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Leichter als daheim

Mexiko erlaubt gleichgeschlechtliche Ehe-Schließungen in allen Konsulaten

Nur in der Hälfte der mexikanischen Bundesstaaten dürfen Schwule und Lesben heiraten. Jetzt erleichtert die nationale Regierung die Eheschließung.


Mexiko tut sich – hauptsächlich wegen des Einflusses der katholischen Kirche – mit der Gleichbehandlung von Homo-Paaren schwer (Bild: Jorge Mendoza-Torres / flickr)

Gleichgeschlechtliche Paare aus Mexiko können künftig weltweit in allen Konsulaten des Landes heiraten. Daheim ist das nur begrenzt möglich. "Von jetzt an können alle mexikanischen Konsulate Trauungen von zwei mexikanischen Bürgern vornehmen, unabhängig von deren Geschlecht", heißt es in einer Mitteilung des Außenministeriums vom Donnerstag (Ortszeit), das dabei auch an den Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai erinnert.

Der linksgerichtete Außenminister Marcelo Ebrard sagte auf Twitter, dass es darum gehe, Diskriminierungen zu beseitigen.

Twitter / SRE_mx

Verfassungsgerichtshof ordnete Ehe-Öffnung an

Im katholisch geprägten Mexiko ist die gleichgeschlechtliche Ehe ein hoch umstrittenes Thema. Zwar hatte bereits der oberste Gerichtshof 2015 klargestellt, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der Verfassung verstößt (queer.de berichtete).

Trotzdem erlauben nur 16 von 32 Bundesstaaten und die Hauptstadt Mexiko-Stadt die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare. Immerhin: Alle Staaten erkennen anderswo geschlossene Ehen grundsätzlich an.

Eine nationale Gesetzgebung zur gleichgeschlechtlichen Ehen fehlt bislang. Eine Gesetzesinitiative des früheren Präsidenten Enrique Peña Nieto (2012-2018) scheiterte vor drei Jahren im Parlament (queer.de berichtete).

Zu den heftigsten Gegnern einer rechtlichen Gleichstellung gehört in Mexiko die katholische Kirche. Sie veranstaltete bei der letzten Parlamentsabstimmung in mehreren Städten Massendemonstrationen gegen die Gleichbehandlung (queer.de berichtete). Trotz der kompromisslosen Haltung der katholischen Kirche, der die große Mehrheit der Mexikaner angehört, sprechen sich Umfragen zufolge rund zwei Drittel der mexikanischen Wahlberechtigten für die Ehe-Öffnung aus. (dpa/dk)



#1 Carsten ACAnonym
  • 17.05.2019, 11:04h
  • Es wird höchste Zeit, dass endlich das Urteil des obersten Gerichtshofs in ganz Mexiko angewendet wird und die Ehe in ganz Mexiko geöffnet wird.

    Alleine schon, damit überall im Land das gleiche Recht gilt.
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#2 zundermxeAnonym
  • 17.05.2019, 17:50h
  • Gutes Signal soweit.

    Zeigt jedoch auch mal wieder, dass hier wie auch in der ganzen Welt gilt: Kampf gegen die Macht, besser den Machtmissbrauch, der Religionen ist ein Kampf für Freiheit, Liebe und Toleranz.
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#3 Patroklos
  • 17.05.2019, 22:44h
  • Nach der Eheöffnung in Taiwan ist das die zweite erfreuliche Nachricht des heutigen Tages.
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#4 Homonklin44Profil
  • 17.05.2019, 22:49hTauroa Point
  • Ist zwar generell zu begrüßen, aber schon etwas umständlich, wenn man dafür erst zu einem Konsulat muss. Vielleicht erhöht das aber auch die Bedeutung eines Konsulats als Gegengewicht zu einer Kirche, weil ein Konsulat Menschen Wege öffnet, die denselben Menschen durch eine Kirche verschlossen werden.

    Symbolisch kann dem eine große Bedeutung innewohnen.
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#5 Ralph
  • 18.05.2019, 11:37h
  • Was für eine Vorstellung auf Deutschland übertragen: Wir wollen heiraten. Geht im Inland nicht, nur im Ausland. Also ab auf die Autobahn zum nächsten deutschen Konsulat (dem Honorarkonsulat in Metz), dort heiraten, zurück über die Grenze und dann zu Hause ein Ehepaar sein. Irre! Ich gesteh dem Präsidenten ja zu, dass er einen Umweg sucht, um sein verfassungswidriges Parlament auszutricksen - aber geht es wirklich nicht anders?
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