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Berlin

Umfrage an evangelischen Schulen: Jeder fünfte Schüler nicht heterosexuell

Selbst an religiösen Schulen gibt es eine große Anzahl von Schülern, die sich als Teil der queeren Community ansehen. Das ergab eine Umfrage aus Berlin und Brandenburg.


Vielfalt ist heutzutage auch bei religiösen Privatschulen angekommen (Bild: Patrik Tschudin / flickr)

21 Prozent der Schülerinnen und Schüler an drei evangelischen Schulen in den Ländern Berlin und Brandenburg bezeichnen ihre sexuelle Orientierung als nicht heterosexuell. Das geht aus der Diversity-Studie "Bunt.Lieben.Leben" (PDF) hervor, die die Schulstiftung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group erstellt wurde. In der nicht-repräsentativen Umfrage wurden 472 Schüler*innen zwischen zwölf und 23 Jahren befragt.

Demnach bezeichnen sich 79 Prozent der Befragten als heterosexuell. Sieben Prozent erklären, sie seien bisexuell, weitere drei Prozent identifizieren sich als homosexuell. Hinzu kommen zwei Prozent Asexuelle und neun Prozent, die sich keiner der genannten Kategorien zuordnen wollen.

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Unterschiede zwischen Heteros und Nicht-Heteros

Nicht-heterosexuelle und heterosexuelle Befragte, so geht aus der Umfrage hervor, bevorzugen andere Ansprechpartner zum Thema Liebe und Sex. Während mehr als die Hälfte der heterosexuellen Lernenden am liebsten über diese Themen mit Mitschülern spricht, sind es bei nicht-heterosexuellen Befragten weniger als ein Drittel. In dieser Gruppe sind dagegen Vertrauenslehrer und Erzieher als Ansprechpartner populärer.



Die meisten der Befragten (82 Prozent) wollen ihre eigene sexuelle Orientierung nicht im Unterricht thematisieren. Allerdings ist das Interesse an Themen zur Sexualität und Vielfalt hoch. Am größten ist das Interesse bei den Themen HIV/Aids (56 Prozent), Vorurteile/Mobbing (53 Prozent) und Sexualisierte Gewalt (50 Prozent).



"Die Themen Liebe, Sexualität und Gender-Identität sind in Schulen immer noch mit vielen Vorurteilen belegt", erklärte Rainer Gronen, Co-Studienautor und Leiter der Weiterbildungsabteilung der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO. "Lehrer wissen oft nur wenig über die Probleme und Wünsche ihrer Schüler*innen. Unsere Studie zeigt aber, dass sich Schüler*innen mehr Präsenz der Themen Liebe, Sexualität und Vielfalt in der Schule wünschen. Lehrkräfte sollten sich öffnen und Fachleute von außen einbeziehen, um diesen Bedürfnissen Rechnung zu tragen."

Die rund eine Million Mitglieder zählende Landeskirche Berlin-Brandenburg gehört zu den LGBTI-freundlichsten Gliedkirchen in der EKD. Sie hatte 2016 die Trauung für alle eingeführt – über ein Jahr, bevor der Bundestag das Gesetz zur Ehe für alle beschlossen hat (queer.de berichtete). (dk)



#1 YannickAnonym
#2 giliatt 2Anonym
  • 24.05.2019, 02:49h
  • STUDIEN sind Schrott, so wie ich immer postete.
    Nun hat man knapp 500 Schüler zwischen 12 und 23 berfragt über ihre sexuelle Orientierung, wobei man fragen muss, ob man mit 23 noch Schüler ist, oder aber bereits Frührentner...

    In Preußen (sorry: Land Brandenburg) sind nun 21% der Heranwachsenden nichtheterosexuell. Die größte Gruppe davon mit 9% ist ohne Festlegung. Ihr folgt mit 7% Bisexualität. Nur 3% empfinden schwul oder gleichgeschlechtlich, was Lesben inkludieren würde und zudem deutlich unter dem Durchschnitt der BRD von vermuteten 10% liegt. Das Schlusslicht bilden die ASEXUELLEN mit 2%. Mal ehrlich: Haben wir in unserer Schulzeit schon mal was von Asexualität gehört?

    Diese hier zur Studie befragten Personen sind aber Kinder/Heranwachsende/Jugendliche.
    Im vorpubertären Alter und in der Pubertät erkundet man seine Sexualität. Dazu gehört auch: Man sucht unbewusst noch nach seiner sexuellen Orientierung. Wie war das bei uns Jungs mit 12? Schwanzvergleich! Kriegst du schon einen Steifen? Kumpelwichsen. Pipapo. Schwul war das nicht. Es war die Erkundung des Körperlichen.

