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Historisches Coming-out

Andy Brennan will die "Lüge nicht länger leben"

In Australien hat sich der erste aktive Profi-Fußballspieler als schwul geoutet. "Es fühlt sich klasse an", schreibt Andy Brennan in einem Artikel für die Fußballergewerkschaft PFA.


Andy Brennan steht beim australischen Zweitligisten Green Gully SC unter Vertrag (Bild: instagram / andybrennan36)

In Australien hat sich zum ersten Mal ein aktiver Profi-Fußballer als schwul geoutet. Der 26 Jahre alte Andy Brennan, der früher beim Erstliga-Verein Newcastle Jets unter Vertrag war, will seine Homosexualität nicht länger verstecken.

In einem Artikel für die Webseite der Fußballergewerkschaft PFA schreibt er: "Ich bin schwul." Er habe viele Jahre mit sich gerungen, wolle seine sexuelle Veranlagung nun aber nicht länger verbergen. Brennan ist heute bei Green Gully SC unter Vertrag, einem Zweitliga-Verein aus Melbourne.

Coming-out sollte 2019 keine "große Sache" sein

In dem Beitrag für die Gewerkschaft Professional Footballers Australia (PFA) schreibt Brennan: "Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich verstanden habe, dass ich diese Lüge nicht länger leben kann. Dass ich glücklich sein will, so wie ich bin. Irgendwann muss man zur Kenntnis nehmen, dass man so ist. Und man sein muss, wer man ist." Seine aktuellen Gefühle fasst er so zusammen: "Es fühlt sich klasse an. Und merkwürdigerweise auch nicht, als ob das eine große Sache wäre. Das sollte es 2019 auch nicht sein."

Brennan ist der erste australische Berufssportler, der sich outet, während er noch aktiv ist. Andere homosexuelle Sportler wie der Schwimmer Ian Thorpe oder der Rugbyspieler Ian Roberts haben dies auch getan, aber erst nach dem Ende ihrer Karriere. In Deutschland ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler und jetzige VfB-Stuttgart-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger das bekannteste Beispiel.

Vor einigen Tagen hatte es in Australien auch Berichte über ein angebliches Coming-out des Cricket-Profis James Faulkner gegeben. Der 29-Jährige stellte dann aber klar, dass einer seiner Instagram-Einträge, der ihn mit seinem "Boyfriend" beim Essen zeigte, falsch verstanden worden sei. "Ich bin nicht schwul", schrieb Faulkner. "Obwohl es großartig war, so viel Unterstützung aus und für die LBGT-Community zu bekommen." (cw/dpa)



#1 Patrick SAnonym
  • 15.05.2019, 09:31h
  • Rießen Respekt vor dieser Leistung Andy Brennan, alles Gute für den weiteren beruflichen Werdegang und vielen vielen Dank für das große Vorbild.
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#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 15.05.2019, 11:29h
  • Congratulations on coming out. Better to live open and upright, than hide like a coward and lie to others.
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#3 PetterAnonym
  • 15.05.2019, 12:05h
  • "Es fühlt sich klasse an!"

    Ja, natürlich fühlt sich das klasse an.

    Es ist ein tolles Gefühl, sich nicht mehr selbst verleugnen zu müssen. Nicht mehr auf jedes Wort achten zu müssen und nicht mehr ständig in Angst vor "Enttarnung" zu leben.

    Echten Fans ist es egal, wen ihre Idole lieben, sie wollen nur nicht belogen werden. Und diejenigen, die ein Problem damit haben, können einem egal sein. Was interessieren einen irgendwelche Schwachmaten?
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#4 thorium222Profil
  • 15.05.2019, 13:37hMr
  • Wurde bei der Aufzählung nicht Matthew Micham unterschlagen, der meines Wissens nach schon geoutet war, als er im Turmspringen Gold bei Olympia gewonnen hat?
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#5 zundermxeAnonym
  • 15.05.2019, 13:47h
  • Wow - Respekt!

