Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33625

Studie

Analduschen erhöhen HIV-Risiko

Darmspülungen können dazu führen, dass man einem großen Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten ausgesetzt ist.


Analduschen können den Analsex viel schöner machen, allerdings kann auch das Risiko von Geschlechtskrankheiten erhöht werden

Viele Schwule halten Darmspülungen mit sogenannten Analduschen und Wasser für unverzichtbar, damit beim Po-Sex kein Malheur mit Kot-Resten passiert. Allerdings, so warnen Forscher, kann die Nutzung dieses Hilfsmittels das Risiko der Übertragung von Geschlechtskrankheiten, auch von HIV, unter schwulen und bisexuellen Männern erhöhen. Das ist das Ergebnis einer neuen Metastudie, die im "British Medical Journal" veröffentlicht wurde. Die Forscher unter Führung eines Teams der Sun-Yat-sen-Universität im chinesischen Guangdong analysierten dabei 24 kleinere Studien aus den letzten Jahrzehnten mit insgesamt mehr als 20.000 männlichen Teilnehmern, die Sex mit Männern haben.

Nach Berechnungen der Forscher erzeugt die Nutzung einer Analdusche ein signifikant höheres Risiko, sich mit mehreren sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken. Darunter sind neben HIV auch Hepatitis, Chlamydien, Tripper, Syphilis und Humane Papillomviren (HPV) eine Gefahr. Grund für die erhöhte Übertragungsrisiko ist, dass die Anwendung die äußerst empfindliche Darmschleimhaut beschädigen kann. Selbst durch sehr kleine Verletzungen können Viren und Bakterien beim Anal-Sex somit leichter übertragen werden.

Forscher: PrEP und "Schutz durch Therapie" sind sicher

Die Autoren erklärten auch, dass es inzwischen viele Wege gebe, das HIV-Risiko auszuschließen. So sei die HIV-Prophylaxe-Pille PrEP, die seit diesem Jahr auch teilweise von gesetzlichen deutschen Krankenkassen erstattet wird, laut Untersuchungen zu praktisch 100 Prozent effektiv, um HIV-Infektionen zu verhindern. Auch wenn ein HIV-Positiver regelmäßig antiretrovirale Medikamente einnehme, könne er den Virus praktisch nicht mehr übertragen. Erst vor wenigen Wochen wurde eine groß angelegte Langzeitstudie veröffentlicht, nach der "Schutz durch Therapie" ausnahmslos wirksam gewesen sei (queer.de berichtete). (cw)



#1 lindener1966Profil
  • 17.05.2019, 20:12hHannover
  • Das verwundert nicht unbedingt, aber ohne "Grundwäsche" ..........neeee, da kann ich´s auch gleich bleiben lassen.

    Gegen STDs helfen sowieso nur Kondome.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 tobiasProfil
#3 Patrick SAnonym