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Wegen Aussageverweigerung

Chelsea Manning wieder in Beugehaft genommen

Die transsexuelle Wikileaks-Informantin sitzt wieder hinter Gittern, weil sie sich geweigert hat, gegen Julian Assange auszusagen.


Chelsea Manning hat bereits einen großen Teil ihres Lebens hinter Gittern verbringen müssen (Bild: Twitter / @xychelsea)

Nach einer Woche in Freiheit ist die US-Whistleblowerin Chelsea Manning am Donnerstag erneut wegen Missachtung des Gerichts in Haft genommen worden. Grund ist, dass sich die 31-Jährige geweigert hatte, bei einer nicht-öffentlichen Befragung durch eine sogenannte Grand Jury in Virginia über den kürzlich in London verhafteten Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen.

Bundesrichter Anthony Trenga verurteilte die trans Whistleblowerin außerdem zu empfindlichen Geldstrafen, sollte sie auf ihrer Position beharren. Nach 30 Tagen soll sie für jeden weiteren Tag, an dem sie ihre Aussage verweigert, 500 Dollar Strafe zahlen. Nach 60 Tagen steigt dieser Betrag auf 1.000 Dollar pro Tag.

Manning zeigte sich laut US-Medienberichten aber unbeeindruckt: "Ich würde mich eher zu Tode hungern als meine Position in dieser Frage zu ändern", sagte sie, bevor sie aus dem Gerichtssaal abgeführt wurde. Auch ihre Anwälte stellten klar, dass man von Manning keine Aussage erwarten könne.

Bereits zweite Beugehaft für Manning

Manning hatte bis letzte Woche bereits 62 Tage in Beugehaft verbracht, weil sie bei einer anderen Grand Jury ebenfalls die Aussage verweigert hatte (queer.de berichtete). Die 31-Jährige hatte unter anderem kritisiert, dass die Befragung der Grand Jury nicht-öffentlich ist und auf ihre früheren Aussagen hingewiesen.

Bereits seit fast zehn Jahren zieht sich der Fall Manning hin: Sie war als Militärangehörige 2010 verhaftet worden, weil sie Hunderttausende geheime Dokumente der Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt hatte. Diese zeigten unter anderem Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak-Krieg. Nach ihrer Verurteilung zu 35 Jahren Haft outete sich Manning 2013 als Transsexuelle.

Dass sie die 35 Jahre Haft nicht absitzen musste, verdankte Manning Präsident Barack Obama: Drei Tage vor dem Ende seiner Amtszeit gab der Demokrat bekannt, dass er die Strafe der Whistleblowerin zum großen Teil erlassen werde. Sie wurde dann am Tag gegen Homo- und Transphobie vor genau zwei Jahren, am 17. Mai 2017, aus der Militärhaft entlassen (queer.de berichtete). (dk)



#1 stay_strongAnonym
  • 17.05.2019, 11:30h
  • I'm so sorry for you, Chelsea :'-(

    Stay strong and remember you are right. You don't deserve the detention jail, you deserve freedom and peace now.
    ~~~~`, ~~~@

    ©BuntesUndSchönes
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#2 stay_strongAnonym
  • 17.05.2019, 12:00h
  • Sie soll laut n-tv gegen Assange aussagen, damit er wegen Veröffentlichung von Militärdokumenten zu den Einsätzen im Irak und Afghanistan verklagt werden kann.

    Selbstverständlich äußert sie sich dazu nicht.

    ©BuntesUndSchönes
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#3 stromboliProfil
  • 17.05.2019, 15:49hberlin
  • Antwort auf #2 von stay_strong
  • >> Nach einer Woche in Freiheit ist die US-Whistleblowerin Chelsea Manning am Donnerstag erneut wegen Missachtung des Gerichts in Haft genommen worden. Grund ist, dass sich die 31-Jährige geweigert hatte, bei einer nicht-öffentlichen Befragung durch eine sogenannte Grand Jury in Virginia über den kürzlich in London verhafteten Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen. <<
    so obiger ausführlicher informationsbeitrag..
    Nun deinerseits die erlösende aufklärung worum es geht :
    >> Sie soll laut n-tv gegen Assange aussagen, damit er wegen Veröffentlichung von Militärdokumenten zu den Einsätzen im Irak und Afghanistan verklagt werden kann.
    Selbstverständlich äußert sie sich dazu nicht. <<

    2 beiträge, wobei man die guten wünsche ja noch gelten lassen kann. Aber wozu dient der 2te beitrag?
    Schwätzen um des schwätzen willens!
    Hauptsache man sieht dein logo und weis: die ist am laufenden ball.
    Erbarmungslose Wichtigtuerin.
    Soviel zu eingeforderter themenrelevanz...
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#4 zundermxeAnonym
  • 17.05.2019, 15:52h
  • Wenige Menschen schaffen es auf ihren eigenen inneren Kompass zu hören und dann auch noch die Kraft und Konsequenz zu haben entsprechend zu handeln.

    Sehr beeindruckend und inspirierend ihre Haltung und ihr Handeln!

    You are an insperation Chelsea!
    Wish you all the best -
    may all your sorrows fade away.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 zundermxeAnonym
#6 stromboliProfil
  • 18.05.2019, 12:10hberlin
  • Antwort auf #5 von zundermxe
  • ich weiß.., der überbringer der nachricht ist an allem schuld.

    Wenn dir das seichte B&S angebot des wieder&wiedergekäuten , aus funk&fernsehen zusammengeklaubt ( inhaltlich erinnerts mich an die zeitschriften die in den artzpraxen ausliegen..!) als "informationsangebot genügend erscheint und deine neugirde auf weiterführend aufklärendes befriedigt, solls denn so sein.
    Dann aber nicht wundern, wenn andere über deine hier zur schau getragene haltung den kopf schütteln.
    Mal ehrlich: was mehr an information hast du durch den "beitrag" von @B&S hinzugewonnen?

