhalten könnten, die möglicherweise die innere Sicherheit der USA gefährdeten.

Grindr war in den letzten Jahren immer wieder wegen Datenschutzverletzungen in die Kritik geraten. So gab es im vergangenen Jahr Berichte, dass das Unternehmen Nutzer-Angaben zum HIV-Status an Fremdfirmen weitergegeben habe (queer.de berichtete). Auch US-Senatoren äußerten Sorgen über die Datensicherheit in einer Firma, die von chinesischen Investoren kontrolliert wird. (dk)



#1 TheDadProfil
  • 14.05.2019, 22:15hHannover
  • Noch bevor hier einer anfängt zu jubeln :

    Es geht hier ausschließlich um Geld !
    Und um nichts anderes..
    Schon gar nicht um den Schutz von LGBTTIQ*-Menschen durch die US-Regierung, das ist mal klar..
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#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 15.05.2019, 04:32h
  • Die Trump Administration agiert hier nicht nur wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, sondern vielmehr so, wie Trump es von seinem Vater gelernt hat im Immobiliengeschäft: Drohe, erpresse und schmeichle, und Du bekommst, was Du willst.
    Die Chinesen hätten nicht klein beizugeben müssen, aber so hat Trump das Gefühl, er könne sich alles erlauben. Eine Denke, die er schon bei Frauen hatte.
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#3 LotiAnonym