    Freut mich und wünsche ihm, dass er durch sein Outing mehr Freude als Ärger haben wird. In jedem Fall sollte ihn sein Spiegelbild nun jeden Morgen noch fröhlicher anstrahlen.

    Ohne einen einzelnen Menschen kritisieren zu wollen, ist es doch allgemein sehr schade, dass die offenere Atmosphäre, die einst vom ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger geschaffen wurde, nicht wirklich fortgesetzt wurde und sich keine aktiven Fußballer diesen Schritt zugetraut haben.
    Hier fehlen leider Sportverantwortliche, für die der Mensch vor dem Sport - dem Kommerz - kommt.

    Die Vereine sind gefragt und in der Verantwortung für ihre angestellten Spieler. Sonst kann der Punkt kommen an dem Nichthandeln böse zuschlägt.
    In der Vergangenheit hat es schon in unterschiedlicher Art das sportliche Aus gegeben für einige Spieler. Teils mit persönlichen Tragödien.
    Profi-Sportler leben idR in einer Blase, einer eigenen Sub. Das kann verdammt einsam sein. Neben dem persönlichen Umfeld erzeugt der Verein und die Öffentlichkeit einen brutalen Leistungsdruck.
    Nicht wenige Profi-Sportler können als persönlich Entwicklungs-verzögert, um nicht Entwicklungs-gestört zu sagen, bezeichnet werden da sie das reale Leben meist erst nach Ende der aktiven Karriere kennenlernen können.

    Es bleibt viel zu tun, sehr viel zu tun.

    In jedem Fall muss klar sein, dass es immer die eigene und persönliche Entscheidung eines Menschen ist sich zu outen. Auch und insbesondere bei Sportlern, die krass in der Öffentlichkeit stehen und kaum wirklich private Momente haben.
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#6 AndiAnonym
  • 15.05.2019, 14:14h
  • Euer Artikel acht einen Fehler. Wasserspringer Matthew Mitcham outete sich vor Olympia 2008 in Peking, wurde dann Olympiasieger und war noch bis 2016 aktiv. Theoretisch gesehen ist er natürlich kein "Berufssportler" vergleichbar mit Fußballern oder Rugbyspielern, aber das ist ein Schwimmer wie Ian Thorpe auch nicht.
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#7 gsadgsgdsdAnonym
  • 15.05.2019, 17:46h
  • Nunja, zunächst ist festzuhalten

    - 2. Liga und nicht 1. Liga
    - Australische Liga und nicht deutsche oder englische Liga

    Jedes solche Coming Out ist natürlich gut, aber ich sag immer solange es kein

    - Comingout eines
    - Fußballprofis in einer international bedeutenden höchsten natonalen Liga (z. B. 1. Deutsche Bundesliga, Englische Premier League)
    - als aktiver Fußballprofi

    gibt, ist es noch nicht soooo wirklich historisch.

    Dass es nicht so historisch ist, sieht man auch bspw. daran, dass es der Tagesschau keiner Schlagzeile, geschweige denn Hauptschlagzeile wert ist.

    Wenn es historisch wäre, wäre es ein Hauptthema in den weltweit jeweils bedeutendsten nationalen Medien.

    Und das ist hier definitiv nicht der Fall.

    Historisch ist was anderes.
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#8 lindener1966Profil
  • 15.05.2019, 20:12hHannover
  • Ihr habt Gareth Thomas vergessen, den britishen Rugby Spieler. Ziemlicher Hunk ;-)
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#9 lindener1966Profil
  • 15.05.2019, 20:18hHannover
  • Keegan Hirst und Ben Cohen, ebenfalls zwei Rugby Spieler. Ich finde es schon erstaunlich, dass sich mehr Rugby Spieler (nach ihrer Karriere) outen als Fussballspieler.........Und Rugby ist ja wohl die kernigste Sportart ever
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