    Grundsätzlich kann man schon auch über den zusammenhang von verfall der kritikfähigkeit hin in ein wohlfühlkonstrukt nachdenken, wenn wir uns über das allmähliche abrutschen der gesellschaftlichen "mitte hinein in einen reaktionär -lähmenden sprachgebrauch wundern.
    Dabei ist deren hervorstechende merkmal einerseit selbst harsch kritig zu verteilen, andererseit bei angegriffen fühlens, sich auf "das große ganze verbindende" berufen..
    "wir minderheiten untereinander doch bitte nicht streiten .. etc .
    Das erinnert mich eher an eine puppen-familienanordnungsszene..
    Wide-wide-witt, bum, bum .
    Die zugehörigkeit zu einer minderheit aber enthebt diese nicht vor kritik oder inhaltlicher auseinandersetzungen.
    Natürlich kann wer flammende zusammengehörigkeitsapelle hier von sich geben.. Aber der muss auch mit dem auseinanderdrösseln dieser "zusammengehörigkeiten rechnen.
    Es ist ja nett, dass von zeit zu zeit wir hier daran erinnert werden das es die möglichkeit von "rotRotGrün gäbe...
    Das sagt uns aber nichts über den politischen gehalt aus, der diese parteien untereinander unterscheidet und vor allem niocht darüber, wie weit die selbst schon nicht mehr zum progressiven teil der bevölkerung zu zählen sind.
    Wenn mir dann B&S empfiehlt , doch bittebitte in eine der solchen einzutreten oder anderweitig "mitzuarbeiten, muss ich nach dem verstand fragen, der solches hervorbringt.

    Wo bleibt eigentlich die flammende rede gegen die kriegsverbrechen durch UNSERE staaten.
    Sollte man nicht auch sich gegen den eigenen staat aussprechen, wenn der in solche kriminellen völkerrechtswidrigen dinge verwickelt ist.
    Dass wir solche zusammenhänge ausblenden hat sicher auch etwas mit dem uns erreichenden informationsfluss zu tun. Gefiltert und um das wesentliche abgespeckt, so es eigentlich nur noch die interessiert die da handeln.
    Aber was ist mit unserem eigen handeln..
    Warum nicht jeder auf seine art ein klein wenig "Chelsa".. ; aufklärend, radikal.

    Aber nein, hier wird "bauchgefühligkeit" als politwissen herumgereicht ...
    Wieso aber einerseits unsere politfachfrau @B&S eine H.Clinton lobt weil die doch besser als trump sei, wenn die frau eben auch mitverantwortung für solche staatlich angeordneten massaker trägt.
    Und wird ein Obama zum heiligen weil der Chelsa begnadigt ( wohlgemerkt BEGNADIGEN,nicht politisch "freispricht) gleichzeitig als präsident mit den meisten drohneneinsätzen mit höchsten kollateraltoten, sich dies ans revers heften darf.
    Oder passt das nicht ins @bunt&schöne weltbild?

    Oder ihr innenpolitischer mumpitz:
    Warum eine "mediation " als lösungsmittel einbringen ohne sich mit dem politischen wesen solcher mediationen auseinander zu setzen.
    Dabei auch den politischen missbrauch der über solche "bürgerbeteiligungen einher geht, für sich selbst und ausnahmsweise mal ohne hilfe aus funk&fernsehen-bunte&praline zu analysieren.
    Solches eigen nachdenken erspart uns dann die als lustig einfließenden elaborate oder eben das bemühte alleswissend sein wollen ihrer beiträge.

    Warum die lobhudelnde nicht mal auf ihren widerspruch einerseits manning, andererseits clinton hinweisen.
    Vieleicht hilft es der person mal endlich aus dem kindergehabe heraus zu treten mit dem sie ihre beiträge umgibt.
    Sie ernst nehmen wollen heißt auch an ihr kritik üben.

    Sicher, dank Snowden , Manning oder Assange und anderen sogenannten whistleblowern wird uns die kriminelle verkommenheit unserer uns "führenden" politclowns vor augen geführt.
    Aber es am einzelschicksal der transidentität von chelsa fest zu machen ist regenbogenpresse.
    Und das meint im schlechtesten sinn klatschjournalismus, aus dem sich der begriff "regenbogenpresse einstmals herleitete: der sofabürger, eifrig finger leckend beim umblättern, gierig hoffent, was vom schicksal da draussen miterleben zu können..
    Um dann in stamtisch, hopla kaffekränzchenmanier die welt aus jener "unserer" sicht, unseren eifrig lauschenden mitforisten mitzuteilen.
    Für den hausgebrauch vielleicht erschöpfend.
    Für das geschehen da drausen aber fatal.
    Auch weil wir nicht an das wesentliche der vorgänge heran gehen und mangels überblick an wissen, wirkliche solidarität mit den als kollateralschäden abgewickelten opfern verweigern.
    Solange keiner hier wenigstens einfordert, dass die täter*Innen* , unsere staatsvorderen, namentlich benannt und an den medialen pranger gestellt werden, wenn sie sich schon gerichtlicher verantwortung entziehen können, solange sind mir solche @B&S_beifallsbekundungen ein greul.
    Egal unter welchen "lustigen nicks sich sich da verbreitet.
    Dann hat die hier vorgetragene solidarität mit chelsa manning auch keinen tiefergehenden sinn.
    Diese sinn&inhaltslosigkeit werf ich unserem B&Scopyright seit langem vor.

    Will man wirklich was ändern, muss man auch den eigenen stall von zeit zu zeit ausmisten!
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