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Int. Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

IDAHOBIT 2019: Das sind alle Termine

In fast 70 deutschen Städten finden am Freitag Aktionen wie Kundgebungen und Rainbow-Flashmobs statt.


RainbowFlash am Hamburger Rathaus

Er ist inzwischen der kleine Bruder des CSD, wird weltweit wegen seiner Niedrigschwelligkeit und Offenheit der Aktionsformen geschätzt und wird inzwischen auch in Deutschland in mehr Städten begangen als der Pride: Am morgigen 17. Mai finden allein in fast 70 deutschen Städten Aktionen zum IDAHOBIT statt.

Der jährliche Aktionstag war 2005 vom französischen Aktivisten Louis-Georges Tin ins Leben gerufen worden – er erinnert nicht an den Paragrafen 175, mit dem in Deutschland schwule Männer strafrechtlich verfolgt wurden, sondern an jenen Mai-Tag im Jahr 1990, als die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste der Krankheiten gestrichen hat.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich aus dem IDAHO als Tag gegen Homophobie ein Tag, der, in den meisten Städten unter dem Kürzel IDAHOBIT, auch Bi-, Trans- und Interphobie umfasst. Inzwischen ist auch manchmal ein A dabei, um Asexuelle nicht auszuschließen, oder auch ein Gender-Sternchen.

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RainbowFlashs, Demos und Debatten

In vielen Städten ist für Freitag ein RainbowFlash geplant, also eine Kundgebung, bei der zum Abschluss bunte Ballons mit Botschaften-Postkarten in die Luft gelassen werden, darunter etwa schon traditionell Hamburg und Köln oder viele kleine und größere Städte in Sachsen. In der Hauptstadt Berlin gibt es unter anderem nach der Kundgebung von LSVD und Bündnis gegen Homophobie am Kaiser-Wilhelm-Platz (16-16.45 Uhr) eine von "Enough is Enough" organisierte Demo von dort über den Potsdamer Platz zum Alexanderplatz (ab 17 Uhr). In mehreren Städten, darunter Gütersloh, Flensburg und Jena, gibt es ganze Veranstaltungswochen rund um den IDAHOBIT – Gütersloh feiert so etwa seinen ersten CSD.

Zur Übersicht: Alle Termine

In Bayreuth ist eine spezielle Protest-Kundgebung gegen den homophoben Dirigenten Waleri Gergijew bei den Festspielen (queer.de berichtete) geplant, in Saarbrücken wird der Checkpoint des LSVD wiedereröffnet. Selbst die Politik beteiligt sich am IDAHOBIT: Auf Antrag der Grünen gibt es im Bundestag gegen ca. 15.45 Uhr eine Aktuelle Stunde "Maßnahmen gegen Homo- und Transfeindlichkeit und für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt" (queer.de berichtete) – und bereits am Morgen befasst sich der Bundesrat mit einem Entschließungsantrag mehrerer Länder gegen Konversionstherapien.



#1 Simon HAnonym
  • 16.05.2019, 16:08h
  • Ich finde diesen Tag mittlerweile genauso wichtig, wie die diversen CSDs.

    Erstens ist es gut, dass das weltweit am selben Tag begangen wird. Zweitens ist es im Mai oft schönes Wetter, aber noch nicht so extrem heiß wie oft bei CSDs, wo ich zum Beispiel ein Problem mit habe.

    Und vor allem:
    während mittlerweile viele CSDs oft mehr einen Party-Charakter haben, geht es an diesem Tag wirklich nur um politische und gesellschaftliche Botschaften und Forderungen. Mit Demos, Diskussionen, Flashmobs, Kiss-Ins und ähnlichen Aktionen steht dies eindeutig im Vordergrund.

    Ich finde beides wichtig, aber eben auch beides gleich wichtig. Und deshalb ist dieser Tag mittlerweile für mich genauso wichtig wie die CSDs.
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#2 Simon HAnonym
  • 16.05.2019, 16:15h
  • Antwort auf #1 von Simon H
  • Achja: und ein weiterer Vorteil ist, dass die Teilnahem niederschwelliger ist. Da muss man sich nicht anmelden, sondern man stellt sich einfach dazu.

    Und da man eben auch keine Parade hat, sondern oft nur eine Demo auf einem Platz, ist es auch egal, wenn nicht ganz so viele Teilnehmer dabei sind. Selbst wenn es nicht genug für eine Parade gibt bzw. diese lächerlich wäre, sind es oft selbst in kleineren Orten immer noch genug Leute um einen Platz zu füllen. Deswegen finden die Demos an diesem Tag auch an mehr Orten statt als CSDs. Auch dies ist ein Pluspunkt.
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#3 Julian SAnonym
  • 16.05.2019, 16:36h
  • Ich bin ja wirklich gespannt, ob all die High-Tech-Konzerne, die sich so gerne LGBTI-freundlich geben (Google, Apple, Facebook, Microsoft, usw.), dieses mal zum IDAHOT ein deutliches Zeichen setzen.

    Google macht für jeden Scheiß ein Doodle (diese kleinen Bildchen, Animationen, etc. statt des Google-Logos, die an Jahrestage, Geburtstage wichtiger Personen, etc. erinnen). Nur zum IDAHOT hat Google noch nie so ein Doodle gemacht.

    Die machen an dem Tag nur solche Sonder-Gestaltungen auf den Seiten, wenn man explizit nach LGBTI-Themen sucht. Damit nur ja niemand damit konfrontiert wird, der nicht explizit danach gesucht hat.

    Ähnlich ist es bei Apple, die zwar weniger oft, aber auch zu wichtigen Anlässen auf ihrer Homepage an wichtige Ereignisse oder Personen erinnern (gab es z.B. schon zum Geburtstag von Martin Luther King).

