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Kommentare zu:
Homo- und Transphobie im Sport weit verbreitet


#1 Still_Ith
  • 21.05.2019, 23:39h
  • Hmja. Allein am Hindernis "Umkleidekabine" muss man bei den allermeisten Sportarten schon irgendwie vorbei bzw. durch.

    Bei mir persönlich hat das nach den ersten blöden Kommentaren schon in einem wirklich gemäßigten Umfeld gereicht.
    Mein Respekt an die Leute, die es ertragen.
    Schön isses häufig eher nicht.
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#2 ZundermxeAnonym
  • 22.05.2019, 10:31h
  • Antwort auf #1 von Ith_
  • Eine praktische Alternative könnte beim Thema Umkleidekabine und Dusche sein, dass es Gemeinschaftskabinen und -duschen (nicht nach Geschlechter getrennt) und in Verbindung immer auch eine ausreichende Zahl an Einzelkabinen und Duschen geben sollte.
    Unabhängig von Phobien anderer gibt es auch persönliche Gründe einzelner Menschen nicht Gemeinschaftskabinen und Duschen benutzen zu wollen.
    Dem sollte mMn nach ohne Hinterfragen von Gründen und Motiven Rechnung getragen werden.
    Es kann zwar versucht werden jede verbale Diskriminierung gesetzlich zu verbieten. Doch selbst wenn dies hoffentlich gelingt wird es in absehbarer Zeit nicht vor Diskriminierung auch durch Gesten, Mimik und Blicke schützen. Die Angst und Verklemmtheit vieler Menschen wird sich nicht wirklich schnell abstellen lassen. Dazu, und das ist nicht so negativ gemeint wie es klingt, sind wir einfach noch zu primitiv.

    Hab selbst schon vor Jahren im queeren Sportverein erlebt, dass der Leistungsgedanke klar vor dem solidarischen Gemeinschaftsgefühl gestellt wird.
    Fürsprecher*innen nennen das Gleichstellung. Verstehe diese Sichtweise, teile sie aber ausdrücklich nicht.
    Im Kern des Wettbewerbs und somit der Leistung, auch beim Sport, liegt aber auch immer die Wertung von Menschen reduziert auf bestimmte Eigenschaften und Talente. Dies muss nicht generell schlecht sein. Es schafft im negativen Fall aber die Grundlage zur Ausgrenzung und Diskriminierung.
    Um Beschwerden etwas vorzubeugen; natürlich können diese Prozesse, auch beim Sport, im positiven Fall genau das Gegenteil bewirken.
    Jedoch je höher der Leistungsanspruch und -druck, desto höher idR die Gefahr von Ausgrenzung und Diskriminierung.
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#3 IchBinIchUndJetztAnonym
  • 22.05.2019, 19:13h
  • "dass es Gemeinschaftskabinen und -duschen (nicht nach Geschlechter getrennt) und in Verbindung immer auch eine ausreichende Zahl an Einzelkabinen und Duschen geben sollte."

    Das klingt ja schön und gut aber 1. Verbräuchte das doch vielmehr Platz, oder nicht? Und 2. Wie soll man das in Schulen und kleinen Sportvereinen machen bei denen der Platz dafür nicht ausreicht und/oder die Kosten für einen entsprechenden Umbau nicht gedeckt werden können?
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#4 ZundermxeAnonym
  • 22.05.2019, 23:02h
  • Antwort auf #3 von IchBinIchUndJetzt
  • Naja, nun war das erstmal von mir als ein Vorschlag gedacht wie möglichst allen Bedürfnissen entsprochen werden könnte ohne vorab eine Variante vorzuschreiben.

    Geld kosten Veränderungen idR immer und sind praktisch nicht von gleich auf jetzt umzusetzen.
    In Schulen würde bei einer Gemeinschaftskabine und Dusche bspw die andere überflüssig und dieser Platz könnte für den Umbau genutzt werden. Auch wenn ich mir den vermutbaren Aufschrei bei Teile der Eltern und Lehrer *innen schon jetzt vorstellen kann.

    Denke aber eh, dass Neuerungen zuerst im Erwachsenenbereich eingeführt werden sollten.
    Viele von uns gehen in gemischte Saunen oder zu anderen FKK-Angeboten. Wieso sollte das bei Umkleide und Dusche aufhören bei gleichzeitigem Angebot von Einzelumkleide mit Dusche?
    Fände das deutlich normaler und natürlicher als die bisher vorgeschriebene Trennungspraxis.

    Wenn eine Gesellschaft generell freier von Scharm ist wird sie auch zumindest im Mittel weniger anfällig für Diskriminierung und Ausgrenzung sein.
    So zumindest die These.
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