    Die Studie ist also Schrott und Quatsch mit Soße. Da die Umfrage an evangelischen Schulen stattgefunden haben soll, mag sie noch ehrlicher ausgefallen sein, als in Schulen im katholischen Bayern oder Bildungseinrichtungen mit hohem Migrantenanteil an der Schülerschaft, da man den Grad der Bereitschaft zu intimen Bekenntnissen der Schüler berücksichtigen muss.
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#3 IronikerAnonym
  • 24.05.2019, 11:21h
  • Antwort auf #2 von giliatt 2
  • Die Studie als "Quatsch mit Soße" zu bezeichnen, fußt also hauptsächlich auf Deinen persönlichen Erfahrungen mit unschwulem "Kumpelwichsen" im Alter von 12 Jahren? Respekt. Das nenne ich mal eine wissenschaftlich fundierte Gegenrede.
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#4 GeldmachereiAnonym
  • 24.05.2019, 13:00h
  • Antwort auf #3 von Ironiker
  • Ich halte diese Studie auch für sehr vage und wissenschaftlich anfechtbar. Queer kann mittlerweile alles mögliche bedeuten und heterosexuelle Schüler bezeichnen sich teilweise selbst so, weil es linksalternativ klingt und man damit Aufmerksamkeit bekommt und nicht, weil sie sich selbst so einordnen. Das muss schon mitbedenken. Das sehen wir ja auch aktuell, wo der Regenbogen von kapitalistischen Unternehmen von den Konsumismus missbraucht wird.
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#5 Fascho-WatchAnonym
  • 24.05.2019, 14:54h
  • Antwort auf #3 von Ironiker
  • Überlegen wir doch einfach mal kurz, wer Interesse daran haben könnte, dass solche Ergebnisse diskreditiert werden (wenn auch in der Wortwahl gewohnt plump) ...
    Und wenn wir uns dann noch die üblichen Kommentare von giliatt2 in Erinnerung rufen ...
    Na?
    Bingo!
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#6 FaktencheckAnonym
  • 24.05.2019, 15:55h
  • Antwort auf #4 von Geldmacherei
  • "Queer kann mittlerweile alles mögliche bedeuten und heterosexuelle Schüler bezeichnen sich teilweise selbst so, weil es linksalternativ klingt und man damit Aufmerksamkeit bekommt und nicht, weil sie sich selbst so einordnen."

    Nach der Selbsteinordnung als "queer" wird in dieser Umfrage nicht gefragt. Dieser Begriff taucht dort überhaupt nicht auf, insofern verwundert mich dein Kommentar ein wenig.

    Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sich WENIGER Befragte als homo oder bi einordnen als es wirklich sind, als dass sich auch Unbetroffene so einordnen, weil es angeblich "schick" ist.

    Die Behauptung, dass junge Menschen eine queere Identität nur als Aufmerksamkeitsmethode vortäuschen, halte ich außerdem für unbelegt. Was genau spricht dafür, dass das eine statistisch relevante Rolle spielt? Zumal die tolle "Aufmerksamkeit" für eine queere Identität sich doch meistens eher in Beleidungen, Mobbing oder Gewalt ausdrückt als in Bewunderung?

    "Ich halte diese Studie auch für sehr vage und wissenschaftlich anfechtbar."

    JEDE Studie zu geschlechtlichen Selbsteinordnungen (und zu Sexualität allgemein) wird durch das Problem gesellschaftlicher (Un-)Erwünschtheiten und Stigmatisierungen relativiert. Das muss aber nicht heißen, dass solche Studien ganz generell keinen Aussagewert hätten.

    "Früher haben wir Jungs zusammen gewichst" oder "Früher haben wir nichts von Asexualität gehört" sind jedenfalls keine besonders guten Argumente, um diese Studie hier anzugreifen.
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#7 saltgay_nlProfil
  • 24.05.2019, 18:31hZutphen
  • Solche Studien sind einfach mit einer hohen Fehlerquote belastet. Wer wirklich mit Schülern zu tun, hat, der weiß wie schnell man von ihnen verarscht wird. Nur Fachleiter und Referendar-stern-bit²-Innen wollen das nicht glauben. Sie leben in ihrer Scheinwelt, wo sie die Größten sind. A propos, bei pädagogischen Studien kann es auch schon mal vorkommen, dass nur eine Schulklasse befragt wird, weil sich nicht mehr Teilnehmer fanden. Das wird aber stets dezent unter den Teppich gekehrt. Hauptsache Evaluation. Das ist absolut hip und wird den Referendaren eingeprügelt. Kein Wunder, denn das deutsches Bildungswesen ist eine gigantische Betrugsmaschine. Herauskommen soll nur stets die Wiederwahl des Kultusministers. Dafür sind alle Mittel recht. Soweit zu Studien im schulischen Raum.

