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"Die Hölle wartet auf Euch"

Rugby Australia feuert Israel Folau nach homophoben Äußerungen

Wiederholt hatte Israel Folau mit Verweis auf seinen christlichen Glauben gegen Homosexuelle polemisiert – jetzt hat ihn sein Verband rausgeschmissen.


Der Rugbyverband will nichts mehr mit Israel Folau zu tun haben (Bild: www.davidmolloyphotography.com / wikipedia)

Der australische Rugby-Star Israel Folau hat wegen einer Hasstirade gegen Homosexuelle seinen millionenschweren Profi-Vertrag verloren. Australiens Rugbyverband RA (Rugby Australia) kündigte die Zusammenarbeit mit dem 30-Jährigen am Freitag auf. Grund dafür sind mehrere homosexuellenfeindliche Botschaften Folaus in sozialen Netzwerken.

Mit der Auflösung des Vertrags steht der 73-fache Nationalspieler nun vor dem Ende seiner Karriere. "Izzy" Folau war zuletzt für die New South Wales Waratahs in der Liga Super Rugby aktiv – und galt sportlich als einer der besten Spieler des Landes.

Das Fass zum Überlaufen brachte vergangenen Monat eine Instagram-Botschaft an die Adresse von Trinkern, Homosexuellen, Ehebrechern, Atheisten und anderen. Ihnen prophezeite der Sportstar: "Die Hölle wartet auf Euch" (queer.de berichtete). Auf Twitter empörte er sich auch darüber, dass bei Eintragungen ins Geburtenregister im Bundesstaat Tasmanien künftig das Geschlecht nicht mehr festgelegt werden muss. Vergangenes Jahr hatte Folau bereits eine Verwarnung kassiert, weil er Homosexuelle zur Hölle gewünscht hatte (queer.de berichtete).

Äußerungen Folaus "unvereinbar" mit Werten des Sports


Die Hölle wartet laut Folau auf Trinker, Homosexuelle, Ehebrecher, Unzüchtige, Diebe, Atheisten und Götzendiener – diese Message verbreitete der Sportstar via Instagram

In den vergangenen Wochen gab es mehrere Anhörungen, die nun schließlich mit der vorzeitigen Auflösung des Vier-Jahres-Vertrags endeten. Aus Sicht des Verbands ist die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Veranlagung "unvereinbar" mit den Werten des Sports. Geschäftsführerin Raelene Castle sagte: "Israel hat uns keine andere Wahl gelassen." Rugby Australia ist sowohl für den nationalen Spielbetrieb als auch für die Nationalmannschaft zuständig.

Bei den Anhörungen beharrte Folau mit Verweis auf seinen Glauben auf das Recht, Homosexuelle verbal anzugreifen. "Ich stehe hinter dem, was die Bibel sagt. Ich teile das ja mit Liebe", so Folau vor einigen Wochen. Er verstehe zwar andere, die eine völlig entgegengesetzte Meinung habe. Er versuche aber nur, Gottes Botschaft zu verbreiten, "auch wenn es ein wenig hart rüberkommt". "Ich kann ja nicht die Worte Gottes verändern", so der 30-Jährige. Folau hat nun 72 Stunden Zeit, gegen die Kündigung Widerspruch einzulegen. (dpa/dk)



#1 JasperAnonym
  • 17.05.2019, 10:20h
  • Richtig so.

    Hetze hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun. Freiheitsrechte finden ihre Grenzen immer dort, wo andere in ihrer Freiheit eingeschränkt werden.

    Solche Leute missbrauchen Freiheitsrechte um ihren blanken Hass ausleben zu können.
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#2 Patrick SAnonym
  • 17.05.2019, 10:29h
  • Ja, Religiotie kennt keine Grenzen und überwindet auch Ozeane.
    Vorbildliche Entscheidung und ein gutes Zeichen gegen Hass und Homophobie, wenn auch mit etwas Verspätung!
    Da können sich dennoch andere Sportverbände mal ne Scheibe abschneiden.
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#3 MonomiloAnonym
  • 17.05.2019, 10:46h
  • Antwort auf #2 von Patrick S
  • Warum Verspätung? Des wurde doch direkt in der Anhörung beschlossen? Das man in so nem Fall immer erstmal das Gespräch sucht und auch die "andere Seiten" anhört, völlig gleich wie offensichtlich der Fall liegt, ist schon korrekt...

    Der Typ ist türlich ein lappen, alles richtig gemacht, sehr schön...
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#4 Carsten ACAnonym
  • 17.05.2019, 11:06h
  • ---------------------------------
    Äußerungen Folaus "unvereinbar" mit Werten des Sports
    --------------------------------

    So ein klares Bekenntnis würde ich mir auch in Deutschland wünschen.

    Aber im Land des rosa Winkels wird Homohass ja sogar von einem Sportgericht als Markenkern des Fußballs angesehen (queer.de berichtete). Deutschland hängt wieder mal meilenweit hinterher und macht seiner faschistischen Tradition alle Ehre.
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#5 Patrick SAnonym
  • 17.05.2019, 11:09h
  • Antwort auf #3 von Monomilo
  • Deshalb mit Verspätung, weil er den Müll ja seit über einem Jahr konstant von sich gibt, in den sozialen Medien dokumentiert. Ich gehe mal davon aus, dass der Knabe das auch abseits des Internet schon viel weiter zurück praktiziert hat.
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#6 MonomiloAnonym
  • 17.05.2019, 11:42h
  • Antwort auf #5 von Patrick S
  • Huh... Hab sonst nur von dem Fall von vor nem Jahr gehört, da wurde er entsprechend verwarnt, gut so! Jetzt hat er sich eben nochmal öffentlich geäußert, daher Anhörung und Ausschluss....!

    Seh des egtl alles als ganz korrekten Vorgang an und nichts wo man dem Verband Verspätung/Versäumnis vorwerfen könnte...

    Wenn der Typ zwischenzeitlich noch weiter, öffentlichen statements abgegeben hatte auf welche nicht reagiert wurde sieht er der Sachverhalt türlich anders aus....
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#7 TheDadProfil
  • 17.05.2019, 12:00hHannover
  • Der hat genug Geld..
    Vielleicht gründet er nun sein "eigene Kirche" ?

    Aber er steht nun auch dem Transfer-Markt zur Verfügung, und das Ablösefrei..
    Mal sehen welcher Verein sich da meldet..
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#8 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 20.05.2019, 04:38h
  • Falls es doch so etwas, wie eine Hölle geben sollte, wäre mein sehnlichster Wunsch, dass er dort ein Zimmer bezieht.
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#9 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#10 TheDadProfil
  • 20.05.2019, 09:32hHannover
  • Antwort auf #9 von Gerlinde24
  • Der Vatikan hat meines Wissens nach keine Rugby-Mannschaft, und auch in Moskau spielt man wohl lieber Fußball..
    Rugby ist dann auch der Sport der
    "Commonwealth of Nations",
    dem heimlichem Gegenmodell zu den Vereinten Nationen der Briten, mit denen sie die ehemaligen Kolonien an sich zu binden suchen, und in diesen Ländern oder gar im "Mutterland" Großbritannien wird doch wohl ein Verein finden lassen der sich nicht zu fein sein wird die "sportlichen Leistungen" in den Vordergrund zu stellen, und damit die menschlichen Qualitäten eines verdummbibelten Rassisten zu relativieren suchen..
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