https://queer.de/?3362
- 01. September 2005 1 Min.
New Orleans Eine extreme protestantische Gruppe aus Amerika hat Homosexuellen die Schuld am Hurrikan Katrina gegeben. "New Orleans war eine Stadt, die ihre Türen weit geöffnet hat für die öffentliche Zelebrierung von Sünde", sagte der Vorsitzende von "Repent America", Michael Marcavage am Mittwoch, unter Bezug auf das für das Wochenende geplante und inzwischen abgesagte Homo-Fest "Southern Decadence". Gott habe New Orleans "zerstört", denn der CSD sei bekannt dafür, das French Quarter mit betrunkenen Homosexuellen zu füllen, die Sex in der Öffentlichkeit haben. Die Gruppe "Repent America" ist in den USA durch zahlreiche homofeindliche Äußerungen und CSD-Proteste bekannt geworden, Marcavage wurde deswegen mehrfach verhaftet. In New Orleans scheint die Lage von Tag zu Tag dramatischer zu werden: Bürgermeister Ray Nagin sagte, Hunderte seiner Einwohner seien bei der Naturkatastrophe gestorben. Der Sender CNN verbreitete die Einschätzung, alleine in der Stadt könne es 100.000 Tote geben. (nb)
Links zum Thema:
» s.a.: Pride in New Orleans abgesagt
» Erklärung von Repent America