    Ich fordere die zertifizierte "Schule ohne Stehpinkler" und dazu die vollständige Transparenzevaluation. Nähere Auskunft ist bei den zuständigen Hauptseminarleitern zu erfragen.
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#8 Patroklos
#9 Carsten ACAnonym
  • 25.05.2019, 11:51h
  • Antwort auf #2 von giliatt 2
  • --------------------------
    STUDIEN sind Schrott, so wie ich immer postete.
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    Das klingt aber sehr nach den Populisten, die Wissenschaft als Fake News verunglimpfen.

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    Im vorpubertären Alter und in der Pubertät erkundet man seine Sexualität. Dazu gehört auch: Man sucht unbewusst noch nach seiner sexuellen Orientierung. Wie war das bei uns Jungs mit 12? Schwanzvergleich! Kriegst du schon einen Steifen? Kumpelwichsen. Pipapo. Schwul war das nicht. Es war die Erkundung des Körperlichen.
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    Das genaue Gegenteil ist der Fall:
    all die pubertären Jungs, die an Wettwichsen, Schwanzvergleich, etc. teilgenommen haben, würden sich doch nicht als schwul bezeichnen. Im Gegenteil: die legen größten Wert darauf, dass sie eben nicht schwul sind und wollen auch nicht in diese Ecke gestellt werden.

    Würde man nur wegen solcher pubertärer Experimentiererei sich selbst gleich als schwul bezeichnen, wäre bei der Studie 100% rausgekommen, denn welcher Mann hat sich in seiner Pubertät nicht auch mal an sowas beteiligt, sei es aus Neugier, Geilheit, Experimentierfreude, Gruppenzwang, tatsächlicher Homosexualität, oder weshalb auch immer. Auch wenn die meisten das später nicht mehr wahrhaben wollen oder gar verdrängen. Zumindest in meiner Klasse und auch unserer Parallelklasse gab es damals keinen einzigen Jungen, der nicht auch mal bei sowas mitgemacht hätte. Die meisten sind dennoch hetero und heute Familienväter (und haben bei Klassentreffen immer Angst, dass das Thema darauf kommt hihi).

    Fazit:

    Nicht jeder Schüler, der sich an pubertären Spielchen beteiligt, bezeichnet sich deshalb als schwul. Ganz im Gegenteil.

    Die 20% die das in der Studie angeben sind also eine seriöse Zahl.
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#10 giliatt 2Anonym
  • 26.05.2019, 01:21h
  • Antwort auf #9 von Carsten AC
  • Lieber Carsten AC,
    Studien sind zumeist Schrott. Der erste Satz unserer Dozentin im Fach Statistik an der alten Universität Rostock lautete:
    "Die Statistik ist die Hure der Wissenschaften. Mit ihr kann man alles und nichts beweisen."

    Das betrifft auch "Studien", mit denen sich einige Einrichtungen hervortun wollen. Viel wert sind die nicht. Wenn man (lediglich) 500 Heranwachsende an einer (evangelischen) Schule befragt, dann sagt die STUDIE aus, was fünfhundert Leute dieser ev. Schule angekreuzt haben. Mehr nicht. Übertragbar auf Land oder Bund ist das nicht. Will man die in einer Schule eruierten Daten extrapondieren, so benötigt man mehr Daten und muss zwischen all den Teilnehmer-Gruppen "wichten". Wie sind die Anteile an einer katholischen Schule? Wie an einer rein staatlichen? Oder an einer Einrichtung, wo Teens auf dem zweiten Bildungsweg ihren Schul- oder Berufsabschluss machen können? Zur Auswertung gibt es mathematische Modelle aus Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung.
    Eine Studie mit 500 Probanden bringt nix an Erkenntnisfortschritt. Sie ist schlichtweg arschlos.

    Du schriebst über meinen Beitrag:
    >Das klingt sehr nach Populisten, die Wissenschaft als Fake News verunglimpfen.<

    Das ist falsch. Hättest Du meine Zuschrift genau gelesen und verstanden, dann wäre Dir sofort klar geworden, was ich meinte, nämlich dass die pubertierenden Teilnehmer an den altersgerechten gleichgeschlechtlichen Sexspielchen sich nicht (!) als schwul einordnen würden.
    Du schriebst:
    >Nicht jeder schwule Schüler, der sich an pubertären Spielchen beteiligt, bezeichnet sich deshalb als schwul.<
    Genau das meinte ich doch! Es untermauert zudem meine Aussage, dass diese Art von Studien wissenschaftlich keine Aussagekraft hat. Es sind Konvolute von Halbwahrheiten. Ihnen kommt der Vorwurf zu,
    POPULISTISCH zu sein.
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