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Ehe für alle

Die ersten schwulen und lesbischen Paare heiraten in Taiwan

Mit den ersten gleichgeschlechtlichen Eheschließungen in ganz Asien hat Taiwan am Freitag Geschichte geschrieben – das Verfassungsgericht hatte vor zwei Jahren die Öffnung der Ehe angeordnet.


Als allererstes Paar heirateten Shane Lin und sein Partner Marc Yu. Hier zeigen sie ihre neuen Ausweise, auf denen sie als Ehepartner eingetragen sind (Bild: Chi Chia-wei)

In Taiwan haben am Freitagmorgen die ersten gleichgeschlechtlichen Paare in der Hauptstadt Taipeh den Bund fürs Leben. Nur eine Woche zuvor hatte das Parlament ein Gesetz zur Einführung der Ehe für alle verabschiedet (queer.de berichtete). Mit den ersten homosexuellen Eheschließungen in ganz Asien hat die Republik China, wie das Land offiziell heißt, am Freitag Geschichte geschrieben.

Mehrere Dutzend schwule und lesbische Paare gehörten zu den ersten, die am Freitagmorgen in einem Verwaltungsbüro in Taipeh erschienen, um ihre Beziehung als Ehe registrieren zu lassen. Anschließend umarmten und küssten sie sich vor den wartenden Journalisten und schwenkten stolz ihre Heiratsurkunden und neuen Ausweise, auf denen sie als Ehepartner eingetragen sind.

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"Es hat lange gedauert"

Unter den Paaren waren die Sozialarbeiterin Huang Mei Yu und ihre Partnerin You Ya Ting. Beide hatten sich 2012 von einem fortschrittlichen buddhistischen Priester segnen lassen, wollten aber nicht auf eine Ehe mit den gleichen Rechten wie Heterosexuelle verzichten. "Es hat lange gedauert, aber ich bin glücklich, dass wir das noch erleben dürfen", sagte Huang, während sie strahlend ihren Brautstrauß hielt. "Jetzt, wo gleichgeschlechtliche Ehe rechtlich anerkannt wird, werden meine Eltern vielleicht endlich aufhören zu versuchen, mich zur Hochzeit mit einem Mann zu überreden."

Als allererstes Paar heirateten Shane Lin und sein Partner Marc Yuan, die sich beim Studium kennengelernt hatten. "Es war nicht immer leicht, und ich bin froh, dass ich die Unterstützung meiner besseren Hälfte, meiner Familie und Freunde hatte", sagte Lin anschließend unter Tränen. "Ich bin wirklich stolz, dass mein Land so fortschrittlich ist."

Das Verfassungsgericht hatte vor zwei Jahren entschieden, dass ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen gegen die Verfassung verstößt (queer.de berichtete). Die Richter setzten der Regierung eine Frist bis zum 24. Mai dieses Jahres, um entsprechende Gesetzesänderungen vorzunehmen. Konservative Politiker und religiöse Gruppen hatten in den vergangenen Monaten versucht, die Reform zu verhindern. (cw/AFP)



#1 Patroklos
  • 24.05.2019, 08:30h
  • Herzlichen Glückwunsch an die Paare in Taiwan, die diese historische Gelegenheit nutzen und sich das Jawort geben! Dem ZDF war es sogar ein Bericht in Heute Xpress wert!
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#2 dellbronx51069Anonym
  • 24.05.2019, 08:45h
  • Gut das sich jetzt auch Taiwan auf die Seite der vollen Bürger und Menschenrechte gestellt hat
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#3 stephan
  • 24.05.2019, 10:36h
  • Herzlichen Glückwunsch allen Paaren! Ich freue mich wahnsinnig für alle Menschen guten Willens in Taiwan, denn endlich hat eine große Minderheit gleiche Rechte! Denen aber, die im letzten Jahr noch gegen die Eheöffnung gestimmt haben, wünsche ich von Herzen Lernfähigkeit und Empathie!
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#4 Patrick SAnonym
#5 lucdfProfil
#6 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#7 Bonifatius49Anonym
  • 24.05.2019, 16:13h
  • Antwort auf #6 von Gerlinde24
  • Herzlichen Glückwunsch nach Taiwan !

    Taiwan ist überwiegend buddhistisch und daoistisch geprägt.

    In bezug auf das Christentum, Judentum und Islam kenne ich mich eigentlich ganz gut aus, wo und welche christliche Kirchengemeinschaft (insbesondere Lutheraner, Reformierte, unierte Kirchen, Anglikaner, Mennoniten, Altkatholiken, Presbyterianer, Methodisten) oder welche jüdische Strömung (Rekonstruktionismus, Reformjudentum) Trauungen oder zumindest öffentliche Segnungsgottesdienste für homosexuelle Ehepaare ermöglicht.

    Auch in bezug auf den Islam ist mir das Thema wohlvertraut, da es dort nur paar einzelne schwule Imame (maximal 6 offen schwule Imame in Paris, in Washington. D..C. in Berlin und in Sydney) gibt, die Trauungen ermöglichen, wo es dann aber nur jeweils eine einzelne islamische Gemeinde ist.

    In bezug auf den Buddhismus und den Daoismus hingegen ist mir das Thema "Trauung homosexueller Ehepaare im Buddhismus bzw. im Daoismus" wenig bis kaum vertraut. Vielleicht kann einmal jemand hierzu etwas posten und einen Artikel zur Information schreiben, da es auch im Internet kaum hierzu Infos gibt bzw schwer zu finden sind.
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#8 PeerAnonym
  • 25.05.2019, 08:17h
  • Herzlichen Glückwunsch allen Schwulen und Lesben in Taiwan, denen ihre Rechte jetzt endlich nicht mehr länger vorenthalten werden.

    Jetzt muss es darum gehen, die gleichgeschlechtlichen Ehepaare auch im Adoptionsrecht gleichzustellen.
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#9 Carsten ACAnonym
  • 25.05.2019, 11:59h
  • Toll. Ein echter Fortschritt nicht nur für LGBTI in Taiwan, sondern letztlich für alle Bürger - auch wenn das noch nicht alle erkennen (wollen), weil auch da Religioten wieder hetzen.

    Denn auch Heteros profitieren davon, wenn in ihrem Land alle Menschen frei leben können. Und das nützt einem Staat sogar auch wirtschaftlich.

    Deshalb herzlichen Glückwunsch Taiwan und allen Bürgern.

    Ich hoffe, dass davon ein Signal auch an andere asiatische Länder ausgeht (zumindest die zivilisierteren) und auch Thailand, Japan, etc. bald die Ehe öffnen.
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#10 Thank_youAnonym
  • 25.05.2019, 12:10h
  • Danke an Tsai Ing-wen für die Eheöffnung.
    Das wird wohl die Öffnung in China zur Folge haben. Und Japan wird dann auch folgen.

    Glückwunsch an die verheirateten Paare :-)

    ©BuntesUndSchönes
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