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TV-Rolle zu vergeben

Bitte keine schwulen Schauspieler!

Für eine Fernsehproduktion sucht die CNC Cologne News Corporation ausschließlich heterosexuelle Darsteller – dies sei keine Diskriminierung, sondern die "gewünschte Dramaturgie".


Ein Kamerateam bei der Arbeit (Bild: FOTOGRAFÍAS CANAL SUR RADIO y TELEVISION / flickr)
  • 21. Mai 2019, 02:27h 43 2 Min.

Eine Ausschreibung auf JOBWRK, dem "Jobportal für Newcomer, Talente und Profis aus Schauspiel, Tanz und Gesang", sorgt in Köln für Irritationen: Für eine TV-Produktion sucht die CNC Cologne News Corporation GmbH ausschließlich heterosexuelle Schauspieler.

Fünf Anforderungen werden von den "männlichen Protagonisten" in der Onlineanzeige verlangt: Alter 25-30, sportlich, spontan, extrovertiert – und eben hetero. Hinter "hetero" setzte CNC ein Smiley.


Die Ausschreibung auf JOBWRK

CNC sucht einen "bestimmten 'Typen'"

Auf Nachfrage von queer.de erklärte das Kölner Unternehmen, das unter anderem Dokutainment und Magazinbeiträge produziert, dass das Jobangebot keinesfalls diskriminierend sei. "Vielmehr handelt es sich um eine Festlegung auf einen Typ, den die gewünschte Dramaturgie vorgibt", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme.

Es liege auch keine klassische Stellenausschreibung vor, so CNC. "Bei dieser darf die sexuelle Präferenz natürlich keine Rolle spielen, da diese bei der Befähigung für einen Beruf in der Regel keine Rolle spielt. Bei der Suche nach bestimmten 'Typen' für ein Fernsehformat ist die jedoch anders." Nähere Angaben zur geplanten Sendung machte die Produktionsfirma nicht.

Diskriminierungsfreiheit sei ein "hohes Gut", so CNC weiter. "Wir – als Medienschaffende – sind uns unserer Verantwortung diesbezüglich mehr als bewusst. Bei dem geplanten Unterhaltungsformat gehen wir jedoch nicht ansatzweise davon aus, dass unsere Protagonisten-Suche eine Gefährdung dieses gesellschaftlichen Wertes darstellt."

Mittlerweile wurde die Ausschreibung auf JOBWRK, die eigentlich bis 25. Mai laufen sollte, vorzeitig beendet. (mize)

#1 Sukram712Anonym
  • 21.05.2019, 05:47h
  • Die hätten natürlich besser "hetero-like" oder "Hetero-Typ" geschrieben. Ansonsten ist die Erklärung der Firma einigermaßen nachvollziehbar.

    Bitte kein Shitstorm weil sich ne Praktikantin vertippt bzw. zu wenig nachgedacht hat...
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#2 TamakAnonym
#3 LarsAnonym
  • 21.05.2019, 08:45h
  • Antwort auf #1 von Sukram712
  • Warum z.B. eine Praktikantin und kein Praktikant? Ist auch ein Klischee ...

    Aber: Interessante Frage, wie man das, was die Firma suchte, politisch korrekt ausdrücken könnte, ohne gleich die übelsten Klischees zu bedienen.

    Was soll denn "heterolike" sein?

    Würde man je nach Schauspielern suchen, die vom Typ her ein "bisschen schwul" oder "gay-like" sind?

    Vielleicht sollte man heute lieber die Kategorien "maskulin" und "feminin" verwenden (nicht männlich oder weiblich, weil Erscheinungsbild und biologisches Geschlecht ja differieren).
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