    Sowas würde ich mir von diesen Konzernen auch mal generell zum IDAHOT wünschen. Wenn die wirklich gegen LGBTI-Hass, - Feindlichkeit und -Diskriminierung sind, sollten sie auch dazu stehen. Und zwar nicht nur mit Werbeständen auf CSDs, sondern auch wirklich weltweit sichtbar.

    Entweder sind das Unternehmenswerte zu denen man steht oder nicht.
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#4 PetterAnonym
  • 16.05.2019, 17:06h
  • Antwort auf #3 von Julian S
  • Ja, erst kürzlich gab es ja hier die Diskussion, ob der Werbeclip von McDonald's jetzt nur aus finanziellen Interesse entstanden ist oder ob das wirklich Akzeptanz fördert.

    Und ähnlich sieht es immer bei Werbungen anderer Unternehmen aus, die LGBTI-Themen aufgreifen.

    Ja, die mögen das primär aus wirtschaftlichem Kalkül machen. Aber dennoch bewirkt deren Werbung etwas und erreicht auch Leute, die man anders nicht erreicht.

    ABER VOR ALLEM:

    Diese Unternehmen, die LGBTI-Werbung machen und das im Fernsehen, in Zeitschriften, auf Plakaten, etc. zeigen, zeigen das allen. Auch wenn sie damit einige konservative Kunden verlieren.

    Aber Google, Apple & Co reden auf CSDs & Co gerne davon, wie sehr sie Vielfalt unterstützen, scheuen sich aber davor, auch dort dazu zu stehen, wo das alle Menschen erreicht. Auch diejenigen, die das anders sehen.

    Solange z.B. Google nicht jährlich zum IDAHOBIT ein entsprechendes Doodle auf seine Suchseite macht, sondern sowas nur für Suchen nach LGBTI-Themen nutzt, damit es für alle anderen unsichtbar bleibt, brauchen die uns nicht weiszumachen, sie würden sich für Vielfalt und Akzeptanz einsetzen.
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#5 David89Anonym
  • 17.05.2019, 00:43h
  • Lustig in Köln - nur 1 Aktion und Luftballons gibt's keine mehr wegen der Umwelt - AAAABER man lässt ein Flugzeug mit einer Flagge starten (ähm, was ist mit Kerosin?) und drucken Flyer (ähm, Plastik steckt auch in Laminierfolie)
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#6 SchleicheR74
  • 17.05.2019, 09:52h
  • Antwort auf #5 von David89
  • Ja man kann halt heute nichts mehr richtig machen, wenn man in der realen Öffentlichkeit wirbt...

    Ich für meinen Teil trage heute ein queerfreundliches Outfit. Nichts paradisisches, is´ eh zu nasskalt heute und nicht mein Stil, aber auf 10m wird man die eine oder andere Anspielung auf queeres Leben erkennen.
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#7 JasperAnonym
  • 17.05.2019, 10:23h
  • Antwort auf #4 von Petter
  • Natürlich hat Google auch dieses Jahr wieder kein Doodle zum IDAHOT.

    Und auch von Apple, Facebook, Microsoft, etc. nur Schweigen im Walde...

    Diese Konzerne machen gerne einen auf LGBTI-freundlich, aber nur dort, wo es auch nur LGBTI mitbekommen. Bloß keine anderen Kunden verschrecken.

    Die Highttech-Branche gibt sich gerne modern, ist aber in Wahrheit erzkonservativ. Was man auch an homo- und transphober Zensur bei sozialen Netzwerken, Apps, etc. erkennt.
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#8 Carsten ACAnonym
  • 17.05.2019, 11:15h
  • Ein sehr wichtiger Tag, an dem hoffentlich viele Menschen an den Aktionen teilnehmen.

    Nur sollte man über die Namensgebung nachdenken, damit die nicht zu lang und kompliziert wird:

    zuerst war es der IDAHO - International Day Against Homophobia

    Dann der IDAHOT - da kamen die Trans-Menschen hinzu

    Jetzt IDAHOBIT - da kamen die Bi- und Intersexuellen dazu (und das klingt immer nach Hobbit/ Herr der Ringe)

    Kommen dann auch noch irgendwann die Pansexuellen, Asexuellen, Omnisexuellen, etc. dazu, wird es kaum noch merkbar

    Wir sollten eine Bezeichnung finden, wo sich alle diese Gruppen wiederfinden können und damit identifizieren können, die aber lange, schwer merk- und aussprechbare Bezeichnungen wie IDAHOBIT, LGBTTIQA, etc. überflüssig machen.
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#9 GooglerAnonym
  • 17.05.2019, 11:23h
  • Antwort auf #3 von Julian S
  • Statt nur rum zu meckern, einfach mal nach passenden Infos suchen. Am besten mit Google. ;p
    Dann findet mensch nämlich die Seite zum Doodle
    www.google.com/doodles/about
    und darin eine Mail-Adresse (proposals@google.com) für das einreichen von Vorschlägen.
    Und ich könnte mir denken, daß, je mehr den gleichen Vorschlag einreichen, es um so wahrscheinlicher ist, das dieser auch umgesetzt wird.
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#10 FinnAnonym
  • 17.05.2019, 11:31h
  • Antwort auf #9 von Googler
  • Scherzkeks. Meinst Du, das sei noch nie probiert worden?

    Wie oft haben nicht schon zig Leute in den USA, in Kanada, in Australien und in zig europäischen Staaten Google deswegen kontaktiert - per Mail, auf sozialen Netzwerken, etc.

    Aber Google weigert sich dennoch. Stattdessen zeigen sie solche Doodles nur denen, die explizit danach suchen, damit nur ja niemand anderes damit belästigt wird.

    Die alte Taktik des Unsichtbarmachens.
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